PFC-frei bei Outdoorbekleidung: Was steckt dahinter?

Zuletzt ĂĽberarbeitet am 5. Juli 2026 von der RennerXXL-Redaktion.

„PFC-frei“ steht heute auf immer mehr Outdoorjacken – aber kaum jemand erklärt, was das konkret heiĂźt und ob so eine Jacke im Regen wirklich mithält. Kurz gesagt: PFC-frei bedeutet, dass bei der wasserabweisenden AusrĂĽstung (DWR) keine fluorhaltigen Chemikalien verwendet wurden. Der Regen perlt trotzdem ab – nur mit einer anderen Technologie wie Bionic Finish Eco oder Ecorepel. Wir verkaufen seit 2004 Outdoorbekleidung in groĂźen Größen und haben die Umstellung auf PFC-frei bei unseren Marken ĂĽber Jahre begleitet. Hier bekommst Du die ehrliche Einordnung: Was taugt PFC-frei, ist es giftig, welche Marken sind wirklich fluorfrei – und worauf Du bei Ăśbergröße achten solltest.

Kurzfazit: Bei der reinen Wasserabweisung ist PFC-frei (bzw. PFAS-frei) in der Praxis mit fluorhaltiger AusrĂĽstung vergleichbar – nur etwas pflegeintensiver, weil die Imprägnierung nicht ölabweisend ist. Ă–kologisch ist es die unbedenklichere Wahl. Wichtig: „PFC-frei“ heiĂźt wasserabweisend, nicht automatisch wasserdicht – die Wassersäule bestimmt die Membran darunter. Und in Ăśbergröße gilt: Erst die Passform, dann die Chemie – spannt die Jacke, leidet die Bewegungsfreiheit, und Nähte wie ReiĂźverschlĂĽsse werden stärker belastet.

Was bedeutet PFC-frei bei Outdoorbekleidung?

PFC-frei bedeutet, dass bei der wasserabweisenden Imprägnierung (DWR, Durable Water Repellency) keine perfluorierten oder polyfluorierten Chemikalien eingesetzt wurden. Wichtig zu wissen: Die Angabe bezieht sich in der Regel auf die ausgelobte Ausrüstung – also meist die DWR. Ob eine Jacke komplett frei von PFAS ist (inklusive Membran und Beschichtung), muss der Hersteller ausdrücklich bestätigen. Gute Marken tun das inzwischen.

Seit einigen Jahren liest man häufiger PFAS-frei statt PFC-frei. PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) ist der breitere Oberbegriff fĂĽr ĂĽber 10.000 Stoffe; PFC gehört zu dieser Gruppe, deckt sie aber nicht vollständig ab. Im Outdoor-Marketing wird „PFC-frei“ heute meist als ältere Bezeichnung fĂĽr „PFAS-frei“ genutzt – gemeint ist in beiden Fällen der Verzicht auf fluorhaltige Chemie in der TextilausrĂĽstung.

đź’ˇ Gerhards Tipp: Achte auf konkrete Angaben wie „Bionic Finish Eco“, „Ecorepel“ oder „PFC-free / fluorfreie DWR“ – nicht nur auf das Schlagwort „nachhaltig“. Steht nur „wasserabweisend“ ohne weitere Angabe, ist die AusrĂĽstung oft noch fluorhaltig. Im Zweifel kurz nachfragen.

Was ist PFC – und warum ist es problematisch?

PFC steht fĂĽr perfluorierte und polyfluorierte Kohlenwasserstoffe – eine Stoffgruppe, die in der Natur nicht vorkommt, aber seit ĂĽber 50 Jahren industriell hergestellt wird. Das Besondere: Die Bindung zwischen Kohlenstoff und Fluor ist extrem stabil. PFC baut sich in der Umwelt kaum oder gar nicht ab – daher der Beiname „Ewigkeitschemikalien“.

Diese Stoffe stehen im Verdacht, bei Mensch und Tier Störungen der Fruchtbarkeit, Schilddrüsenerkrankungen und Immunstörungen auszulösen. Über die Haut werden PFC kaum aufgenommen – problematisch ist der Weg in die Umwelt: beim Waschen, beim Nachimprägnieren zu Hause und schon in der Produktion gelangt PFC ins Wasser und in die Nahrungskette. Greenpeace hat PFC weltweit nachgewiesen – vom arktischen Eis bis in die Tiefsee.

