Bei welchen Sportarten verbrennt man am meisten Kalorien?

Wer mit deutlichem Übergewicht oder Adipositas in den Sport einsteigt, steht vor anderen Fragen als ein durchtrainierter Sportler. Welche Sportart belastet die Gelenke nicht zu sehr? Wie startet man, ohne nach zwei Wochen wieder aufzuhören? Und welche Rolle spielen ErnĂ€hrung, Arzt und passende Sportkleidung? Dieser Ratgeber sortiert die wichtigsten Antworten – ehrlich, praxisnah und aus der tĂ€glichen Beratung bei RennerXXL.

Frau mit Übergewicht beim Nordic Walking im Wald als idealer Sport fĂŒr Übergewichtige
Nordic Walking: einer der besten Einstiegssportarten bei Übergewicht

KurzĂŒberblick: Welche Sportart passt bei welchem Profil?

Wer wenig Zeit hat, findet hier die Kurzantwort. Die ausfĂŒhrliche BegrĂŒndung steht in den folgenden Abschnitten.

ProfilEmpfohlene SportartenEher vermeiden
BMI 25–30 (Übergewicht)Walking, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen, sanftes KrafttrainingHochintensives HIIT, schnelles Joggen am Anfang
BMI 30–35 (Adipositas I)Schwimmen, Wassergymnastik, Heimtrainer, Walking, YogaJoggen, Ballsport, Seilspringen
BMI 35+ (Adipositas II/III)Wassergymnastik, Aqua-Jogging, Liegeergometer, sanftes Yoga – nur mit Ă€rztlicher BegleitungAlle Sportarten mit Sprung- oder Stoßbelastung

Wichtig: Die Tabelle ist eine Orientierung, keine Diagnose. Gelenkstatus, Vorerkrankungen und bisherige Fitness können das Bild deutlich verschieben. Bei einem BMI ĂŒber 30 lohnt sich der Gang zum Hausarzt vor dem ersten Training.

Warum Bewegung bei Übergewicht und Adipositas so wichtig ist

RegelmĂ€ĂŸige Bewegung ist ein zentraler Therapiebaustein bei Übergewicht und Adipositas – neben ErnĂ€hrung und gegebenenfalls Ă€rztlicher Begleitung. Sport allein heilt keine Adipositas, aber er verbessert messbar Blutdruck, Blutzucker, Blutfette und die Stimmung. Studien zeigen, dass schon moderate Bewegung von zwei- bis dreimal pro Woche das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 senken kann – auch ohne sofortigen Gewichtsverlust.

Christine Joisten, Sportmedizinerin an der Deutschen Sporthochschule Köln, weist in ihrer Adipositas-Forschung darauf hin, dass Bewegung langfristig nur dann wirkt, wenn sie mit einer ErnĂ€hrungsumstellung kombiniert wird. Die Kalorienbilanz entscheidet ĂŒber das Abnehmen, der Sport stabilisiert das Ergebnis und schĂŒtzt die Muskulatur.

Ein angenehmer Nebeneffekt: Bewegung baut Cortisol ab und verbessert nachweislich die Stimmung. Bei einem Vorhaben, das mental Kraft kostet, ist das kein kleiner Punkt.

Gerhards Praxistipp: Vor dem ersten Training zum Hausarzt – besonders ab BMI 30. Belastbarkeit von Herz, Blutdruck und Gelenken wird geprĂŒft, oft gibt es eine Bewegungsempfehlung gleich dazu. Kein BĂŒrokratiekram, sondern echte Vorsorge. Und: Viele Krankenkassen bezuschussen Reha-Sport oder Adipositas-Programme – frag aktiv danach.

Die unsichtbare HĂŒrde: Sportkleidung, die nicht passt

Bevor es um Sportarten geht, ein Punkt aus dem Beratungsalltag bei RennerXXL: Die hĂ€ufigste Aussteigerursache in den ersten Wochen ist nicht die fehlende Motivation, sondern Kleidung, die nicht funktioniert. Wer mit einem Baumwoll-T-Shirt walked, kĂ€mpft nach 15 Minuten mit einem schweren, klebenden Shirt. Wer eine zu kurze Sporthose trĂ€gt, bekommt Scheuerstellen am Innenoberschenkel. Wer im Studio in einer rutschenden Hose Kniebeugen macht, hat den Kopf bei der Hose statt bei der Übung.

