Zuletzt aktualisiert am: 23. Mai 2026
Softshell ist eine der vielseitigsten Materialgruppen in der Outdoor-Bekleidung. Die Jacken und Hosen vereinen Bewegungsfreiheit, Atmungsaktivität und Wetterschutz in einem und sind deshalb bei Wanderern, Radfahrern und Bergsportlern gleichermaßen beliebt. Dieser Ratgeber erklärt, was Softshell wirklich ist, wann es sinnvoll eingesetzt wird und worauf es beim Kauf ankommt.
Kurz gesagt: Softshell ist ein elastisches, atmungsaktives und windabweisendes Funktionsmaterial, das leichten Regen abhält. Es ist das Bindeglied zwischen weichem Fleece (warm, aber winddurchlässig) und der wasserdichten, aber steifen Hardshell.
Was ist Softshell? Definition und Material
„Softshell“ bedeutet wörtlich übersetzt „weiche Schale“, im Gegensatz zur Hardshell, die für maximale Wasserdichtigkeit bekannt ist. Der Begriff beschreibt keine einzelne Membran, sondern eine ganze Familie von Materialien, die aus mehreren Schichten (meist zwei bis drei) aufgebaut sind.
Was Softshell auszeichnet: Es ist elastisch, atmungsaktiv und wasserabweisend, ohne das steife, raschelnde Gefühl einer Regenjacke. Die wichtigsten Eigenschaften auf einen Blick:
- Atmungsaktiv: Feuchtigkeit und Körperwärme werden gut nach außen transportiert, ideal bei schweißtreibenden Aktivitäten.
- Windabweisend bis winddicht: Je nach Gewebe und Membran wird der Wind-Chill-Effekt reduziert oder ganz abgehalten.
- Wasserabweisend: Perlt leichten Niesel- und Spritzregen ab, anders als Hardshell aber nicht komplett wasserdicht.
- Dehnbar: Stretchanteil sorgt für volle Bewegungsfreiheit, auch über mehreren Schichten.
Woraus besteht Softshell? Materialzusammensetzung
Der Oberstoff besteht typischerweise aus einem abriebfesten Polyestergewebe, oft mit einem Anteil Elasthan für die Dehnbarkeit. Die Innenseite ist meist mit Fleece oder einem feuchtigkeitsleitenden Velours ausgestattet, das den Körper wärmt und den Schweiß abtransportiert. Bei laminierten Softshells liegt zwischen Außen- und Innenschicht zusätzlich eine wind- und wasserabweisende Membran.
Softshell vs. Hardshell: was ist der Unterschied?
Beide Materialien sind wasserabweisend, aber der entscheidende Unterschied liegt in der Atmungsaktivität und Flexibilität. Hardshelljacken bestehen aus einem gewebten Oberstoff, der auf eine wasserdichte Membran laminiert wird. Das macht sie bei starkem Regen überlegen, aber auch steifer und weniger angenehm beim Sport.
Softshelljacken hingegen haben eine DWR-Beschichtung (Durable Water Repellent), die Wasser abperlen lässt. Sie sind deutlich atmungsaktiver und bewegungsfreundlicher, dafür stoßen sie bei längerem starken Regen an ihre Grenzen.
Faustregel: Bei aktivem Sport in wechselhaftem Wetter zur Softshell, bei Dauerregen oder alpinen Bedingungen zur Hardshell. Welche Jacke konkret zu welchem Einsatz passt, klären wir ausführlich im Vergleich Softshell vs. Hardshell: welche Jacke Du wirklich brauchst.
Softshell mit oder ohne Membran?
Innerhalb der Softshell-Familie gibt es zwei grundlegende Bauarten:
Jacken aus reinem Gewebe ohne Membran sind wasserabweisend und je nach Gewebe windabweisend bis winddicht, aber nicht vollständig luftdicht. Sie bieten sehr gute Atmungsaktivität und maximale Flexibilität, ideal für intensive Sportarten wie Klettern oder Skilanglauf.
Laminierte Softshells haben eine eingearbeitete Membran und sind dadurch winddicht. Winddichte Membranen wie WINDSTOPPER verhindern den Wind-Chill-Effekt zuverlässig und halten den Körper wärmer, bei gleichzeitig guter Atmungsaktivität.
