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12. Februar 2018 / Kommentare (7)

Ratgeber Wanderhosen – Welche Hose brauche ich?

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Wie du die perfekte Wanderhose für deine Bedürfnisse findest

Image Wanderhosen

Beim Kauf einer Wanderhose sind sowohl die Ausführung als auch der Temperaturbereich beim Kauf entscheidend

Wanderhosen müssen einiges mehr können, als nur gut auszusehen und werden vor harte Herausforderungen gestellt. Sie müssen sich bei Wind, Regen, Hitze und rauem Gelände beweisen und dich dabei immer zuverlässig unterstützen. Wenn die Passform nicht einwandfrei sitzt oder das Material nicht atmet, mag das im Büro oder beim Stadtbummel noch keine schlimmeren Auswirkungen haben.

Aber spätestens nach der ersten längeren Wanderung in nur mittelmäßig sitzenden Jeans wird den meisten schmerzlich bewusst, wo die Probleme liegen. Scheuerstellen, ein klammes Gefühl oder ungewollte Einblicke beim Binden der Schuhe sind dabei nur einige der unschönen Konsequenzen.

Wanderhosen sind hingegen in Bezug auf die Passform, die Funktionen und das Material speziell auf die Anforderungen von dauerhafter Bewegung zugeschnitten und bringen dich deutlich entspannter und komfortabler ans Ziel. Worauf du beim Kauf deiner neuen Wanderhose achten solltest, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Übersicht:

 

Der richtige Schnitt kann Wunder bewirken


Die richtige Passform ist das A und O. Doch schon hier hört man meist zwei völlig entgegengesetzte Ratschläge. Die einen empfehlen möglichst enganliegende Hosen, damit das Material wenig Luft und damit wenig Chance auf Scheuern oder Flattern hat. Die anderen raten zu einem möglichst weiten Schnitt, um sich nicht eingeengt zu fühlen und eine gute Belüftung zu erzielen. Beide Positionen haben mit ihren Argumenten Recht, aber welche Passform für dich die Richtige ist, hängt einerseits von deinem Geschmack und andererseits auch vom Material ab.

So flexibel wie du:


Elastische Wanderhosen können und sollen etwas enger anliegen. Die Bewegungsfreiheit wird hierbei durch das dehnbare Material erreicht, sodass ein weiter Schnitt hier nur stören würde. Viele der Stretchhosen besitzen außerdem ein gerade geschnittenes Bein und einen eher engen Beinabschluss, damit während dem Gehen das Material nicht flattert oder aneinander scheuert.

Der körpernahe Schnitt kann außerdem auch dafür sorgen, dass Feuchtigkeit schneller von der Haut aufgenommen und nach außen transportiert wird. Viele elastische Modelle sind aus dünnem oder dickem Softshellgewebe und bringen damit wasser- und windabweisende Eigenschaften mit sich. Das nachgiebige Gewebe macht es darüber hinaus einfacher, lange Unterwäsche darunter zu tragen, ohne dass ein einengendes Gefühl entsteht.

 Die Testsieger von Maier Sports:

Die Wanderhosen Nil und Lulaka wurden beide mehrfache Testsieger in allen Magazinen… z. B. „sehr gut“ bei „Outdoor“ 06/2012 oder auch mehrfach ausgezeichnet im „Bergsteiger Magazin“

Maier Sports Lulaka Damen - Lang- Kurz- Über-Größe Maier Sports Nil Funktionshose Lang+Kurz+Über

Richtig bequem, auch ohne Stretch:


Image Mountain

Die kurze Wanderhose ist ideal bei heißen Temperaturen 

Wenn die Wanderhose nicht aus extrem elastischem Material gefertigt ist, gibt es ein paar kleine Details, die dir eine deutlich bessere Bewegungsfreiheit ermöglichen. Feste Materialien wie Baumwollmischgewebe geben unter Belastung nicht nach, daher können hier besondere Schnittformen dafür sorgen, dass sich das Material nicht ausbeult oder die Nähte unter Zug zu stark belastet werden.

Zu diesen besonderen Schnittformen gehören zum Beispiel die vorgeformten Knie. Gerade die Hosen aus kräftigeren Mischgewebe sind im Kniebereich oft ein wenig gebogen und gelegentlich auch mit robusteren oder elastischen Einsätzen versehen.

