BMI berechnen: Rechner, Tabelle und was der Wert wirklich bedeutet

Zuletzt überarbeitet am 23. Mai 2026 von der RennerXXL-Redaktion.

Der Body-Mass-Index (BMI) gibt einen ersten Hinweis darauf, ob Dein Körpergewicht im gesunden Bereich liegt. Er berechnet sich einfach: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Wichtig zu wissen: Der BMI allein ist nicht immer aussagekräftig – warum, liest Du weiter unten. Besonders bei Frauen ab 50 und 60 verschiebt sich durch die hormonelle Umstellung einiges, weshalb der reine Wert mit Vorsicht zu lesen ist. Für die Gesundheit ist der BMI eine grobe Orientierung – für die Frage, welche Kleidung passt, ist er fast nutzlos. Da zählen Deine Maße.

Ab wann ist man übergewichtig? Ab wann adipös?

Kurz und direkt: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt ein BMI ab 25 als Übergewicht und ein BMI ab 30 als Adipositas (Fettleibigkeit). Ab einem BMI von 40 spricht man von Adipositas permagna, der schwersten Form. Diese Grenzen gelten für Erwachsene – für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen gelten abweichende Referenzwerte.

Die vollständige Einteilung nach WHO:

BMI-Wert Kategorie
Unter 18,5 Untergewicht
18,5 – 24,9 Normalgewicht
25,0 – 29,9 Übergewicht (Präadipositas)
30,0 – 34,9 Adipositas Grad I
35,0 – 39,9 Adipositas Grad II
Ab 40,0 Adipositas Grad III (permagna)

Ein höherer BMI bedeutet nicht automatisch ein individuelles Gesundheitsrisiko, kann aber ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko sein. Muskelmasse, Fettverteilung und Alter spielen eine entscheidende Rolle – dazu unten mehr.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei Fragen zu Gewicht, Ernährung oder Gesundheit hole bitte ärztlichen Rat ein.

BMI-Rechner: Deinen Wert berechnen

Gib Deine Größe und Dein Gewicht ein, um Deinen BMI zu berechnen:

Dein BMI:

Beispiel: 170 cm Körpergröße und 70 kg ergeben einen BMI von rund 24,2 – das liegt knapp im Normalgewicht. Ohne Taschenrechner gerechnet: 70 geteilt durch (1,70 × 1,70).

BMI Formel Berechnung Körpergewicht durch Körpergröße zum Quadrat
So berechnet sich der BMI: Körpergewicht in kg geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat.
💡 Gerhards Tipp: Wenn Du Outdoor-Kleidung kaufst und unsicher bist, ob Standardgrößen passen: Verlass Dich nicht auf Deinen BMI, sondern miss Brustumfang, Taillenumfang und Hüftumfang. Aus tausenden Größenberatungen wissen wir – diese drei Werte sind für die Passform deutlich aussagekräftiger als jede Gewichtstabelle.

BMI und Alter: Welcher Wert ist in welchem Alter normal?

Eine Frage, die uns immer wieder erreicht: Wird beim BMI das Alter berücksichtigt? Die offizielle WHO-Tabelle gilt fest ab 18 Jahren – unabhängig vom Alter. Viele Fachleute halten das aber für zu starr, weil sich Muskelmasse und Fettverteilung über die Jahrzehnte verändern.

Deshalb nennen einige Quellen altersgestaffelte Orientierungswerte. Sie liegen mit steigendem Alter etwas höher – ein paar Kilo mehr können im höheren Alter in bestimmten Situationen weniger ungünstig sein; entscheidend bleibt aber der gesamte Gesundheitszustand, nicht die Zahl allein.

Alter Orientierungswert BMI
19 – 24 Jahre 19 – 24
25 – 34 Jahre 20 – 25
35 – 44 Jahre 21 – 26
45 – 54 Jahre 22 – 27
55 – 64 Jahre 23 – 28
ab 65 Jahre 24 – 29

Diese Werte sind keine offizielle WHO-Vorgabe, sondern eine praktische Orientierung. Sie erklären auch, warum der ideale BMI bei älteren Menschen etwas höher angesetzt wird. Im Zweifel zählen Taillenumfang und Laborwerte mehr als die reine Alterszahl.

BMI für Frauen ab 50 und 60: Was gilt?

