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16. Juni 2019 / Kommentare (2)

Ultra-Leichtzelte – Ratgeber – Die besten Zelte im TEST

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Ein Backpacker-Zelt wird zu den schwereren Sachen gehören, die du auf deine Wildnisabenteuer mitnehmen wirst... also ist es wichtig, vor allem hier an Gewicht zu sparen. Wenn du also mit dem Rucksack unterwegs bist, auf einer Solo-Tour in den Bergen, einer Fahrrad-Tour oder auch auf dem Jakobsweg... wird es notwendig sein, das Pack-Gewicht auf ein Minimum zu reduzieren. Ein extra leichtes Zelt ist hier also eine gute Wahl.

Ultra-Leichtzelte haben aber auch einige Nachteile, und sie sind in der Regel spezieller als die von uns bevorzugten leichten freistehenden Zelte... daher empfehlen wir sie im Allgemeinen nicht fĂŒr gelegentliche Rucksacktouristen. Es gibt Vor- und Nachteile bei der Wahl der AusrĂŒstung, also sollte man seine Anforderungen vorher wissen, bevor man auf Zeltsuche geht. Wenn du aber das Gewicht auf ein Minimum reduzieren willst, und du bereit bist, ein paar Kompromisse einzugehen, kann ein ultraleichtes Zelt eine ausgezeichnete Wahl sein.

Tarps statt Zelt - eine gute Alternative mit minimalem Gewicht

Tarp statt Zelt - eine gute Alternative mit minimalem Gewicht

Was ist ein Leichtzelt?

07.10.2019

Pro Person rechnet man mit ca. 1-2 kg Zeltgewicht. Sogenannte Ultraleichtzelte bringen sogar weniger als 700 g pro Person auf die Waage. Gewicht gespart wird am GestĂ€nge und an der Dicke des Zeltmaterials, nicht aber an seiner QualitĂ€t. Neben dem Gewicht haben (ultra-)leichte Zelte auch ein kleines Packmaß. Beliebt sind sie nicht nur bei Solo-Trekkern.... auch Rucksackreisende und Festivalbesucher schĂ€tzen sie. (Ultra-)Leichtzelte gibt es als Kuppel-, Tunnel- und Solo-Zelte.

Auf welche Kriterien kommt es beim Kauf von Leichtzelten an?

07.10.2019

PREIS -Du musst nicht ein Vermögen ausgeben, um ein tolles Rucksackzelt zu bekommen, aber ultraleichte Zelte sind in der Regel die teuersten Zelte. GĂŒnstige Zelte bekommst du bei uns aber oft im Outlet - oder du gehst auf die Suche nach einem gebrauchten Zelt.

GEWICHT - Ein paar Gramm hier und da scheinen keine große Sache zu sein, aber es ist wichtig, das Packgewicht niedrig zu halten, um die Tour zu genießen. Leichte Zelte bringen beim Wandern mehr Spaß, und genau darum geht es. Trekking Leichtzelte sollten unter 1 kg haben.

Wenn du bereit bist, ein wenig mehr Gewicht fĂŒr mehr Komfort und Bequemlichkeit zu haben... bist du mit einem normalen "Leichtzelt" besser bedient.

SCHUTZ - Ein Backpacker-Zelt, das nicht vor Wind und Wetter schĂŒtzt, ist praktisch wertlos, ja sogar gefĂ€hrlich. Also lieber ein paar Euro mehr ausgeben und da hast viele Jahre Spass und vor allem QualitĂ€t.

KAPAZITÄT - 1-Mann-Zelte sind ideal fĂŒr engagierte Solo-Abenteurer, die schnell und leicht wandern wollen. 2-Personen-Zelte sind in der Regel die beliebtesten, weil sie eine gute Balance zwischen Gewicht und Innenraum finden, nur erwarte nicht, dass der Innenraum palastartig ist. 3 & 4-Personen Zelte neigen dazu, ĂŒberfĂŒllt und unpraktisch zu werden, obwohl sie gut fĂŒr 2 oder 3 Wanderer geeignet sind, die mehr Platz fĂŒr die Aufbewahrung ihrer AusrĂŒstung und lĂ€ngere AusflĂŒge benötigen.