Softshell im Vergleich: Fleece, Hardshell und Regenjacke
Damit die Einordnung leichter fällt, hier die vier gängigen Materialgruppen im direkten Vergleich:
| Material | Wasserschutz | Atmungsaktiv | Winddicht | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Softshell | wasserabweisend | sehr gut | je nach Modell | Wandern, Radfahren, sportlicher Alltag bei wechselhaftem Wetter |
| Hardshell | wasserdicht | mäßig | ja | Dauerregen, Sturm, alpine Touren |
| Fleece | keiner | sehr gut | nein | Wärmeschicht (Midlayer) unter der Jacke |
| Regenjacke | wasserdicht | je nach Membran, meist geringer als Softshell | ja | reiner Regenschutz, Stadt und Pendeln |
Softshell liegt funktional zwischen Fleece und Hardshell: mehr Schutz als Fleece, mehr Komfort und Atmungsaktivität als Hardshell oder Regenjacke.
Eigenschaften von Softshell-Jacken
Ist Softshell wasserdicht?
Softshell ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. Die DWR-Beschichtung lässt leichten Regen und Spritzwasser abperlen, sodass man bei kurzen Schauern trocken bleibt. Bei längerem oder stärkerem Regen kann das Material Feuchtigkeit aufnehmen oder über Nähte und Gewebe durchlassen, eine vollständig wasserdichte Regenjacke kann Softshell hier nicht ersetzen.
Wie dicht ein Material ist, wird über die hydrostatische Wassersäule in Millimetern gemessen. Die formale Norm-Grenze, ab der ein Stoff überhaupt als wasserdicht gilt, liegt niedrig und reicht für echten Regen im Outdoor-Einsatz bei Weitem nicht aus. Als grobe Orientierung: Reine Stretch-Softshells ohne Membran sind wasserabweisend, nicht wasserdicht. Modelle mit Membran erreichen je nach Aufbau mehrere Tausend Millimeter und halten dadurch auch stärkerem Regen länger stand. Die Wassersäule ist dabei nur ein Richtwert, getapte Nähte und die Anzahl der Lagen spielen ebenso eine Rolle.
Wichtig zu wissen: Die DWR-Beschichtung nutzt sich mit der Zeit ab. Regelmäßiges Waschen und Imprägnieren hält sie länger wirksam.
Ist Softshell atmungsaktiv?
Ja, und das ist einer der größten Vorteile gegenüber der Hardshell. Softshell transportiert Feuchtigkeit und Körperwärme deutlich besser nach außen. Wer bei Wanderungen oder auf dem Rad stark schwitzt, wird den Unterschied sofort spüren: Keine feuchte Luft, die sich im Inneren staut.
Wie atmungsaktiv eine Softshell ist, hängt vom gesamten Aufbau ab: vom Gewebe, einer eventuellen Membran und deren Beschichtung. Den Feuchtigkeitstransport treibt vor allem die Klimadifferenz zwischen warm-feuchter Innen- und kühler-trockener Außenluft an. Membranlose Stretch-Softshells sind dabei besonders durchlässig und damit sehr atmungsaktiv.
Schwitzt man in einer Softshelljacke?
Weniger als in einer Regenjacke, aber mehr als in einem Fleecepullover. Da Softshell deutlich atmungsaktiver als Hardshell ist, fühlt es sich bei Aktivität angenehmer an. Bei intensivem Sport entsteht natürlich Schweiß, das lässt sich nicht vollständig vermeiden.
Wer bei starker körperlicher Belastung unterwegs ist, profitiert von Softshelljacken mit Mesh-Futter und Belüftungsreißverschlüssen. Für gemäßigte Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren ist Softshell in puncto Klimakomfort kaum zu übertreffen.
Welche Vorteile hat eine Softshelljacke?
Die Stärke von Softshell liegt in der Kombination: Viele Softshelljacken decken einen großen Teil des Jahres ab, ohne dass man zwischen Wärme, Wetterschutz und Bewegungsfreiheit wählen muss.
- Vielseitig: Frühling, Herbst und milder Winter, eine Softshelljacke begleitet drei von vier Jahreszeiten.
- Bewegungsfreundlich: Durch den Stretchanteil schränkt sie auch beim Sport nicht ein.
- Angenehmer Tragekomfort: weich, leise und nicht steif wie eine Regenjacke.
- Alltagstauglich: Sieht sportlich-zurückhaltend aus und lässt sich auch abseits der Tour tragen.
- Pflegeleicht: robust, knittert kaum und ist schnell wieder einsatzbereit.