Gibt es „gute“ und „schlechte“ PFCs?

In der Industrie wurde lange zwischen C8-, C6- und C4-Chemie unterschieden, mit dem Argument, kürzere Ketten seien weniger schädlich. Das ist irreführend. Weniger Forschung zu einer Kette bedeutet nicht weniger Risiko – nur weniger Studien. Für den Outdoor-Einsatz ist die Diskussion ohnehin müßig: PFC macht Stoffe wasser-, öl- und schmutzabweisend. Ölabweisung braucht beim Wandern niemand. Es regnet kein Öl.

Bionic Finish Eco im Praxistest – meine Erfahrungen

Weil genau diese Frage am häufigsten kommt – „Wie sind die Erfahrungen mit Bionic Finish Eco?“ – hier die ehrliche Praxis-Einordnung aus 20 Jahren Verkauf und eigener Nutzung, nicht aus dem Prospekt.

Person in Regenjacke in Übergröße beim Wandern im Regen mit Rucksack

Frisch gekauft perlt eine PFC-freie Jacke mit Bionic Finish Eco genauso ab wie eine mit alter C8-AusrĂĽstung. Wasser läuft in dicken Tropfen ab, der Stoff bleibt auĂźen trocken. Den echten Unterschied merkst Du erst mit der Zeit: Der Abperleffekt lässt bei PFC-freien AusrĂĽstungen etwas schneller nach, und der Stoff „saugt sich“ an stark beanspruchten Stellen (Schultern, Rucksackbereich) frĂĽher voll. Das liegt daran, dass fluorfreie DWR nicht ölabweisend ist – Hautfett, Sonnencreme und StraĂźenschmutz setzen die Wirkung schneller herab.

Das ist auch der mit Abstand häufigste Fall, der bei uns als Reklamation ankommt: „Die Jacke ist undicht, das Wasser zieht durch.“ In fast allen Fällen ist die Jacke nicht defekt – der AuĂźenstoff hat sich nur vollgesogen, meist genau im Rucksack- und Schulterbereich, wo Reibung und Hautfett die Imprägnierung zuerst zusetzen. Das fĂĽhlt sich innen klamm an, obwohl die Membran noch dicht ist.

So erkennst Du, ob die Jacke wirklich undicht ist oder nur die DWR schlappmacht:

  • Wasser perlt auĂźen nicht mehr ab, sondern zieht in den Stoff → DWR erschöpft, kein Defekt.
  • Der AuĂźenstoff saugt sich sichtbar voll und wird dunkel → DWR erschöpft.
  • Innen fĂĽhlt es sich nur klamm/kĂĽhl an, du wirst aber nicht nass → Membran ist dicht, nur reaktivieren.
  • Wasser dringt an Nähten oder ReiĂźverschluss aktiv durch → hier lohnt die Reklamation.

In den ersten drei Fällen reicht Waschen und Reaktivieren – nur der vierte ist ein echter Mangel.

Die gute Nachricht: Das lässt sich reaktivieren, und es funktioniert wirklich. Bionic Finish Eco reagiert auf Wärme. Nach der Wäsche kurz in den Trockner auf niedriger Stufe oder vorsichtig bügeln (Tuch dazwischen) – danach perlt das Wasser wieder ab wie am Anfang. Wer das ein-, zweimal pro Saison macht, hat mit PFC-frei im Alltag keine spürbaren Nachteile.

Von unseren Marken macht Maier Sports bei PFC-frei die konstanteste Figur – die setzen schon lange darauf und haben die Rezeptur über Jahre optimiert. Aber ehrlich: Der Marken-Unterschied ist kleiner als der Pflege-Unterschied. Eine gepflegte PFC-freie Jacke schlägt eine vernachlässigte PFC-Jacke jederzeit.