Dadurch kannst du auch bei Auf- und Abstiegen im schwierigen Gelände, beim Hinknien oder bei der Klettertour zwischendurch die Beine optimal bewegen. Der leicht gekrümmte Schnitt sorgt dafür, dass das Material bei gebeugten Knien nicht spannt und umgekehrt auch keine Falten wirft, wenn du geradestehst.

Manche Wanderhosen haben neben den vorgeformten Knien auch einen zusätzlichen Stoffeinsatz im Schritt.

So kannst du beispielsweise auch über den nächsten Bach springen oder auf Bäume klettern, ohne dass die Hose in diesem Bereich spannt oder schlimmstenfalls sogar reißt. Die nicht elastischen Hosen sind grundsätzlich eher weiter geschnitten, damit auch bei extremeren Bewegungen der Stoff nicht spannt und außerdem eine stetige Belüftung stattfinden kann.

Natürlich spielt der Schnitt nicht nur an den Beinen, sondern besonders auch oben am Bund eine entscheidende Rolle für den Tragekomfort:

Für ein gutes Bauchgefühl:


Es gibt beim oberen Bund verschiedene Wege, um einen festen Sitz zu erreichen. Entweder ist die Hose mit elastischen Einsätzen, Klettverschlüssen oder integrierten Gürteln ausgestattet oder du musst selbst einen Gürtel einsetzen, falls der Bund nicht perfekt sitzt. So oder so gilt die Grundregel, dass ein wenig zu viel Platz noch reguliert werden kann, so wenig Platz jedoch nicht. Achte also darauf, dass der Bund in keinem Fall zu eng sitzt.
Die Modelle mit elastischem Bund oder Klettverschlusslaschen haben dabei den Vorteil, dass sie nicht so sehr drücken, wenn der Hüftgurt des Rucksacks über ihnen liegt. Bei manchen Gürteln kann es passieren, dass er unter dem Hüftgurt unangenehm drückt.

So können auch die kleinsten Details den Unterschied zwischen einer rundum gelungenen Wanderung und einer unbequemen Lektion ausmachen. Natürlich ist aber nicht nur der Schnitt, sondern auch die passende Größe entscheidend, wenn du die richtige Wanderhose finden willst.

Keine Kompromisse bei der richtigen Größe!


Vorab eine gute und schlechte Nachricht in einem: Jeder Hersteller interpretiert die Größenangaben anders und jedes Modell kann unterschiedlich ausfallen. Das Gute daran: Du brauchst dir kein schlechtes Gewissen zu machen, wenn eine Größe nicht passt, die du normalerweise problemlos tragen kannst. Der Haken daran: Durch diese unterschiedliche Größenumsetzung fällt die Orientierung manchmal schwer.
Aus diesem Grund findest du bei uns zum Beispiel eine Größenempfehlung und auch die Kundenbewertungen können ein wichtiger Hinweis sein, ob das jeweilige Modell normal, größer oder kleiner ausfällt.

Damit die Hose optimal sitzt, solltest du in jedem Fall nur auf die Passform achten. Welche Zahl auf dem kleinen Schildchen am Hosenbund steht, interessiert am Ende einer gelungenen Wanderung schließlich niemanden. Um für jede Statur die richtige Wanderhose zu finden, gibt es bei uns ein umfangreiches Angebot an verfügbaren Größen.

 

Was sind die beliebtesten Outdoormarken für Wander- und Bergsporthosen?

Icepeak   Killtec    Maier Sports   Schöffel

Welche Hosengrößen gibt es?

Zum Standard zählen die Konfektionsgrößen, die entweder in M, L, XL, usw. oder in den Damengrößen 40, 42, 44, etc. und in den Herrengrößen 50, 52, 54, etc. angegeben werden. Je nach Hersteller werden auch die klassischen Bundweiten (gemessen in Zoll) wie zum Beispiel 32, 34, usw. angezeigt. Passend zu dieser Bundweite gibt es jedoch auch Kurzgrößen (teils auch untersetzte Größen genannt) und Langgrößen (auch als schlanke Größen bekannt), die für kleinere und hochgewachsene Menschen gedacht sind.

Wie müssen Wanderhosen sitzen?

