Insektenschutz Kleidung – was wirklich vor Mücken, Moskitos und Zecken schützt

Zuletzt aktualisiert am: 2.März.2026

Mücken, Moskitos und Zecken sind nicht nur lästig – sie können gefährliche Krankheiten übertragen. Die zentrale Frage für alle, die draußen unterwegs sind: Welche Kleidung schützt wirklich davor, gestochen zu werden – und wann reicht normaler Stoff einfach nicht aus? Seit 2004 beraten wir bei RennerXXL Outdoor-Fans, Reisende und Menschen in großen Größen zu genau diesen Themen. Dieser Ratgeber erklärt die Mechanik hinter dem Stichschutz, zeigt die Unterschiede zwischen stichdichter, mückendichter und imprägnierter Kleidung und gibt konkrete Empfehlungen für unterschiedliche Situationen. Zuletzt aktualisiert: März 2026.

Können Mücken durch Kleidung stechen?

Ja – und das passiert häufiger als viele denken. Der Stechapparat einer Stechmücke ist dünn genug, um durch locker gewebte Baumwolle, normale Socken oder Stretch-Hemden hindurchzukommen. Entscheidend sind zwei physikalische Faktoren: die Webdichte des Stoffs und der Abstand zwischen Stoff und Haut. Beides bestimmt, ob eine Mücke die Haut überhaupt erreichen kann.

Können Mücken durch Jeans stechen?

Dünne und mittelschwere Jeans bieten keinen zuverlässigen Stichschutz – das ist eine der häufigsten Fehlannahmen, die in der Beratung auftaucht. Ob eine Mücke durch Denim hindurchsticht, hängt von Webdichte und Materialstärke ab. Dünne Stretch-Jeans schützen kaum, weil elastische Fasern das Gewebe weiten und die Maschen vergrößern. Schwere, eng gewebte Jeans ohne Stretch bieten mehr Schutz – sind aber für warme Reiseziele und aktive Touren wenig alltagstauglich.

Können Mücken durch Socken stechen?

Ja, fast mühelos. Normales Sockenmaterial – ob Baumwolle oder dünne Synthetik – bietet praktisch keinen Stichschutz. Der Knöchelbereich ist der am häufigsten gestochene Körperteil, weil er nah am Boden ist und Mücken dort wenig Luftbewegung stört. Wer Repellent auf die Haut aufträgt und danach normale Socken drüberzieht: Das Mittel schützt nur dort, wo es direkt wirkt – liegt Stoff darüber, ohne dass er ebenfalls eingesprüht ist, ist der Schutz an dieser Stelle lückenhaft.

Durch welche Stoffe können Mücken nicht stechen?

Es gibt zwei Prinzipien, die in der Praxis wirklich funktionieren:

  • Abstandsprinzip: Der Stoff hält so viel Abstand zur Haut, dass der Stechapparat die Haut nicht erreicht. Das nutzen zum Beispiel weite Netzjacken oder locker fallende Hosen in Übergrößen – wer Stoff mit Luft dazwischen trägt statt eng anliegendem Stretch, schützt sich automatisch besser.
  • Dichtigkeitsprinzip: Das Gewebe ist so eng gewebt, dass der Stechapparat mechanisch nicht hindurchkommt. So funktioniert speziell entwickelte stichdichte und stichfeste Kleidung aus dem Outdoor-Bereich.

Dicker Fleece oder schwere Wolle schützen ebenfalls, sind aber für warme Regionen unpraktisch. Für Reisen und aktive Touren im Sommer ist leichte, Kleidung mit Mückenschutz aus eng gewebtem Funktionsmaterial die deutlich bessere Wahl.

Gerhards Tipp: Der Knöchel ist der klassische Schwachpunkt – das zeigt sich seit Jahren in der Beratung. Wer in Mückengebieten knöchelhohe Wanderschuhe trägt statt Sneaker oder Sandalen, schließt diese Lücke zuverlässig. Und: Wenn Du Repellent auf der Haut trägst, dann solltest Du auch die Socken einsprühen – oder gleich auf stichdichte Socken setzen.