Mit zunehmendem Alter – besonders ab den Wechseljahren – verändert sich die Körperzusammensetzung. Der Anteil an Muskelmasse nimmt ab, der Körperfettanteil steigt, und das Fett verlagert sich zunehmend in die Bauchregion. Das bedeutet: Ein BMI, der früher im Normalbereich lag, kann mit 60 Jahren trotzdem mit einem erhöhten Viszeralfettanteil verbunden sein.

Einige Mediziner nutzen daher für Frauen ab 60 leicht angepasste Orientierungswerte: Ein Wert bis etwa 27 wird in manchen Orientierungswerten weniger kritisch bewertet, sofern Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte im Normalbereich liegen. Wichtiger als der reine BMI-Wert ist der regelmäßige Check dieser Laborwerte. Welche Kleidung in dieser Lebensphase gut sitzt und die Figur unterstützt, zeigt unser Ratgeber: Kleidungsstil für Frauen mit Übergewicht.

Frau über 50 in Funktionsbekleidung in großen Größen im Freien
Gut sitzende Funktionsbekleidung in großen Größen unterstützt Dich ab 50 im Alltag und draußen.

Was bedeutet ein BMI von 29 bis 34 bei Frauen?

Viele Frauen suchen gezielt nach ihrem konkreten Wert. Zur groben Orientierung nach WHO-Einteilung (gilt grundsätzlich altersunabhängig, bei Frauen ab 60 mit dem oben genannten Spielraum bis 27):

BMI-Wert Einordnung
BMI 29 oberes Übergewicht, knapp unter der Adipositas-Grenze
BMI 30 Beginn Adipositas Grad I
BMI 31 – 32 Adipositas Grad I
BMI 33 – 34 Adipositas Grad I, oberer Bereich

Diese Zahlen sind ein erster Anhaltspunkt, keine Diagnose. Entscheidend bleibt das Gesamtbild aus Taillenumfang, Laborwerten und Lebensstil.

Warum der BMI allein nicht reicht

Der BMI ist ein nützliches Screening-Werkzeug, hat aber bekannte Schwächen. Er unterscheidet nicht zwischen Fett- und Muskelmasse. Ein Kraftsportler mit viel Muskelmasse kann laut BMI als „übergewichtig" gelten, obwohl sein Körperfettanteil niedrig ist. Umgekehrt kann jemand mit wenig Muskelmasse und viel Körperfett im „Normalbereich" liegen.

Außerdem sagt der BMI nichts darüber aus, wo sich das Fett im Körper befindet. Genau das ist jedoch entscheidend für das gesundheitliche Risiko.

Warum Bauchfett besonders wichtig ist

Fett am Bauch – das sogenannte Viszeralfett – gilt als ungünstiger als Fett an Hüfte, Po oder Oberschenkeln. Es lagert sich um die inneren Organe wie Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse und kann Entzündungsprozesse und Stoffwechselrisiken begünstigen.

Auch bei einem BMI im Normalbereich kann zu viel Viszeralfett vorliegen, ohne dass man es von außen deutlich sieht. Deshalb empfehlen Fachgesellschaften, den BMI immer mit dem Taillenumfang zu kombinieren. Wie sich unterschiedliche Körperformen auf die Passform von Kleidung auswirken, haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst.

Maßband zur BMI-Messung

Taillenumfang: die wichtigsten Richtwerte

Sinnvoller als der reine BMI ist es, zusätzlich den Taillenumfang zu bestimmen. Besonders Frauen ab den Wechseljahren sollten diesen Wert im Blick behalten, weil sich durch die hormonelle Umstellung bevorzugt Fett in der Bauchregion ansammelt. Die gängigen Richtwerte:

Taillenumfang Frauen Männer
unkritisch unter 80 cm unter 94 cm
erhöhtes Risiko 80 – 88 cm 94 – 102 cm
deutlich erhöhtes Risiko über 88 cm über 102 cm
💡 Gerhards Tipp: Miss Deinen Taillenumfang morgens, nüchtern, auf Nabelhöhe. Dieser Wert ist aussagekräftiger als jeder BMI – und ganz nebenbei der wichtigste Wert, wenn Du Hosen in großen Größen passend bestellen willst.

Was der BMI für Kleidung in großen Größen nicht leisten kann

Eins vorweg, weil es genau unser Thema ist: Für die Kleidergröße sagt der BMI praktisch nichts aus. Zwei Menschen mit identischem BMI können völlig unterschiedliche Größen und Schnitte brauchen – weil der BMI nicht verrät, wo das Volumen sitzt.

