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9. Oktober 2019 / Kommentare (27)

Skijacken richtig Waschen und Imprägnieren

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Anleitung zum richtig waschen und imprägnieren von Skijacken

Waschen und ImprägnierenSchönes bleibt schön und Funktionsbekleidung leistet verlässliche Dienste – wenn du Outdoortextilien die Pflege gibst, die sie brauchen, daher geben wir Dir hier Tipps, deine Skijacken richtig zu waschen und imprägnieren.

Wir gehen natürlich schon davon aus, dass die Mehrheit Skibekleidung (allen Modeströmungen zum Trotz) über mehrere Jahre hinweg einsetzt. Denn grundsätzlich sind moderne Funktionsmaterialien ja durchaus langlebig – vorausgesetzt, man lässt ihnen die richtige Pflege zu Teil werden:
Ob Kunstfaser oder Naturprodukt, Gore-Tex, Primaloft, Daune oder wie sie alle heißen – für alle gilt zunächst: Schau dir das Etikett mit den Herstellerangaben genau an – und halte dich unbedingt daran!

Hier unsere Top 4 Waschmittel und Imprägniermittel:


 

Impra-Wash & Tex-Wash Nikwax Doppelpack Hey Sport Impra Wash Hey Sport Impra-Spray

Skijacken sicher Waschen

Wie wasche ich Skijacken richtig? Hier alle Tipps

Hochwertige Funktionsbekleidung muss gepflegt werden. Vor bei teuren Jacken wie die von Mammut, Spyder, Schöffel, Killtec oder Ziener ist es die Arbeit wert. Verschmutzungen oder eine nachlassende Imprägnierung stellen Sportler vor die Frage nach der richtigen Behandlung der Laminate oder Beschichtungen. Um die Leistungsfähigkeit dieser Funktionsstoffe zu erhalten oder wiederzuerlangen, sollten die passenden Pflegemittel verkauft werden, die nicht nur das Textil schonen und den Sportler trocken halten, sondern auch die Umwelt schonen.

Die richtige Pflege beginnt bei der Wäsche der Jacke oder der Hose. Spezielle Waschmittel für Membranbekleidung verstopfen die Poren der Membran nicht (sofern es sich um mikroporöse Membranen wie etwa Gore-Tex handelt), sondern reinigen diese von Schmutz wie beispielsweise Schweiß- oder Fettrückständen der Haut. So erlangen Jacke oder Hose ihre ursprüngliche Atmungsaktivität wieder, ohne dass aggressive Waschmittel den feinen Kunststofffilm angreifen.

Noch wichtiger für Atmungsaktivität und Hautkomfort ist ein richtig imprägnierter Oberstoff, der sich nicht mit Wasser vollsaugt und somit den Wasserdampf vom Körper nach außen leiten kann. Die ab Werk aufgetragene Imprägnierung kann zwar grundsätzlich durch Hitze aufgefrischt werden nach der Wäsche ist allerdings eine Nachimprägnierung erforderlich.

Waschmittel für Funktionskleidung

Neben der Vielzahl an verschiedenen Mitteln für Farben und Material gibt es natürlich auch Waschmittel für Funktionskleidung. Handelsübliche Waschmittel sind für funktionelle Bekleidung ein absolutes No-Go. Damit würden nämlich die Wasserdichte und Atmungsaktivität stark leiden müssen. Bei diesen bilden sich Rückstände in den Membranen, wodurch man die Jacke oder Hose nachhaltig ihrer Eigenschaften berauben kann. Aus dem selben Grund darf man auch auf keinen Fall Weichspüler verwenden.

Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und auch die Eigenschaften möglichst lange zu erhalten, kommt man nicht umhin, spezielle Waschmittel für Funktionskleidung zu verwenden. Diese muss nicht unbedingt teurer sein, als herkömmliches Waschpulver oder Flüssigmittel. Auch hier gibt es eine große Bandbreite an verschiedenen Herstellern. Marktführer in diesem Bereich ist nach wie vor Hey Sport.

Diese bieten neben den Funkionsbekleidungs-Waschmitteln auch weitere spezielle Imprägniermittel. Am Besten ist es, diese in Kombination zu verwenden. Meist lassen sich Waschmittel und Imprägniermittel gleichzeitig verwenden. Oftmals gibt man den Imprägnierer einfach zu dem Waschgang in das Weichspülerfach der Waschmaschine zusätzlich zum Flüssigwaschmittel hinzu.