💡 Gerhards Tipp: Wenn Wasser nicht mehr abperlt, ist die Jacke meist nicht kaputt – sie ist nur verschmutzt. Erst mit Funktionswaschmittel waschen, dann Wärme zur Reaktivierung. Nachimprägnieren erst, wenn das nicht mehr reicht.

Ist Bionic Finish Eco giftig?

Nach aktuellem Kenntnisstand nein. Bionic Finish Eco enthält keine fluorierten Ewigkeitschemikalien und ist nicht als giftig oder gesundheitsschädlich eingestuft. Es basiert auf hochverzweigten Polymeren (Dendrimeren) ohne Fluorcarbon-Gruppen. Der entscheidende Unterschied zu PFC: Es fehlen die extrem stabilen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen, die PFAS in Umwelt und Körper so langlebig machen.

Die Technologie kommt vom deutschen Unternehmen Rudolf GmbH, entwickelt und geprĂĽft am Deutschen Wollforschungsinstitut der RWTH Aachen. Das Prinzip ist der Bionik entlehnt: eine hohe Dichte wasserabweisender Elemente, nachgebaut nach Vorbildern aus der Natur. Wer empfindlich auf Chemikalien reagiert oder einfach auf Nummer sicher gehen will, ist mit Bionic Finish Eco gut beraten.

Wie wasserdicht ist Bionic Finish Eco?

PFC-frei ist nicht dasselbe wie wasserdicht – das wird oft verwechselt. Bionic Finish Eco ist eine Imprägnierung (DWR), keine Membran. Es sorgt dafür, dass Wasser außen abperlt (wasserabweisend). Wie wasserdicht eine komplette Jacke ist – gemessen als Wassersäule – hängt zusätzlich von der Membran oder Beschichtung darunter ab. Eine Jacke kann also PFC-frei und hoch wasserdicht sein – oder PFC-frei und nur wasserabweisend. Das eine sagt nichts über das andere.

Bei der reinen Wasserabweisung schneidet Bionic Finish Eco in standardisierten Spraytests (ISO 4920) und Raintests vergleichbar mit C8- und C6-Ausrüstungen ab. Bezogen auf das Abperlen bei Regen und Schnee ist der Unterschied im Test also nicht relevant. Der einzige Punkt, bei dem PFC vorn liegt, ist die Öl- und Fettabweisung – und die brauchst Du beim Wandern nicht. Die Ausrüstung ist zudem wasch- und wetterbeständig und behindert die Atmungsaktivität nicht.

Was bedeutet fluorfreie Wasserabweisung?

„Fluorfreie Wasserabweisung“ ist der technisch präzise Begriff fĂĽr das, was PFC-frei praktisch leistet: Die Oberfläche des Stoffes stößt Wasser ab, ohne dass dafĂĽr Fluor-Chemie im Spiel ist. Statt einer PFC-Schicht sorgen andere MolekĂĽle fĂĽr die niedrige Oberflächenspannung, an der Tropfen abperlen – bei Bionic Finish Eco Dendrimere, bei Ecorepel spiralförmige Paraffinketten.

Der eine reale Unterschied zu fluorhaltiger Ausrüstung: Fluorfreie DWR ist nicht oleophob (ölabweisend). Fett und Schmutz setzen die Wirkung schneller zu – deshalb der Pflege-Hinweis oben. Für den Regenschutz selbst spielt das keine Rolle.

PFC-frei vs. PFC-haltig – der direkte Vergleich

Damit Du die Sache auf einen Blick einordnen kannst:

Kriterium PFC-frei (fluorfrei) PFC-haltig (C6/C8)
Wasserabweisung im Test vergleichbar im Test vergleichbar
Ă–l-/Fettabweisung nein (fĂĽr Outdoor egal) ja
Pflegeaufwand etwas höher (öfter reaktivieren) etwas geringer
Umwelt & Gesundheit deutlich weniger persistent persistent, in der Kritik
Regulierung entspricht kommender Regulierung wird schrittweise eingeschränkt
Alltagstauglichkeit bei normaler Pflege voll gegeben gegeben

Unterm Strich: Für den normalen Outdoor- und Alltagseinsatz gibt es kaum noch einen funktionalen Nachteil gegenüber PFC – nur den etwas höheren Pflegeaufwand, den ein Trockner-Durchgang erledigt.