Die ehrliche Grenze: Bei echtem Dauerregen oder Sturm braucht es zusätzlich eine wasserdichte Jacke. Softshell ist der Allrounder, nicht der Spezialist für Extrembedingungen.
Wann trägt man Softshell? Einsatzbereich und Temperatur
Softshelljacken sind die klassische Wahl für die Übergangszeit, grob im Bereich von 0 bis 18 °C je nach Modell, Aktivität und persönlichem Kälteempfinden. Perfekt sind sie bei bewegungsintensiven Aktivitäten wie Wandern, Langlaufen, Radfahren oder Skitouren, überall dort, wo Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit wichtiger sind als maximaler Regenschutz.
Bei Dauerregen, alpinen Touren oder Frost mit kräftigem Wind kommt Softshell an seine Grenzen. Dann zählt vor allem eine wärmende Isolationsschicht plus eine winddichte Außenschicht, denn die Außenjacke allein wärmt nicht.
Softshell als 2. und 3. Schicht: das Lagenprinzip
Früher galt das Drei-Lagen-Prinzip als unumstößlich: Funktionswäsche, Isolationsschicht, Hardshelljacke. Das hat sich geändert. Für alle, die nicht bei Dauerregen oder Sturm unterwegs sind, ist die Softshelljacke heute die effizientere und bequemere Außenschicht.
Softshell ist dabei die Außenschicht: Über einem Funktionsshirt als Baselayer genügt sie als zweite und äußere Lage für kühle bis kalte Tage mit trockenem oder leicht wechselhaftem Wetter. Kommt darunter ein wärmender Midlayer hinzu, dient sie als dritte Lage und ist auch bei deutlich kälteren Temperaturen einsetzbar.
Was Softshell dabei besonders praktisch macht: Es ist nicht so schwer und steif wie Hardshell, knittert kaum und lässt sich als Alltagsjacke ebenso tragen wie als Wanderbegleiter.
Was zieht man unter eine Softshelljacke?
Das hängt von Temperatur und Aktivität ab. Grundsätzlich gilt das Zwiebelprinzip:
- Milde Temperaturen (7 bis 15 °C), moderate Aktivität: Funktions-T-Shirt oder dünnes Langarmshirt direkt unter der Softshelljacke reicht meist aus.
- Kühlere Temperaturen (0 bis 7 °C): Funktionswäsche plus dünner Fleecepullover als Midlayer unter der Softshelljacke.
- Winterwandern unter 0 °C: Wärmende Funktionswäsche plus dicker Fleece oder leichter Daunenpulli. Bei Frost und Wind zählt vor allem die wärmende Isolationsschicht darunter, kombiniert mit einer winddichten Außenschicht (laminierte Softshell oder Hardshell).
Wichtig: Baumwolle als Unterlage vermeiden, sie speichert Schweiß und kühlt den Körper aus. Besser synthetische Funktionsfaser oder Merinowolle.
Arten von Softshelljacken
Grundsätzlich unterscheidet man Softshells in zwei Kategorien:
Leichte, dehnbare Softshells
Die äußere Schicht ist wasserabweisend genug, um bei leichten Niederschlägen beim Radfahren, Wandern oder Langlaufen trocken zu bleiben. Diese Modelle sind besonders elastisch und leicht, ideal für sportliche Aktivitäten, bei denen Bewegungsfreiheit wichtiger ist als maximaler Wetterschutz.
Laminierte Softshells
Laminierte Softshells sind für kältere und feuchtere Bedingungen ausgelegt. Mit wind- und wasserabweisenden Laminaten ausgestattet, halten sie auch bei härteren Bedingungen länger stand. Sie sind etwas schwerer und weniger atmungsaktiv als einfache Stretch-Softshells, bieten dafür aber deutlich mehr Schutz. Einige laminierte Modelle erreichen einen hohen Wetterschutz, ersetzen aber nicht grundsätzlich eine echte Hardshell.
Typische Merkmale von Softshelljacken
- Meshfutter: Wird eingesetzt, um Schweiß während der Aktivität aus der Jacke entweichen zu lassen.
- Kapuze: Softshells werden oft mit Kapuzen gefertigt, meist mittels Reißverschluss abzipbar.
- Taschen: Vielzahl von Taschen für alle Aktivitäten, oft gefüttert zum Händewärmen. Napoleontaschen und Armtaschen sind bei Wanderern besonders praktisch, da sie auch mit Rucksack erreichbar bleiben.
- Futter: Das Innenfutter ist meist Fleece oder Velours, im Winter oft hochfloriger für mehr Wärmespeicherung.
