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16. August 2018 / Kommentare (2)

Ultra-Leichtzelte – Ratgeber – Die besten Zelte im TEST

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Ein Backpacker-Zelt wird zu den schwereren Sachen gehören, die du auf deine Wildnisabenteuer mitnehmen wirst… also ist es wichtig, vor allem hier an Gewicht zu sparen. Wenn du also mit dem Rucksack unterwegs bist, auf einer Solo-Tour in den Bergen, einer Fahrrad-Tour oder auch auf dem Jakobsweg… wird es notwendig sein, das Pack-Gewicht auf ein Minimum zu reduzieren. Ein extra leichtes Zelt ist hier also eine gute Wahl.

Ultra-Leichtzelte haben aber auch einige Nachteile, und sie sind in der Regel spezieller als die von uns bevorzugten leichten freistehenden Zelte… daher empfehlen wir sie im Allgemeinen nicht für gelegentliche Rucksacktouristen. Es gibt Vor- und Nachteile bei der Wahl der Ausrüstung, also sollte man seine Anforderungen vorher wissen, bevor man auf Zeltsuche geht. Wenn du aber das Gewicht auf ein Minimum reduzieren willst, und du bereit bist, ein paar Kompromisse einzugehen, kann ein ultraleichtes Zelt eine ausgezeichnete Wahl sein.

Tarps statt Zelt - eine gute Alternative mit minimalem Gewicht

Tarp statt Zelt – eine gute Alternative mit minimalem Gewicht

Was ist ein Leichtzelt?

Pro Person rechnet man mit ca. 1-2 kg Zeltgewicht. Sogenannte Ultraleichtzelte bringen sogar weniger als 700 g pro Person auf die Waage. Gewicht gespart wird am Gestänge und an der Dicke des Zeltmaterials, nicht aber an seiner Qualität. Neben dem Gewicht haben (ultra-)leichte Zelte auch ein kleines Packmaß. Beliebt sind sie nicht nur bei Solo-Trekkern…. auch Rucksackreisende und Festivalbesucher schätzen sie. (Ultra-)Leichtzelte gibt es als Kuppel-, Tunnel- und Solo-Zelte.

Auf welche Kriterien kommt es beim Kauf von Leichtzelten an?

PREIS -Du musst nicht ein Vermögen ausgeben, um ein tolles Rucksackzelt zu bekommen, aber ultraleichte Zelte sind in der Regel die teuersten Zelte. Günstige Zelte bekommst du bei uns aber oft im Outlet – oder du gehst auf die Suche nach einem gebrauchten Zelt.

GEWICHT – Ein paar Gramm hier und da scheinen keine große Sache zu sein, aber es ist wichtig, das Packgewicht niedrig zu halten, um die Tour zu genießen. Leichte Zelte bringen beim Wandern mehr Spaß, und genau darum geht es. Trekking Leichtzelte sollten unter 1 kg haben.

Wenn du bereit bist, ein wenig mehr Gewicht für mehr Komfort und Bequemlichkeit zu haben… bist du mit einem normalen „Leichtzelt“ besser bedient.

SCHUTZ – Ein Backpacker-Zelt, das nicht vor Wind und Wetter schützt, ist praktisch wertlos, ja sogar gefährlich. Also lieber ein paar Euro mehr ausgeben und da hast viele Jahre Spass und vor allem Qualität.

KAPAZITÄT – 1-Mann-Zelte sind ideal für engagierte Solo-Abenteurer, die schnell und leicht wandern wollen. 2-Personen-Zelte sind in der Regel die beliebtesten, weil sie eine gute Balance zwischen Gewicht und Innenraum finden, nur erwarte nicht, dass der Innenraum palastartig ist. 3 & 4-Personen Zelte neigen dazu, überfüllt und unpraktisch zu werden, obwohl sie gut für 2 oder 3 Wanderer geeignet sind, die mehr Platz für die Aufbewahrung ihrer Ausrüstung und längere Ausflüge benötigen.