AUFBAU - Freistehende Zelte werden generell bevorzugt, weil sie einfacher zu bedienen und schneller aufzustellen sind. Sie verfĂŒgen ĂŒber ein festes Stangensystem, das fast ĂŒberall aufgestellt werden kann, auch auf festem Fels. Nicht freistehende Zelte  verwenden Ösen, SchnĂŒre und Trekkingstöcke zum Aufstellen. Sie sparen Gewicht, da sie keine Zeltstangen brauchen, benötigen aber mehr Zeit und Platz zum Aufstellen und benötigen mehr Übung.

ZELTHAUT - Doppelwandige Zelte werden mit zwei getrennten Teilen geliefert - einem Zeltkörper aus Mesh und einer wasserdichten Außenhaut. Das Netz-Innenzelt wirkt als Barriere gegen Kondenswasser, das sich auf der Innenseite der Haut bildet. Einwandige Zelte reduzieren das Gewicht, indem sie das auf das Netz-Innenzelt verzichten, aber das bedeutet auch mehr Kondenswasser im Inneren bei NĂ€sse und KĂ€lte. An einem nassen Zeltinnenraum scheiden sich die Geister,.. deshalb empfehlen wir meist doppelwandige Zelte, es sei denn, man packt den Rucksack in trockenem Gebieten.

EINGÄNGE UND APSIDEN - Wenn du vorhast, zu zweit im Zelt zu schlafen, ist es bequemer, zwei TĂŒren und Apsiden zu haben. Separate EingĂ€nge sorgen dafĂŒr, dass du nicht jedes Mal beim betreten oder verlassen einen ZeltgefĂ€hrten und die AusrĂŒstung klettern musst.

LANGLEBIGKEIT - Das Hauptproblem bei ultraleichten Zelten besteht darin, dass sie aus dĂŒnneren Materialien hergestellt werden, die in der Regel weniger haltbar sind als schwerere Zelte. Das bedeutet aber auch, dass die Zelte Tausende von Kilometern halten, wenn sie mit ein wenig Sorgfalt behandelt werden.

ZELTBÖDEN - Die meisten Zelte haben heutzutage keine Bodenplane mehr und viele Backpacker halten sie auch fĂŒr unnötig.

Was sind die beliebtesten extra leichten Zelte?

07.10.2019

Hier die Top 14 der meistgekauftesten Leichtzelte in Deutschland

  1. Jack Wolfskin Gossamer - 1 Mann Zelt
  2. Grand Canyon Cardova - 1 Mann Zelt
  3. Explorer Dakota 1-2 Personen Trekkingzelt
  4. Coleman Leichtzelt - 2 Personen
  5. Gitgorush Campingzelt - 2 Personen
  6. High Peak Minipack - Minzelt mit kleinem Packmaß
  7. High Peak Nevada 3 - 3 Mann
  8. Naturhike Cloud Up - 2 Personen
  9. Decahtlon Trekkingzelt Quickhiker 3
  10. Salewa Micra II - 2 Mann
  11. Nordisk Telemark 1 Light Weight
  12. Vaude Mark Travel 3 Personen
  13. EXPED Pegasus - 4 Personen - 6000 Gramm
  14. Mountain Guide Trekkingzelt Nola - aufblasbar - komprimiertes Packmaß

Hier die besten 9 Ultraleichtzelte im TEST

Welche Formen an Leichtzelten gibt es?

07.10.2019

Kuppelzelt

Leichtzelt fĂŒr 3 Personen als Kuppelzelt Variante

Leichtzelt fĂŒr 3 Personen als Kuppelzelt Variante

Beim Kuppelzelt formen zwei (oder mehr) am höchsten Punkt des Zeltes gekreuzte GestĂ€ngebögen eine Kuppel. Das GestĂ€nge ist dabei ĂŒber Schlaufen oder StoffkanĂ€le mit dem Innenzelt verbunden. Über das aufgestellte Innenzelt wird dann das Außenzelt geworfen und befestigt. Im Vergleich zu einem Tunnelzelt bietet das Kuppelzelt den Vorteil, dass es frei, also ohne Verankerung im Boden, stehen kann, weshalb sich diese Zeltform auch gut fĂŒr harte Böden und kleine StellflĂ€chen eignet. DafĂŒr hat das Kuppelzelt den Nachteil, dass aufgrund der schrĂ€gen WĂ€nde der Innenraum bei gleicher GrundflĂ€che kleiner ausfĂ€llt.

Zweiwandige Zelte aus Außen- und Innenzelt wie dieses Solo-Zelt können bei sommerlichen Temperaturen auch ohne Außenzelt genutzt werden.