Weitere PFC-freie Alternativen im Ăśberblick

Ecorepel von Schoeller Technologies

Ecorepel kommt aus der Schweiz und basiert auf langen Paraffinketten, die sich spiralförmig um die Fasern legen und die Oberflächenspannung herabsetzen. Es ist gut biologisch abbaubar (nach OECD 302 B, 80–100 %), waschbeständig bei mindestens 30 Wäschen bei 40 °C und zu 100 % frei von Fluorcarbon. Reaktivierung funktioniert wie bei Bionic Finish Eco über Wärme.

Purtex WR von Freudenberg

Purtex WR von Freudenberg New Technologies besteht ausschließlich aus Polyurethan. Die wasserbasierte Emulsion ist lösungsmittelfrei und enthält weder perfluorierte Tenside noch Weichmacher, Schwermetalle oder Formaldehyd. Reines Polyurethan zählt selbst nicht zu den PFAS – deshalb ist diese Ausrüstung fluorfrei.

Nachimprägnieren ohne Fluorcarbon

Wer PFC-frei kauft, sollte auch PFC-frei nachimprägnieren – sonst holt man sich die Chemie ĂĽber das Pflegemittel zurĂĽck. Nikwax „TX.Direct“ ist eine bewährte fluorfreie Alternative auf Wasserbasis. Wie Du Deine Jacke richtig wäschst und imprägnierst, steht ausfĂĽhrlich in unserem Ratgeber Outdoorjacken & Skijacken waschen und imprägnieren; fĂĽr Softshells lohnt der Blick in die Softshell-Pflege.

Und Gore-Tex? PFAS-frei durch die ePE-Membran

Gore-Tex ist für viele der Maßstab – und lange war es das Paradebeispiel für PFC in der Outdoorbranche. Die klassische Membran (ePTFE) wurde aus PTFE hergestellt, also aus PFAS. Das hat sich geändert: Gore hat mit ePE (expandiertes Polyethylen) eine neue Membran ohne absichtlich zugesetzte PFAS entwickelt und rollt sie seit 2023 breit aus. Seit der Kollektion Herbst/Winter 2025 ist auch die Top-Linie GORE-TEX Pro auf ePE umgestellt, inklusive fluorfreier DWR.

HeiĂźt fĂĽr Dich: Auch bei Gore-Tex gibt es inzwischen PFAS-freie Produkte – erkennbar am Zusatz „ePE“ bzw. „PFAS-free“. Der Pflege-Hinweis bleibt derselbe: Die fluorfreie DWR ist nicht ölabweisend und will etwas regelmäßiger gewaschen und reaktiviert werden. Der Regenschutz selbst ist unverändert stark.

Welche Outdoor-Marken sind PFC-frei? (Stand 2026)

Maier Sports war Vorreiter und setzt seit Jahren konsequent auf PFC-freie, biologisch abbaubare AusrĂĽstung, die bei Wasser- und Schneeabweisung das Niveau PFC-haltiger Varianten erreicht.

Vaude stellte schon 2010 auf PTFE-freie Membranen um und nutzte C6 nur als Brückentechnologie – heute eine der konsequentesten Marken bei der Vermeidung von Fluorchemie.

Jack Wolfskin hat den Umstieg weitgehend vollzogen (bereits 2017 rund 90 % PFC-frei). Schöffel hat große Teile des Sortiments auf fluorcarbon-freie Ausrüstung umgestellt. Fjällräven arbeitet seit Jahren mit G-1000-Stoffen und PFC-freien Alternativen, teils in abgeschotteten Fertigungslinien gegen Kreuzkontamination.

Auch bei den Marken, die wir für Übergrößen führen, ist PFC-frei Standard: Gonso (Fahrradbekleidung), Pro-X Elements (Regenbekleidung) und in Teilen Regatta setzen auf fluorfreie Ausrüstung. Pinewood ist bereits seit 2017 komplett auf Bionic Finish Eco Plus umgestellt.