AUFBAU – Freistehende Zelte werden generell bevorzugt, weil sie einfacher zu bedienen und schneller aufzustellen sind. Sie verfügen über ein festes Stangensystem, das fast überall aufgestellt werden kann, auch auf festem Fels. Nicht freistehende Zelte  verwenden Ösen, Schnüre und Trekkingstöcke zum Aufstellen. Sie sparen Gewicht, da sie keine Zeltstangen brauchen, benötigen aber mehr Zeit und Platz zum Aufstellen und benötigen mehr Übung.

ZELTHAUT – Doppelwandige Zelte werden mit zwei getrennten Teilen geliefert – einem Zeltkörper aus Mesh und einer wasserdichten Außenhaut. Das Netz-Innenzelt wirkt als Barriere gegen Kondenswasser, das sich auf der Innenseite der Haut bildet. Einwandige Zelte reduzieren das Gewicht, indem sie das auf das Netz-Innenzelt verzichten, aber das bedeutet auch mehr Kondenswasser im Inneren bei Nässe und Kälte. An einem nassen Zeltinnenraum scheiden sich die Geister,.. deshalb empfehlen wir meist doppelwandige Zelte, es sei denn, man packt den Rucksack in trockenem Gebieten.

EINGÄNGE UND APSIDEN – Wenn du vorhast, zu zweit im Zelt zu schlafen, ist es bequemer, zwei Türen und Apsiden zu haben. Separate Eingänge sorgen dafür, dass du nicht jedes Mal beim betreten oder verlassen einen Zeltgefährten und die Ausrüstung klettern musst .

LANGLEBIGKEIT – Das Hauptproblem bei ultraleichten Zelten besteht darin, dass sie aus dünneren Materialien hergestellt werden, die in der Regel weniger haltbar sind als schwerere Zelte. Das bedeutet aber auch, dass die Zelte Tausende von Kilometern halten, wenn sie mit ein wenig Sorgfalt behandelt werden.

ZELTBÖDEN – Die meisten Zelte haben heutzutage keine Bodenplane mehr und viele Backpacker halten sie auch für unnötig.

Was sind die beliebtesten extra leichten Zelte?

Hier die Top 14 der meistgekauftesten Leichtzelte in Deutschland

  1. Jack Wolfskin Gossamer – 1 Mann Zelt
  2. Grand Canyon Cardova – 1 Mann Zelt
  3. Explorer Dakota 1-2 Personen Trekkingzelt
  4. Coleman Leichtzelt – 2 Personen
  5. Gitgorush Campingzelt – 2 Personen
  6. High Peak Minipack – Minzelt mit kleinem Packmaß
  7. High Peak Nevada 3 – 3 Mann
  8. Naturhike Cloud Up – 2 Personen
  9. Decahtlon Trekkingzelt Quickhiker 3
  10. Salewa Micra II – 2 Mann
  11. Nordisk Telemark 1 Light Weight
  12. Vaude Mark Travel 3 Personen
  13. EXPED Pegasus – 4 Personen – 6000 Gramm
  14. Mountain Guide Trekkingzelt Nola – aufblasbar – komprimiertes Packmaß

Hier die besten 9 Ultraleichtzelte im TEST

 

Welche Formen an Leichtzelten gibt es?

Kuppelzelt

Leichtzelt für 3 Personen als Kuppelzelt Variante

Leichtzelt für 3 Personen als Kuppelzelt Variante

Beim Kuppelzelt formen zwei (oder mehr) am höchsten Punkt des Zeltes gekreuzte Gestängebögen eine Kuppel. Das Gestänge ist dabei über Schlaufen oder Stoffkanäle mit dem Innenzelt verbunden. Über das aufgestellte Innenzelt wird dann das Außenzelt geworfen und befestigt. Im Vergleich zu einem Tunnelzelt bietet das Kuppelzelt den Vorteil, dass es frei, also ohne Verankerung im Boden, stehen kann, weshalb sich diese Zeltform auch gut für harte Böden und kleine Stellflächen eignet. Dafür hat das Kuppelzelt den Nachteil, dass aufgrund der schrägen Wände der Innenraum bei gleicher Grundfläche kleiner ausfällt.

Zweiwandige Zelte aus Außen- und Innenzelt wie dieses Solo-Zelt können bei sommerlichen Temperaturen auch ohne Außenzelt genutzt werden.