Für die Passform zählen ganz andere Werte:

  • Brustumfang – entscheidet über Oberteile, Jacken und den Schulterbereich
  • Taillen- und Bauchumfang – der häufigste Grund, warum Hosen vorne nicht schließen oder zwicken
  • Hüftumfang – wichtig für Hosen und längere Jacken
  • Bauchform – ob das Volumen mittig sitzt oder sich verteilt, ändert den passenden Schnitt komplett
  • Beinlänge – kurze oder lange Beine entscheiden über Kurz- und Langgrößen, unabhängig vom Gewicht
Frau in großer Größe misst ihren Taillenumfang mit dem Maßband
Brust, Taille und Hüfte zu messen sagt mehr über die passende Größe als jeder BMI.

Aus der Auswertung unserer Retouren wissen wir: Die häufigste vermeidbare Rücksendung entsteht nicht wegen schlechter Qualität, sondern weil jemand nach Gefühl oder nach dem BMI bestellt hat statt nach den eigenen Maßen. Wer Brust, Taille und Hüfte einmal misst und mit den Maßtabellen abgleicht, trifft fast immer die richtige Größe. Genau dafür geben wir bei jedem Artikel die nachgemessenen Maße an – nicht nur die Konfektionsgröße.

💡 Gerhards Tipp: Lass Dich von der Zahl auf dem Etikett nicht verunsichern. Bestell im Zweifel nach Deinem größten relevanten Maß (bei Hosen meist Bauch oder Oberschenkel) – lieber an einer Stelle etwas Luft als überall zu eng. Bei Unsicherheit hilft Dir unsere Größenberatung gern persönlich weiter.

Das Taille-Hüft-Verhältnis (Waist-Hip-Ratio)

Das Taille-Hüft-Verhältnis (WHR) ergänzt den BMI sinnvoll. Es wird berechnet, indem der Taillenumfang durch den Hüftumfang dividiert wird. Ein hoher WHR-Wert zeigt an, dass sich viel Fett im Bauchbereich befindet – was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöht.

Als Richtwerte gelten: Bei Männern gilt ein WHR über 0,9 als erhöht, bei Frauen ein WHR über 0,8. Diese Werte können je nach Alter und körperlicher Konstitution variieren. Zur sicheren Einschätzung empfiehlt sich immer ein ärztliches Gespräch.

Taille-Größe-Verhältnis (WHtR): die moderne Alternative

Noch einfacher als das Taille-Hüft-Verhältnis ist das Taille-Größe-Verhältnis (englisch Waist-to-Height-Ratio, WHtR). Du teilst dazu Deinen Taillenumfang durch Deine Körpergröße – beides in Zentimetern. Ist das Taille-Größe-Verhältnis besser als der BMI? In vielen Studien sagt es das Risiko durch Bauchfett tatsächlich zuverlässiger voraus, weil es die Fettverteilung berücksichtigt. Als grober Richtwert gilt: ein Wert unter 0,5 ist günstig, im höheren Alter darf er leicht darüber liegen. Am sinnvollsten nutzt Du WHtR als Ergänzung zum BMI, nicht als Ersatz.

BMI oder Idealgewicht – was ist aussagekräftiger?

Viele suchen statt des BMI lieber direkt nach ihrem Idealgewicht oder Normalgewicht. Als Normalgewicht gilt schlicht der BMI-Bereich von 18,5 bis 24,9 – umgerechnet auf Deine Größe ergibt sich daraus eine Gewichtsspanne, kein einzelner „perfekter" Wert.

Die bekannte Faustformel „Körpergröße in Zentimetern minus 100" (Broca-Formel), bei Frauen noch einmal rund 10 Prozent abgezogen, liefert nur eine grobe Hausnummer und gilt heute als veraltet. Sie überschätzt das Idealgewicht bei kleinen und unterschätzt es bei großen Menschen. Aussagekräftiger ist die Kombination aus BMI, Taillenumfang und – wie oben beschrieben – dem Taille-Größe-Verhältnis. Auch das optimale Gewicht nach Alter folgt eher der Alterstabelle weiter oben als einer starren Einzelzahl.