Tunnelzelt

Leichtzelt als Tunnelzelt Variante - hier das Robens Zelt Challenger fĂŒr 2 Personen

Leichtzelt als Tunnelzelt Variante - hier das Robens Challenger fĂŒr 2 Personen

Um die Form eines Tunnelzelts zu erzielen, mĂŒssen mindestens zwei parallel zueinander verlaufende GestĂ€ngebögen eingesetzt werden. Dieses wird durch die dafĂŒr vorgesehenen KanĂ€le des Außenzeltes geschoben. Danach wird das Außenzelt aufgestellt. Meist ist es auch direkt mit dem Innenzelt verbunden oder das Innenzelt wird im zweiten Schritt eingehĂ€ngt. Diese Aufbauvariante hat den Vorteil, dass das Innenzelt auch bei Regen immer trocken bleibt.

Da sich die Zeltstangen nicht kreuzen, ist das Tunnelzelt weniger windstabil als das Kuppelzelt. Deshalb sollte man es nicht mit der Breitseite in den Wind stellen, da dieser dort ansonsten mit aller Macht „angreifen“ kann.

Ein Tunnelzelt muss immer mit mehrerenLeinenund Heringen abgespannt werden, egal ob es stĂŒrmt oder windstill ist. Dies hat zu Folge, dass man mit einem Tunnelzelt auch immer eine grĂ¶ĂŸere StellflĂ€che braucht. Und: Tunnelzelte haben meist einen Vorraum (Apsis), in dem das GepĂ€ck Platz findet.

Tunnelzelte haben einen grĂ¶ĂŸeren Innenraum als Kuppelzelte. Dieses hier verfĂŒgt außerdem ĂŒber eine gerĂ€umige Apsis fĂŒr das GepĂ€ck und eine VordertĂŒr fĂŒr einen leichten Zugang, guten Ausblick und gute BelĂŒftung.

Solo-Zelte

Ultra Leichtzelt als Solo Variante

Ultra Leichtzelt als Solo Variante

Solo-Zelte sind nur fĂŒr eine Person gedacht und sehr minimalistisch, wodurch sie ausgesprochen leicht sind. Manche Ă€hneln mehr einem Kuppel-, andere mehr einem Tunnelzelt.

Typisch ist, dass der Fußbereich sehr niedrig gehalten ist und im Kopfbereich mindestens ein GestĂ€ngebogen dafĂŒr sorgt, dass man im Zelt sitzen kann.

Dieses Solo-Zelt bietet die Möglichkeit, das Außen- oder das Innenzelt unabhĂ€ngig voneinander aufzustellen.

Egal, welches man gerade lieber nutzen möchte, das GestĂ€nge passt immer. Außerdem ist das Außenzelt so groß, dass auch ein Zwei-Personen-Innenzelt darunter Platz findet. Mehr Infos zum Thema Zelte findest du in unserem Großen Zeltratgeber

(Ultra-)Leichtzelte – Außenzelt

Die meisten Zelte sind zweiwandig, bestehend aus einem Außen- und einem Innenzelt. Fehlt das Innenzelt spricht man von einem einwandigen Zelt. Innen- und Außenzelt werden meist getrennt aufgebaut, manche hĂ€ngen aber auch zusammen. Je nach Witterung kann bei den zweiwandigen Zelten auch eines davon zu Hause bleiben. Das spart Gewicht und die BelĂŒftung ist besser. Verzichtet man auf das Innenzelt, gewinnt man auch an Raum.

Ein schneller Aufbau ist ein wichtiges Kriterium beim kauf eines ultra Leichtzelts

Ein schneller Aufbau ist ein wichtiges Kriterium beim kauf eines ultra Leichtzelts

Das Außenzelt eines Leichtzelts besteht in der Regel aus synthetischem, reiß- und scheuerfestem Polyamidgewebe (PA; auch Nylon genannt) in 20 oder 40 Denier. Denier ist die Einheit zur Bezeichnung der Garnfeinheit (1 Denier = 1 g pro 9000 m Faden). Polyamid ist leichter (60-70 g/m2) als ein Ă€hnlich reiß- und scheuerfestes, synthetisches Polyestergewebe (70-80 g/m2), weil seine Denier-Zahl geringer ausfĂ€llt. Bei Polyester liegt sie bei ca. 75 Denier. Allerdings ist Polyamidgewebe auch teurer.