Generell gilt:

Outdoorbekleidung so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich waschen. Beim Waschgang selbst eher die schonende Variante auswählen.
Weiters gilt es beim Funktionsjacken waschen noch folgendes zu beachten:

Schleudern

Auch darüber gibt das Etikett Auskunft: Wenn es erlaubt ist, dann sind trotzdem geringe Schleudertouren und eine geringe Lademenge der Waschtrommel zu empfehlen. Bei Daunenprodukten können Tennisbälle in die Trommel dazu gegeben werden.

Wäschetrockner

Und auch hier sollte man beachten: Wenn der Trockner vom Hersteller grundsätzlich erlaubt wird, dann trotzdem schonend, bei geringer Temperatur und kleiner Trommelfüllung anwenden. Ein kurzer Aufenthalt im Trockner bei geringer Temperatur kann zudem unmittelbar nach dem Anwenden einer Imprägnierung den Effekt verbessern. Aber wieder nur, wenn es das Pflege-Etikett zulässt.

Bügeln

Wenn du die Skiausrüstung bzw. das Ski Equimpent bügelst verstärkst du Imprägniereffekt! Schönes bleibt schön und Funktionsbekleidung leistet verlässliche Dienste – wenn du Outdoortextilien die Pflege gibst, die sie brauchen.

Spezialwaschmittel: Machen sie wirklich Sinn?

Als Händler muss man sich der Frage stellen, ob es tatsächlich so viele unterschiedliche Pflegemittel geben muss oder ob das nur Geldmacherei ist. Wolpert von Granger’s sieht das Angebot gar nicht so aufgeplustert: „Unser Funktionswaschmittel kann verdünnt auch als Sprühreiniger oder zum Reinigen von Schuhen verwendet werden“, sagt er. In einer 1-l-Flasche stecke somit echte Multifunktionalität für Unterwäsche, Softschells, Schuhe und wasserdichte Bekleidung bis hin zu Merino und Daune. Allerdings sieht Wolpert schon Grenzen. „Spezielle Waschmittel für Sandalen, Kunstfaserschlafsäcke oder Softshells sind ähnlich wie unnütze Schwarz- und Weißwaschmittel im Supermarkt“, findet er.

Und auch Augustiniak ist ein Vertreter der reduzierten Linien. Götzel vertritt die Auffassung, dass unterschiedliche Mittel Sinn machen: „Definitiv sinnvoll, denn zwischen den Faserstrukturen von synthetischen und natürlichen Fasern liegen Welten. Was das eine pflegt, kann das andere zerstören“, sö Götzel.
Wichtiger ist aber die Frage, was sich mehr lohnt: Gelegentlich mal 10 EUR für ein Pflegemittel zu sparen oder auf lange Sicht ein top funktionierendes Produkt im Einsatz zu haben? Langlebigkeit ist auch ein Umweltproblem.

Übersicht über alle Textil-Pflege und Wäsche Symbole

Pflege- & Wäschesymbole

 

Funktionskleidung imprägnieren

Funktionskleidung imprägnieren ist die Grundvorraussetzung für den Erhalt der Eigenschaften von Membranbekleidungen. Nur imprägnierte Kleidung ist wasser- sowie schmutzabweisend. Auch seine Atmungsaktivität kann die Funktionskleidung nur durch Imprägnierung voll entfalten.

Neue Kleidungsstücke aus diesem Bereich sind im Regelfall bereits imprägniert, verlieren diese aber bei anhaltendem Gebrauch nach und nach.

Dabei kann man eine einfache Faustregel anwenden:

  • Wenn Wasser nicht mehr abperlt…
  • Oder nach maximal 3 Waschgängen…

Dann ist Nachimprägnieren fällig.

Am Besten ist es, zusätzlich zum Waschmittel für Funktionskleidung gleich noch die passende Imprägnierung zu verwenden oder die Jacke bzw. Hose im Nachgang einzusprühen. Dabei immer genau die Anweisungen der Hersteller des Imprägniermittels beachten, damit es auch wirklich funktioniert. Keine Sorge, das Funktionsjacken imprägnieren ist kein großer Aufwand und auch nicht schwer. Lohnenswert ist es allemal.

Anleitung: Skihosen und Skijacken richtig waschen und imprägnieren

Skibekleidung muss nicht gleich in die Reinigung. Ein gutes Spezialwaschmittel und der richtige Imprägnierer machen die Skisachen wieder fit für die nächste Tour. Einfach die Schneehose und Skijacke in die Waschmaschine geben, Waschmittel und Imprägniermittel (in die Weichspül-Kammer!) dazu und das wars.

