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Die Sympatex Membrane

Was ist Sympatex?

Was muss eine Membran können? Wie funktioniert sie? Und welche Unterschiede gibt es bei Membranen? 

Anforderungen an eine Membran

Wetterschutz

WWA-Membranen (wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv) sind heute kaum mehr wegzudenken aus der modernen Funktionsbekleidung. Der Einsatz von Membranen in Jacken, Hosen oder Westen hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der früher üblichen Wetterschutz-Bekleidung – man denke hier nur beispielsweise an den typisch gelben „Friesennerz“: Die verarbeitete Membran bietet Schutz vor Regen und Wind von außen und erlaubt gleichzeitig den Feuchtigkeitstransport (von Schweiß) von innen nach außen. So hat ihr Träger ein stets angenehmes Körperklima beim Sport, es kann am Körper nicht zum Hitzestau, aber auch nicht zur Unterkühlung oder Durchnässung kommen.

Die Vorteile im Einzelnen:

  • Wasserdicht
    Wasserdichte Bekleidung verhindert ein Eindringen von Feuchtigkeit von außen. Der Körper bleibt trocken und kühlt daher nicht aus. Als wasserdicht nach europäischer Norm gilt ein Stoff ab einer Wassersäule von 1.300 mm. Gute Membranen bieten eine Wassersäule von 10.000 mm oder mehr. Neben der verarbeiteten Membran muss die Bekleidung dazu auch dichte Reißverschlüsse und Nähte besitzen (z.B. verklebt, verschweißt und/oder mit Regenschutzleisten hinterlegt).
  • Winddicht
    Pfeift ein kühler Wind durch den Stoff, kann der Körper auskühlen. Dies gefährdet die Gesundheit und beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit. Da alle Membranen winddicht sind, schützen sie den Sportler vor dem sogenannten Windchill-Effekt.
  • Atmungsaktivität
    Wasser von außen nach innen nein, Feuchtigkeit von innen nach außen ja – klingt nach einem Paradox. Tatsächlich aber lassen Membranen den Transport von Wasserdampf, der beim Schwitzen durch Körperwärme und Schweiß entsteht, von innen nach außen zu. Wie das im Fall von Sympatex funktioniert, wird in Kapitel 2.b erklärt.


Zur Messung der Atmungsaktivität bedient man sich des Ret-Werts: Er bezeichnet den Widerstand, den ein textiler Stoff dem Wasserdampfdurchgang entgegensetzt. Je niedriger dieser Widerstand ist, umso atmungsaktiver ist die Membran.

Ret-Wert

0-6           extrem atmungsaktiv
6-13         sehr atmungsaktiv
13-20       atmungsaktiv
below 20   nicht atmungsaktiv

Oben genannte Funktionen stellen die „Grundanforderungen“ an eine Membran und lassen sich unter dem Oberbegriff „Wetterschutz“ zusammenfassen. Das Zusammenspiel von Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit und Atmungsaktivität sorgt für eine optimale Klimaregulierung. Mehr zum Thema Atmungsaktivität findest du hier.


Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Anforderungen an moderne Funktionsbekleidung, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

  1. Strapazierfähigkeit
    Funktionstextilien werden im Outdoorsport eingesetzt. Das bedeutet, dass sie hart im Nehmen sein sollten: Sie sollten scheuerbeständig und abriebsfest beim Kraxeln über Felsen sein bzw. beim Tragen von Rucksack- oder Klettergurten, müssen lichtecht sein und leicht zu pflegen.
  2. Tragekomfort
    Selbstverständlich spielt auch der Tragekomfort eine große Rolle. Das Kleidungsstück muss Bewegungsfreiheit bieten, leicht und elastisch sein. Darüber hinaus sollte es gut aussehen.
  3. Hautverträglichkeit
    Eine neue Studie besagt, dass immerhin 10% der Europäer eine empfindliche, zu Irritationen neigende Haut haben. Eine gute Verträglichkeit der Bekleidung auf der bloßen Haut ist daher unabdingbar.
  4. Umweltfreundlichkeit
    Immer wichtiger werden ökologische Aspekte: Viele Verbraucher legen heutzutage großen Wert auf Umweltstandards und Produkte, die recycelbar sind. Je transparenter Herstellungsprozess und Inhaltsstoffe eines Produktes dargestellt werden, desto mehr Vertrauen schaffen sie auf Seite des Kunden.
  5. Sicherheit
    Ebenso wichtig ist es, dass sich der/die Kunde/in auf das Produkt verlassen kann und es zuverlässig funktioniert, auch nach wiederholtem Einsatz und in extremen Bedingungen.


Funktionsweise der Sympatex Membran

Es gibt porenlose und mikroporöse Membrane. Die mikroporöse Membran funktioniert nach einem physikalischen Prinzip. Die bis zu eine Million mal größeren Wassertropfen können die Poren nicht passieren, die Wasserdampfmoleküle der Schweißfeuchtigkeit schon.

Die Sympatex Membran ist porenlos bzw. kompakt und funktioniert nach einem physikalisch-chemischen Prinzip. Die Membran ist gleichzeitig hydrophob (wasserabweisend) und hydrophil (wasserliebend), da sie aus hydrophobem Polyester und hydrophilem Polyether besteht.

Das Polyether nimmt die Feuchtigkeit vom Körper auf. Durch Verdunstung entsteht Wasserdampf, der entlang der Polyether-Molekülketten nach außen transportiert wird. Da die Membran neben den Polyether-Ketten auch aus wasserabweisendem Polyester besteht, weist sie das Wasser, das von außen auf die Oberfläche auftrifft, effektiv ab.

Voraussetzung dafür ist, wie auch bei den mikroporösen Membranen, ein Partialdruckgefälle: Das bedeutet, dass das Klima außen (außerhalb der Bekleidung) anders ist als das innen. Je größer die Differenz, desto besser funktioniert der Wasserdampfabtransport.

Das Klima außen muss:
- kälter
- trockener
... sein als das Klima innen.


Die Grundpfeiler der Sympatex Technologie

In wenigen Schlagworten zusammengefasst, lässt sich die Sympatex-Technologie wie folgt beschreiben:


Höchste Performance
Die Membran garantiert optimale Atmungsaktivität,und ist dabei zu 100% wasser- und winddicht. Es handelt sich hier um die dünnste und dehnfähigste auf dem Markt erhältliche porenlose Membran.
Maximale Ökologie

Sie besteht aus 100% recycelbarem, gesundheitlich unbedenklichem Polyetherester und ist mit Öko-Tex Standard 100 sowie mit bluesign zertifiziert.