Unsere GrĂ¶ĂŸenberaterin Ramona Wallenberger sagt aus der Praxis: Wer in ÜbergrĂ¶ĂŸen Sport machen will, braucht drei Dinge wirklich gut sitzend – ein Funktionsshirt mit ausreichender LĂ€nge (das beim Armheben nicht hochrutscht), eine Sporthose mit hohem Bund (die nicht in die HĂŒfte schneidet) und gute Schuhe (siehe weiter unten). Alles andere ist zweitrangig.

Bei RennerXXL findest du Sportbekleidung in großen GrĂ¶ĂŸen mit echtem ÜbergrĂ¶ĂŸen-Schnitt – also nicht einfach hochskalierte Damen-S, sondern Schnitte, die in 50, 54 oder 58 wirklich funktionieren.

Welche Sportarten sind bei Übergewicht geeignet?

Gelenkschonend trainieren ist bei Übergewicht das oberste Prinzip. Jede AktivitĂ€t, die das volle Körpergewicht ĂŒber Knie, Sprunggelenke und HĂŒfte schickt, ist kritisch zu sehen – besonders mit Stoß- oder Sprungbelastung. Die folgenden fĂŒnf Sportarten haben sich in der Praxis bewĂ€hrt.

Schwimmen

Übergewichtige Frau beim Brustschwimmen im Hallenbad – gelenkschonender Sport bei Adipositas
Schwimmen entlastet die Gelenke deutlich

Schwimmen gilt als eine der besten Sportarten bei Übergewicht. Im Wasser trĂ€gt der Körper – je nach Wassertiefe – nur einen Bruchteil seines Gewichts. Bei brusttiefer Lage sind es etwa ein Viertel, bei halstiefer Lage rund zehn Prozent. Die Gelenke werden also massiv entlastet, wĂ€hrend das Herz-Kreislauf-System trotzdem arbeitet.

Brustschwimmen bei moderatem Tempo verbrennt rund 410 bis 520 Kalorien pro Stunde (je nach Körpergewicht), Kraulen liegt höher. Wichtig: Brustschwimmen mit dauerhaft ĂŒberstrecktem Kopf belastet die HalswirbelsĂ€ule. Wer Nackenprobleme hat, sollte Kraulen lernen oder mit einer Schwimmnudel arbeiten.

Wassergymnastik und Aqua-Jogging

Adipositas-Sportgruppe bei Wassergymnastik im Schwimmbad
Wassergymnastik in der Gruppe – motivierend und gelenkschonend

Wer Bahnen ziehen langweilig findet, ist mit Wassergymnastik oder Aqua-Jogging gut bedient. Beide Varianten lassen sich in vielen BĂ€dern als Kurs buchen – das hat den Nebeneffekt, dass man in einer Gruppe mit Ă€hnlichen Voraussetzungen trainiert. Aqua-Jogging mit AuftriebsgĂŒrtel ist die intensivere Variante: Der Körper schwebt im tiefen Wasser, die Beine laufen frei, ohne dass die FĂŒĂŸe den Boden berĂŒhren. Joisten empfiehlt Aqua-Training ausdrĂŒcklich auch bei stĂ€rkerem Übergewicht – kein Aufprall, volle Herz-Kreislauf-Wirkung, rund 380 bis 460 Kalorien pro Stunde.

Radfahren und Heimtrainer

Mann mit Übergewicht beim Training auf dem Heimtrainer im Wohnzimmer
Heimtrainer: wetterunabhÀngig im eigenen Wohnzimmer

Beim Radfahren trĂ€gt der Sattel das Körpergewicht – Knie und HĂŒfte werden nicht durch StĂ¶ĂŸe belastet. Ideal fĂŒr den Einstieg ist ein Heimtrainer oder Ergometer: Tempo und Widerstand sind exakt steuerbar, das Wetter spielt keine Rolle, und niemand schaut zu. Bei stĂ€rkerem Übergewicht ist ein Liegeergometer oft die bessere Wahl als ein klassischer Heimtrainer – der RĂŒcken wird gestĂŒtzt, der Sattel entfĂ€llt.