Egal ob Gore-Tex Membran oder Sympatex  und egal ob Mammut, Jack Wolfskin oder Schöffel – die Funktionsbekleidung bleibt dabei atmungsaktiv und zugleich wasserdicht.  Wir empfehlen dir die Mittel Impra Wash und Tex Wash von Hey Sport. Grundsätzlich immer das Etikett beachten, wenn nichts dabei steht gilt: 40 Grad und Schonwaschgang. Keinen Weichspüler verwenden!

 

Irrglauben und andere Falschmeldungen

ln jedem Bereich unseres Lebens gibt es Mythen und falsche Annahmen, die aber so oft wiederholt wurden, dass sie als „gegeben“ hingenommen werden. Was beim Fußball „der gefoulte Spieler sollte nie den Elfer selber treten“ ist, ist bei Funktionsbekleidung die schon fast zum Klassiker avancierte Annahme „Gore-Tex-Jacken möglichst selten zu waschen“. Während sich Ersteres statistisch als unhaltbar beweisen lässt, kann man beim Letzteren keine Statistik bemühen. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich dieser Irrglaube so hartnäckig hält.

„Dass gute Funktionsbekleidung auch ohne Pflege die Funktion über einen langen Zeitraum betrachtet vollständig beibehält“, bezeichnet Dr. Conrad Götzel, Vertriebsleiter Holmenkol als den womöglich größten Irrglauben. Welches Waschmittel also für welche Lage? Götzel sieht die Frage falsch gestellt: „Nicht die Bekleidungslage, sondern das Material der Bekleidung bestimmt die Art des Waschmittels.“ Polyester und Polyamid sind robuste und auch hitzebeständige Fasern. Sie könnte man auch bis zu 60° C in der Maschine waschen – und damit etwa Bakterien entfernen. Das Problem: Häufig haben wir keine sortenreinen Produkte. Beimischungen von Elastan in der Ware oder elastische Bündchen erlauben solche Temperaturen nicht.

Deswegen gilt meist doch: Waschen bei 30 bis 40° C. Polyester stinkt zwar schnell nach Schweiß, die Fasern weisen aber eine hohe Resistenz auf. Produkte mit hohem Elastananteil können durch Schweißbakterien langsam zersetzt werden. Die Radhose sollte also wöchentlich in die Wäsche, auch wenn sie nicht so stinkt wie das Trikot. Bei den Polys sollte man besonders auf Polypropylen aufpassen. Die Faser hat einen niedrigen Schmelzpunkt und verträgt nur geringe Hitze beim Waschen. Noch kritischer: bügeln. Funktionshosen, -Shirts und -Jacken nie bügeln, da das Material ganz schnell dahinschmilzt – und das ist kein Rekla-Fall.

Erste Lage: Kampf den Bakterien

Die Pflege der ersten Lage, also der Funktionswäsche, ist noch relativ einfach. „Grundsätzlich könnte man hier auch ein handelsübliches Feinwaschmittel verwenden“, argumentiert Guido Augustiniak, Geschäftsführer der TEC Trading und Hersteller von Fibertec. Wichtig sei jedoch, keinen Weichspüler zu verwenden. Das hat eher einen funktionellen Hintergrund. Weichspüler verhindern die Wicking-Fähigkeit eines Stoffes. Die Wäsche hätte kein Feuchtigkeitsmanagement mehr. Auch Wolpert vertritt die Meinung, Spezialwaschmittel seien nicht unbedingt nötig: „Ein Funktionswaschmittel ohne Farb- und Duftstoffe ist unserer Meinung nach die hautfreundlichste Variante.“

Wirksam gegen Schweißgeruch

Somit bleibt das Thema Schweiß. Die meisten Bakterien überstehen die Waschempfehlung von 30° bis 40° C bedenkenlos. Sollen die Gerüche eliminiert werden, könne der Benutzer Zusatzstoffe in das Vollwaschmittel hineinträufeln, wie etwa Essig, reinen Alkohol oder Bleichmittel. Da den meisten Kunden das eigenständige Herumexperimentieren zu aufwendig ist, empfiehlt Augustiniak dennoch ein Spezialwaschmittel als „besonders schonend und effektiv“. Nikwax ist der einzige Anbieter eines speziellen Erste-Lage-Waschmittels für Funktionsbekleidung. „Base-Fresh“ soll „alle Arten von Funktionswäsche auf effiziente Weise desodorieren und verhindern, dass Körpergerüche entstehen“. Die anderen Hersteller bieten generelle Funktionswaschmittel.