Adipositas: die Schweregrade im Überblick

Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren entsteht: Veranlagung, Ernährung, Bewegung, Hormone, Schlaf, bestimmte Medikamente, psychische Belastung und das soziale Umfeld. Vereinfacht wird über längere Zeit mehr Energie aufgenommen als verbraucht – die Gründe dafür sind aber selten allein „zu viel essen". Die WHO teilt Adipositas in Schweregrade ein:

  • Präadipositas: BMI 25 – 29,9 – erhöhtes Risiko, noch keine Erkrankung
  • Adipositas Grad I: BMI 30 – 34,9 – erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen
  • Adipositas Grad II: BMI 35 – 39,9 – deutlich erhöhtes Risiko
  • Adipositas Grad III (permagna): BMI ab 40 – die schwerste Form, definiert allein über den BMI. Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Gelenkschmerzen oder vermehrtes Schwitzen können auftreten, müssen aber nicht.
Adipositas Übergewicht Bauchfett Risiken

Auch die Gene spielen eine Rolle

Fettleibigkeit entsteht nicht über Nacht, sondern entwickelt sich über Jahre hinweg. Studien zeigen, dass neben Ernährung und Bewegung auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland rund 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig oder adipös; etwa ein Viertel der Erwachsenen ist adipös. Mit steigendem Alter nehmen diese Werte zu.

Was wirklich hilft: Lebensstil und Bewegung

Adipositas lässt sich behandeln – meist mit mehreren Bausteinen. Ein veränderter Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung ist die Basis; je nach Schweregrad kommen ärztliche, ernährungs- oder verhaltenstherapeutische Begleitung, in manchen Fällen auch Medikamente oder eine Operation dazu. Das gehört ärztlich begleitet. Und es ist kein Sprint: Radikal- und Blitzdiäten belasten den Körper und führen oft zum Jo-Jo-Effekt. Empfohlen wird eine langsame Gewichtsabnahme von fünf bis zehn Prozent des Ausgangsgewichts innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Welche Sportarten dabei besonders effektiv sind, zeigt unser Ratgeber: Bei welchen Sportarten verbrennt man am meisten Kalorien.

Wer mit dem Sport beginnt, profitiert oft von der richtigen Ausrüstung. Wanderstöcke speziell für Menschen mit Übergewicht geben zum Beispiel auf jedem Schritt zusätzliche Stabilität und entlasten die Gelenke spürbar. Auch die Psyche spielt eine wichtige Rolle: Menschen mit Adipositas sind im Alltag häufig eingeschränkt und erleben sozialen Druck. Eine Verhaltenstherapie kann helfen, den Teufelskreis aus ungesunder Ernährung, Gewichtszunahme und Bewegungsmangel zu durchbrechen.

💡 Gerhards Tipp: Beim Sport mit Übergewicht ist die Wahl der richtigen Kleidung oft unterschätzt. Funktionswäsche, die wirklich sitzt, macht einen spürbaren Unterschied – zu enge oder schlecht sitzende Kleidung schränkt die Bewegung ein und nimmt die Motivation. Im Outdoor-Bereich gibt es inzwischen sehr gute Optionen in großen Größen, die Passform und Funktion verbinden.

Häufige Fragen zu BMI und Übergewicht

Ab wann ist man übergewichtig?

Laut WHO gilt ein Body-Mass-Index ab 25 als Übergewicht – für Erwachsene beiderlei Geschlechts. Übergewicht nach BMI bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Gesundheitsrisiko besteht. Muskelmasse, Fettverteilung und andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.

Ab welchem BMI spricht man von Adipositas?

Adipositas beginnt ab einem BMI von 30. Mediziner unterscheiden drei Schweregrade: Grad I (BMI 30 – 34,9), Grad II (BMI 35 – 39,9) und Grad III, auch Adipositas permagna genannt, ab einem BMI von 40.

Ab wann hat man starkes Übergewicht?

Starkes Übergewicht – medizinisch Adipositas – beginnt ab einem BMI von 30. Ab einem BMI von 35 spricht man von schwerem Übergewicht (Adipositas Grad II), ab 40 von schwerer Adipositas (Grad III, auch Adipositas permagna).

Was bedeutet ein BMI von 30 bei einer Frau?

Ein BMI von 30 markiert den Beginn von Adipositas Grad I. Bei Frauen ab 60 wird ein etwas höherer Wert in manchen Orientierungswerten weniger kritisch bewertet, sofern die Laborwerte stimmen. Aussagekräftiger als der reine Wert ist der Taillenumfang: Bei Frauen gilt ein Wert über 88 cm als deutlich erhöhtes Risiko.

Welcher Bauchumfang ist bei Frauen ab 60 noch okay?

Für Frauen gilt unabhängig vom Alter: Ein Taillenumfang unter 80 cm ist unkritisch, zwischen 80 und 88 cm besteht ein erhöhtes, über 88 cm ein deutlich erhöhtes Risiko. Da sich im Alter bevorzugt Bauchfett ansammelt, lohnt sich gerade ab 60 die regelmäßige Messung.

