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17. August 2017 Comments (13) Allgemein, Ratgeber

Outdoorbekleidung der Zukunft – ist PFC-frei möglich?

Die Outdoor-Branche wird das Thema nicht los: PFCs entwickeln sich zu einem Imageproblem. An Alternativen wird eifrig gearbeitet – es gibt sie sogar schon, zumindest was die wichtigste Outdoor-Notwendigkeit betrifft: Wasserabweisung. Höchste Zeit, am Thema dran zu bleiben.

Was ist PFC?

PFC sind sogenannte Per- und polyfluorierte Chemikalien. Diese finden in vielen Produkten von der Küche (Bei der Beschichtung einer Pfanne zum Kochen oder Keramik z.B.), über Bodenbelag bis hin zur PVC-Kleidung (Polyvinylchlorid) Verwendung. Geschätzt wird diese Art von Kunststoff wegen der fett-, wasser- und schmutzabweisenden Beschichtungen. Daher eben auch bei Berufsbekleidung und Outdoorbekleidung, vor allem wenn Sie stark gegen Witterung ausgerichtet sein soll. Das können beispielsweise ein Regenbekleidung, Regenmantel, Kapuze, Gummistiefel, Regenjacke aber auch Accessoires sein.

Ist PFC gefährlich?

PFC oder PVC sind zumindest bedenklich für die Umwelt. Die feste Bindung zwischen Kohlenstoff und Fluor sind nur mit großem Aufwand löslich und verbleiben daher sehr lange in der Umwelt. Im Körper können diese sogar krebserregend wirken. Meist nimmt man dieses mit der Nahrung auf. Dieses Material wird oft verwendet bei Kochgeschirr und Pfannen wenn diese beschichtet sind. Beschichtete Pfannen oder eine Bratpfanne aus Teflon bzw. Antihaft kann beim Braten unter hohen Temperaturen den Stoff auf die Speisen abgeben und man nimmt Ihn im Körper auf.

Dennoch sollte man das Augenmerk nicht nur auf dessen Eigenschaft bei einer Pfanne, Küche und Lebensmittel verkürzen. Auch ein Mantel ist nicht gerade gesundheitsfördernd beim Tragen wenn er belastet ist. PFC und PFOA werden in der Textilindustrie als Wetterschutz, aber auch als Weichmacher eingesetzt. Günstig erhältlich sind diese oftmals auch noch. PVC-frei und kein PFOA und PFC wäre daher sehr wünschenswert denn umweltfreundlich sind diese leider nicht und es schadet dem menschlichen Körper.Auch gibt es mittlerweile Alternativen zu beschichtetem Kochgeschirr, PFC-Kleidung und Varianten, die weichmacherfrei sind.

Großer Druck von Medien und NGO`s

Die Einschläge kommen in immer kürzeren Abständen auf die Branche zu. Stiftung Warentest, Marktcheck, Ökotest, Greenpeace und etliche mehr. Für die Medien ist es ein gefundenes Fressen: „Wie gefährlich sind Outdoor-Jacken?”, heißt es plötzlich. Man kann das Thema PFC (perfluorierte Chemikalien) noch ein Weilchen klein reden oder hat die Hoffnung, dass sich das Gros der Kunden von solchen Themen nicht beirren lässt. Sicherlich kann man auch funktionell dagegen argumentieren. Lösen lässt sich das Problem nur durch Handeln bei der Herstellung.

Outdoor Kleidung mit PFC-freier Imprägnierung – Rucksäcke und Hosen ohne Schadstoffe

Problem 1: PFCs

Maier Sports will bis 2020 PFC-frei herstellen. Seit 2014 gibt es bereits PFC-freie Jacken!

Maier Sports will bis 2020 PFC-frei und PVC-frei herstellen. Seit 2014 gibt es bereits PFC-freie Jacken!