Unterwegs ist es noch mal schwerer, Schweißgerüche aus der Funktionswäsche zu waschen. Ein Tipp: Bekleidung in der prallen Sonne trocknen, denn direktes UV-Sonnenlicht tötet Bakterien und bleicht manche Flecken aus – wie etwa Karottensäfte. Das „Funktionsprinzip“ der UV-Strahlung ist das gleiche wie die Wasserentkeimung mit dem Steri-Pen.

Übrigens: Vergessen Sie das „Hausrezept“, die Bakterien in der Tiefkühltruhe erfrieren zu lassen. Das ist auch ein Irrglaube. Natürlich stinken gefrorene Funktionshemden nicht. Aufgetaut werden die Bakterien aber wieder aktiv.

Ähnlich sieht es bei den Kunstfaserjacken, etwa Primaloft oder Thermore, aus. Die Polyesterbauschfaser ist unempfindlich, das Taffeta auch, aber Gerüche gehen nur mit einem Funktionswaschmittel heraus. Übrigens: Die ganzen parfümierten Vollwaschmittel können die Bakterien häufig nicht eliminieren, sondern übertünchen die nur – und unterwegs ist der Geruch der Parfüme unerträglich.

 

Hardshells waschen und imprägnieren

Hardshell Skijacken sind das Problemkind bei der Pflege. Die wichtigste Aussage ist: Waschen erhält die Funktionsfähigkeit der Membran! Die klassische Stiftung-Warentest-Aussage „Gore-Tex-Jacken sollte man maximal nur einmal im Jahrwaschen, da sonst Nahtbänder und Membran leiden“ ist definitiv falsch und kann mittelfristig eine Membran zerstören.

Der Grund: Körperausdünstungen, Salze aus dem Schweiß und externe Fette (Sonnencremes, Hautcremes etc.) zersetzen mit der Zeit die Membran. Augustiniak nennt es gerne drastisch: „Salz- und Fettablagerungen auf wasserdichter und atmungsaktiver Bekleidung sind der schleichende Tod für das Material.“ Sie müssen dringend ausgewaschen werden. Als Faustregel gilt, nach Einsätzen, bei denen man stark geschwitzt hat oder wenn man sich am Meer (Salzgehalt in der Luft) aufgehalten hat, waschen. Ob die Jacke dabei schmutzig ist oder nicht, spielt keine Rolle. Bei normalem Gebrauch mindestens alle drei bis vier Monate oder wenn sie auch äußerlich stark verschmutzt ist.

Waschmittel für Hardshell Skijacken

Das Hardshell sollte regelmäßig mit einem Spezialwaschmittel für Membranen gewaschen werden. Sie können angeschleudert und dann normal auf einem Gestell getrocknet werden.
Jacken haben eine DWA-Ausrüstung. Die DWA-Schicht sorgt dafür, dass Wasser abperlt. Dadurch wird die Kondensation in der Jacke reduziert und die Atmungsaktivität erhöht. Nach einigen Wäschen geht die Imprägnierung verloren. Das erkennt man, wenn der Oberstoff Nässe aufsaugt und dunkler wird. Jetzt sollte die Jacke imprägniert werden, damit die maximale Atmungsaktivität wieder hergestellt werden kann.

Die richtige Imprägnierung von Hardshells

Zur Imprägnierung gibt es Einwaschimprägnierungen oder Sprays. „Die Wirkung von Imprägniersprays halten wir für langlebiger und empfehlen diese insbesondere für den Einsatz bei Textilien für anspruchsvolles Wetter“, sagt Götzel. Auch Augustiniak spricht sich für Sprays aus: „Einwaschimprägnierungen sind für Zwei- und Drei-Lagen-Bekleidung völlig ungeeignet, da sich die Funktionalität der Textilien erheblich verschlechtern.“

Tomasz Kruk, Key-Accounter bei Nikwax, hält dagegen: „Einwaschprodukte sind von der Molekularstruktur klein genug, um die Atmungsaktivität von Membranen und Beschichtungen nicht zu blockieren.“ Er verweist dazu auf die Vorteile der Einwaschimprägnierungen: Einfacher in der Handhabung, keine Überdosierung, auch Randstellen, an denen Nässe in die Jacke ziehen könne, wie Bündchen werden sicher imprägniert. Auch Wolpert sieht in Einwaschimprägnierungen keinen funktionellen Nachteil.