Polyester hat auch den Vorteil, dass es sich bei Regen nicht dehnt, Polyamid dagegen schon. Deshalb muss es dann eventuell auch nachgespannt werden. Viele Hersteller verwenden sogenanntes Polyamid 6.6 (PA 6.6), das bessere mechanische Eigenschaften aufweist. So ist es bei 85° C noch formbestÀndig und nimmt im Vergleich zu anderen Polyamidvarianten weniger Wasser auf.

Polyamidgewebe hat oft eine Ripstop-Struktur, d.h. in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden werden verstĂ€rkende, dickere Kett- (vertikal) und SchussfĂ€den (horizontal) eingewebt, sodass eine RechenkĂ€stchenstruktur entsteht. Diese macht den Stoff weiterreißfest, sprich bei einem kleinen Riss stoppen diesen die dickeren FĂ€den.

Außenzeltbeschichtung

Um Regen standzuhalten wird das Außenzelt entweder außen mit Silikon (SI) und innen mit Polyurethan (PU) oder beide Seiten mit SI beschichtet. Die SI-Beschichtung hat den Vorteil, dass sie die Reißfestigkeit des Gewebes erhöht. Die PU-Beschichtung schwĂ€cht dagegen das Gewebe eher, weshalb sie nur als dĂŒnne Schicht aufgetragen wird. DafĂŒr hĂ€lt SI dem Wasserdruck weniger als PU stand. Regen perlt auf einer SI-Beschichtung aber auch besser ab. Mit beiden Beschichtungen wird das Zelt wasserdicht. Mehr zum Thema Zelte wieder wasserdicht machen und imprĂ€gnieren findest du hier.

Doch wie wird die Wasserdichte bei Zelten ermittelt?

Ein Produkt darf erst dann als wasserdicht bezeichnet werden, wenn es bei einem sogenannten hydrostatischen Wasserdruckversuch einem bestimmten Wert, angegeben als WassersĂ€ule in Millimetern, standhĂ€lt. Bei dem Versuch steht auf 10 cmÂČ Stoff ein Messzylinder, der mit Wasser gefĂŒllt wird. Pro Minute wird der Wasserdruck in Form einer steigenden WassersĂ€ule erhöht. Gemessen wird, bei welcher Wasserhöhe der dritte Tropfen auf der Stoffinnenseite zu sehen ist. Der Druck, der dann auf das Material wirkt, wird als maximal erreichte WassersĂ€ule in Millimetern angegeben. Laut Deutschem Institut fĂŒr Normung e.V. (DIN) gelten ein Oberzelt ab 1.500 mm und ein Zeltboden ab 2.000 mm WassersĂ€ule als wasserdicht. Bei langen Regenzeiten, schlechter Verarbeitung des Materials und einem schlecht aufgebauten Zelt spielen diese Werte aber nur eine untergeordnete Rolle. Deshalb mĂŒssen auch diese Kriterien beachtet werden.

Gerade die NĂ€hte sind oft die Schwachstellen. Bei gut verarbeiteten Zelten sind diese zwar auf der RĂŒckseite mit speziellen, heiß aufgebrachten (SI-)Tapes wasserdicht versiegelt (= nahtbandversiegelt). Die Lebensdauer eines Zeltes wird aber verlĂ€ngert, wenn der Kunde sein Zelt nicht nur immer wieder nachimprĂ€gniert, sondern auch die ZeltnĂ€hte mit einem Nahtdichter nachbehandelt. Doch Vorsicht: Die Art der Zeltbeschichtung entscheidet ĂŒber die Wahl des ImprĂ€gnierers und des Nahtdichters.

Das Problem mit dem Kondenswasser

Beschichtetes, synthetisches Gewebe hat den Nachteil, dass Feuchtigkeit von innen nur schwer nach außen gelangen kann. Diese sammelt sich dann als Kondenswasser an der Unterseite des Außenmaterials. GrĂŒnde dafĂŒr gibt es viele: (Hohe) Luftfeuchtigkeit existiert natĂŒrlich auch im Zelt. Ist es darin nach einem kĂŒhlen Regenschauer oder abends deutlich wĂ€rmer als draußen, kondensiert die Feuchtigkeit im Zelt. VerstĂ€rkt wird dieser Prozess durch Ausatmen und Schwitzen (in einer Nacht ca. 0,5 Liter Feuchtigkeit). Kondenswasser im Zelt lĂ€sst sich nicht vermeiden, aber reduzieren. Eingearbeitete BelĂŒftungsmöglichkeiten sollten z.B. nach Möglichkeit offen bleiben.