Die richtige Länge ist zum einen entscheidend, damit die Knöchel ausreichend bedeckt sind, ohne dass das Material auf dem Boden schleift und so schneller verschleißt. Zum anderen spielt die Länge auch bei Zip-Off Hosen und Modellen mit vorgeformten Knien eine Rolle. Schließlich soll der Reißverschluss oder der geformte Kniebereich nicht zu hoch oder zu tief sitzen. Damit du einschätzen kannst, ob die Größe und der Schnitt für dich passen, gibt es im Anschluss ein paar Praxistipps für die Anprobe.

Wie werden Hosen umgerechnet? Hier die Umrechnungstabellen für Damen und Herren

Größentabelle und Umrechnung Damen Wanderhosen

Damen Kurzgrößen
21
22-23
24
25
26
Damen Langgrößen
84
88-92
96
100
104
Damen Konfektionsgröße
42
44-46
48
50
52
Unisex Größe
L
XL
XXL
3XL
4XL

 

Größentabelle und Umrechnung Herren Wanderhosen

Herren Kurzgröße
26-27
27-28
28-29
29-30
30-31
31-32
Herren Langgröße
106-110
110-114
Herren Konfektionsgröße
52-54
54-56
56-58
58-60
60-62
62-64
Unisex Größe
L
XL
XXL
3XL
4XL
5XL

 

 

 

Worauf du bei der Anprobe achten solltest

Softshell Wanderhose

Wanderhosen aus Softshell eignen sich ideal zum Bergwandern und sind optimal in der kälteren Jahreszeit

Bewegungsfreiheit und ein bequemer Sitz sind die zwei wichtigsten Voraussetzungen für die richtige Wanderhose. Du solltest dir stets vor Augen halten, dass alles was zwickt, drückt oder scheuert nach mehreren Kilometern und mehreren tausend Schritten nur noch schlimmer werden kann. Also nimm dir in jedem Fall genug Zeit und probiere deine neuen Wanderhosen in Ruhe an.

Auch wenn du natürlich keine komplette Wanderung im Geschäft oder Zuhause absolvieren kannst, gibt es einige Dinge, die du zum Test der Wanderhose machen kannst:

  • Setz dich hin. Zwar wirst du beim Wandern hauptsächlich gehend unterwegs sein, allerdings soll die Hose auch in der Pause oder bei der Hin- und Rückreise nicht unbequem sein.
  • Gehe in die Knie und ziehe die Knie im Stehen nach oben. Falls die Möglichkeit besteht, gehe ein paar Treppen rauf und runter. Falls du bei einer Wanderung zum Beispiel eine Blume fotografieren, ein Lagerfeuer anzünden oder deine Schuhe binden willst, sollen deine Mitwanderer schließlich keine unfreiwilligen Einblicke durch rutschende Hosen bekommen.
  • Und auch die Bewegungsfreiheit bei Auf- und Abstiegen wird so zumindest im Ansatz getestet.
  • Und zu guter Letzt solltest du natürlich auch ein paar Schritte gehen, um festzustellen, ob die Hose dich in irgendeiner Weise einengt, deine Bewegung beschränkt oder ob sie scheuert. Mit diesen Tests kannst du die passende Wanderhose finden und ersparst dir eine Menge Ärger auf deinen Wanderungen.

Wenn du deine Größe und den passenden Schnitt schon kennst, stellst du dir vielleicht die Frage, welchen Typ Wanderhose du auswählen solltest. Die Vielfalt der Wanderhosen ist schließlich Fluch und Segen zugleich. Wir helfen dir dabei, das richtige Modell für deine Aktivitäten zu finden.

Zip-Off, Roll-Up oder doch lieber durchgehend… Welche Art Wanderhose passt zu mir?

Wanderhosen können viele Gesichter haben. Es gibt sie mit vielen oder wenigen Taschen, als Zip-Off Modelle mit einer oder mehreren abnehmbaren Segmenten, zum Aufrollen oder als durchgehende Standard Hose. Die Übergänge sind zum Teil fließend, sodass manche Hosen gleich in mehrere Kategorien passen. Jede Art hat dabei ihre Vor- und Nachteile:

Die klassische gerade Standardhose:


Diese Modelle kommen ohne jeglichen Schnickschnack aus. Sie besitzen in der Regel wenige Taschen, haben einen geraden Schnitt und sparen sich dadurch das Gewicht, das mit zusätzlichen Taschen, Schlaufen, Knöpfen und Reißverschlüssen einhergeht. Viele schätzen diese Hosen wegen ihrem geringen Packmaß und ihrer alltagstauglichen Optik, die auch beim Restaurantbesuch nach der Wanderung nicht zu sehr nach Outdoor Bekleidung aussieht. Meist gibt es diese Modelle aus leichtem Softshellgewebe, aus Baumwolle oder Baumwollmischgewebe, wodurch sie auch für den Alltag und Freizeitaktivitäten geeignet sind.