Letztlich ist es auch eine Handhabungs- und Geschmacksfrage. Meist bieten Hersteller beide Varianten an.

 

Softshells: Pflege wie Hardshells

Die Pflege der Softshells ist weitgehend identisch mit der Pflege der Hardshells, vor allem, wenn es Softshells mit Membran sind. Wolperts Tipp: „Pflegeanleitung des Herstellers folgen, auf links waschen schadet nie, Reißverschlüsse und Klettverschlüsse schließen.“ Auch kann dafür das gleiche Waschmittel benutzt werden. „In der Regel bestehen sowohl Hard- als auch Softshells aus Polyesterund oder Nylon, sind statisch oder elastisch. Aus diesem Grund ist es für mich nicht ersichtlich, warum man für diese beiden Kategorien unterschiedliche Imprägnier- und Waschmittel [ benötigt“, argumentiert Augustiniak. I Gleiches gilt auch für die Imprägnierung, die auch hier regelmäßig aufgefrischt werden sollte. Bei Softshells I spielt die wasserabweisende Wirkung zudem eine noch gewichtigere Rolle, da sie normalerweise nicht absolut wasserdicht sind und die DWR-Imprägierung tatsächlich für einen Nässeschutz sorgt

Die Daune ist ein Pflege-Spezialfall

Daunenprodukte leben vom hohen Lufteinschluss zwischen den Daunen, wodurch die Isolation erst möglich wird. Damit die Daunen locker liegen und durch Schmutz oder Körperfette verkleben, muss man sie regelmäßig waschen. Die Wäsche an sich ist kein Problem. Ein Spezialwaschmittel ist dabei Pflicht. Dieses sorgt in erster Linie dafür, dass die Daunen nicht verkleben und der Loft erhalten bleibt. Kompliziert ist allein der Trockenprozess. Dieser beginnt bereits beim Schleudern und sollte mehrere Gänge mit einer immer höher werdenden Drehzahl ausmachen, damit schon möglichst viel Nässe aus dem Produkt herausgedrückt wird. Danach kommen die Jacke/Weste oder der Schlafsack in den Wäschetrockner, wo das Produkt lange bei mäßiger Hitze in Bewegung bleibt. Ein paar Tennisbälle können hinzugefügt werden, die in der Trommel die Daunen weiter auflockern. Die Daune sollte richtig trocken sein, damit sie nicht verklumpt.

Die richtige Imprägnierung – Mehr als nur Nässeschutz

Dafür sorgt in moderner Outdoor- und Wanderbekleidung zumeist eine wasser- und winddichte sowie atmungsaktive Membrane. Wir bei Maier Sports verwenden leistungsfähige mTEX Wetterschutz-Membranen, die für die Umwelt unbedenklich sind. Die Imprägnierung des Außenstoff es ist für die Funktion von Textilien dennoch extrem wichtig. Denn sobald sich der Stoff infolge einer nicht funktionierenden Imprägnierung mit Wasser vollsaugt, fühlt er sich für uns kalt an, was uns bei ungemütlichem Regenwetter zusätzlich frieren lässt. Darüber hinaus hat die Imprägnierung im Zusammenhang mit der Wetterschutz Membrane eine weitere zentrale Aufgabe.

Wie oben erwähnt, macht die Membrane das Kleidungsstück nicht nur wind- und wasserdicht, sondern auch atmungsaktiv, lässt also Wasserdampf und Feuchtigkeit nach außen entweichen. Wenn das Wasser abperlt, kann die Feuchtigkeit leichter nach außen entweichen. Saugt sich der Oberstoff hingegen voll, quellen die Fasern des Außenstoffs auf und machen die Jacke „dicht“. Wasserdampf und Feuchtigkeit können nicht mehr nach außen abgegeben werden,. Das gilt übrigens auch, wenn sich der Stoff durch Schmutz, Fette, Öle etc. zusetzt.

Deshalb sollte man auch seine MembranJacke oder -Hose von Zeit zu Zeit waschen. Dafür bitte spezielle Waschmittel verwenden, die der Sportfachhandel anbietet. Die Original-Imprägnierung von Maier Sports ist waschbeständig, dennoch muss man sie nach einiger Zeit erneuern. Sie erkennen das daran, dass das Wasser nicht mehr abperlt, sondern der Stoff großflächig nass wird. Keine Angst, die Jacke ist dennoch weiterhin dicht, aber sie fühlt sich wie oben erklärt kühl an und der Feuchtigkeitstransport nach außen ist eingeschränkt. Was ist zu tun?