Greenpeace hat Recht. PFCs gehören zur Gruppe der PBTs. Das Kürzel steht für Persitenz (die Produkte bleiben unverändert und bauen sich nicht durch chemische, biologische oder physikalische Prozesse ab), Bioakkumulation (sie reichern sich in Organismen durch Aufnahme oder der Nahrungskette an) und Toxizität (sie sind giftig). Das bestreitet niemand. Dazu gibt es seit Jahren immer strengere rechtliche Rahmen, in denen PFCs überhaupt noch eingesetzt werden dürfen. Das zeigt: Man weiß zu wenig über PFCs, aber je mehr man erfährt, desto stärker greift der Gesetzgeber ein. Reinigungen dürfen PFC zur Imprägnierung schon nicht mehr benutzen – auch keine sogenannten C6-Lösungen. Außerdem wird gefordert, das Verkaufen transparent zu gestalten damit man in der Artikelbezeichnung gleich weitere Informationen zu den Stoffen bekommt.

Problem 2: Best Available Technology

PFCs werden als die gegenwärtig „beste verfügbare Technologie” bezeichnet, wenn es um das Thema Oberflächenimprägnierung von Textilien für Damen und Herren geht. Damit macht man es sich natürlich leicht. Interessant sind dabei mehrere Beobachtungen:

1.            Auch wenn sie so gut sein sollen, müssen Produkte mit PFC-Ausrüstungen, wenn man die abweisende Wirkung erhalten will, nach mehreren Wäschen nachimprägniert werden. Doch was passiert mit den PFCs beim Waschen? Sie gehen ins Wasser und in die Umwelt.

2.            Auch die „beste verfügbare Technologie” wird durch diesen Zusatz nicht weniger umweltfeindlich.

3.            Wer entscheidet, dass es die beste Technologie ist?

Warum setzt Bluesign über 800 Chemikalien auf den Index, drückt aber bei PFCs beide Augen zu? Und warum argumentierte Bluesign-CEO Peter Waeber auf den „Performance Days” zum Thema PFCs 2012 pro PFCs, wo es doch sein Interesse sein müsste, diese Chemie – wie alle anderen gefährlichen Chemikalien auch – aus den Produktionsprozessen herauszuhalten? PFC-Kritiker fragen sich, von welchen wirtschaftlichen Interessen Bluesign beim Thema PFC geleitet wird.

 

Problem 3: Gibt es gute PFCs?

Wenn PFCs zur Gruppe der PBT- Chemikalien gehört, kann es de facto keine guten PFCs geben. Der einzige Unterschied zwischen C8, C6, C4 oder Derivaten ist, dass man über manche Chemikalien mehr Informationen hat und besser Bescheid weiß als über andere, was sie an Unheil anrichten können. Wenn man es von anderen nicht weiß, heißt es nicht, dass sie harmlos sind. Bei C6 wird gerne argumentiert, dass dessen PFHxA-Variante weniger bio-akkumulativ für den Menschen sei. Weniger heißt hier lediglich, dass es länger dauert, bis es sich anreichert – aber es reichert sich an und lässt sich auch nicht abbauen, weiß der Chemiker und CEO von Nikwax, Nick Braun. Gleichzeitig hat die C6-Chemikalie andere Varianten, wie PFHxS, die wiederum schädlich für den Menschen sind. Braun stellt jedenfalls fest: „Zu behaupten, dass C6 sicher sei, ist nichts als eine Lüge.”

Problem 4: Die Null-Lösung

Die Greenpeace-Studien der letzten beiden Jahre haben eines gezeigt, was aber kaum zu Diskussionen geführt hat: Selbst Jacken von Marken, die bewusst auf PFC-freie Lösungen setzen und weder bei der Membran, Beschichtung noch der Ausrüstung PFC-Technologie nutzen, sind von PFC-Belastungen betroffen. Das Schlüsselwort heißt „Kontamination” in den Produktionsstätten. Das Problem ist so groß, dass Firmen wie Fjällräven, die PFC-frei Jacken herstellen wollen, zusammen mit ihren Partnern Produktionsstraßen bauen, die hermetisch abgeriegelt sind gegen äußere Einflüsse und in denen nur PFC-freie Materialien laufen dürfen. Ob eine solche kontaminationsfreie Produktion haltbar ist, muss die Zukunft zeigen. Gegenwärtig kann man davon ausgehen, dass die Menschheit die Kontrolle über PFCs verloren hat.