Tunnelzelt

Leichtzelt als Tunnelzelt Variante - hier das Robens Zelt Challenger für 2 Personen

Leichtzelt als Tunnelzelt Variante – hier das Robens Challenger für 2 Personen

Um die Form eines Tunnelzelts zu erzielen, müssen mindestens zwei parallel zueinander verlaufende Gestängebögen eingesetzt werden. Dieses wird durch die dafür vorgesehenen Kanäle des Außenzeltes geschoben. Danach wird das Außenzelt aufgestellt. Meist ist es auch direkt mit dem Innenzelt verbunden oder das Innenzelt wird im zweiten Schritt eingehängt. Diese Aufbauvariante hat den Vorteil, dass das Innenzelt auch bei Regen immer trocken bleibt.

Da sich die Zeltstangen nicht kreuzen, ist das Tunnelzelt weniger windstabil als das Kuppelzelt. Deshalb sollte man es nicht mit der Breitseite in den Wind stellen, da dieser dort ansonsten mit aller Macht „angreifen“ kann.

Ein Tunnelzelt muss immer mit mehrerenLeinenund Heringen abgespannt werden, egal ob es stürmt oder windstill ist. Dies hat zu Folge, dass man mit einem Tunnelzelt auch immer eine größere Stellfläche braucht. Und: Tunnelzelte haben meist einen Vorraum (Apsis), in dem das Gepäck Platz findet.

Tunnelzelte haben einen größeren Innenraum als Kuppelzelte. Dieses hier verfügt außerdem über eine geräumige Apsis für das Gepäck und eine Vordertür für einen leichten Zugang, guten Ausblick und gute Belüftung.

Solo-Zelte

Ultra Leichtzelt als Solo Variante

Ultra Leichtzelt als Solo Variante

Solo-Zelte sind nur für eine Person gedacht und sehr minimalistisch, wodurch sie ausgesprochen leicht sind. Manche ähneln mehr einem Kuppel-, andere mehr einem Tunnelzelt.

Typisch ist, dass der Fußbereich sehr niedrig gehalten ist und im Kopfbereich mindestens ein Gestängebogen dafür sorgt, dass man im Zelt sitzen kann.

Dieses Solo-Zelt bietet die Möglichkeit, das Außen- oder das Innenzelt unabhängig voneinander aufzustellen.

Egal, welches man gerade lieber nutzen möchte, das Gestänge passt immer. Außerdem ist das Außenzelt so groß, dass auch ein Zwei-Personen-Innenzelt darunter Platz findet. Mehr Infos zum Thema Zelte findest du in unserem Großen Zeltratgeber

 

(Ultra-)Leichtzelte – Außenzelt

Die meisten Zelte sind zweiwandig, bestehend aus einem Außen- und einem Innenzelt. Fehlt das Innenzelt spricht man von einem einwandigen Zelt. Innen- und Außenzelt werden meist getrennt aufgebaut, manche hängen aber auch zusammen. Je nach Witterung kann bei den zweiwandigen Zelten auch eines davon zu Hause bleiben. Das spart Gewicht und die Belüftung ist besser. Verzichtet man auf das Innenzelt, gewinnt man auch an Raum.

Ein schneller Aufbau ist ein wichtiges Kriterium beim kauf eines ultra Leichtzelts

Ein schneller Aufbau ist ein wichtiges Kriterium beim kauf eines ultra Leichtzelts

Das Außenzelt eines Leichtzelts besteht in der Regel aus synthetischem, reiß- und scheuerfestem Polyamidgewebe (PA; auch Nylon genannt) in 20 oder 40 Denier. Denier ist die Einheit zur Bezeichnung der Garnfeinheit (1 Denier = 1 g pro 9000 m Faden). Polyamid ist leichter (60-70 g/m2) als ein ähnlich reiß- und scheuerfestes, synthetisches Polyestergewebe (70-80 g/m2), weil seine Denier-Zahl geringer ausfällt. Bei Polyester liegt sie bei ca. 75 Denier. Allerdings ist Polyamidgewebe auch teurer.