Lösungen im Überblick – stichdichte Kleidung, imprägnierte Kleidung und Spray

Mechanischer Schutz vs. chemischer Schutz – der Unterschied

Drei Begriffe, die oft durcheinandergeworfen werden:

  • Stichdicht bedeutet: Das Gewebe ist mechanisch so dicht, dass der Stechapparat physisch nicht hindurchkommt. Kein Wirkstoff, kein Nachlassen der Wirkung, keine Chemie.
  • Mückendicht wird im Markt oft synonym zu „stichdicht“ verwendet. Eine einheitliche Definition gibt es nicht – viele Anbieter nutzen die Begriffe ähnlich, die genaue Bedeutung hängt vom Hersteller und dem jeweiligen Teststandard ab. Im Kern meinen beide: Das Gewebe lässt keinen Stich durch.
  • Imprägniert mit Insektenschutz bedeutet: Ein Wirkstoff (meist Permethrin) ist in die Faser eingearbeitet oder aufgebracht und hält Mücken auf Abstand – chemisch, nicht mechanisch.

In der Praxis empfiehlt sich für Reisen in Risikogebiete eine Kombination: stichdichte oder imprägnierte Kleidung auf möglichst viel Körperfläche, Repellent auf freiliegende Stellen wie Gesicht, Hände und Hals. Allein auf Spray zu vertrauen hat immer Lücken – die Repellent-Schutzdauer hängt von Wirkstoff, Konzentration, Schwitzen und Produktformulierung ab und endet irgendwann, vergessene Stellen bleiben ungeschützt.

3 häufige Fehler beim Insektenschutz

  • Spray unter Stoff, nicht drauf: Wer eincremt und dann normale Kleidung drüberzieht, hat an genau diesen Stellen keinen Schutz mehr. Stoff muss eingesprüht werden oder stichdicht sein.
  • Zu eng anliegende Kleidung: Stretch-Hosen oder figurbetonte Hemden liegen auf der Haut auf – Mücken können von außen durchstechen, selbst bei dichtem Gewebe. Locker schneiden schützt besser als eng sitzen.
  • Spray nicht nachauftragen: Die Repellent-Schutzdauer endet irgendwann. Wer nach 4 Stunden vergessen hat, dass er eingesprüht war, ist danach ungeschützt.

Stichdichte und stichfeste Kleidung

Stichdichte Kleidung schützt rein mechanisch – kein Wirkstoff, keine Nebenwirkungen, keine Schutzdauer, die abläuft. Das Gewebe ist so eng gewebt, dass der Stechapparat auch kleiner Mückenarten nicht hindurchkommt. Für Menschen mit empfindlicher Haut, Allergiker, Kinder und Schwangere ist das die körperfreundlichste Option.

Der häufige Einwand „ist das nicht heiß?“ ist bei modernen Materialien weitgehend überholt. Gute stichdichte Outdoorkleidung ist aus Funktionsgarn gefertigt, transportiert Schweiß nach außen, trocknet schnell und wiegt deutlich weniger als Baumwollalternativen. UV-Schutz ist bei vielen Modellen integriert.

Kleidung mit Insektenschutz (imprägniert) – und Nosilife im Überblick

Mehrere Outdoor-Hersteller bieten Bekleidung an, bei der ein insektenabweisender Wirkstoff in die Textilfaser eingearbeitet oder aufgebracht ist. Die bekannteste Linie ist Craghoppers Nosilife. Bei direkt in die Faser integrierten Wirkstoffen wird dieser laut Hersteller beim Waschen nicht ausgeschwemmt, bei aufgebrachter Imprägnierung kann die Wirkung nachlassen und muss erneuert werden.

Zur häufig gesuchten Frage, ob Nosilife gesundheitsschädlich ist: Der verwendete Wirkstoff Permethrin ist in der EU für die Textilbehandlung zugelassen. Details zu Zulassung und Sicherheitsbewertung sind direkt bei den zuständigen Behörden nachzulesen: beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA). Wer ganz auf Wirkstoffe verzichten möchte, wählt rein mechanisch stichdichte Kleidung – der Stichschutz ist vergleichbar, ohne Wirkstoffeinsatz.

Kleidung selbst imprägnieren gegen Mücken – sinnvoll oder Risiko?