- Flatlock-Nähte: Werden bei vielen Modellen eingesetzt, um Reibung auf der Haut zu vermeiden.
- Dehnbare Stoffe: Stretchmaterialien wie Elasthan sorgen für optimale Bewegungsfreiheit bei sportlichen Aktivitäten.
- Reflektierende Elemente: Können für bessere Sichtbarkeit bei Dunkelheit integriert sein.
- Temperaturbereich: Typisch in der Übergangszeit, grob 0 bis 18 °C je nach Modell, Aktivität und Kälteempfinden, mit wärmender Unterschicht auch darunter.
Softshell in großen Größen: was ist zu beachten?
Wer Softshell in Übergrößen sucht, steht vor einer besonderen Herausforderung: Viele Hersteller bieten ihre Jacken zwar in großen Größen an, passen den Schnitt aber nicht an den tatsächlichen Körperbau an. Das Ergebnis: Die Jacke ist am Bauch zu eng, an den Schultern aber zu weit, oder der Rücken ist zu kurz und bietet keinen ausreichenden Schutz.
Aus der Auswertung unserer Retouren wissen wir: Eine der häufigsten Ursachen für Rücksendungen ist nicht fehlende Wasserdichtigkeit, sondern dass Ärmel- oder Rückenlänge in großen Größen nicht zur Statur passen. Genau hier setzen wir an und messen jeden Artikel selbst aus, damit Du die Maße vor dem Kauf abgleichen kannst.
Unser Sortiment umfasst Softshelljacken in großen Größen, darunter Softshelljacken für Damen in großen Größen (Größe 46 bis 58) sowie Softshelljacken für Herren in Übergrößen mit passformoptimierten Schnitten. Wer eine wind- und wetterabweisende Hose dazu sucht, wird bei unseren Softshellhosen in großen Größen fündig.
Worauf Du bei Softshell in Übergrößen achten solltest:
- Brustweite, Bauchweite und Rückenlänge: Bei Softshelljacken zentral, da sie auch als Außenschicht über dickeren Pullovern getragen werden, hier braucht es etwas Spielraum, gerade am Bauch.
- Ärmellänge: Separat prüfen, in großen Größen kann sie zu kurz, bei Kurzgrößen auch zu lang ausfallen.
- Schnitt am Bauch: Modelle mit angepasstem Bauchschnitt bieten mehr Komfort und bessere Optik als einfach gestreckte Standardjacken.
- Softshellhosen: Hier ist die Bundweite nicht allein entscheidend, achte auch auf Oberschenkelweite und Schrittlänge sowie einen elastischen oder verstellbaren Bund gegen Abstehen. Modelle mit 4-Wege-Stretch sitzen körpernah, ohne einzuengen.
Bei den Marken zeigt sich in der Praxis: Killtec bietet in Übergrößen eine gute, funktionale Passform, und Maier Sports deckt ein breites Größenspektrum ab, bei einigen Modellen auch mit Kurz- und Langvarianten.
Eine ehrliche Einschränkung aus der Praxis: Ultraleichte Stretch-Softshells fallen oft enger im Schnitt aus. Für sehr kräftige Figuren ist eine Modelllinie mit geräumigerem Schnitt meist die bessere Wahl.
Softshelljacken waschen und imprägnieren
Softshell richtig waschen
Je häufiger Du Deine Funktionsjacke benutzt, ohne sie zu waschen, umso mehr verliert sie an Atmungsaktivität. Die Salze, die der Körper beim Schwitzen verliert, werden vom Material aufgenommen und nicht wieder freigegeben. Wasche Deine Jacke deshalb regelmäßig nach längeren Touren.
Schließe vor dem Waschen alle Reißverschlüsse und beachte das Pflegeetikett. Verwende rückstandsfreies Funktions- oder Feinwaschmittel und keinen Weichspüler, dieser greift die Funktionsfasern an. Wasche in der Regel bei 30 °C im Schon- oder Feinwaschgang mit niedriger Schleuderzahl. Spüle die Jacke ruhig ein zweites Mal durch.
Softshell richtig trocknen
Sofern das Pflegeetikett es zulässt, frischst Du die Imprägnierung wieder auf, indem Du die Jacke für rund 15 Minuten bei niedrigster Stufe in den Trockner gibst oder sie vorsichtig auf niedrigster Stufe bügelst. Wichtig: nicht zu viel Hitze, zu heiß kann Stoff oder Membran beschädigen. Zeigt das Etikett ein durchgestrichenes Trockner- oder Bügelsymbol, lass diesen Schritt weg und trockne die Jacke an der Luft.