Ist der BMI für Frauen und Männer gleich?

Die BMI-Tabellen der WHO gelten für beide Geschlechter gleich. Da Frauen biologisch bedingt mehr Körperfett haben, empfehlen Experten, den BMI immer mit Taillenumfang und Blutwerten zu kombinieren.

Welcher BMI ist für Frauen ab 60 normal?

Für ältere Frauen gelten teils leicht angepasste Richtwerte. Ein Wert bis etwa 27 wird in dieser Altersgruppe in manchen Orientierungswerten weniger kritisch bewertet, sofern Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerte in Ordnung sind. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtiger als ein einzelner BMI-Wert.

Wird beim BMI das Alter berücksichtigt?

Die offizielle WHO-Tabelle gilt fest ab 18 Jahren, unabhängig vom Alter. Viele Fachleute nutzen aber altersgestaffelte Orientierungswerte, die mit den Jahren etwas höher liegen – ein paar Kilo mehr können im höheren Alter in bestimmten Situationen weniger ungünstig sein; entscheidend bleibt der gesamte Gesundheitszustand.

Wie berechne ich mein Idealgewicht?

Als Normalgewicht gilt der BMI-Bereich von 18,5 bis 24,9, umgerechnet auf Deine Körpergröße ergibt das eine Gewichtsspanne. Die alte Faustformel „Körpergröße in cm minus 100" gilt als überholt. Aussagekräftiger ist die Kombination aus BMI, Taillenumfang und Taille-Größe-Verhältnis.

Ist das Taille-Größe-Verhältnis besser als der BMI?

Das Taille-Größe-Verhältnis (Taillenumfang geteilt durch Körpergröße) sagt das Risiko durch Bauchfett in vielen Studien zuverlässiger voraus als der BMI, weil es die Fettverteilung einbezieht. Ein Wert unter 0,5 gilt als günstig. Am besten nutzt Du es als Ergänzung zum BMI, nicht als Ersatz.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO): Klassifikation von Übergewicht und Adipositas – who.int
  • Robert Koch-Institut (RKI): Übergewicht und Adipositas, Daten aus DEGS1 und GEDA – rki.de
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG): Prävalenz und Leitlinien zur Adipositas – adipositas-gesellschaft.de
  • S3-Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas" (Deutsche Adipositas-Gesellschaft / AWMF, Version 5.0, 2024) – register.awmf.org

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu Gewicht, Ernährung oder Gesundheit hole bitte ärztlichen Rat ein.

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Gerhard Renner Geschäftsführer
Seit 2004 bin ich in der Outdoor-Branche tätig und habe es mir zur Aufgabe gemacht, hochwertige und funktionelle Kleidung für Menschen mit besonderen Passformanforderungen anzubieten. Als Geschäftsführer von RennerXXL und ausgewiesener Experte für Übergrößen lege ich besonderen Wert darauf, dass unsere Produkte optimal sitzen und unseren Kunden maximalen Komfort bieten – egal ob beim Wandern, Skifahren oder Radfahren. In meiner Freizeit bin ich selbst gerne in der Natur unterwegs und schätze vor allem die beeindruckende Landschaft Südtirols. Diese Leidenschaft inspiriert mich jeden Tag, unser Sortiment mit höchsten Ansprüchen an Funktionalität und Qualität weiterzuentwickeln. Gerhard auf XING | Gerhard auf LinkedIN

6 Kommentare zu „BMI berechnen: Rechner, Tabelle und was der Wert wirklich bedeutet“

  1. Die Frage ist doch welche Rolle spielen genetische Faktoren bei Adipositas, meine freundin kann essen was sie will und nimmt nicht zu

  2. Endlich mal ein Artikel, der die Grenzen des BMI aufzeigt. Ich bin muskulös und laut BMI „übergewichtig“, was einfach nicht meiner Realität entspricht.

  3. welche Schritte sollte man unternehmenwenn man trotz eines „normalen“ BMI gesundheitliche Probleme hat, die auf Übergewicht hindeuten könnten?

  4. Gibt es eine zuverlässige Methode, um den Körperfettanteil zuhause ohne teure Ausrüstung zu messen?

  5. Hat jemand Erfahrungen mit Taille-Hüft-Verhältnis-Messungen gemacht? Würde gerne wissen, wie aussagekräftig das im vrgleich zum BMI ist.

  6. Was sind die ersten Schritte zur Gewichtsreduktion für jemanden mit Adipositas, besonders wenn Bewegung schwerfällt?

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