Polyester hat auch den Vorteil, dass es sich bei Regen nicht dehnt, Polyamid dagegen schon. Deshalb muss es dann eventuell auch nachgespannt werden. Viele Hersteller verwenden sogenanntes Polyamid 6.6 (PA 6.6), das bessere mechanische Eigenschaften aufweist. So ist es bei 85° C noch formbeständig und nimmt im Vergleich zu anderen Polyamidvarianten weniger Wasser auf.

Polyamidgewebe hat oft eine Ripstop-Struktur, d.h. in regelmäßigen Abständen werden verstärkende, dickere Kett- (vertikal) und Schussfäden (horizontal) eingewebt, sodass eine Rechenkästchenstruktur entsteht. Diese macht den Stoff weiterreißfest, sprich bei einem kleinen Riss stoppen diesen die dickeren Fäden.

Außenzeltbeschichtung

Um Regen standzuhalten wird das Außenzelt entweder außen mit Silikon (SI) und innen mit Polyurethan (PU) oder beide Seiten mit SI beschichtet. Die SI-Beschichtung hat den Vorteil, dass sie die Reißfestigkeit des Gewebes erhöht. Die PU-Beschichtung schwächt dagegen das Gewebe eher, weshalb sie nur als dünne Schicht aufgetragen wird. Dafür hält SI dem Wasserdruck weniger als PU stand. Regen perlt auf einer SI-Beschichtung aber auch besser ab. Mit beiden Beschichtungen wird das Zelt wasserdicht. Mehr zum Thema Zelte wieder wasserdicht machen und imprägnieren findest du hier.

Doch wie wird die Wasserdichte bei Zelten ermittelt?

Ein Produkt darf erst dann als wasserdicht bezeichnet werden, wenn es bei einem sogenannten hydrostatischen Wasserdruckversuch einem bestimmten Wert, angegeben als Wassersäule in Millimetern, standhält. Bei dem Versuch steht auf 10 cm² Stoff ein Messzylinder, der mit Wasser gefüllt wird. Pro Minute wird der Wasserdruck in Form einer steigenden Wassersäule erhöht. Gemessen wird, bei welcher Wasserhöhe der dritte Tropfen auf der Stoffinnenseite zu sehen ist. Der Druck, der dann auf das Material wirkt, wird als maximal erreichte Wassersäule in Millimetern angegeben. Laut Deutschem Institut für Normung e.V. (DIN) gelten ein Oberzelt ab 1.500 mm und ein Zeltboden ab 2.000 mm Wassersäule als wasserdicht. Bei langen Regenzeiten, schlechter Verarbeitung des Materials und einem schlecht aufgebauten Zelt spielen diese Werte aber nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb müssen auch diese Kriterien beachtet werden.

Gerade die Nähte sind oft die Schwachstellen. Bei gut verarbeiteten Zelten sind diese zwar auf der Rückseite mit speziellen, heiß aufgebrachten (SI-)Tapes wasserdicht versiegelt (= nahtbandversiegelt). Die Lebensdauer eines Zeltes wird aber verlängert, wenn der Kunde sein Zelt nicht nur immer wieder nachimprägniert, sondern auch die Zeltnähte mit einem Nahtdichter nachbehandelt. Doch Vorsicht: Die Art der Zeltbeschichtung entscheidet über die Wahl des Imprägnierers und des Nahtdichters.

Das Problem mit dem Kondenswasser

Beschichtetes, synthetisches Gewebe hat den Nachteil, dass Feuchtigkeit von innen nur schwer nach außen gelangen kann. Diese sammelt sich dann als Kondenswasser an der Unterseite des Außenmaterials. Gründe dafür gibt es viele: (Hohe) Luftfeuchtigkeit existiert natürlich auch im Zelt. Ist es darin nach einem kühlen Regenschauer oder abends deutlich wärmer als draußen, kondensiert die Feuchtigkeit im Zelt. Verstärkt wird dieser Prozess durch Ausatmen und Schwitzen (in einer Nacht ca. 0,5 Liter Feuchtigkeit). Kondenswasser im Zelt lässt sich nicht vermeiden, aber reduzieren. Eingearbeitete Belüftungsmöglichkeiten sollten z.B. nach Möglichkeit offen bleiben.