Handelsübliche Kleidung lässt sich mit speziellen Insektenschutz-Imprägniersprays behandeln. Das funktioniert bei manchen Einsätzen gut, hat aber klare Grenzen: Die Wirkung hält je nach Produkt nur einige Waschgänge, dann muss neu imprägniert werden. Bei fest eingearbeitetem Wirkstoff (wie bei Nosilife) ist die Haltbarkeit deutlich länger.

Wichtig bei der Anwendung: Immer nach Herstellerangaben vorgehen, nicht auf der Haut anwenden, im Freien oder gut belüfteten Räumen sprühen und Kinder sowie Haustiere während der Anwendung fernhalten. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt fertig behandelte Kleidung oder verzichtet ganz auf Wirkstoffe und setzt auf mechanisch stichdichtes Material.

Mücken-Spray – Wirkstoffe und Risikogruppen

Die wichtigsten Wirkstoffe in Repellents:

  • DEET (Diethyltoluamid): Sehr wirksam, auch gegen Anopheles- und Aedes-Mücken. Konzentrationen von 30-50 % für Tropenreisen. Nicht für Kinder unter 2 Jahren, für Schwangere nur nach ärztlicher Rücksprache. Greift Kunststoffe und Lacke an.
  • Icaridin: Ähnliche Wirksamkeit wie DEET, gilt als besser hautverträglich, greift keine Materialien an.
  • PMD (Para-Menthan-3,8-Diol): Pflanzlicher Ursprung (Eucalyptusöl), wirksam, aber etwas kürzere Repellent-Schutzdauer als DEET.

Für Insektenschutz-Mittel verschiedener Formulierungen – darunter DEET-basierte und verträglichere Varianten – findest Du bei uns Nobite-Mittel. Entscheidend beim Kauf ist: Wirkstoff und Konzentration passend zur Situation wählen. Ätherische Öle und Hausmittel haben in unabhängigen Tests keinen zuverlässigen Schutz gezeigt – in Risikogebieten nicht als Hauptschutz geeignet. Für medizinische Fragen zu Risikogruppen und Dosierung empfiehlt sich die Beratung beim Arzt oder reisemedizinischen Zentrum.

Sonnenschutz und Mücken-Spray – was kommt zuerst?

Sonnenschutzmittel zuerst auftragen und vollständig einziehen lassen, dann das Repellent. Sonnenschutz muss häufiger erneuert werden als Insektenschutzmittel – beim Nachauftragen nicht automatisch auch das Repellent erneut aufsprühen, sondern nur wenn die Schutzdauer abgelaufen ist.

Gerhards Tipp: Spray auf die Haut, dann dünne Socken drüber – und Wunder, warum die Knöchel trotzdem gestochen sind. Das Mittel schützt nur dort, wo es direkt wirkt. Wer Stoff drüberzieht: Stoff einsprühen oder stichdichte Kleidung tragen. Spray nach 2-4 Stunden nachauftragen, nicht erst wenn es schon juckt.

Insektenschutz-Kleidung in großen Größen – warum Passform entscheidend ist

Stichdichter Stoff allein reicht nicht aus, wenn die Kleidung zu eng sitzt. Liegt der Stoff straff auf der Haut auf, verliert selbst eng gewebtes Material seinen mechanischen Schutzeffekt: Die Mücke kann den Stoff von außen gegen die Haut drücken und trotzdem durchstechen. Locker geschnittene Kleidung schützt besser als eng anliegende Modelle – das Abstandsprinzip gilt auch für den normalen Alltag.

In großen Größen, Langgrößen und Kurzgrößen entstehen beim Insektenschutz typische Probleme: Zu kurze Ärmel geben Unterarme und Handgelenke frei. Hosenbeine, die zu weit oben enden, lassen den Knöchel schutzlos. Ein Rücken, der zu eng geschnitten ist, zieht den Stoff straff – und hebt damit den Stichschutz an den angespannten Stellen auf. Wer in Langgrößen sucht oder am Bauch mehr Weite braucht, sollte Insektenschutz-Kleidung immer auf die tatsächlichen Körpermaße abstimmen, nicht auf die Konfektionsnummer.