30 bis 45 Minuten zweimal pro Woche reichen fĂŒr den Einstieg in den Bewegungsplan. Bei moderatem Tempo (15–20 km/h) verbrennt eine Person mit 90 kg rund 440 Kalorien pro Stunde. Sattelhöhe richtig einstellen – sonst sind Knieprobleme nach wenigen Wochen vorprogrammiert.

Nordic Walking und Walking

Drei ĂŒbergewichtige Frauen beim gemeinsamen Nordic Walking als Sportgruppe
Nordic Walking in der Gruppe: motivierender als allein

Nordic Walking ist die unterschĂ€tzte Sportart bei Übergewicht. Die Stöcke verteilen einen Teil des Gewichts auf die Arme, was Knie und HĂŒfte spĂŒrbar entlastet. Bei korrekter Technik werden rund 90 Prozent der Muskulatur aktiviert, der Kalorienverbrauch liegt bei 300 bis 400 Kalorien pro Stunde – bei deutlich geringerer Gelenkbelastung als Joggen.

Wer keine Stöcke nutzen möchte, startet mit klassischem Walking. Wichtig sind gut gedĂ€mpfte Schuhe und eine zĂŒgige Schrittfrequenz. Walking lĂ€sst sich nahtlos in den Alltag integrieren: Treppe statt Aufzug, ein Spaziergang nach dem Essen, der Weg zum BĂ€cker zu Fuß. Wer tĂ€glich 7.000 bis 10.000 Schritte erreicht, baut eine solide Grundlage fĂŒr jede weitere Sportart.

Gerhards Praxistipp: Bei Schuhen bitte nicht sparen. Bei Übergewicht ist die Druckbelastung auf FĂŒĂŸe und Gelenke deutlich höher – ein Discount-Sneaker ist hier kontraproduktiv. Ein gut gedĂ€mpfter Walking- oder Laufschuh kostet 80 bis 150 Euro, hĂ€lt ein bis zwei Jahre und schĂŒtzt deine Knie. Welche Modelle wirklich fĂŒr schwerere LĂ€ufer taugen, haben wir bei den besten Laufschuhen fĂŒr Übergewichtige zusammengefasst.

Yoga und Pilates

Plus-Size Frau beim sanften Yoga zuhause als Einstieg in Sport bei Übergewicht
Yoga zuhause: sanfter Einstieg ohne Studio

Yoga und Pilates wirken auf den ersten Blick wie WohlfĂŒhlsport, sind aber fĂŒr Menschen mit Übergewicht echt wirkungsvoll. Beide verbessern Beweglichkeit, Körperhaltung und RumpfstabilitĂ€t – ohne Stoß- oder Sprungbelastung. Yoga reduziert zusĂ€tzlich Stress, was beim Abnehmen indirekt hilft.

FĂŒr den Einstieg eignen sich sanfte Stile wie Hatha-Yoga oder spezielle Yoga-Übungen fĂŒr Übergewichtige. Wichtig: eine gute, dicke Matte (Standard-Matten sind oft zu dĂŒnn) und Kleidung, die nicht einschneidet.

Krafttraining fĂŒr Übergewichtige

Frau mit Übergewicht beim Krafttraining mit leichten Kurzhanteln im Fitnessstudio
Krafttraining mit moderaten Gewichten erhöht den Grundumsatz

Krafttraining wird bei Übergewicht oft unterschĂ€tzt. Es erhöht den Grundumsatz, weil Muskelmasse auch in Ruhe Energie verbraucht. Wer regelmĂ€ĂŸig moderat Kraft trainiert, baut Muskeln auf und stabilisiert dadurch den Stoffwechsel.

Wichtig ist sauberer Einstieg – idealerweise mit einer kurzen Einweisung im Studio oder durch eine erfahrene Trainerin. Zwei Krafteinheiten und eine Ausdauereinheit pro Woche sind ein realistischer Bewegungsplan fĂŒr den Start. Wer kein Studio mag, trainiert zuhause mit dem eigenen Körpergewicht: Kniebeugen an der Wand, WandliegestĂŒtze, Planks in Variationen funktionieren ohne jede AusrĂŒstung.