Dennoch – oder gerade deshalb – ist Null-PFC, also der Verzicht auf PFC- Chemikalien, die einzig Möglichkeit, das Problem in den Griff zu bekommen. Das Gute: Es gibt PFC-freie Alternativen – sowohl bei der industriellen Ausrüstung als auch bei der Nachimprägnierung der Textilien durch den Verbraucher. Ebenfalls kann man mittlerweile auch getrost auf PVC-frei zurückgreifen.

Nicht nur ankündigen: Outdoor-Bekleidung PFC-frei ist möglich. Die Natur wird es danken und man sollte nicht am falschen Ende sparen. Bei Renner XXL im Onlineshop gibt es schon eine große Auswahl davon, auch verschiedene Farben.

Alternative 1: Bionic Finish

„Bionic Finish Eco” kommt vom Deutschen Unternehmen Rudolf GmbH und wird als „Möglichkeit der textilen Hydrophobierung mit zukunftsweisenden Eigenschaften” dargestellt. Das Unternehmen, das mit „Ruco-Guard” und „Rucostar- Gamme” auch C6-Lösungen im Sortiment führt, bezeichnet das „Bionic Finish Eco” der „Ruco Dry Eco”-Linie als „weitere Entwicklungsstufe mit sehr guter, nachhaltiger und permanenter Wasserabweisung,” die „nicht auf Substanzen basiert, die perfluorierte Gruppen enthalten”.

Mehr Infos dazu findet Ihr auf der Herstellersseite

„Bionic Finish Eco” basiert auf hochverzweigten Polymeren, sogenannte Dendrimeren mit einer möglichst hohen Dichte von hydrophoben Elementen, ist ein Ergebnis der Bionik-Forschung und wurde am Deutschen Wollforschungsinstitut der Rheinisch-Westfälischen TH Aachen, einem auf textile Materialforschung und Oberflächenveredlung ausgerichteten Forschungsinstitut, geprüft. „Bionic Finish Eco” wird u.a. von Sympatex bei Laminaten und von Elkline bei Softshells genutzt.

Laut Hersteller bietet „Bionic Finish Eco” eine sehr gute Wasserabweisung und geringe Schmutzabweisung, Sie behindere nicht die Atmungsaktivität des Textils und sei wasch- sowie wetterbeständig. In vergleichenden Spraytests nach ISO 4920 und ISO 6330 6A sowie vergleichenden Oil-Repellency-Versuchen nach ISO 14419 sowie ISO 6330 6A hat „Bionic Finish Eco” bei der Wasserabweisung gegenüber C8- und C6- Ausrüstungen identisch abgeschnitten. Bei der Abweisung von Ölen und Fetten liegt die C8-Ausrüstung knapp vor der C6-Ausrüstung. „Bionic Finish Eco” C-Null hat keine Öl-Abweisung.

Alternative 2: Ecorepel

ecorepel® von Schoeller

ecorepel® by Schoeller Technologies

Eine andere Schweizer Alternative ist „Ecorepel” von Schoeller Technologies. Auch „Ecorepel” wird als „die ökologische Art der Wasserabweisung” deklariert und ist ebenfalls ein Ergebnis von Bionik. Allerdings basiert „Ecorepel” auf langen Parafinketten, die sich wie ein „sehr dünner Film spiralförmig um die einzelnen Fasern, Filamente oder Garne legen”. Die Parafinketten bestehen aus CH3-Gruppen, die flächendeckend angeordnet sind und die Oberflächenspannung herabsetzen, so dass Wassertropfen oder wässriger Schmutz von der Oberfläche abperlt.

„Ecorepel” kann wasserabweisend nach dem Raintest AATCC Test Methode 35-2006 optimiert werden. Es ist schmutzabweisend, aber auch hier sind ölige oder fettige Flüssigkeiten ein Problem. Schoeller bietet hierfür die NanoSphere-Ausrüstung als Alternative an. „Ecorepel” ist gemäß OECD 302 B gut biologisch abbaubar, also zwischen 80-100 %. Es ist waschbeständig mit mindestens 30 Wäschen bei 40°C. Die Funktion wird dazu im Trockner reaktiviert, aber auch Leinentrocknung ist problemlos möglich. Natürlich ist „Ecorepel” zu 100 % frei von Fluorcarbon, es beeinträchtigt nicht die Atmungsaktivität des Stoffes, und die Abriebfestigkeit wird mit „hoher Beständigkeit” beziffert.„Ecorepel” ist universell und kann auf allen Schoeller-Stoffen angebracht werden, ebenso wie auf vielen anderen Fasern und Mischungen.