Ein Konstruktionstrick erhöht bei diesem Zelt das Belüftungspotenzial und spart gleichzeitig Gewicht: Die Bodenwanne des Innenzeltes ist am Fußende höher geschnitten, sodass das Außenzelt verkürzt werden konnte.

Kaufberatung Leichtzelte auf Youtube (englisch)

(Ultra-)Leichtzelte – Innenzelt

Das Innenzelt schütz vor Mücken und sorgt für den Abtransport des Kondenswassers

Das Innenzelt schütz vor Mücken und sorgt für den Abtransport des Kondenswassers

Innenzelte bestehen in der Regel aus einemNylon-Polyestergemisch. Sie weisen diverse Netzeinsätze zur Belüftung auf, die für ein gutes Klima im Zelt sorgen sollen.

Auch Innentaschen für Kleinigkeiten sind oft eingearbeitet. Zelte mit zwei Eingängen haben den Vorteil, dass bei Regen immer ein Eingang problemlos genutzt werden kann. Und: Bei heißen Temperaturen kann auch darüber das Zelt besser belüftet werden.

Selbst bei den Innentaschen wird an Gewicht gespart. Doppelnähte und eine Verstärkung am oberen Rand verlängern ihre Lebensdauer.

Bodenplanen

Das Bodenmaterial eines Leichtzeltes besteht ebenfalls aus einem PA-, manchmal auch aus einem PU-Gewebe. Damit keine Feuchtigkeit eindringen kann, wird dieses in mehreren Lagen beschichtet.

Eine universal verwendbare Bodenplane, die unter das Zelt gelegt wird, schützt den Zeltboden vor Verschmutzungen und Beschädigung durch Dornen, spitze Steine usw. Sogenannte Footprints decken nur den Zeltboden ab, Groundsheets auch den Raum der Apsis.

Leichtzelte – Gestänge

Zeltstangen für Ultra-Leichtzelte sind meist aus Alu

Zeltstangen für Ultra-Leichtzelte sind meist aus Alu

Das Gestänge gibt dem Zelt seine typische Form. Die einzelnen Zeltstangen sind biegsam und können auf kürzere Längen zerlegt werden (Abb. 6). Für (Ultra-)Leichtzelte werden Gestänge aus Aluminium oder Carbon verwendet. Aluminium gilt – abhängig von der Aluminium-Legierung – als leicht, steif und stabil. Nummerierungen wie 7075 und 7001 sprechen für eine hohe Qualität. Eine weitere mit einer Skala von T1 bis T10 gibt Auskunft über die Elastizität der Stangen. Als Faustregel gilt: Je höher die Ziffer, desto flexibler ist das Gestänge.

Leichter, robuster und temperaturbeständiger als Aluminium ist Carbon. Es ist aber auch teurer. Transportiert wird das Gestänge in einer eigens dafür vorgesehenen Tasche oder in einem Beutel.

Eine noch leichtere Alternative zu einem Aluminium- oder Carbon-Gestänge ist diese Doppelkammer-Schlauchkonstruktion, die sich wie ein Bogen über das Kopfteil des Zeltes spannt. Sie wird entweder mit einer Pumpe oder mit dem Mund aufgeblasen.

 

Heringe für leichte Zelte

Die Heringe aus Kunststoff, Aluminium oder Carbon, an denen die Abspannleinen befestigt und die dann in den Boden getrieben werden, unterscheiden sich je nach Bodenverhältnissen: Es gibt Heringe für „normalen“ Boden, für weichen Erd- und Sandboden sowie für Felsboden. Auch ihre Formen sind unterschiedlich: Nägel sind für harte Böden, Profilheringe (V-, U- und Y-Profil) für weichere Böden geeignet. Sandheringe sind auch länger, dafür nicht so dick und stabil. In den Boden getrieben werden sie idealerweise mit einem Gummihammer.

Eine aufgespannte Plane, auch Tarp genannt, reicht als minimaler Schutz vor Regen, Sonne und Wind beim Übernachten im Rahmen eines Microadventures meist schon aus. Einen Schutz vor Insekten bietet sie allerdings nicht. Kombiniert man die Plane mit einem Moskitonetz oder Innenzelt kann man diesen Nachteil aber schnell wettmachen.