PFC-Regulierung 2026 – was jetzt schon gilt

Das Thema hat rechtlichen RĂĽckenwind, aber die Lage ist differenzierter, als „EU-Verbot ab 2026″ vermuten lässt (Stand Juli 2026):

  • EU-weit ist das groĂźe, klassenweite PFAS-Verbot unter REACH noch nicht in Kraft. Die wissenschaftlichen Gutachten der ECHA-AusschĂĽsse werden bis Ende 2026 finalisiert, ein Beschluss der EU-Kommission wird frĂĽhestens 2027 erwartet.
  • Frankreich hat national vorgelegt: Seit 1. Januar 2026 sind PFAS in Textilkleidung, Schuhen und Imprägniermitteln fĂĽr Verbraucher verboten.
  • Dänemark zieht zum 1. Juli 2026 nach – Verbot von PFAS in Kleidung, Schuhen und Imprägniermitteln.
  • FĂĽr einen Teil der PFAS (PFHxA) greift eine EU-Beschränkung in Textilien ab Oktober 2026.

Für Dich als Käufer heißt das unterm Strich: Der Trend ist eindeutig, PFC/PFAS wird Schritt für Schritt aus Bekleidung verdrängt. Wer heute PFC-frei kauft, ist für die kommenden Regeln auf der sicheren Seite – und tut der Umwelt schon jetzt etwas Gutes.

PFC-freie Outdoorbekleidung in Übergröße bei RennerXXL

Für wen PFC-frei die richtige Wahl ist: Wenn Du eine Jacke für Alltag, Wandern, Rad oder Reise suchst und Wert auf Umwelt und Gesundheit legst – dann ist fluorfrei heute die vernünftige Standardwahl, ohne echten Nachteil beim Regenschutz.
Wann Du genauer hinschauen solltest: Bei extremer Dauernässe über viele Stunden, sehr öl-/schmutzintensiven Arbeitsumgebungen oder wenn Du die Jacke praktisch nie pflegst – dann ist der etwas höhere Pflegebedarf der fluorfreien DWR ein Thema, das Du einplanen solltest.

Das eigentliche Problem für viele unserer Kunden ist nicht die Chemie, sondern die Kombination: PFC-frei und in großer Größe und mit einer Passform, die an Bauch, Hüfte und Oberschenkeln wirklich sitzt. Genau da setzen wir an. Wir führen gezielt Marken, die fluorfrei produzieren – und das bis in echte Übergrößen:

Regenjacke in Übergröße für Herren, getragen von Model Gerri
  • Maier Sports – konsequent PFC-frei, sehr gute Passform fĂĽr kräftige Statur, Damen bis Größe 58 und Herren bis 8XL. Unser stärkster Anker fĂĽr fluorfreien Wetterschutz. Zum Sortiment: Maier Sports in Ăśbergrößen.
  • Pro-X Elements – PFC-freie Regenjacken, Regenhosen und Ponchos, teils bis 8XL. Zur Marke: Pro-X Elements.
  • Gonso – fluorfreie Fahrrad- und Regenbekleidung in groĂźen Größen: Gonso.
  • Regatta – funktionale Outdoorjacken in Ăśbergrößen, teils fluorfrei ausgerĂĽstet: Regatta.

Wer eine PFC-freie Regenjacke oder Regenhose in Übergröße sucht, findet bei uns eine kuratierte Auswahl mit ehrlichen Angaben zur Imprägnierung – inklusive Passformberatung, damit die Jacke nicht nur PFC-frei ist, sondern auch passt.

💡 Gerhards Tipp: Bei Übergröße zählt neben der Ausrüstung die Bewegungsfreiheit. Achte auf einen Schnitt mit genug Weite an Bauch und Oberschenkel und auf verstellbare Bündchen – eine top imprägnierte Jacke nützt wenig, wenn sie spannt oder die Ärmel zu kurz sind. Im Zweifel nenn uns Deine Maße, wir empfehlen die richtige Größe.

FAQ – Häufige Fragen zu PFC und PFAS bei Outdoorbekleidung

Was bedeutet PFC-frei bei einer Jacke?