Mehr über Schöller Ecorepel hier im Video 

Alternative 3: Purtex WR

Die jüngste Entwicklung einer PFC- freien Ausrüstung kommt von Freudenberg New Technologies und heißt „Purtex WR”. Die Emulsion besteht ausschließlich aus Polyurethan. Laut Freudenberg enthält sie „keinerlei kritische Substanzen und erfüllt so die internationalen Vorgaben bezüglich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit.” „Purtex WR” sei dabei wasserbasiert und vollständig lösungsmittelfrei. Es werden keine APEO, keine perfluorierte Tenside, keine zinnorganische Ver-bindungen, keine Weichmacher (Phthalate), keine toxischen Isocyanate, keine Schwermetalle sowie kein Formaldehyd eingesetzt.

„Puretex WR” macht Textilien „dauerhaft wasserabweisend, widerstandsfähig und abriebfest” und „erhöht die Lebensdauer selbst bei extremer Beanspruchung und häufigen Wäschen”, so der Hersteller. Freudenberg sagt sogar: „Folgeimprägnierungen sind ebenso überflüssig wie Reaktivieren durch Wärme.” Ein weiterer Vorteil: „Purtex WR” könne ohne Rüstzeiten und absolut sicher auf allen gängigen Nassveredlungsanlagen verarbeitet werden. Für 2014 kommt „Purtex” im Bereich Outdoor exklusiv bei Maier Sports zum Einsatz.

Nachimprägnieren ist bedenklich

So dauerhaft wasserabweisend PFCs angeblich sind, sie waschen doch, wie bereits erwähnt, aus den Textilien raus, so dass diese regelmäßig nachimprägniert werden müssen. Imprägnierungen auf C8- oder C6- Chemie nutzen PFCs in extrem flüchtiger Form. Egal ob Tauchbad, Waschmaschinenlösung oder Spray, PFCs kontaminieren die persönliche Umgebung im Haus, werden eingeatmet oder kommen ins Abwasser. Nikwax, Vorreiter bei PFC-freien Imprägnierungen, kategorisiert „alle fluorkarbonhaltigen Imprägniermittel für die Anwendung zu Hause als potenziell gefährlich”. Dagegen würden Nikwax- Produkte, wie die Imprägnierung „Nikwax TX.Direct”, auf Wasserbasis mit Wachsen bzw. Silikonen, die biologisch abbaubar seien.

Hinsichtlich der C6-Argumentation sieht Nikwax „keinen Unterschied in der Gefährlichkeit gegenüber C8. C6 sei nicht sicherer, es gäbe lediglich weniger Studien, die ihre Auswirkung untersuchten”, so Nick Brown, CEO von Nikwax, der in dem Zusammenhang von „einem Märchen” spricht.

Auch hinsichtlich der Performance sieht Brown keinen Bedarf für PFC. Aus seiner Sicht werde hier der Kunde bewusst falsch informiert. In der wasserabweisenden Ausrüstung sind PFC-freie Alternativen nicht schlechter als Mittel auf PFC-Basis, das hätten diverse unabhängige Test bestätigt. Lediglich bei der Ölabweisung (Oleophob-Technologie) sieht er Nachteile bei PFC-freien Produkten, aber das wäre für Outdoor nicht notwendig. „Ich habe es noch nie Öl regnen gesehen“, stellt Brown provozierend fest. Daher braucht man auch keinen PVC Regenmantel. Er vermutet klare Wirtschaftsinteressen beim Thema PFC. „Es gibt einige mächtige Spieler, die viel zu verlieren haben”, so Brown, und kommt sich vor wie in einem „David-Goliath”-Verhältnis.