Als Erstes können Sie Ihre Jacke oder Hose nach der Wäsche in den Trockner geben. Denn Wärme reaktiviert die Imprägnierung. Aber vorsichtig: Bitte erst auf dem Pflegeetikett überprüfen, ob das Bekleidungsstück trocknergeeignet ist. Und wenn die Jacke in den Trockner kommt, bitte die niedrigste Temperaturstufe wählen. Notfalls kann man die Jacke oder Hose auch auf niedrigster Temperaturstufe vorsichtig bügeln – bitte auch hier genau auf die Angaben des Pflege-Etiketts achten.

Nach einigen Wäschen und Trockner-Reaktivierungen empfiehlt sich eine Nachimprägnierung. Am einfachsten ist es mit einem Spray, wobei Sie ein umweltfreundliches, PFC-freies Produkt verwenden sollten. Ich empfehle Ihnen, diese Arbeit bei Windstille im Freien vorzunehmen bzw. auf eine gute Belüftung zu achten. Im Fachhandel werden darüber hinaus auch Tauchbäder und Mittel für den Spülgang in der Waschmaschine angeboten. Die beiden Verfahren haben allerdings den Nachteil, dass die Imprägnierung auch auf der Innenseite von Jacke und Hose aufgebracht wird und damit die Atmungsaktivität eingeschränkt wird

Eine gut imprägnierte Hose oder Jacke lässt Wasser abperlen und schützt den Oberstoff davor, sich mit Wasser vollzusaugen. Doch entgegen der weit verbreiteten Meinung, macht eine Imprägnierung den Stoff nicht wasserdicht

 

 Ähnliche Themen im Renner Magazin:

  1. Wie wasche ich Softshell Jacken richtig?
  2. Wie wasche ich Daunenjacken?
  3. Imprägniermittel-Shop
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Skijacken richtig Waschen und Imprägnieren Zuletzt aktualisiert: 10.10.2019 von

Last modified: 10. Oktober 2019

27 Kommentare zu :
Skijacken richtig Waschen und Imprägnieren

  1. Avatar heribert_mo sagt:

    ich würde nie meine kleidung nach dem imprägnieren in den Wäschetrockner tun!

  2. Avatar kristina sagt:

    danke für die infos. soll man lieber imprägnier sprays nehmnen oder lieber imprägniermittel zum einwaschen?

  3. Avatar MWoz sagt:

    Ich hätte gerne von euch gewusst, ob man ein normales Waschmittel verwenden darf oder ob man diese Spezialwaschmittel nehmen soll. Danke

  4. Avatar admin sagt:

    Wir haben uns bei Hey Sport (Marktführer in Sachen Imprägniermittel) erkundigt, was nun besser ist: einwaschen oder das klassische Imprägnierspray? Hey sagt eindeutig, dass Imprägnierwaschmittel die bessere Lösung ist, da die Textilien und Bekleidung dadurch gleichmäßig und ganz auf der Oberfläche verteilt wird

  5. Avatar Jürgen sagt:

    Ich benutze schon seit geraumer Zeit die Imprägniermittel von Impregno.
    Die sind alle umweltfreundlich, da sie ohne giftige Fluorverbindungen auskommen. Desweiteren sind auch keine anderen giftigen Hilfsstoffe enthalten.
    Ich benutze die Imprägnierung für die Waschmaschine. Die leichte Anwendung und die Ergebnisse haben mich überzeugt.
    Ich habe es schon in meinem Wanderverein eingeführt und wir gehen jetzt mit einem etwas besseren Gewissen in die Natur.

  6. Avatar m.weng74 sagt:

    ich denke beim waschen und imprägnieren von Skisachen sollte man erst mal ins Etikett von den Klamotten schauen.. weil es von Hersteller zu Hersteller immer wieder Unterschiede gibt, zb zwischen Wolfskin, Maier oder Schöffel (Venturi Membranen). Aber grunsätzlich würde ich mich an die geltende Regel halten, waschen bei 40 Grad Schonwaschgang, und Trockner eher meiden, und wenn dann nur mit ganz niedriger Temperatur.

  7. Avatar Natan sagt:

    hab meine spyder skijacke leider damit fast kaputt gemacht, kann jedem nur empfehlen auf weichspüler zu verzichten!

  8. Avatar Karl sagt:

    Hallo Renner Team,
    kann ich die beiden Mittel (Waschmittel und IMprägniermittel) bei Softshellbekleidung gleich miteinander reintun oder nacheinander?