PFC-frei bedeutet, dass bei der Herstellung – besonders bei der wasserabweisenden Ausrüstung – keine perfluorierten oder polyfluorierten Chemikalien (PFC/PFAS) eingesetzt wurden. Die Jacke perlt Regen trotzdem ab, nur mit einer anderen Technologie wie Bionic Finish Eco oder Ecorepel.

Ist Bionic Finish Eco PFAS-frei?

Nach Herstellerangaben ist Bionic Finish Eco fluorcarbonfrei und damit frei von PFAS bzw. PFC. Es basiert auf hochverzweigten Polymeren ohne die fĂĽr PFAS typischen Fluor-Kohlenstoff-Bindungen und ist deshalb nicht als persistente „Ewigkeitschemikalie“ einzuordnen.

Ist Bionic Finish Eco giftig?

Nach aktuellem Kenntnisstand nein. Bionic Finish Eco enthält keine fluorierten Ewigkeitschemikalien und ist nicht als giftig eingestuft. Es basiert auf hochverzweigten Polymeren ohne Fluorcarbon-Gruppen und ist damit deutlich unbedenklicher als PFC-haltige Ausrüstungen.

Wie wasserdicht ist Bionic Finish Eco?

Bei der Wasserabweisung erreicht Bionic Finish Eco in Spraytests (ISO 4920) Werte, die mit C8- und C6-Ausrüstungen vergleichbar sind. Es ist allerdings eine Imprägnierung, keine Membran – die tatsächliche Wassersäule einer Jacke bestimmt die Membran oder Beschichtung darunter. Beim Abperlen von Regen und Schnee ist der Unterschied im Test nicht relevant.

Was bedeutet fluorfreie Wasserabweisung?

Fluorfreie Wasserabweisung heißt, dass die Oberfläche Wasser abperlen lässt, ohne fluorhaltige Chemie. Der einzige Unterschied zu fluorhaltiger DWR: Sie ist nicht ölabweisend und braucht etwas mehr Pflege. Für den Regenschutz selbst gibt es keinen Nachteil.

Kann man PFC aus Kleidung herauswaschen?

Nein. Ist eine fluorhaltige AusrĂĽstung im Stoff, lässt sie sich nicht „herauswaschen“ – beim Waschen gelangt PFC eher ins Abwasser. Wer PFC vermeiden will, kauft von vornherein PFC-frei und imprägniert auch mit fluorfreien Mitteln nach.

Ist Gore-Tex inzwischen PFAS-frei?

Teilweise ja. Gore hat mit der ePE-Membran eine PFAS-freie Alternative zur alten ePTFE-Membran entwickelt und rollt sie breit aus, seit Herbst/Winter 2025 auch bei GORE-TEX Pro inklusive fluorfreier DWR. Achte auf den Zusatz „ePE“ bzw. „PFAS-free“.

Kann ich PFC-freie Kleidung normal waschen?

Ja, aber am besten mit Funktionswaschmittel. Normales Voll- oder Colorwaschmittel enthält Duft- und Weichmacherstoffe, die Rückstände auf dem Gewebe hinterlassen und den Abperleffekt zusetzen. Nach dem Waschen kurz in den Trockner auf niedriger Stufe oder mit dem Bügeleisen (mit Schutztuch) behandeln, damit die Imprägnierung reaktiviert wird.

Welche Outdoor-Marken sind heute PFC-frei?

Zu den führenden Marken gehören Vaude, Maier Sports und Fjällräven; Jack Wolfskin und Schöffel haben ihr Sortiment weitgehend umgestellt. Bei Gonso und Pro-X Elements ist fluorfreie Ausrüstung Standard.