Bei diesem Tarp mit Innenzelt mit großen Öffnungen für eine gute Belüftung gehören die Plane und das einwandige Zelt mit festem Boden konzeptionell zusammen. Da die Konstruktion kein Gestänge braucht, bringt sie nur wenig Gewicht auf die Waage.

 

Renner Tipp:  Plane oder Tarp verwenden

Eine aufgespannte Plane, auch Tarp genannt, reicht als minimaler Schutz vor Regen, Sonne und Wind beim Übernachten im Rahmen einer Tages-Tour meist schon aus. Einen Schutz vor Insekten bietet sie allerdings nicht. Kombiniert man die Plane mit einem Moskitonetz oder Innenzelt kann man diesen Nachteil aber schnell wettmachen.

Ein Tarp ist wesentlich leichter als ein Zelt und ist eine spartanische Alternative

Ein Tarp ist wesentlich leichter als ein Zelt und ist eine spartanische Alternative

Bezeichnend für die Tarps ist, dass sie sehr leicht sind und sehr flexibel aufgebaut werden können. Die Planen, die es in unterschiedlichen Größen gibt und die am verstärkten Rand mit entsprechenden Ösen ausgestattet sind, werden über Zeltstangen in der Mitte befestigt.

Die Abspannleinen werden mit Heringen am Boden oder ohne Heringe an Bäumen, Trekking-Stöcken, Ästen oder Fahrrädern befestigt.

Tarps bestehen meist aus den gleichen strapazierfähigen, synthetischen Materialien wie die Zelte. Versiegelte Nähte und PU- oder SI-Beschichtungen schützen vor Regen.

Bei diesem Tarp mit Innenzelt mit großen Öffnungen für eine gute Belüftung gehören die Plane und das einwandige Zelt mit festem Boden konzeptionell zusammen. Da die Konstruktion kein Gestänge braucht, bringt sie nur wenig Gewicht auf die Waage.

Fazit:

Leichtzelte sind im Trend. Teil des kleinen Abenteuers nach dem Feierabend kann auch eine Übernachtung im Freien sein. Zelte, die sich dafür eignen, müssen leicht oder noch besser ultraleicht sein. Da die meisten Abenteurer nur bei schönem Wetter aufbrechen, reicht oft schon ein sogenanntes Tarp als Schutz in der Nacht. Wer mehr will, kombiniert es mit einem Moskito- oder Innenzelt. Tarps haben die Vorteile, dass sie das kleinste Packmaß haben und kaum Gewicht auf die Waage bringen, da man sich das Gestänge sparen kann, wenn man das Tarp an Bäumen, am Fahrrad oder Trekkingstock befestigt.

Bei den Zeltkategorien eignen sich vor allem Kuppel-, Tunnel- und Solo-Zelte fürs Microadventure. Kuppelzelte haben den Vorteil, dass sie auch ohne Verankerung stehen können. Tunnelzelte bieten dagegen bei gleicher Grundfläche mehr Raum. Solo-Zelte sind sehr minimalistisch und sehr leicht.

Hochwertige Zelte sind auf jeden Fall entweder mit Silikon oder Polyurethan beschichtet. Beim Gestänge kann noch einmal Gewicht gespart werden. Aluminium und Carbon sind hier die leichtesten Varianten. Aufhalten kann man sich darin aber eher nicht.

Quellen und Nachweise:

Ultra-Leichtzelte – Ratgeber – Die besten Zelte im TEST Zuletzt aktualisiert: 16.08.2018 von admin

Last modified: 16. August 2018

2 Kommentare zu :
Ultra-Leichtzelte – Ratgeber – Die besten Zelte im TEST

  1. steveB sagt:

    im sommer ist ein tarp oder zeltplane wirklich die bessere wahl, vor allem wenn kein regen in sicht ist, man spart sich einige kilos und vor allem den lästigen aufbau bzw abbau

  2. P.M sagt:

    Leichtzelte unter 100 Euro kann man vergessen, und Fiberglas ist auch Mist. Ein gutes Zelt kostet mind. 200 Euro

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