Welche Sportarten lieber vermeiden?

Pauschale Verbote helfen niemandem. Aber es gibt Sportarten, die in den ersten Monaten bei deutlichem Übergewicht das Risiko fĂŒr Verletzungen und Überlastung erhöhen. Faustregel: Je höher BMI und Gelenkbelastung, desto vorsichtiger.

  • Joggen und Laufen – Jeder Schritt belastet die Gelenke mit dem Zwei- bis Dreifachen des Körpergewichts. Ab BMI 35 wirklich vermeiden, zwischen BMI 30 und 35 nur mit guter Belastungssteuerung und sauberer Technik.
  • Ballsportarten wie Fußball, Basketball oder Tennis – Abrupte Stopps und Richtungswechsel sind fĂŒr ungeschulte Gelenke kritisch. Mit Vorerfahrung und gesunden Gelenken ab BMI 25–30 möglich.
  • Seilspringen, Trampolin – Hohe Stoßbelastung auf FĂŒĂŸe und Knie. Bei deutlichem Übergewicht ungeeignet.
  • Hochintensives HIIT – Fordert das Herz-Kreislauf-System extrem und ist fĂŒr Einsteiger ohne Grundfitness ungĂŒnstig.

Das heißt nicht „nie wieder“, sondern „nicht jetzt“. Wer ein paar Kilos abgenommen und Grundfitness aufgebaut hat, kann viele dieser Sportarten schrittweise einbauen.

Welche Sportart verbrennt am meisten Kalorien?

Eine ehrliche Antwort: Die Sportart allein entscheidet nicht. IntensitĂ€t, Trainingsdauer und Körpergewicht spielen mit. Ein 100-Kilo-Mensch verbrennt bei gleicher AktivitĂ€t mehr Kalorien als ein 65-Kilo-Mensch. Die folgende Übersicht zeigt Richtwerte – wer schwerer ist, kommt auf höhere Werte.

Grafik Übersicht Kalorienverbrauch verschiedener Sportarten pro Stunde bei Übergewicht
Kalorienverbrauch beim Sport pro Stunde – Richtwerte fĂŒr Erwachsene

Übersicht – Kalorienverbrauch nach Sportart

Sportart (60 Minuten) MĂ€nner (90 kg) Frauen (75 kg)
Schwimmen (Brust, moderat)520 kcal410 kcal
Schwimmen (Kraulen, zĂŒgig)720 kcal580 kcal
Radfahren (20 km/h)450 kcal360 kcal
Nordic Walking (6 km/h)380 kcal310 kcal
Wassergymnastik340 kcal280 kcal
Walking (5 km/h)300 kcal240 kcal
Krafttraining (moderat)410 kcal330 kcal
Yoga (Hatha)220 kcal180 kcal
Pilates240 kcal200 kcal
Heimtrainer (moderat)440 kcal350 kcal
Aqua-Jogging460 kcal380 kcal
Übergewichtige Frau beim Aqua-Jogging mit AuftriebsgĂŒrtel im Schwimmbad
Aqua-Jogging: laufen ohne Druckbelastung

Wichtiger als die absolute Kalorienzahl ist die RegelmĂ€ĂŸigkeit. Drei Einheiten Walking pro Woche bringen mehr als ein einmaliges Hochintensiv-Training, das danach in eine zweiwöchige Pause mĂŒndet.

So gelingt der Einstieg in den Sport mit Übergewicht

Übergewichtiger Mann nimmt die Treppe statt Rolltreppe als Alltagsbewegung
Alltagsbewegung zÀhlt: Treppe statt Rolltreppe ist der einfachste Einstieg

Der Einstieg entscheidet, ob du langfristig dabeibleibst. Drei Punkte sind in der Praxis entscheidend:

  1. Arzt-Check vorher – Belastbarkeit von Herz, Blutdruck und Gelenken prĂŒfen lassen. Ab BMI 30 wirklich empfehlenswert.
  2. Klein anfangen – Zwei bis drei Einheiten pro Woche Ă  30 bis 45 Minuten reichen. Lieber kurz und regelmĂ€ĂŸig als einmal lang und dann zwei Wochen Pause.
  3. Realistische Ziele – Nicht „zehn Kilo in vier Wochen“, sondern „dreimal pro Woche Bewegung ĂŒber drei Monate“. Erfolge stellen sich dann automatisch ein.