Quellen und Nachweise

  1. Umweltbundesamt: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC)
  2. BfR: PFAS – Fragen und Antworten (PFC/PFAS-Abgrenzung)
  3. ECHA: Zeitplan PFAS-Beschränkung (REACH, Stand 2026)
  4. UL Solutions: PFAS-Beschränkungen in Verbraucherprodukten (Frankreich, Dänemark, PFHxA)
  5. GORE-TEX: ePE-Membran (PFAS-frei)
  6. RUDOLF Group: BIONIC-FINISH ECO

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Ich bin Gery from LA – Model und authentisches Gesicht von RennerXXL. Mit meinen 185 cm Körpergröße, einem Brustumfang von 141 cm, einem Bauchumfang von 153 cm, einer Hüfte von 150 cm und einer Innenbeinlänge von 89 cm stehe ich genau für das, wofür RennerXXL steht: echte Passform, Natürlichkeit und Selbstbewusstsein. Seit vielen Jahren stehe ich für unsere Eigenmarken vor der Kamera. Dabei ist mir wichtig, mit meiner ehrlichen Art und Ausstrahlung zu zeigen, dass Outdoor-Bekleidung in Übergrößen nicht nur funktional ist, sondern auch mit Stolz getragen werden kann. Ob beim Wandern, Radfahren oder einfach draußen in der Natur – ich teste viele unserer Produkte selbst und bringe meine Erfahrungen direkt in die Weiterentwicklung ein. So bin ich nicht nur Model, sondern ein echter Teil der RennerXXL-Familie – bodenständig, glaubwürdig und immer mit einem Augenzwinkern.

16 Kommentare zu „PFC-frei bei Outdoorbekleidung: Was steckt dahinter?“

  1. Alle reden immer vom Imprägnieren. Alles gut und schön aber ich will nun wirklich nicht die Jacken meiner Kinder mit fluorhaltigen Imprägnierungen bearbeiten . Habe mich jetzt mal im Internet umgeschaut und ich bin auf Impregno gestoßen. Es ist eine fluorfreie Imprägnierung und sie sind noch recht neu auf dem Markt. Ich habe es bei meiner Jacke ausprobiert und ich war vom Ergebniss erstaunt. Selbst nach mehrmaligem Waschen ist die Imprägnierung noch erhalten. Also, einfach mal selber ausprobieren und dabei noch was Gutes für die Umwelt tun.

  2. mich wĂĽrde interessieren, ob pfc freie ausrĂĽstung auch den selben wetterschutz bietet, also ohne dass man ständig nachimpräegnieren muss, wie es zb vaude oder maier sports berichten… und mich wĂĽrde auch interessieren was zur zeit besser ist, ecorepel oder bionic finish?

  3. da wir regelmäßig Fragen zum Thema PFC-Freie Outdoorbekleidung bekommen, hier die häufigsten Fragen und Antworten (FAQ)

    F: Was ist der Vorteil an pfc freier Outdoor Kleidung?
    An: PFC freie Textilien enthalten im Gegensatz zu den nicht-freien den gefährlichen Stoff Perfluoroctansäure (PFOA) und natürlich PFC. Beide Substanzen stehen im Verdacht Krebs erregend zu sein. Außerdem schädigen sie und belasten die Umwelt.

    F: Welche Hersteller verwenden bereits PFC freie Bekleidung?
    A: bisher setzen sich VAUDE und Maier Sports am meisten dafĂĽr ein, und haben auch bisher die meisten Hosen und Jacken auf den Markt gebracht.

  4. Ich persönlich habe auch richtig gute Erfahrungen mit Impregno wash gemacht, ist schadstofffrei und das Ergebnis ist unglaublich gut

  5. Könnt ihr mir sagen, ob Jacken und Outdoorbekleidung von Jack Wolfskin inzwischen pfc freie Klammotten hat?
    Auch wĂĽrde ich gerne wissen, ob es Tests gibt (zb Stiftung Warentest) wo man sieht, welche Bekleidung wirklich in ordnung ist

  6. nein! Wolfskin hat definitiv keine pvc freie outdoorbekleidung… sollte man hier zumindest erwähnen.

  7. Eta Proof ist NICHT PFC frei. Sehr wahrscheinlich auch nicht Ventile. Beide setzen auf DWR. das PFC haltig ist.
    Eta Proff hat einen BioBaumwollstoff herausgebracht der auch imprigniert ist aber bewusst auf PFC verzichted. Das wars aber auch schon.