Ein Konstruktionstrick erhöht bei diesem Zelt das BelĂŒftungspotenzial und spart gleichzeitig Gewicht: Die Bodenwanne des Innenzeltes ist am Fußende höher geschnitten, sodass das Außenzelt verkĂŒrzt werden konnte.

Kaufberatung Leichtzelte auf Youtube (englisch)

(Ultra-)Leichtzelte – Innenzelt

Das Innenzelt schĂŒtz vor MĂŒcken und sorgt fĂŒr den Abtransport des Kondenswassers

Das Innenzelt schĂŒtz vor MĂŒcken und sorgt fĂŒr den Abtransport des Kondenswassers

Innenzelte bestehen in der Regel aus einemNylon-Polyestergemisch. Sie weisen diverse NetzeinsĂ€tze zur BelĂŒftung auf, die fĂŒr ein gutes Klima im Zelt sorgen sollen.

Auch Innentaschen fĂŒr Kleinigkeiten sind oft eingearbeitet. Zelte mit zwei EingĂ€ngen haben den Vorteil, dass bei Regen immer ein Eingang problemlos genutzt werden kann. Und: Bei heißen Temperaturen kann auch darĂŒber das Zelt besser belĂŒftet werden.

Selbst bei den Innentaschen wird an Gewicht gespart. DoppelnÀhte und eine VerstÀrkung am oberen Rand verlÀngern ihre Lebensdauer.

Bodenplanen

Das Bodenmaterial eines Leichtzeltes besteht ebenfalls aus einem PA-, manchmal auch aus einem PU-Gewebe. Damit keine Feuchtigkeit eindringen kann, wird dieses in mehreren Lagen beschichtet.

Eine universal verwendbare Bodenplane, die unter das Zelt gelegt wird, schĂŒtzt den Zeltboden vor Verschmutzungen und BeschĂ€digung durch Dornen, spitze Steine usw. Sogenannte Footprints decken nur den Zeltboden ab, Groundsheets auch den Raum der Apsis.

Leichtzelte – GestĂ€nge

Zeltstangen fĂŒr Ultra-Leichtzelte sind meist aus Alu

Zeltstangen fĂŒr Ultra-Leichtzelte sind meist aus Alu

Das GestĂ€nge gibt dem Zelt seine typische Form. Die einzelnen Zeltstangen sind biegsam und können auf kĂŒrzere LĂ€ngen zerlegt werden (Abb. 6). FĂŒr (Ultra-)Leichtzelte werden GestĂ€nge aus Aluminium oder Carbon verwendet. Aluminium gilt – abhĂ€ngig von der Aluminium-Legierung – als leicht, steif und stabil.

Nummerierungen wie 7075 und 7001 sprechen fĂŒr eine hohe QualitĂ€t. Eine weitere mit einer Skala von T1 bis T10 gibt Auskunft ĂŒber die ElastizitĂ€t der Stangen. Als Faustregel gilt: Je höher die Ziffer, desto flexibler ist das GestĂ€nge.

Leichter, robuster und temperaturbestĂ€ndiger als Aluminium ist Carbon. Es ist aber auch teurer. Transportiert wird das GestĂ€nge in einer eigens dafĂŒr vorgesehenen Tasche oder in einem Beutel.

Eine noch leichtere Alternative zu einem Aluminium- oder Carbon-GestĂ€nge ist diese Doppelkammer-Schlauchkonstruktion, die sich wie ein Bogen ĂŒber das Kopfteil des Zeltes spannt. Sie wird entweder mit einer Pumpe oder mit dem Mund aufgeblasen.

Heringe fĂŒr leichte Zelte

Die Heringe aus Kunststoff, Aluminium oder Carbon, an denen die Abspannleinen befestigt und die dann in den Boden getrieben werden, unterscheiden sich je nach BodenverhĂ€ltnissen: Es gibt Heringe fĂŒr „normalen“ Boden, fĂŒr weichen Erd- und Sandboden sowie fĂŒr Felsboden. Auch ihre Formen sind unterschiedlich: NĂ€gel sind fĂŒr harte Böden, Profilheringe (V-, U- und Y-Profil) fĂŒr weichere Böden geeignet. Sandheringe sind auch lĂ€nger, dafĂŒr nicht so dick und stabil. In den Boden getrieben werden sie idealerweise mit einem Gummihammer.

Eine aufgespannte Plane, auch Tarp genannt, reicht als minimaler Schutz vor Regen, Sonne und Wind beim Übernachten im Rahmen eines Microadventures meist schon aus. Einen Schutz vor Insekten bietet sie allerdings nicht. Kombiniert man die Plane mit einem Moskitonetz oder Innenzelt kann man diesen Nachteil aber schnell wettmachen.