Zeckenschutz durch Kleidung

Zecken klettern vom Boden oder aus niedrigem Bewuchs aktiv auf vorbeigehende Menschen – ein anderes Verhalten als Mücken. Für Zeckenschutz durch Kleidung gilt:

  • Hosen in die Socken stecken oder Hosen mit eng schließendem Beinabschluss tragen – so findet die Zecke keinen direkten Zugang zur Haut am Knöchel und Unterschenkel.
  • Glatte, eng gewebte Stoffe bevorzugen – Zecken haken sich auf rauem oder fasrigem Material leichter fest und krabbeln unbemerkt weiter.
  • Helle Kleidung erleichtert es, Zecken noch vor dem Hautkontakt zu entdecken und abzusammeln.
  • Nach Touren in Laub- und Mischwäldern oder hohem Gras: Körperstellen möglichst zeitnah absuchen und gefundene Zecken sofort entfernen, besonders Kniekehlen, Haaransatz, Achseln und Leistenbereich.

Wann brauche ich was – Praxis-Szenarien

Tropen, Dengue- und Malaria-Gebiete – ganztags denken

Wer zum ersten Mal nach Südostasien oder Lateinamerika reist, denkt Mückenschutz oft als Abendritual. Das reicht nicht. Die Malaria-übertragende Anopheles-Mücke ist dämmerungs- und nachtaktiv. Die Aedes-Mücke – Überträgerin von Dengue-Fieber und Gelbfieber – sticht dagegen tagsüber, morgens und nachmittags, auch im Stadtgebiet. Ein Abend am Hotelpool in Bangkok oder ein Stadtbummel in Hanoi: ohne Schutz ist das genauso riskant wie eine Dschungeltour. Insektenschutz muss in Tropengebieten ganztägig mitgedacht werden.

Empfohlene Kombination: Tropenbekleidung mit langen Ärmeln und Beinen, stichdicht oder imprägniert, helle Farben, dazu Repellent auf freiliegende Hautpartien, nachts Moskitonetz. Für Safari-Ausflüge gilt dasselbe – Safari Bekleidung mit Insektenschutz kombiniert Schutzfunktion, UV-Protektion und Funktionalität im Gelände.

Hinweis: Bei Reisen in Malaria- oder Dengue-Risikogebiete ist eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise notwendig. Kleidung und Spray ersetzen keine medikamentöse Prophylaxe, wo diese angezeigt ist.

Europa, Skandinavien und heimische Gewässer

Auch zuhause gibt es Situationen, wo Insektenschutz mehr als Komfort ist. Ein Abend am Starnberger See Anfang Juli, die Wanderung durch die Isarauen oder ein Zeltplatz in den Lofoten – in feuchten, warmen Lagen kann der Mückendruck extrem hoch sein. Dazu kommt in Deutschland und Österreich das reale Zeckenrisiko mit möglicher Borreliose- oder FSME-Übertragung, besonders in Laub- und Mischwäldern von April bis Oktober.

Für heimische Touren reicht in der Regel Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen kombiniert mit einem Repellent. Stichdichte Kleidung ist sinnvoll, wenn Du regelmäßig in Feuchtgebieten unterwegs bist oder stark auf Stiche reagierst. Nach Waldtouren: Körperstellen absuchen, besonders Haaransatz, Kniekehlen und Achseln.

Übernachten – wann ein Moskitonetz sinnvoll ist

In einfachen Unterkünften in tropischen und subtropischen Regionen ist ein Moskitonetz fast immer sinnvoll. Wer ohne Netz schläft und auf Spray setzt: Das Mittel muss nachts erneuert werden, was im Schlaf nicht passiert. Ein Moskitonetz schützt ohne Unterbrechung. Für stark befallene Gebiete beim Wandern gibt es außerdem Kopfnetze für Kappe oder Hut.