  8. Maier Sports stellt inzwischen fast alle Hosen und Jacken PFC-frei mit Bionic Finish her. Aber auch Aldi und Co. ziehen nach und hat sogar einige PFC-freie Teile im Programm

  9. Da uns immer wieder Fragen zum Thema ecorepel gestellt werden, hier in einem Satz die Definition vom Hersteller erklärt:

    ecorepel® basiert auf langen Paraffinketten, die sich spiralförmig um die einzelnen Fasern wickeln. Dadurch wird die Oberflächenspannung reduziert, so dass Wassertröpfchen und selbst wässrige Verschmutzungen mit einer deutlich höheren Oberflächenspannung einfach ablaufen. Die Atmungsaktivität wird nicht beeinträchtigt und das Gefühl bleibt angenehm weich.

  10. RennerXXL Magazin Redaktion

    Hier noch die Aussage von Maier Sport zu ihrer neuen PFC-freien Membrane M’Tex:

    „PFC kommen in der Natur nicht vor, sondern entstehen
    durch chemische Prozesse. Die wichtigsten sind die perfluorierte
    Oktansulfonsäure (PFOS) und die perfluorierte
    Oktansäure (PFOA). PFC wurden von der Europäischen
    Union als besonders besorgniserregend klassifiziert, weil sie
    krebserzeugend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend
    sind. PFOS und PFOA wurden von 121 Staaten
    in der Stockholmer Konvention als langlebiger organischer
    Schadstoff identifiziert und dĂĽrfen bis auf wenige Ausnahmen
    weder produziert noch eingesetzt werden.
    In Outdoorkleidung ist es die atmungsaktive und wasserdichte
    Membran sowie die Imprägnierung, die meistens
    auf PFC basieren. Beim Tragen und durch das Waschen
    gelangen geringe Mengen PFC in die Umwelt. Werden die
    Textilien von Zeit zu Zeit nachimprägniert, nimmt man
    dazu Sprays und Tinkturen, die ebenfalls PFC enthalten.
    Wind- und wetterfeste Kleidung ist fast immer von auĂźen
    imprägniert und an der Innenseite oder in einer Zwischenlage
    mit einer Membran ausgestattet. FĂĽr die Membrane
    gibt es bereits wetterfeste Alternativen aus gesundheitlich
    unbedenklichen Kunsstoffen wie Polyester oder Polyurethan.
    Auch diese Stoffe sind atmungsaktiv, wind- und wasserdicht.
    Die Flourfreien schaffen es allerdings noch nicht
    vergleichbar gut wie PFC, Schmutz und Ă–l abzuweisen.
    Zusammen mit PFC-freien Beschichtungen dagegen ist
    Kleidung nicht nur länger wind- und wasserdicht sondern
    auch scheuerfester.“

  11. Aktuelle Diskussion in der Presse, Stand November 2017:

    … „Fluorkohlenwasserstoffe sind der neue Staatsfeind Nummer eins der Umwelt. Die Substanzen, die in vielen gängigen Haushaltsartikeln zu finden sind (siehe Stichworte wie „Antihaftmittel“ oder „schmutzabweisend“), waren in den letzten Jahren Gegenstand mehrerer belastender EnthĂĽllungen.

    Studien haben ergeben, dass die Belastung mit den Chemikalien Krankeiten wie Hodenkrebs, Nierenkrebs, Fettleibigkeit auslösen. Die Folgen der PFC-Bioakkumulation sind so gravierend, dass über 150 Wissenschaftler die Erklärung von Madrid unterzeichnet haben, um ihre Besorgnis über die weitere Produktion und Freisetzung von PFC zum Ausdruck zu bringen.

    PFCs werden auch in dauerhaft wasserabweisenden Materialien verwendet, um Feuchtigkeit auf vielen Outdoor-Ausrüstungsgegenständen wie Jacken, Hosen, Schlafsäcken und Zelten abzuweisen.

    Viele Bekleidungshersteller wie Adidas und H&M haben sich verpflichtet, keine PFCs mehr einzusetzen. Im Outdoor-Bereich haben die Hersteller von AusrĂĽstung nur langsam das Gleiche getan. Während viele – wie z. B. Patagonia – versprechen, die Verwendung von PFCs zu einem späteren Zeitpunkt auslaufen zu lassen, behaupten sie, dass die derzeitigen Alternativen einfach nicht so effektiv seien…“

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