Wer gerne lĂ€uft oder walked, ist mit einer leichten Laufjacke in großen GrĂ¶ĂŸen bei Wind und Nieselregen gut beraten – sonst fĂ€llt das Training bei schlechtem Wetter zu schnell aus.

Gerhards Praxistipp: Such dir eine Adipositas-Sportgruppe oder ein Rehasport-Angebot in der NĂ€he. Die Motivation steigt deutlich, wenn man nicht allein trainiert – und alle haben dasselbe Thema, niemand fĂŒhlt sich beobachtet. Frag aktiv bei deiner Krankenkasse nach: Rehasport-Verordnungen ĂŒber den Hausarzt werden meist bezuschusst.

Wie viel Sport pro Woche ist bei Adipositas sinnvoll?

Die Empfehlung der Deutschen Sporthochschule Köln und der Deutschen Adipositas-Gesellschaft lautet: Mindestens zweimal pro Woche Sport, idealerweise nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Das gibt dem Körper Erholungszeit und reduziert das Verletzungsrisiko. Optimal sind drei Einheiten pro Woche – zwei Ausdauer- und eine Krafteinheit.

Im Optimalfall wird das ergĂ€nzt um Alltagsbewegung: 7.000 bis 10.000 Schritte tĂ€glich, Treppe statt Aufzug, kurze Strecken zu Fuß statt mit dem Auto. Diese Form der AlltagsaktivitĂ€t (in der Sportwissenschaft NEAT genannt – Non-Exercise Activity Thermogenesis) verbrennt erstaunlich viele Kalorien und wird beim Abnehmen hĂ€ufig unterschĂ€tzt.

Die Trainingseinheiten sollten 30 bis 45 Minuten dauern. KĂŒrzer ist okay zum Einstieg, lĂ€nger bringt bei Übergewicht in den ersten Monaten kaum zusĂ€tzlichen Nutzen, erhöht aber das Verletzungsrisiko.

ErnÀhrung, BMI und Kalorienbilanz

Sport allein reicht nicht zum Abnehmen. Wer pro Stunde 400 Kalorien beim Walking verbrennt, hat diese mit einem StĂŒck Sahnetorte locker wieder drauf. Entscheidend ist die Kalorienbilanz ĂŒber den Tag: Wer mehr verbrennt, als er isst, nimmt ab. Ein moderates Defizit von 300 bis 500 Kalorien pro Tag fĂŒhrt in der Regel zu einem nachhaltigen Gewichtsverlust von 0,5 bis 1 Kilo pro Woche.

Eine ErnĂ€hrungsberatung lohnt sich bei Adipositas oft. Krankenkassen ĂŒbernehmen hĂ€ufig einen Teil der Kosten. ErgĂ€nzend hilft, den eigenen Status zu kennen: Unser BMI-Rechner ordnet das Körpergewicht im VerhĂ€ltnis zur KörpergrĂ¶ĂŸe ein.

Der Body Mass Index hat seine Grenzen – er unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse – ist aber ein guter erster Anhaltspunkt. Ab BMI 30 spricht man von Adipositas, ab 35 von starker Adipositas. Bei diesen Werten ist eine Ă€rztlich begleitete Therapie meist sinnvoller als reine Selbsthilfe.

Mentale HĂŒrden ĂŒberwinden – Motivation aufbauen

Plus-Size Frau bei einer Pause nach dem Walking auf einer Parkbank
Pause nach dem Walking – sichtbare Erfolge halten die Motivation hoch

Im Beratungsalltag bei RennerXXL hören wir oft denselben Satz: „Ich wĂŒrde ja gerne, aber im Schwimmbad/Studio fĂŒhle ich mich beobachtet.“ Das ist real, und es ist die hĂ€ufigste HĂŒrde – nicht die körperliche Anstrengung.

Drei Dinge helfen erfahrungsgemĂ€ĂŸ. Erstens ein vertrautes Umfeld: Sport zu Hause, im Wald, in einer Adipositas-Gruppe oder im Schwimmbad zu Randzeiten. Zweitens passende Sportkleidung, die sitzt und nicht zwickt – siehe oben. Drittens kleine, sichtbare Erfolge: ein SchrittzĂ€hler, eine App, ein Trainingstagebuch. Wer sieht, dass er sich bewegt, bleibt eher dran.