Bei diesem Tarp mit Innenzelt mit großen Öffnungen fĂŒr eine gute BelĂŒftung gehören die Plane und das einwandige Zelt mit festem Boden konzeptionell zusammen. Da die Konstruktion kein GestĂ€nge braucht, bringt sie nur wenig Gewicht auf die Waage.

Renner Tipp:  Plane oder Tarp verwenden

Eine aufgespannte Plane, auch Tarp genannt, reicht als minimaler Schutz vor Regen, Sonne und Wind beim Übernachten im Rahmen einer Tages-Tour meist schon aus. Einen Schutz vor Insekten bietet sie allerdings nicht. Kombiniert man die Plane mit einem Moskitonetz oder Innenzelt kann man diesen Nachteil aber schnell wettmachen.

Ein Tarp ist wesentlich leichter als ein Zelt und ist eine spartanische Alternative

Ein Tarp ist wesentlich leichter als ein Zelt und ist eine spartanische Alternative

Bezeichnend fĂŒr die Tarps ist, dass sie sehr leicht sind und sehr flexibel aufgebaut werden können. Die Planen, die es in unterschiedlichen GrĂ¶ĂŸen gibt und die am verstĂ€rkten Rand mit entsprechenden Ösen ausgestattet sind, werden ĂŒber Zeltstangen in der Mitte befestigt.

Die Abspannleinen werden mit Heringen am Boden oder ohne Heringe an BĂ€umen, Trekking-Stöcken, Ästen oder FahrrĂ€dern befestigt.

Tarps bestehen meist aus den gleichen strapazierfĂ€higen, synthetischen Materialien wie die Zelte. Versiegelte NĂ€hte und PU- oder SI-Beschichtungen schĂŒtzen vor Regen.

Bei diesem Tarp mit Innenzelt mit großen Öffnungen fĂŒr eine gute BelĂŒftung gehören die Plane und das einwandige Zelt mit festem Boden konzeptionell zusammen. Da die Konstruktion kein GestĂ€nge braucht, bringt sie nur wenig Gewicht auf die Waage.

Fazit:

Leichtzelte sind im Trend. Teil des kleinen Abenteuers nach dem Feierabend kann auch eine Übernachtung im Freien sein. Zelte, die sich dafĂŒr eignen, mĂŒssen leicht oder noch besser ultraleicht sein. Da die meisten Abenteurer nur bei schönem Wetter aufbrechen, reicht oft schon ein sogenanntes Tarp als Schutz in der Nacht. Wer mehr will, kombiniert es mit einem Moskito- oder Innenzelt. Tarps haben die Vorteile, dass sie das kleinste Packmaß haben und kaum Gewicht auf die Waage bringen, da man sich das GestĂ€nge sparen kann, wenn man das Tarp an BĂ€umen, am Fahrrad oder Trekkingstock befestigt.

Bei den Zeltkategorien eignen sich vor allem Kuppel-, Tunnel- und Solo-Zelte fĂŒrs Microadventure. Kuppelzelte haben den Vorteil, dass sie auch ohne Verankerung stehen können. Tunnelzelte bieten dagegen bei gleicher GrundflĂ€che mehr Raum. Solo-Zelte sind sehr minimalistisch und sehr leicht.

Hochwertige Zelte sind auf jeden Fall entweder mit Silikon oder Polyurethan beschichtet. Beim GestÀnge kann noch einmal Gewicht gespart werden. Aluminium und Carbon sind hier die leichtesten Varianten. Aufhalten kann man sich darin aber eher nicht.

Quellen und Nachweise:

Ultra-Leichtzelte – Ratgeber – Die besten Zelte im TEST Zuletzt aktualisiert: 17.02.2020 von

Last modified: 17. Februar 2020

2 Kommentare zu :
Ultra-Leichtzelte – Ratgeber – Die besten Zelte im TEST

  1. Avatar steveB sagt:

    im sommer ist ein tarp oder zeltplane wirklich die bessere wahl, vor allem wenn kein regen in sicht ist, man spart sich einige kilos und vor allem den lÀstigen aufbau bzw abbau

  2. Avatar P.M sagt:

    Leichtzelte unter 100 Euro kann man vergessen, und Fiberglas ist auch Mist. Ein gutes Zelt kostet mind. 200 Euro

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