Softshelljacken richtig imprägnieren
Von Zeit zu Zeit lohnt es sich, die Imprägnierung aufzufrischen. Verwende eine Sprühimprägnierung (immer im Freien anwenden) und aktiviere die Beschichtung anschließend mit Wärme, sofern das Pflegeetikett Trockner oder Bügeln erlaubt.
Weitere Pflegehinweise findest Du in unserem ausführlichen Ratgeber zur Softshell Pflege, Waschen und Imprägnieren.
Im Video erklärt: Was ist eine Softshelljacke?
Häufig gestellte Fragen zu Softshell
Ist Softshell wasserdicht oder nur wasserabweisend?
Softshell ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. Die DWR-Beschichtung lässt leichten Regen abperlen, bei längerem oder starkem Regen dringt Feuchtigkeit jedoch durch. Wer bei Dauerregen draußen ist, braucht zusätzlich eine Regenjacke oder eine Hardshelljacke.
Was bedeutet Softshell auf Deutsch?
Softshell heißt wörtlich übersetzt „weiche Schale“. Der Begriff steht im Gegensatz zur Hardshell („harte Schale“) und beschreibt ein weiches, dehnbares Funktionsmaterial, das Wind- und leichten Wetterschutz mit hohem Tragekomfort verbindet.
Woraus besteht Softshell?
Softshell besteht meist aus einem abriebfesten Polyester-Oberstoff mit Elasthananteil und einer wärmenden, feuchtigkeitsleitenden Innenseite aus Fleece oder Velours. Laminierte Varianten haben zusätzlich eine wind- und wasserabweisende Membran zwischen den Schichten.
Für welche Temperaturen ist Softshell geeignet?
Softshelljacken passen vor allem in die Übergangszeit, grob in den Bereich von 0 bis 18 °C, je nach Modell, Aktivität und Kälteempfinden. Mit einer wärmenden Unterschicht ist auch der Einsatz bei leichtem Frost möglich. Bei echter Kälte mit Wind zählt vor allem eine Isolationsschicht darunter plus eine winddichte Außenjacke.
Für welche Jahreszeit ist eine Softshelljacke geeignet?
Softshell ist die klassische Übergangsjacke für Frühling, Herbst und milden Winter. In der kühlen, aber nicht eiskalten Jahreszeit spielt sie ihre Stärken aus. Im Hochsommer ist sie meist zu warm, im tiefen Winter braucht es zusätzlich eine wärmende Schicht und eine winddichte Außenjacke.
Halten Softshelljacken warm?
Ja, in moderatem Maß. Durch die windabweisende bis winddichte Eigenschaft reduziert Softshell den Wind-Chill-Effekt und hält dadurch spürbar wärmer als ein reiner Fleecepullover. Für echte Kälte kombiniert man sie nach dem Zwiebelprinzip mit einer wärmenden Midlayer-Schicht.
Was ist der Unterschied zwischen Softshell und Fleece?
Fleece ist ein reiner Isolations- und Midlayer, er wärmt, ist aber weder wind- noch wasserabweisend. Softshell hingegen ist als Außenschicht konzipiert: Es schützt vor Wind und leichtem Regen und ist gleichzeitig atmungsaktiv und dehnbar.
Was sind die Vorteile einer Softshelljacke?
Eine Softshelljacke vereint Wind- und leichten Wetterschutz, Atmungsaktivität und volle Bewegungsfreiheit in einem Kleidungsstück. Sie ist alltagstauglich, pflegeleicht und deckt drei Jahreszeiten ab, der ideale Allrounder, solange es nicht in Dauerregen oder Sturm geht.
Kann man Softshelljacken als Regenjacke verwenden?
Für kurze Regenschauer und leichten Nieselregen ja, für länger anhaltenden Regen nein. Softshelljacken sind kein vollwertiger Ersatz für eine Regenjacke. Bei Wanderungen im Hochgebirge oder bei Touren mit unsicherem Wetter sollte immer eine wasserdichte Jacke im Rucksack sein.
Was zieht man unter eine Softshelljacke?
Bei milden Temperaturen reicht ein Funktionsshirt aus Kunstfaser oder Merino. Bei kühlem Wetter empfiehlt sich ein dünner Fleecepullover als Midlayer. Baumwolle als Unterlage sollte vermieden werden, sie speichert Schweiß und kühlt aus.
