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Wie wähle ich die richtige Regenbekleidung?

Wie wählt man die richtige Regenbekleidung?

3. Mai 2017 Comments (12) Allgemein, Outdoorbekleidung, Ratgeber

Was ist Softshell?

Renner XXL Ratgeber: Softshell

Was ist eigentlich Softshell? Wenn das Wetter mal wieder nicht genau weiß, was es will, stellt das insbesondere Wanderer auf eine harte Probe. Eine Wanderjacke oder Winterjacke für Damen und Herren muss schließlich nicht nur vor Regen und Kälte schützen. Sie soll auch noch Wind abhalten und das Körperklima regulieren, sollte zwischendurch vielleicht doch mal die Sonne rauskommen. Zudem sollte sie natürlich auch noch bequem sein und genügend Bewegungsfreiheit bieten, damit das Naturerlebnis auch wirklich Erlebnis bleibt.

 

 

 

 

Früher galt unter Outdoor-Fans das Drei-Lagen-Prinzip. In der dritten Lage (nach Unterwäsche und Pulli) sollte eine möglichst wasserundurchlässige und winddichte Jacke die Witterung in Schach halten. Dies mag für schlechtes Wetter noch immer gültig sein, hat jedoch für mäßiges Wetter ausgedient. Denn Regenjacken, Ostfriesennerze oder dicke Polyesterjacken haben eins gemeinsam: Sie sind schwer und hart – Fachleute sprechen deshalb auch von “Hardshell” (“harte Schale”) – und sind kaum oder gar nicht atmungsaktiv. Das bekommen insbesondere aktive Wanderer sehr schnell zu spüren und schwitzen. Da Otto Normalwanderer in der Regel aber sowieso nicht bei Dauerregen und Sturmböen unter- wegs ist, kann eigentlich auf vollständige Wasserdichte zugunsten einer erhöhten Atmungsaktivität verzichtet werden, dachten sich die Tüftler in den Laboren der großen Bekleidungshersteller.

Und mit dem Softshell (“weiche Schale”) hat der Wanderer seither die Möglichkeit, seine Jacke als zweite oder sogar als dritte Schicht zu benutzen. Lässt das Wetter es zu, ist das Softshell also mitunter die perfekte Außenjacke!

Was ist Softshell?Fast alles in einer Jacke

Zumal niemand – schon gar nicht bei kürzeren Wanderungen – mehr als eine Jacke mitnehmen möchte. Ging man früher noch mit schweren Baumwolljacken zum Wandern, ist es heute möglich und erschwinglich, das Gewicht der Ausrüstung zu reduzieren. Dabei muß man nicht auf maximalen Komfort zu verzichten. Für die Jacke heißt das also auch: “Lieber eine, die alles kann”. Die Suche nach dieser Eier legenden Wollmilchsau kann also beginnen … und sie führt auf jeden Fall über das Softshell. Mit Softshell sollte man einen Monsunregen oder arktische Kälte meiden, denn hier stößt auch der “Alleskönner” an seine Grenzen. Ansonsten eignet es sich für ein sehr breites Einsatzspektrum und besticht durch eine auf den ersten Blick nicht zu erkennende Leistungsfähigkeit.

Wann spricht man von einer Softshell?
Von einer Softshelljacke spricht man in der Regel immer dann, wenn es sich nicht um eine Hardshelljacke handelt. Klingt im ersten Moment einleuchtend, in der Praxis stellt sich die Unterscheidung der beiden Gattungen manchmal jedoch als sehr schwierig heraus. Über die Zeit haben Softshelljacken auch in der Wetterbeständigkeit zugelegt. Rein äußerlich schauen die meisten wie Stoffjacken aus. Meistens bestehen die Jacken aus Polyester, welches außen ein sehr abriebfestes Gewebe bildet. Innen sind die Jacken oft aus feuchtigkeitsleitendem Velours oder Fleece, das im Winter in der Regel etwas hochfloriger ist, um noch mehr Wärme am Körper zu speichern.

Mit oder ohne Membran

Die größten Unterschiede innerhalb der Softshellfraktion zeigt der Aufbau beziehungsweise die Konstruktion der Jacke. Jacken, die aus reinem Gewebe bestehen, haben meist eine stark wind- und wasserabweisende Funktion, sind jedoch in der Regel nicht winddicht.

Ein Gegenbeispiel dazu sind Laminat-Softshells. Diese haben eine Membran verarbeitet und sind dadurch in der Regel zu 100 Prozent winddicht. Dies verhindert das Auskühlen des Körpers durch Wind und hält ihn wärmer, weil die körpereigene Wärme durch die zusätzliche Schicht deutlich langsamer entweicht. Mittlerweile sind viele Softshells mit einer wasserabweisenden Imprägnierung versehen, so dass man noch eine Weile länger im Regen stehen kann.

Eine Sonderstellung nimmt Gore-Tex (nicht zu verwechseln mit der Gore-Windstopper-Membran) ein. Hierbei handelt es sich um zu 100 Prozent wind- und wasserdichte Produkte, deren Außenhülle in der Regel etwas weicher ist als die von Hardshells. Die Windstopper-Membran sorgt demgegenüber “nur” für Winddichtigkeit. Sie verhindert das Auskühlen des Körpers durch den sogenannten Windchill-Effekt, lässt aber immer noch Atmungsaktivität zu. Zusätzlich glänzen die Jacken mit jeder Menge sinnvoller Details. Reißverschlüsse werden heute häufig getapet, so dass selbst hier keine Feuchtigkeit durchkommt. Mit Napoleontaschen oder aufgesetzten Armtaschen können kleine Utensilien in der Jacke verstaut werden, ohne dass sie von Teilen des Rucksacks verdeckt werden.