  9. Avatar Gast sagt:

    ich würd nie eine 300 Euro Mammut Jacke selber rum machen und waschen. Ich geb die immer zur professionellen Reinigung – imprägnieren lass ich mir noch selber zutrauen aber waschen würd ich da nicht selber ran gehen… aber wie gesagt, das ist meine Meinung

  10. Avatar Alman sagt:

    ganz wichtig ist auch nach dem Waschen, dass alle Rückstände vom Waschmittel auch sicher weg sind. Also ist es vielleicht sogar besser, wenn man das ganze in 2 Waschgängen macht, also erst waschen, dann nochmals in die Waschmaschine und imprägnieren – ohne Waschmittel

  11. Avatar Nektarine sagt:

    Entscheidend ist vor allem die Qualität der Jacke, eine Haglöfs Jacke ist von Haus aus viel Atmungsaktiver und wasserdichter als eine Aldi oder McKinnley Skijacke.

  12. Avatar Stefan sagt:

    ich hab mit Hey Sport und Nikwax gute Erfahrungen gemacht. Sind nicht die billigsten aber man wäscht die Sachen ja auch nicht jede Woche

  13. Avatar Jole1974 sagt:

    Very important:
    1. Mittel muss silikonfrei sein!
    2. Skisachen sollen nur von außen imprägniert werden, also mit Spray (wichtig für Atmungsaktivität)
    3. nicht zu oft waschen, gilt für alle Funktionstextilien, macht die Sachen nicht besser

  14. Avatar Gast sagt:

    ich möchte meine Maier Skijacke waschen – welche Hersteller empfehlt ihr? Nikwax Hey oder Toko?

    Danke

  15. Avatar nono sagt:

    Wie kann man Primaloftjacken waschen ? Ich hab gelesen dass man Daunenwaschmittel nehmen soll. Im Sportladen haben sie gesagt, dass aber auch Feinwaschmittel reicht.

  16. Avatar Volkan sagt:

    Ganz wichtig! Nachher in den Trockner geben, vor allem wenn die Klamotten Flurcarbone enthalten. (wegen der Wärme).

  17. Avatar Gast sagt:

    Was macht man mit Skihosen aus Softshell? kann man da auch so verfahren oder muss ich spezielle Softshell Mittel nehmen?

  18. Avatar Benji sagt:

    ihr habt das Wichtigste vergessen, nämlich dass die Mittel „pfc-frei“ sein sollen.
    Wer heute noch DWR Imprägniermittel verwendet, dem kann man nicht mehr helfen.

  19. Avatar Gast sagt:

    Mich würde interessieren, wie man Gore-Tex Membranen wäscht, man liest da immer was anderes

  20. Avatar BB sagt:

    Wo bitte gibt es Antworten auf diese vielfältigen interessanten Fragen?

  21. Avatar admin sagt:

    Da uns immer mehr Fragen erreichen, gibt es hier die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)

    1. F: Gibt es einen Unterschied beim Waschen zwischen den Herstellern Mammut, Wolfskin, Schöffel oder Fjäll Räven.. uvm?

    A: NEIN: alle Hersteller verwenden bei ihren Funktionsmaterialien Membranen, die zwar unterschiedlich sind, aber vom Grundsatz her alle praktisch gleich funktionieren… also winzige Poren haben, die die Feuchtigkeit nach außen bringt, aber gleichzeitig Jacke und Hose wasserdicht machen.

    2. F: Was ist der Unterschied zwischen einem normalen Waschmittel und einem Imprägnierwaschmittel?

    A: normale Waschmittel imprägnieren die Textilien und Oberstoffe nicht, auch wird es oft missverstanden, da es kein reines Imprägnierwaschmittel gibt, sondern ein Spezial-Waschmittel UND ein Imprägniermittel, das ZUSÄTZLICH bei der Waschmaschine dazugegeben wird (Weichspülfach)

    3. F: Wie imprägniert man Primaloftjacken?

    A: Primaloft Jacken und Hosen sind grundsätzlich nicht wasserdicht, können aber mit Imprägniermittel behandelt werden und werden dann einigermaßen wasserdicht, aber leider lässt dann auch die Atmungsaktivität etwas nach.

    4. F: Gibt es Besonderheiten bei unterschiedlichen Arten von Jacken?

    A: Nein. Alle Oberstoffe, egal ob Winterjacke, Snowboardjacke, Skibekleidung oder Schneeanzug, werden alle gleich gewaschen und imprägniert.