Gerhards Praxistipp: Wenn dich die Optik im Studio oder Schwimmbad stresst, geh in den Randzeiten – frĂŒh morgens oder spĂ€t abends ist deutlich weniger los. Und investiere in vernĂŒnftige Funktionskleidung in deiner GrĂ¶ĂŸe. Es ist erstaunlich, wie viel Kopffreiheit es bringt, wenn das T-Shirt nicht spannt und die Hose nicht rutscht.

HĂ€ufige Fragen zum Sport fĂŒr Übergewichtige

Was ist der beste Sport fĂŒr Übergewichtige?

Schwimmen, Wassergymnastik, Radfahren und Nordic Walking gehören zu den besten Sportarten bei Übergewicht, weil sie die Gelenke deutlich entlasten. Welche Sportart am besten passt, hĂ€ngt von BMI, Gelenkstatus und persönlichem Spaß ab – die beste Sportart ist die, die du auch in drei Monaten noch machst.

Wie nehmen stark Übergewichtige am besten ab?

Stark ĂŒbergewichtige Menschen nehmen am ehesten durch eine Kombination aus gelenkschonender Bewegung, ErnĂ€hrungsumstellung und Ă€rztlicher Begleitung ab. Crash-DiĂ€ten sind kontraproduktiv. Ziel sind 0,5 bis 1 Kilo Gewichtsverlust pro Woche durch eine moderate Kalorienreduktion plus zwei bis drei Sporteinheiten pro Woche.

Wie kann man mit Sport bei Übergewicht anfangen?

Vor dem Start einen Gesundheits-Check beim Hausarzt machen. Dann mit gelenkschonenden Sportarten wie Walking, Radfahren oder Schwimmen beginnen – zweimal pro Woche je 30 Minuten. Passende AusrĂŒstung, realistische Ziele und im Idealfall eine Sportgruppe erhöhen die Erfolgsquote.

Welche Bewegung ist bei Adipositas geeignet?

Bei Adipositas eignen sich Schwimmen, Wassergymnastik, Aqua-Jogging, Radfahren auf dem Heimtrainer, Nordic Walking und sanftes Yoga. Hochintensive oder sprung-intensive Sportarten wie Joggen oder Seilspringen erst, wenn Grundfitness aufgebaut und einige Kilos abgenommen sind.

Was anziehen beim Walking mit Übergewicht?

Wichtig sind ein atmungsaktives Funktionsshirt mit ausreichender LĂ€nge (damit es beim Armheben nicht hochrutscht), eine Sporthose mit hohem Bund und glatten InnennĂ€hten gegen Scheuern, gut gedĂ€mpfte Schuhe und – bei Wind oder Nieselregen – eine leichte Laufjacke. Baumwolle vermeiden, weil sie sich vollsaugt und am Körper klebt.

Ist Abnehmen ohne Sport möglich?

Ja, durch ein Kaloriendefizit in der ErnĂ€hrung lĂ€sst sich auch ohne Sport abnehmen. Nachhaltig ist das aber meist nicht: Ohne Bewegung wird Muskelmasse abgebaut und der Grundumsatz sinkt. Sport hilft, das Abgenommene zu halten und die Muskulatur zu schĂŒtzen.

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Ich bin Gery from LA – Model und authentisches Gesicht von RennerXXL. Mit meinen 185 cm KörpergrĂ¶ĂŸe, einem Brustumfang von 141 cm, einem Bauchumfang von 153 cm, einer HĂŒfte von 150 cm und einer InnenbeinlĂ€nge von 89 cm stehe ich genau fĂŒr das, wofĂŒr RennerXXL steht: echte Passform, NatĂŒrlichkeit und Selbstbewusstsein. Seit vielen Jahren stehe ich fĂŒr unsere Eigenmarken vor der Kamera. Dabei ist mir wichtig, mit meiner ehrlichen Art und Ausstrahlung zu zeigen, dass Outdoor-Bekleidung in ÜbergrĂ¶ĂŸen nicht nur funktional ist, sondern auch mit Stolz getragen werden kann. Ob beim Wandern, Radfahren oder einfach draußen in der Natur – ich teste viele unserer Produkte selbst und bringe meine Erfahrungen direkt in die Weiterentwicklung ein. So bin ich nicht nur Model, sondern ein echter Teil der RennerXXL-Familie – bodenstĂ€ndig, glaubwĂŒrdig und immer mit einem Augenzwinkern.