Kaufhilfe – kurze Entscheidung nach Situation

  • Tropen, Dengue- oder Malaria-Risikogebiet: Insektenschutz-Kleidung (stichdicht oder imprägniert) + Repellent auf freiliegende Haut + Moskitonetz für die Nacht + reisemedizinische Beratung vor Abreise
  • Europa, Skandinavien, Feuchtgebiete: Lange Kleidung mit dichtem Gewebe + Repellent als Ergänzung, Netz je nach Unterkunft
  • Heimische Waldtour, Zeckenrisiko: Lange Hosen und Hemden, Hose in die Socken, helle Farben (Zecken früher sichtbar), Körperstellen absuchen nach der Tour
  • Große Größen, Langgrößen, Kurzgrößen: Auf korrekte Ärmel- und Beinlänge achten – zu kurze Längen heben den Stichschutz auf. Lieber locker als eng, Abstand zur Haut schützt.

Welche Krankheiten übertragen Mücken, Moskitos und Zecken?

  • Malaria: Anopheles-Mücke, nacht- und dämmerungsaktiv, tropische und subtropische Regionen weltweit
  • Dengue-Fieber: Aedes-Mücke, tagaktiv, Südostasien, Lateinamerika, Teile Afrikas und zunehmend Südeuropa
  • Gelbfieber: Aedes-Mücke, Afrika und Südamerika, Impfung verfügbar und für Einreise in manche Länder Pflicht
  • West-Nil-Virus: Culex-Mücken, mittlerweile auch in Südeuropa und vereinzelt Mitteleuropa nachgewiesen
  • Japanische Enzephalitis: Asien und Pazifik, besonders ländliche Reisanbaugebiete
  • Borreliose: Zecken, in Deutschland und Mitteleuropa relevant, besonders in Laub- und Mischwäldern
  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Zecken, Impfung verfügbar und empfohlen für Risikogebiete in Deutschland, Österreich, Südosteuropa

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Aktuelle länderspezifische Informationen liefern das Auswärtige Amt, das Robert Koch-Institut und reisemedizinische Beratungsstellen.

Risiko-Regionen im Überblick

Folgende Beispiele geben eine grobe Orientierung – keine vollständige Liste. Die Lage kann sich kurzfristig ändern, Ausbrüche kommen auch in bisher unauffälligen Gebieten vor. Verbindliche und aktuelle Risikoeinschätzungen gibt das Auswärtige Amt.

Erhöhtes Krankheitsrisiko (Dengue, Malaria, Gelbfieber u. a.):

  • Subsahara-Afrika (u. a. Ghana, Kenia, Tansania, weite Teile West- und Zentralafrikas)
  • Südostasien: Thailand, Vietnam, Laos, Malaysia, Bali, Indien, Sri Lanka
  • Lateinamerika: Brasilien, Mexiko, Costa Rica, Jamaika
  • Indischer Ozean: Malediven, Mauritius
  • Teile Südosteuropas (West-Nil-Virus zunehmend, je nach aktueller Lage)

Hoher Mückendruck, kein erhöhtes tropisches Krankheitsrisiko (Stand: 2026, je nach Saison und Lage):

  • Skandinavien (besonders Finnland, Nordschweden, Norwegen nördlich des Polarkreises)
  • Alaska und Kanada (Tundra und Taiga im Sommer)
  • Feuchte Flussauen und Moorflächen in Mitteleuropa

Häufige Fragen zu Insektenschutz-Kleidung

Können Mücken durch Jeans stechen?

Dünne Jeans und Stretch-Denim schützen nicht zuverlässig. Schwere, eng gewebte Jeans ohne Stretch bieten mehr Widerstand, sind aber für warme Reiseziele unpraktisch. Für Risikogebiete ist stichdichte Outdoorkleidung die bessere Wahl.

Stechen Moskitos durch Socken?

Ja. Normales Sockenmaterial hält Mücken nicht auf. Lösung: Knöchelhohe Schuhe, stichdichte Socken oder Hosenbeine, die sich eng um den Schaft schließen. Spray auf der Haut schützt nur dort, wo es direkt wirkt.

Durch welchen Stoff können Mücken nicht stechen?

Eng gewebte Synthetikgewebe mit hoher Fadenzahl und stichdichte Outdoorgewebe schützen mechanisch. Außerdem jeder Stoff, der genug Abstand zur Haut hält. Im Sommer sind leichte, stichdichte Funktionsstoffe die alltagstauglichste Lösung.