    5. F: soll man Funktionsjacken nach dem Waschen noch Schleudern?
    A: Nein. Schleudern hat keinen Einfluss auf die Membran.

    6. F: Braucht meine Waschmaschine ein spezielles Imprägnierprogramm

    A: Inzwischen gibt es bei vielen Waschmaschinen ein extra Programm zum Waschen und Imprägnieren von Funktions-Textilien. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, aber nicht zwingend notwendig, da das Fach für Weichspüler auch mit Imprägniermittel gefüllt werden kann.

  22. Avatar admin sagt:

    Hier noch ein paar Tipps bei Handwäsche:
    Handwäsche

    1. Überprüfen Sie, ob sich nichts in den Taschen Ihrer Jacke befindet.

    2. Spüle, Badewanne oder Schüssel mit kaltem Wasser füllen und mit der entsprechenden Menge Waschmittel hinzugeben.

    3. Spülen Sie Ihre Skijacke zweimal ab, um sicher zu stellen, dass alle Reinigungsmittel entfernt werden.

    4. Drücken Sie das Wasser vorsichtig aus der Jacke. Nicht wringen oder verdrehen.

    5. Die Jacke oder Hose ist nun gewaschen aber nicht mehr imprägniert! Verwenden Sie nun entweder Flüssigimprägnierer oder Imprägniersprays

  23. Avatar Martin sagt:

    Essig ist der wahre Geheimtipp, alles andere steht ja in den eingenähten Waschempfehlungen!
    Meine alte, häufig benutzte Outdoorjacke begann spätestens nach jedem zweiten Tragen stark zu müffeln; da man sie nicht mit mehr als 40 °C waschen kann, dachte ich schon darüber nach, sie zu ersetzen, obwohl sonst noch brauchbar. Also habe ich einen guten Schuss Essigessenz mit in die Waschmaschine gegeben, und siehe da – der Mief ist weg (Das könnten die Hersteller ruhig in die Waschtipps mit reinschreiben, ein Wasch-Laie weiss das nicht, und auch in den Foren musste ich eine Weile suchen, bis der Tipp kam! )!

  24. Avatar Karla sagt:

    Hallo,

    ich bin auf meiner Suche nach einer vernünftigen Imprägnierung für die Ski-Jacken meiner Kids auf simprax Wash-In xxxx gestoßen. Soll wohl für alle Arten von Funktionstextilien geeignet sein, hat das bereits jemand getestet? Sieht auf den ersten Blick wirklich super gut aus.

  25. Avatar Luisa sagt:

    Hallo Karla,
    ich habe es schon angewendet. Hatte mich für die Spray Variante von Simprax entschieden.
    Einfach einsprühen, trocknen lassen und fertig. Bei Regen perlt das Wasser super ab. Mich haben die Zetifizierungen angesprochen (GOTS, Eco Passport und V-Label). Tolles Produkt.

  26. Avatar Sebastian sagt:

    Sehr informativer Artikel! LG

  27. Avatar RennerXXL Magazin Redaktion sagt:

    Aufgrund des steigenden Umweltbewusstseins und der Detox-Kampagne von Greenpeace sind Imprägniermittel in den vergangenen Saisons in die Diskussion geraten. Nicht nur die Imprägnierung, die bei der Herstellung aufgebracht wird, sondern auch die Produkte zur Nachimprägnierung, die vom Verbraucher angewendet werden, funktionierten bis vor kurzem meist auf der Basis der bedenklichen langkettigen PFCs (so genannte C8-Chemie). Aktuell geht der Trend glücklicherweise zu Imprägnierungen ohne PFCs, und zwar bei der Behandlung ab Werk ebenso wie bei den Möglichkeiten zur Nachimprägnierung durch den Verbraucher.

    So wächst derzeit die Zahl der Kollektionen mit PFC-freier Funktionsbekleidung. Einer der Vorreiter ist die britische Outdoor-Marke Paramo, weitere bekannte Namen sind etwa Vaude, Berghaus oder Maier Sports. Händler und Verbraucher haben immer öfter die Chance, am Hangtag zu erkennen, ob Membran und Imprägnierung ohne PFCs auskommen. Bekannteste industrielle Imprägnierungen ohne schädliche Fluorverbindungen sind Bionic Finish Eco von Rudolf Chemie, das auf Sympatex-Laminaten zum Einsatz kommt, oder Ecorepel von Schoeller, das in vielen Kollektionen zu finden ist.

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