12 Kommentare zu „Bei welchen Sportarten verbrennt man am meisten Kalorien?“

  1. Der Kalorienverbrauch beim Schwimmen ist extrem! ich habe gelesen dass Michael Phelps am Tag ĂŒber 20.000 (!) Kalorien verbrennt

  2. Ihr hab vergessen zu erwÀhnen, dass Frauen weniger Kalorien verbrennen als MÀnner. Also ist die Grafik nicht ganz richtig so

  3. Ist bei Schwimmen Brustschwimmen oder Kraulen gemeint?
    Ich denke beim Kraulen oder Schmetterling ist der Kalorienverbrauch wohl deutlich höher als bei Brust

  4. ‚Gezielt an einer Körperregion Fett verlieren ist möglich.‘ leider ist euer autor hier wohl schlecht informiert denn so ziemlich alle neueren studien zu dem thema sagen eben, dass dies NICHT möglich ist und man körperfett nur im allgemeinen reduzieren kann. ’stichwort bauch, beine, po‘ bei diesem training wird eben nicht der fettabbau an der bestimmenten stelle sondern der muskelaufbau und die hautstraffung als ziel gesetzt.

  5. Dr. Ralf A. Jakobi

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Kalorien (eine veraltete und seit 1. Januar 1978 gesetzlich abgeschaffte Einheit fĂŒr Energie, bes. fĂŒr WĂ€rme, lat. Color) kann man nicht verbrennen, sondern nur in andere Energieformen umwandeln. Überhaupt ,,verbrennt‘‘ unser Körper nichts. Eine Verbrennung ist eine unter Feuererscheinung ablaufende chemische Reaktion. Wo bitte ist die Flamme in unserem Leib? Ein falscher Begriff wird nicht dadurch richtig, indem man ihn stets wiederholt.
    Mißverstehen Sie mich nicht – mir geht es nicht ums Herumkritteln, sondern um wissenschaftliche Fakten.

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
    R, A. Jakobi, Pirmasens

  6. Dr. Ralf A. Jakobi

    Druckfehlerberichtigung: Nicht Color, sondern calor, da hat die Maschine meine Eingabe verfÀlscht.

  7. RennerXXL Magazin Redaktion

    Hallo Herr Dr. Jakobi,

    danke fĂŒr deinen Kommentar!
    Folgende Antwort habe ich von Chat-GPT erhalten:
    Unser Körper verbrennt Kalorien durch den Stoffwechselprozess, bei dem Energie aus Nahrungsmitteln freigesetzt wird, um unsere Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Dies geschieht hauptsÀchlich in den Mitochondrien in unseren Zellen. Die Energie wird genutzt, um Körperprozesse wie Atmung, Herzschlag, Verdauung und Bewegung zu steuern. Je aktiver wir sind und je höher unser Grundumsatz ist, desto mehr Kalorien verbrennen wir.

    Ich denke „verbrennen“ ist also durchaus in unserem Wortschatz eingegangen obwohl es in der Tat nicht korrekt ist, wissenschaftlich zumindest,

    lg
    Das RennerXXL Team

  8. RennerXXL Magazin Redaktion

    Hallo Mirka,

    danke fĂŒr deinen Kommentar!

    wenn das stimmt werde ab jetzt ich am Samstag saugen!
    lg
    Das RennerXXL Team

  9. Es ist interessant zu sehen, dass einige Sportarten, die ich nicht als besonders anstrengend betrachtet habe, tatsÀchlich zu denjenigen gehören, die die meisten Kalorien verbrennen.

  10. Eine ĂŒbersichtliche Darstellung an der man sich als Mann gut orientieren kann, besonders wenn man eine HĂ€ngebrust reduzieren möchte, ohne gleich in eine Beauty Klinik zu gehen.

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