Was schützt besser – Kleidung oder Spray?

Kleidung schützt ohne ablaufende Wirkzeit und ohne Stellen zu vergessen. Spray ergänzt auf Gesicht, Händen und Hals. Für Risikogebiete gilt: beides zusammen, nicht entweder oder.

Ist Nosilife gesundheitsschädlich?

Der Wirkstoff Permethrin ist in der EU für Textilien zugelassen. Sicherheitsbewertungen dazu gibt es beim BfR und der ECHA. Wer auf Wirkstoffe verzichten will: Rein stichdichte Kleidung schützt ohne Chemie.

Sonnenschutz und Mücken-Spray – was zuerst?

Sonnenschutz zuerst auftragen und einziehen lassen, dann das Repellent. Sonnenschutz häufiger erneuern als Spray – nicht automatisch beides gleichzeitig nachauftragen.

Dieser Ratgeber wird von Gerhard Renner verantwortet. Er berät seit 2004 bei RennerXXL Outdoor-Kunden zu Ausrüstung und Funktionsbekleidung, mit Schwerpunkt auf großen Größen und anspruchsvollen Einsatzbedingungen.

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Gery Instagram Model
Ich bin Gery from LA – Model und authentisches Gesicht von RennerXXL. Mit meinen 185 cm Körpergröße, einem Brustumfang von 141 cm, einem Bauchumfang von 153 cm, einer Hüfte von 150 cm und einer Innenbeinlänge von 89 cm stehe ich genau für das, wofür RennerXXL steht: echte Passform, Natürlichkeit und Selbstbewusstsein. Seit vielen Jahren stehe ich für unsere Eigenmarken vor der Kamera. Dabei ist mir wichtig, mit meiner ehrlichen Art und Ausstrahlung zu zeigen, dass Outdoor-Bekleidung in Übergrößen nicht nur funktional ist, sondern auch mit Stolz getragen werden kann. Ob beim Wandern, Radfahren oder einfach draußen in der Natur – ich teste viele unserer Produkte selbst und bringe meine Erfahrungen direkt in die Weiterentwicklung ein. So bin ich nicht nur Model, sondern ein echter Teil der RennerXXL-Familie – bodenständig, glaubwürdig und immer mit einem Augenzwinkern.

27 Kommentare zu „Insektenschutz Kleidung – was wirklich vor Mücken, Moskitos und Zecken schützt“

  1. Gabriele Ettel-Diallo

    Klingt gut, ich gehe davon aus, wenn man diese Kleidung trägt, dass man dann auf die Malariaprophylaxe in Form von Tabletten verzichten kann. Ich hoffe das stimmt.

  2. Hallo,
    aus welchem Material sind denn die „stichdichten“ Kleidungsstücke? gibt es da eine Empfehlung?

  3. ich nehme lieber moskitonetze, damit bin ich immer auf der sicheren seite. was bringt mir ein hemd, wenn mich die biester dann am kopf stechen?

  4. Malariaprophylaxe in Tablettenform würde ich nie nehmen… auch die imprägnierte Bekleidung soll sehr giftig sein. Das einzige was (ungiftig) hilft sind stichfeste Kleidung und Moskitonetze

  5. könnt ihr mir bitte den Unterschied sagen zwischen stichsicheren Kleidung und imprägnierter Kleidung (zb mit Nobite). Ich brauch Hose und Hemd für die Tropen. Danke

  6. Hallo zusammen,
    Wir fahren in den Sommerferien nach Cavallino, kann mir jemand ein gutes Insektenmittel empfehlen? Sind letztes Jahr, trotz Antibrumm, aufgefressen worden…
    Danke für Eure Antworten

  7. Ich bin auch kein Fan von chemischen Mitteln auf der Haut, aber es ist leider nicht immer möglich mit langärmligen Klamotten rumzulaufen. Kann mir jemand ein Hausmittel empfehlen, welches zum auftragen auf die Haut gedacht ist?

  8. Wenn man ein wirkungsvoller Insektenschutz haben möchte, muss leider auf chemische Produkte zurückgreifen. Stiftung warentest hat zuletzt die Wirksamkeit von DEET produkten bestätigt.