PFC-frei ist möglich, man muss es nur tun

In der gegenwärtigen Diskussion kommunizieren viele Firmen einen mittelfristigen Ausstieg aus PFC. Meist sind Termine um 2018 bis 2020 im Gespräch. Dazu halten sich die Firmen bedeckt, was Perfluorcarbone in Membranen betrifft. Angesichts dreier europäischer PFC-freie Ausrüstungsalternativen – Bionic Finish Eco, Ecorepel, Purtex – ist es verwunderlich, dass man von „fehlenden funktionellen Alternativen” spricht.Dass manche Firmen anders denken und handeln, zeigen vereinzelte Beispiele. Marktführer bei der Umsetzung PFC-freier Lösungen ist wieder einmal Klättermusen. Bereits 2004 fingen die Schweden an, nach PFC- freien Lösungen zu suchen – zu einer Zeit, als das Thema noch belächelt wurde und Alternativen rar. Seit 2008 sind alle Klättermusen-Produkte PFOA frei. Auch Fjällräven ist schon weit fortgeschritten auf dem Weg zu einem Perfluor-freien Sortiment und bleibt dabei hochwertig.

Vor allem im norwegischen Markt wird schnelle Bewegung in die Diskussion kommen. Norwegen verbietet zum 1. Juni 2014 als weltweit erstes Land PFOA in Konsumgütern. Toray hat bereits reagiert: „Wir sind bereits mit einer skandinavischen Brand einen Schritt weiter und konnten PFC- freie DWR auf einer Windshell-Jacke in der Bulkproduktion realisieren”, so Meiler. Man geht davon aus, dass im Zuge der Umsetzung des Gesetzes auch verstärkt PTFE-Membranen von unabhängigen Instituten getestet werden.

Die USA im Rückstand

Deutlich rückständiger zeigt sich der amerikanische Markt. Dieser setzt weiter voll auf PFC6-Chemie. Die US-OIA (Outdoor Industry Association) hat sogar seinen Mitgliedern untersagt, mit Greenpeace zu sprechen. Insider wollen wissen, der Verband sei regelrecht wütend geworden, als die EOG sich zu einem Treffen mit Greenpeace bereit fand.

Branchen-Insider sehen die Notwendigkeit für eine stärkere Diskussion zum Thema 100 % wasserdicht. Dass eine Jacke erst dann als taugliche Funktionsjacke gilt, wenn sie absolut wasserdicht ist, halten viele für wirtschaftlich gesteuert. Stark wasserabweisende, PFC-freie Alternativen wie Fjällrävens G-1000 oder Stotz Eta-Proof sind in anderen Ländern stärker als Funktionsjacken akzeptiert als in Deutschland. Dazu kommen aus England verstärkt technische Alternativen, die auf Kapillareffekte für Wasserrückhalt setzen, Rabs Vapour-Rise von Rab mit Pertex ist dafür ebenso ein Beispiel wie Páramo mit der Nikwax-Analogy-Technologie.


Neues aus dem Hause Maier Sports – Juli 2017

PFC-FREIE AUSRÜSTUNG Durch die ambitionierten Zielsetzungen im Rahmen unserer Mission Clean Function sind wir zu einem Pionier im Bereich der PFC-freien Imprägnierungen geworden. Mit der neuen Kollektion kommt die nächste Generation dieser Technologie mit optimierten Leistungswerten bezüglich Abperl-Eff ekt und Waschbeständigkeit zum Einsatz. Hier befi nden wir uns mit den Werten PFC-haltiger Imprägnierungen auf Augenhöhe. Bei Fetten, Ölen und Schmutz ist das noch nicht in gleichem Maße gelungen. Doch dafür ist unsere PFC-freie Imprägnierung biologisch abbaubar, schützt unsere Gesundheit und die Umwelt. Weitere Vorteile sind die hohe Waschbeständigkeit sowie die Reaktivierung des Abperl-Eff ekts durch Wärmeeinwirkung*. Darüber hinaus ist unsere PFC-freie Imprägnierung äußerst abriebfest, weshalb sie einen lang anhaltenden Schutz bietet. Argumente, die im Verkauf überzeugen.


