Was Damenjacken in Kurzgrößen ausmacht
Bei einer Kurzgröße wird die Länge angepasst, nicht die Weite: Ärmel, Rückenlänge und Schulterhöhe fallen kürzer aus, Brust- und Hüftweite bleiben die Deiner gewohnten Konfektionsgröße. Als Faustregel gilt das für Frauen bis etwa 165 cm. Entscheidend ist aber nicht die Körpergröße selbst, sondern wie sie sich verteilt — bei einer Jacke zählt der Oberkörper. Wer bei 1,68 m viel Länge im Bein hat, hat oben entsprechend weniger, und für die kann eine Kurzgröße passen, obwohl die Körpergröße dagegenspricht. Sicher sagen lässt sich das erst am Maß, nicht an der Zahl.
Bei Damen läuft unser Kurzgrößen-System von 23 bis 28, das entspricht Konfektion 46 bis 56. Die Rechnung ist einfach: Konfektionsgröße geteilt durch zwei. Aus 48 wird Kurzgröße 24, aus 52 wird 26. Welche Größen bei den Jacken gerade lieferbar sind, zeigt Dir der Größenfilter links — er sagt Dir allerdings nur, ob es die Größe gibt, nicht wie lang die Jacke geschnitten ist. Die Maße stehen am Artikel.
Winterjacken in Kurzgrößen
Nach dem, was bei uns angefragt wird, ist das die häufigste Jackenart in diesem Bereich. Eine gefütterte Jacke trägt auf, und was bei einer dünnen Übergangsjacke noch als etwas lang durchgeht, fällt bei einer Winterjacke stärker ins Gewicht: Der Ärmel schiebt sich über die Hand, das Bündchen liegt nicht mehr am Handgelenk, und beim Autofahren oder beim Hund anleinen stört genau das.
Worauf Du bei einer wattierten Jacke in Kurzgröße achten solltest: Der Ärmel muss am Handgelenk enden, nicht darüber. Der Saum sollte sich regulieren lassen, damit keine Wärme entweicht. Und unter der Jacke braucht ein Pullover Platz. Verlass Dich dafür nicht auf die Größenzahl — vergleich die Brustweite am Artikel mit der einer Jacke, die Dir über einem Pullover passt. Das ist der einzige Vergleich, der die Fütterung mit einrechnet.
Übergangsjacken, Funktions- und Outdoorjacken
Bei leichten Jacken fällt die Gesamtlänge weniger ins Gewicht als bei einer Winterjacke. Die Ärmellänge merkst Du dafür sofort — beim Radfahren, beim Tragen, überall dort, wo die Hände im Einsatz sind.
Funktions- und Outdoorjacken in Kurzgröße sind für Bewegung gemacht. Achte dort auf die Schulterpartie: Sitzt die Schulternaht deutlich außerhalb Deiner eigenen Schulter, hast Du beim Armheben mehr Stoff in Bewegung als nötig. Ob das stört, hängt vom Schnitt ab — beim Anprobieren fällt es im Stehen kaum auf, beim Armheben schon.
Die Rückenlänge ist der Wert, auf den es ankommt
Wir messen unsere Jacken flach aus, und dabei zeigt sich etwas, das auf dem Etikett nicht steht: Manche Hersteller halten die Rückenlänge über den Größenlauf nahezu konstant, andere lassen sie mitwachsen.
Ein Beispiel aus unseren Messungen an Damen-Regenjacken: Bei Regatta liegt die Rückenlänge zwischen Größe 46 und 52 durchgehend bei 78 bis 79 Zentimetern. Bei Blue Wave steigt sie über den Größenlauf von 46 bis 56 von 80 auf 89 Zentimeter an. Zwei Jacken mit derselben Zahl im Etikett unterscheiden sich damit um mehrere Zentimeter — genau in der Länge, die bei kleiner Körpergröße zuerst auffällt. Bei Winter- und Funktionsjacken ist es dasselbe Muster, nur von Modell zu Modell verschieden.
Was das für Dich bedeutet, hängt von Deiner Körpergröße ab: Dieselben 78 Zentimeter enden bei 1,55 m deutlich tiefer als bei 1,68 m. Deshalb hilft nur der direkte Vergleich am Maß, nicht an der Größe.
| Wenn Du wissen willst … | nimm eine Jacke, die Dir passt, leg sie flach hin und miss |
|---|---|
| wo die neue Jacke enden wird | Rückenlänge: vom Nackenansatz gerade nach unten bis zum Saum |
| ob das Bündchen am Handgelenk sitzt | Armlänge: von der Schulternaht bis zum Ärmelende |
| ob ein Pullover darunter passt | Brustweite flach, eine Handbreit unter der Achsel — bei einer ähnlich gefütterten Jacke |
Diese drei Werte vergleichst Du dann mit den Maßen am Artikel. Das ist zuverlässiger als jede Umrechnung über Körpermaße, weil Du Kleidung mit Kleidung vergleichst. Wie Du Deine Körpermaße abnimmst, falls Du keine passende Jacke zur Hand hast, steht im Ratgeber Richtig messen.
Lohnt es sich, eine normale Jacke ändern zu lassen?
Bei einer einfachen Stoffjacke mit glattem Saum ist Kürzen eine vertretbare Lösung. Bei einer wattierten oder wasserdichten Jacke wird es aufwendig.
Am Ärmelabschluss sitzen Bündchen, Klettverschluss oder Gummizug, bei wattierten Jacken muss zusätzlich die Füllung neu verteilt werden, und bei einer wasserdichten Jacke ist die Naht darunter verschweißt. Eine gute Änderungsschneiderei bekommt das versetzt, auch die Schulter. Es sind aber mehrere Arbeitsschritte an zwei oder drei Lagen, und jede neue Naht in einer wasserdichten Schicht muss wieder abgeklebt werden. Gemessen am Preis einer Jacke rechnet sich das selten — das ist das Argument, nicht die Machbarkeit.
Bei einer Jacke in Kurzgröße sitzt alles dort, wo der Hersteller es vorgesehen hat.
Wie unsere Auswahl hier aussieht
Bei Hosen führen wir Kurzgrößen breit. Bei Jacken ist der Markt dünner, und das gilt auch für uns — wenige Hersteller vergeben bei Oberbekleidung überhaupt ein Kurzgrößen-Etikett. Was wir hier haben, kommt vor allem von Killtec und Maier Sports.
Wenn Du eine bestimmte Jacke in Kurzgröße suchst und sie hier nicht findest, frag nach. Manchmal lässt sich beim Hersteller etwas machen, und manchmal können wir Dir sagen, welche Normalgröße von den Maßen her kurz genug ausfällt.
Passend dazu und wenn Du unsicher bist
Wie das Kurzgrößen-System insgesamt aufgebaut ist, welche Größe welcher Konfektion entspricht und was es außer Jacken gibt, steht im Überblick Kurzgrößen für Damen. Speziell für nasses Wetter findest Du die Damen-Regenjacken in Kurzgrößen, und passend zur Jacke die Damen-Outdoorhosen in Kurzgrößen.
Schick uns die Maße Deiner Lieblingsjacke oder Deine Körpermaße, wenn Du unsicher bist. Wir gleichen sie mit unseren eigenen Flachmaßen ab und sagen Dir, welche Jacke von den Werten her hinkommt — und auch dann, wenn wir gerade nichts Passendes haben. Unsere Größenberatung erreichst Du über Ramona Wallenberger.
Du hast 100 Tage Rückgaberecht, und die Retoure ist in Deutschland und Österreich kostenlos.