Bei Wanderungen müssen Sie also nicht erst den Rucksack abnehmen, um an Ihr Portemonnaie, Handy oder an den Müsliriegel zu kommen! Viele Jacken verfügen auch über ein spezielles Kapuzendesign. Bei manchen Modellen passt sich die Kapuze zum Beispiel der Bewegung des Kopfes an.

Die perfekte Wanderjacke

Softshelljacken sind unserer Meinung nach die aktuellen Top-Jacken auf dem Markt. Sie sind alle hervorragend verarbeitet, profitieren vom Know-how und der langjährigen Erfahrung der großen Outdoor-Marken und unterscheiden sich oftmals nur in Nuancen. Hierauf kommt es aber gerade bei Einsteigern oft an: Die Anzahl und Platzierung der Taschen, separate Handy- oder MP3-Player-Taschen, Kapuze ja oder nein, deren Funktionalität und Beschaffenheit. Dazu Schnitt, Optik – und ja, natürlich auch die Optik und der Preis.

Softshells waschen

Waschen: Je häufiger Sie Ihre Funktionsjacke benutzen, ohne sie zu waschen, umso mehr verliert sie an Atmungsaktivität. Die Salze, die der Körper während des Schwitzens verliert, werden vom Material aufgenommen und nicht wieder freigegeben. Waschen Sie Ihre Jacke deshalb nach jeder längeren Tour. Am besten verwenden Sie rückstandsfreies Waschmittel und keinen Weichspüler. Dieser greift die Funktionsfasern an. Waschen Sie Ihre Jacke immer kalt, ohne sie zu schleudern, und spülen Sie die Jacke ruhig ein zweites Mal durch!

Trocknen:Um die Jacke wieder in ihren alten Zustand zu versetzen, geben Sie sie nach dem Waschen für 15 Minuten bei niedrigster Stufe in den Trockner oder bügeln Sie sie auf niedrigster Stufe. Dieser Vorgang aktiviert die Imprägnierung der Jacke erneut. Wichtig: Seien Sie vorsichtig mit der Hitze, zu viel schädigt oder zerstört im schlimmsten Fall den Stoff!

Softshelljacken imprägnieren

Imprägnierung:Es ist sinnvoll, von Zeit zu Zeit die Imprägnierung aufzufrischen. Verwenden Sie eine Sprühimprägnierung (immer im Freien benutzen) und geben Sie die Jacke danach in den Trockner oder bügeln Sie sie. Der Vorgang aktiviert die Imprägnierung.

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Spezielles Waschmittel für Softshell

Vorstellung von Campagnolo CMP Softshells:

 

Hier gibt es nützliche Tipps zu richtigen Softshell Pflege, Waschen und Imprägnieren

Martin

Martin ist seit langem im RenenrXXL Team dabei und geht in seiner Freizeit am liebsten in die Berge oder fährt mit dem Rad.

Was ist Softshell? Zuletzt aktualisiert: 29.11.2017 von Martin
 

12 Responses to Was ist Softshell?

  1. mafred04 sagt:

    die Amerikaner sagen auch 80 % Jacket, weil man diese Jacken in 80 % aller Fälle anziehen kann, egal ob kalt oder warm

     
  2. Heike sagt:

    Wer einmal eine Softshelljacke gehabt hat zieht nie wieder eine normale Jacke an, aber elastisch muss sie sein.

     
  3. Peter Reitz sagt:

    tolle Tipps!

     
  4. Kristine sagt:

    Kann man Softshell auch mit normalen Waschmittel waschen bzw. brauche ich dafür extra Spezialwaschmittel?

     
  5. Ingrid sagt:

    Danke für diese ausführliche Erklärung. Im Dschungel der verschiedensten Jackenarten war ich verloren, bis ich diesen ausführlich erklärten Bericht las.

     
  6. nurgel74 sagt:

    manche softshelljacken haben einen wasserdichten und imprägnierten oberstoff. Der nachteil daran ist, dass man sehr viel schwitzt, und man macht damit die ganzen vorteile wieder kaputt

     
  7. rotkäppchen sagt:

    Habe mir vor drei Jahren eine Softshell-Jacke gekauft und bin sehr enttäuscht.
    Das Material ist etwas bockig, und wärmen tut die Jacke überhaupt nicht. Im Gegenteil.
    Man muss sich darunter warm anziehen, sonst fröstelt man. Man fühlt sich in so einem
    Kleidungsstück gar nicht wohl. Für den Winter ist es viel zu kühl und daher ungeeignet.
    Man hat dabei auch kein gutes Körpergefühl. Für sensible Personen nicht zu empfehlen.

     
  8. Clara sagt:

    vermisse hier noch einige Infos, zb wie man Softshell pflegt oder wäscht

     
  9. Lilli sagt:

    Hi Clara.. na das steht doch alles ausführlich oben im Bericht drin. ;-))

     
  10. LK sagt:

    Beim Trekking oder Wandern , wo Gewicht ein wichtiges Kriterium ist, sind sie eher weniger zu gebrauchen. Im Winter und vor allem bei Schnne aber sind sie bei mir die erste Wahl bei Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern

     
  11. Gast sagt:

    Softshells gibt es in Nylon, Polyester und Polyester mit Spandex. Was ist der Unterschied ?

     
  12. KEN sagt:

    Nach vielen Berichten zum Thema Softshells habe ich festgestellt, dass sie völlig nutzlos sind. Der Begriff “Softshell” in der Outdoorsprache bedeutet im Grunde genommen “schlecht sitzender Neoprenanzug”.

     

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