  9. Hallo, danke für diesen sehr guten Beitrag! Für reisende (aber auch für andere) ist Insektenschutz einsehr wichtiges Thema, Mücken und andere Insekten können den Urlaub auch ohne Krankheiten schon kaputt machen. Was ich aber ein bisschen überraschend fand, war das Alaska auf der Liste von Moskito-Klima-freundlichen Ländern steht. Sind Insekten in Alaska ein ganzjähriges Problem, oder sollte man nur in bestimmten Zeiten darauf achten?
    Danke und liebe Grüße, Sophie

  10. Das ist schrecklich, dass Moskitos durch dünne Kleidung hindurch stechen. Moskitos sind gefährlich meiner Meinung nach. Danke für diesen Artikel.

  11. Danke für die Tipps! Es immer hilft die richtige Kleidung zu haben, besonders gegen Mücken. Haben Sie mehr Tipps gegen Insekten?

  12. Hallo und danke für diesen informativen Beitrag! Insektenschutz ist sehr wichtig, auch schon in Deutschland wenn man empfindlich ist und Allergien hat, aber im Ausland ist es bestimmt noch was ganz anderes. Wir werden im Januar nach Thailand fliegen und müssen uns jetzt schon auf die Reise vorzubereiten. Ist es besser, Insektenschutz und Sprays erst vor Ort zu kaufen, oder schon hier zu Hause?
    Viele Grüße, Sophie

  13. Ja, stehender Gewässer ist etwas, was man vermeiden soll. Dort kann man sicherlich viele schlechte Sachen finden. VG

  14. Nenad Backpacker

    Ein sehr sinnvoller Artikel, der nicht zu vernachlässigen ist. Besonders in Mückengebieten auf der Welt! Man sollte sich stets gut kleiden und Schutzmaßnahmen treffen, bevor man sich auf eine Reise begibt. Daumen hoch für den Autor! LG

  15. Gut durchdachte Ideen zum Insektenschutz, danke! Eine richtige Outdoorbekleidung wäre für unsere Eltern sehr sinnvoll, denn die Kinder laufen im Sommer den ganzen Tag hin und her. Lavendel werde ich bestimmt dann auch draußen anpflanzen, danke für die Ideen!

  16. Beim Wandern soll man richtige Bekleidung tragen. Ich habe vor ein paar beim Wandern Sonnenallergien gelitten. Das war eine schlechte Erfahrung. Danach ziehe ich immer Bekleidung mit hohe Sonnenschutzfaktor.

  17. Ich habe alleine durch diesen Artikel viel gelernt wie ich mich zukünftig noch besser gegen die kleinen Plagegeister schützen kann und werde. Den ersten Schritt habe ich mit einer Insektenschutztür gemacht. Aber da geht noch viel mehr

  18. Also wir haben dieses Jahr das NoPix Go Armband ausprobiert und sind total begeistert – kein einziger Stich bisher! Mehr Infos über diese chemiefreie Alternative findet man unter xxx

  19. Bei den Sommern die wir in den letzten Jahren in Europa erlebt haben ist ein Überdenken des Insektenschutzes sicherlich angebracht. Ich fahre derzeit mit Insektenschutzgittern in der privaten Wohnung und im Gartenhaus am besten. Ich werde mich weiter informieren, vielen Dank für diesen Beitrag!

  20. Vielen Dank für den Beitrag zum Mücken- und Insektenschutz. Meine Schwester möchte ein Moskitonetz anbringen, um in der Nacht vor Insektenstichen geschützt zu sein. Gut zu wissen, dass man sich außerhalb der eigenen vier Wände auch durch spezielle Kleidungsstücke schützen kann, die mit Funktionsgarn gewebt sind.

  21. Hier einige Tipps ohne giftige Chemie:

    – stichdichte Kleidung
    – Vitamin B1 (hoch dosiert)
    – Mosquitonetz (sehr feinmaschig)
    – Moskitospiralen
    – langarmige Hemden
    – Zedernholzöl

  22. Wir haben in Tansania gute Erfahrungen mit Räucherspiralen und Moskitonetzen gemacht. Die Chemie-Keule haben wir bewusst nicht mitgenommen

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