Schwitzt man in Softshelljacken?
Weniger als in Regenjacken oder Hardshells. Softshell ist deutlich atmungsaktiver, was bei aktiven Sportarten wie Wandern oder Radfahren den Tragekomfort erheblich verbessert. Bei sehr intensiver körperlicher Belastung entsteht trotzdem Schweiß, eine Jacke mit Mesh-Futter oder Belüftungsreißverschlüssen hilft dabei, die Temperatur zu regulieren.
die Amerikaner sagen auch 80 % Jacket, weil man diese Jacken in 80 % aller Fälle anziehen kann, egal ob kalt oder warm
Wer einmal eine Softshelljacke gehabt hat zieht nie wieder eine normale Jacke an, aber elastisch muss sie sein.
tolle Tipps!
Kann man Softshell auch mit normalen Waschmittel waschen bzw. brauche ich dafür extra Spezialwaschmittel?
Danke für diese ausführliche Erklärung. Im Dschungel der verschiedensten Jackenarten war ich verloren, bis ich diesen ausführlich erklärten Bericht las.
manche softshelljacken haben einen wasserdichten und imprägnierten oberstoff. Der nachteil daran ist, dass man sehr viel schwitzt, und man macht damit die ganzen vorteile wieder kaputt
Habe mir vor drei Jahren eine Softshell-Jacke gekauft und bin sehr enttäuscht.
Das Material ist etwas bockig, und wärmen tut die Jacke überhaupt nicht. Im Gegenteil.
Man muss sich darunter warm anziehen, sonst fröstelt man. Man fühlt sich in so einem
Kleidungsstück gar nicht wohl. Für den Winter ist es viel zu kühl und daher ungeeignet.
Man hat dabei auch kein gutes Körpergefühl. Für sensible Personen nicht zu empfehlen.
vermisse hier noch einige Infos, zb wie man Softshell pflegt oder wäscht
Hi Clara.. na das steht doch alles ausführlich oben im Bericht drin. ;-))
Beim Trekking oder Wandern , wo Gewicht ein wichtiges Kriterium ist, sind sie eher weniger zu gebrauchen. Im Winter und vor allem bei Schnne aber sind sie bei mir die erste Wahl bei Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern
Softshells gibt es in Nylon, Polyester und Polyester mit Spandex. Was ist der Unterschied ?
Nach vielen Berichten zum Thema Softshells habe ich festgestellt, dass sie völlig nutzlos sind. Der Begriff „Softshell“ in der Outdoorsprache bedeutet im Grunde genommen „schlecht sitzender Neoprenanzug“.
Wir haben bei Hervis eine kilimandscharo Softshelljacke gekauft. Diese ist zu überhaupt nichts zu gebrauchen. Man schwitzt schon wenn man 100 Meter geht damit. Das ist nur moderner Müll. Wir haben sie weggeschmissen.
@Keven:
Das mit dem bügeln irritiert mich auch ein wenig. Ich habe jetzt mehrere Quellen, nach denen Softshell nicht gebügelt werden soll.
Demnach soll man zwar nicht bügeln, aber wenn es nötig ist, sollte das kein Problem sein, wenn man es auf der niedrigsten Stufe macht und ein Stück Stoff oder Tuch dazwischen legt. Meine Windjacke hat mittlerweile schon einige Falten, die mich stören. Daher habe ich das jetzt einfach mal probiert. Das Ergebnis: Anscheinend war die Temperatur zu niedrig. Die Falten sind immer noch da. Aber höher traue ich mich nicht. Hat jemand weitere Erfahrungen?
Hallo Tantan,
danke für deinen Kommentar!
Ja, es ist möglich Softshell-Jacken zu bügeln, aber es ist wichtig, das Bügeleisen auf niedrige Temperatur einzustellen und ein Tuch zwischen dem Bügeleisen und dem Stoff zu legen, um Verformungen und Beschädigungen zu vermeiden.
lg
Das RennerXXL Team
Hallo Carla,
danke für deinen Kommentar!
es gibt spezielle Softshelljacken auch für den Winter, diese sind dann gefüttert.
ausserdem kannst du auch normale Softshells mit einer second layer überall tragen!
lg
Das RennerXXL Team
powerstretch jacken lösen immer mehr das softshell material ab. Diese jacken sind viel elastischer und dünner, haben aber die gleiche wärmeleistung