Wolfskin und Schöffel ziehen nach:

Ab 2020 sollen alle Schöffel Jacken frei von PFC Materialien sein

Ab 2020 sollen alle Schöffel Jacken frei von PFC Materialien sein

Laut eigenen Angaben liegt die Produktion von Jack Wolfskin Bekleidung mit PFC freier Kleidung bei rund 90% (Jahr 2017). Das Ziel soll 100% bis 2020 sein. Auch Schöffel will bis 2020 100% seiner Jacken und Hosen absolut frei von PFC-Chemikalien (100% fluorcarbon free) herstellen.

 

 

 


Pinewood goes green in 2017

Pinewood PFC freiAuch Pinewood hat die Zeichen der Zeit erkannt und kann nach vielen Jahren der Investitionen in den Umweltschutz nun eine neue Generation funktioneller Bekleidung präsentieren.

Die intensiven Bemühungen von Pinewood haben sich gelohnt. Ab Frühjahr des Jahres 2017 sind nun schädliche polyfluorierte Chemikalien, eben PFC, aus der Kleidung verbannt. Anstelle des umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffes rückt nun eine Alternative, die völlig frei von PFC und zudem noch biologisch abbaubar ist: BIONIC FINISH ECO PLUS

Diese neue Beschichtung verspricht Funktion und Umweltschutz. Weitere Informationen findet Ihr bei Pinewood.


Quellen und Nachweise:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Fluorkohlenwasserstoffe
  2. https://www.wired.com/2016/09/pfc-free-outdoors-gear/
  3. http://www.greenpeace.org/international/en/news/Blogs/makingwaves/detox-outdoors/blog/54178/

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Martin

Martin ist seit langem im RenenrXXL Team dabei und geht in seiner Freizeit am liebsten in die Berge oder fährt mit dem Rad.

Outdoorbekleidung der Zukunft – ist PFC-frei möglich? Zuletzt aktualisiert: 29.11.2017 von Martin
 

13 Responses to Outdoorbekleidung der Zukunft – ist PFC-frei möglich?

  1. Postillion sagt:

    vielleicht sollte man auch einmal darauf aufmerksam machen, dass die großen Hersteller wie Jack Wolfskin, Marmot oder auch Patagonia extrem belastete PFC Bekleidung nach wie vor verkauft. Auch die Werte von PFOA und FTOH sind deutlich erhöht und sehr gesundheits schädlich.

    Mehr dazu hier:

    http://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/20121026_10-Fragen-zu-PFC-in-Outdoor-Kleidung.pdf

     
  2. Karina sagt:

    Alle reden immer vom Imprägnieren. Alles gut und schön aber ich will nun wirklich nicht die Jacken meiner Kinder mit fluorhaltigen Imprägnierungen bearbeiten . Habe mich jetzt mal im Internet umgeschaut und ich bin auf Impregno gestoßen. Es ist eine fluorfreie Imprägnierung und sie sind noch recht neu auf dem Markt. Ich habe es bei meiner Jacke ausprobiert und ich war vom Ergebniss erstaunt. Selbst nach mehrmaligem Waschen ist die Imprägnierung noch erhalten. Also, einfach mal selber ausprobieren und dabei noch was Gutes für die Umwelt tun.

     
  3. metana sagt:

    mich würde interessieren, ob pfc freie ausrüstung auch den selben wetterschutz bietet, also ohne dass man ständig nachimpräegnieren muss, wie es zb vaude oder maier sports berichten… und mich würde auch interessieren was zur zeit besser ist, ecorepel oder bionic finish?

     
  4. admin sagt:

    da wir regelmäßig Fragen zum Thema PFC-Freie Outdoorbekleidung bekommen, hier die häufigsten Fragen und Antworten (FAQ)

    F: Was ist der Vorteil an pfc freier Outdoor Kleidung?
    An: PFC freie Textilien enthalten im Gegensatz zu den nicht-freien den gefährlichen Stoff Perfluoroctansäure (PFOA) und natürlich PFC. Beide Substanzen stehen im Verdacht Krebs erregend zu sein. Außerdem schädigen sie und belasten die Umwelt.

