Möglichkeiten der Wasseraufbereitung auf einen Blick
Wasseraufbereitung im Freien bezeichnet alle Methoden, um Wasser beim Camping, Wandern oder Trekking sicher trinkbar zu machen. Gerade unterwegs kann sauberes Trinkwasser lebenswichtig sein – deshalb bietet professioneller Camping-Bedarf oft spezialisierte Lösungen für die Reinigung an. Es ist wichtig, die gängigsten Verfahren zu kennen, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.
Es gibt mehrere bewährte Methoden, um Wasser im Outdoor-Bereich zu reinigen:
- Kochen: Eine einfache und sehr effektive Methode. Wasser sollte mindestens eine Minute sprudelnd kochen, um die meisten Bakterien, Viren und Keime abzutöten.
- Filtern: Wasserfilter entfernen Schwebstoffe, Bakterien und Protozoen. Beliebt sind Pumpfilter, Schwerkraftfilter und Strohfilter wie der Lifestraw.
- Chemische Behandlung: Tabletten mit Chlor oder Chlordioxid töten Krankheitserreger ab. Sie sind leicht, kompakt und ideal für minimalistisches Gepäck; weitere Tipps für den Trekkingrucksack helfen dir zudem, das Gewicht der Ausrüstung optimal zu verteilen.
- UV-Licht: Tragbare UV-Wasseraufbereiter (z. B. Steripen) zerstören die DNA von Mikroorganismen schnell und ohne Chemie.
97 Prozent des Wassers auf der Erde ist Salzwasser, etwa zwei Prozent sind in Eis gebunden – nur rund ein Prozent steht als Süßwasser zur Verfügung. Doch selbst dieses Wasser ist nicht automatisch sauber. Wer verunreinigtes Trinkwasser konsumiert, riskiert schwere Erkrankungen. Besonders in entlegenen Gebieten, etwa bei der Planung deiner Outdoor-Ausrüstung für Skandinavien, spielt die autarke Wasserversorgung eine zentrale Rolle.
Der menschliche Körper besteht zu etwa 50 bis 60 Prozent aus Wasser. Besonders bei körperlicher Belastung, Hitze oder Touren verliert man viel Flüssigkeit. Wer seine Gehzeit beim Trekking berechnen kann, weiß genau, wie viel Wasserreserven er für den Tag einplanen muss, um Leistungsabfall oder Kreislaufprobleme zu vermeiden.
Fakten zum Thema sauberes Trinkwasser
Wasser weltweit
- Sauberes Trinkwasser ist eine begrenzte und wertvolle Ressource.
- Verunreinigtes Wasser ist eine der häufigsten Ursachen für Reisekrankheiten.
- Selbst klares Wasser aus Bächen, Seen oder Quellen kann Krankheitserreger enthalten.
- In vielen Ländern ist Leitungswasser selbst in Großstädten nicht bedenkenlos trinkbar.

Warum Wasser für den Organismus essenziell ist
Wassermangel stellt in abgelegenen Regionen ein ernstes Sicherheitsrisiko dar. Um Keimbildung im gereinigten Wasser zu verhindern, solltest du zudem regelmäßig deine Trinkflasche richtig reinigen.
Infektionsgefahren – Wo lauern sie?
In natürlichem Wasser können Bakterien, Viren und Protozoen vorkommen. Auch optisch klares Wasser sollte beim Camping grundsätzlich gefiltert oder aufbereitet werden.
Bakterien
Bakterien wie E. coli oder Salmonellen gelangen häufig durch Fäkalien ins Wasser.

Protozoen (Amöben, Giardia, Lamblien)
Protozoen sind tierische Einzeller, die widerstandsfähige Zysten bilden können, die oft resistent gegen herkömmliche Desinfektion sind.

Welche Methode schützt wogegen?
- Kochen: Wirksam gegen Bakterien, Viren und Protozoen.
- Filter: Entfernen Bakterien und Protozoen, jedoch nicht immer Viren.
- UV-Licht: Wirksam gegen alles, sofern das Wasser klar ist.
Fazit: Ob Kochen, Filtern oder UV-Licht – wer vorbereitet ist, kann auch fernab der Zivilisation sicher trinken und unbeschwert unterwegs sein.
Last modified: 24. Januar 2026


hallo Leo,
Ich betrachte den MSR Trailshotals Nischenprodukt, das hauptsächlich für Läufer oder Sportler entwickelt wurde, die die minimale Wassermengen mitnehmen wollen.
Es ist ein tolles Produkt, aber die meisten Trekker nehmen lieber ihr eigenes Wasser mit.
Grüße
Andy vom RennerXXL Team
Wie der Kommentar oben schon sagst es ist sehr Schade dass Filter, die Bakterien und Viren filtern, kaum bezahlbar sind. Am sichersten fühle ich mich deshalb nur wenn ich das Wasser abkochen kann. Innerhaln Deutschlands sollte es allerdings auch so kaum Probleme geben.
Wasser aufbereiten zu lassen durch geeignete Zusätze oder Systeme die die Schwebstoffe und Bakterien filtern können sind in meinem Leben nicht wegzudenken. Wenn ich an das Trinkwasser aus der Leitung denke, will ich nicht wissen, was die ganzen Rohre für Inhaltsstoffe an das Wasser abgeben. Das ist sicherlich nicht nur Eisen und Kupfer. Vielen Dank für Ihren Beitrag und zum Aufzeigen der mobilen Aufbereitung von Trinkwasser.
Echt gute Übersicht. Auch als nicht-Trekker gibt es ja immer noch Länder, wo auch im Hotel von der Verwendung von Leitungswasser zum Trinken abgeraten wird.
hallo
wie sieht es denn mit corona viren und wasserfilterung aus?
hat da jemand erfahrungen?
Ich würde im Herbst gerne nach Thailand reisen. Danke für den Tipp, dass das Wasser dort zwar für die Einheimischen trinkbar ist, bei uns Europäern aber oft zu Durchfall führt. Ich werde einen Wasserfilter mitnehmen, um mein Wasser entsprechend aufzubereiten. Zu Hause habe ich sogar eine Enteisenungsanlage, aber das wird für den Urlaub nicht nötig sein.
Hallo,
danke für den Beitrag! Schön zu wissen, dass man doch einige Optionen zur Auswahl hat! 🙂 Welche Möglichkeit zur Aufbereitung sagt Ihnen denn selbst am ehesten zu?
Viele Grüße!