    F: Welche Hersteller verwenden bereits PFC freie Bekleidung?
    A: bisher setzen sich VAUDE und Maier Sports am meisten dafür ein, und haben auch bisher die meisten Hosen und Jacken auf den Markt gebracht.

     
  5. gracenon sagt:

    Ich persönlich habe auch richtig gute Erfahrungen mit Impregno wash gemacht, ist schadstofffrei und das Ergebnis ist unglaublich gut

     
  6. Klingone sagt:

    Könnt ihr mir sagen, ob Jacken und Outdoorbekleidung von Jack Wolfskin inzwischen pfc freie Klammotten hat?
    Auch würde ich gerne wissen, ob es Tests gibt (zb Stiftung Warentest) wo man sieht, welche Bekleidung wirklich in ordnung ist

     
  7. Rosa74 sagt:

    nein! Wolfskin hat definitiv keine pvc freie outdoorbekleidung… sollte man hier zumindest erwähnen.

     
  8. Lars sagt:

    Eta Proof ist NICHT PFC frei. Sehr wahrscheinlich auch nicht Ventile. Beide setzen auf DWR. das PFC haltig ist.
    Eta Proff hat einen BioBaumwollstoff herausgebracht der auch imprigniert ist aber bewusst auf PFC verzichted. Das wars aber auch schon.

     
  9. admin sagt:

    Maier Sports stellt inzwischen fast alle Hosen und Jacken PFC-frei mit Bionic Finish her. Aber auch Aldi und Co. ziehen nach und hat sogar einige PFC-freie Teile im Programm

     
  10. admin sagt:

    Aktuelle Diskussion in der Presse, Stand November 2017:

    … “Fluorkohlenwasserstoffe sind der neue Staatsfeind Nummer eins der Umwelt. Die Substanzen, die in vielen gängigen Haushaltsartikeln zu finden sind (siehe Stichworte wie “Antihaftmittel” oder “schmutzabweisend”), waren in den letzten Jahren Gegenstand mehrerer belastender Enthüllungen.

    Studien haben ergeben, dass die Belastung mit den Chemikalien Krankeiten wie Hodenkrebs, Nierenkrebs, Fettleibigkeit auslösen. Die Folgen der PFC-Bioakkumulation sind so gravierend, dass über 150 Wissenschaftler die Erklärung von Madrid unterzeichnet haben, um ihre Besorgnis über die weitere Produktion und Freisetzung von PFC zum Ausdruck zu bringen.

    PFCs werden auch in dauerhaft wasserabweisenden Materialien verwendet, um Feuchtigkeit auf vielen Outdoor-Ausrüstungsgegenständen wie Jacken, Hosen, Schlafsäcken und Zelten abzuweisen.

    Viele Bekleidungshersteller wie Adidas und H&M haben sich verpflichtet, keine PFCs mehr einzusetzen. Im Outdoor-Bereich haben die Hersteller von Ausrüstung nur langsam das Gleiche getan. Während viele – wie z. B. Patagonia – versprechen, die Verwendung von PFCs zu einem späteren Zeitpunkt auslaufen zu lassen, behaupten sie, dass die derzeitigen Alternativen einfach nicht so effektiv seien…”

     
  11. admin sagt:

    noch ein Tipp:
    Wenn du noch eine alte Regenjacke oder Skijacke im Schrank hast, kannst du diese mit den aktuellen Imprägniermittel von Hey Sport behandeln. Diese sind weit 2015 komplett PFC-Frei!

    https://www.outdoor-renner.de/Marken/Hey-Sport/

     
  12. admin sagt:

    Da uns immer wieder Fragen zum Thema ecorepel gestellt werden, hier in einem Satz die Definition vom Hersteller erklärt:

    ecorepel® basiert auf langen Paraffinketten, die sich spiralförmig um die einzelnen Fasern wickeln. Dadurch wird die Oberflächenspannung reduziert, so dass Wassertröpfchen und selbst wässrige Verschmutzungen mit einer deutlich höheren Oberflächenspannung einfach ablaufen. Die Atmungsaktivität wird nicht beeinträchtigt und das Gefühl bleibt angenehm weich.

     

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