Der Nachteil liegt jedoch auch auf der Hand. Die minimalistischen Hosen können maximal hochgekrempelt werden, wenn es wärmer wird, was ohne Befestigung meist nach einigen Schritten wieder nach unten wandert. Auch bieten sie wenig Stauraum für Wertgegenstände, Ausrüstung oder Reiseführer, sodass mehr Gepäck im Rucksack oder in einer Hüfttasche verstaut werden muss. Für längere Wanderungen in warmen Gebieten muss außerdem eine zusätzliche Shorts mitgenommen werden.

Die lässige Cargohose:


Cargohosen setzen nicht nur lässige Modeakzente, sondern bringen auch einiges an Stauraum mit. Typisch für Cargohosen sind die zahlreichen aufgesetzten Taschen, die bei kürzeren Tagesausflügen sogar den Rucksack überflüssig machen können. Dadurch hast du alle wichtigen Dinge immer nah am Körper und stets griffbereit. Viele Modelle besitzen außerdem einen integrierten Gürtel und bieten noch weitere Befestigungsmöglichkeiten mit Schlaufen und Ösen. Der Schnitt ist meist weit gehalten, damit die gefüllten Taschen beim Wandern nicht unangenehm auf der Haut scheuern.

Das Material der Cargohosen ist in der Regel eher kräftig und robust, damit auch bei dauerhaft beladenen Taschen keine Löcher auftreten.

Je mehr Taschen eine Hose besitzt, desto größer ist jedoch auch ihr Eigengewicht. In manchen Fällen kann durch das Tragen der Cargohose jedoch ein kleinerer oder leichterer Rucksack mitgeführt werden, wodurch sich dieses Plus an Gewicht wieder ausgleicht. Die Hosen sind auch dann besonders geeignet, wenn du in freier Natur und ohne viel Infrastruktur unterwegs bist und auf nützliche Kleinigkeiten wie Taschenmesser und Lampe in Griffweite angewiesen bist.

Zip-Off Hose: Der Verwandlungskünstler


Bei den Zip-Off Hosen lassen sich die Hosenbeine über einen Reißverschluss abnehmen bzw. sind abzipbar. Dabei gibt es Modelle, die sich so entweder auf die Länge von Shorts, von 3/4 Hosen oder beides kürzen lassen. Diese Art Wanderhose ist sowohl als geradlinige Stretchhose als auch in Form von Cargohosen verfügbar und eignet sich besonders für längere Touren.

Dadurch, dass hier kurze und lange Hose in einem Modell verbunden sind, sparst du dir das Gewicht von zusätzlichen Shorts. Bei allen Touren, in denen du das Gepäck selbst auf dem Rücken trägst, kann diese Gewichtsersparnis den alles entscheidenden Unterschied ausmachen. Meist werden die Hosenbeine bei einer Wanderung zuerst schmutzig.

Die Zip-Off Modelle erlauben es, die unteren Beinabschnitte separat zu waschen, ohne dass du dich direkt vollständig umziehen musst.

Manche dieser Hosen haben nicht nur den umlaufenden Reißverschluss am Bein, sondern auch eine seitliche Öffnung, damit du die Hosenbeine auch unterwegs abnehmen kannst, ohne die Schuhe auszuziehen. Modelle ohne diese Seitenöffnung haben entsprechend den Nachteil, dass die abgetrennten Beine entweder bis zum nächsten Halt um die Knöchel herumliegen oder eine Pause nötig ist, um die Schuhe auszuziehen.

Ein weiterer Nachteil besteht für manche darin, dass die Zip-Off Hosen nicht unbedingt den modischen Ansprüchen für Beruf und Alltag entsprechen (was sich natürlich je nach Geschmack unterscheidet). Da die Hose allerdings in erster Linie für Wanderungen gedacht ist, sollte dieses Kriterium nicht das ausschlaggebende sein.

Roll-Up Pants: Für alle, die lieber rollen statt zippen


Roll Up Pant

Die Roll Up Pant lässt sich in Sekunden hochkrempeln

Trekkinghosen mit aufrollbaren Beinen sind optisch etwas dezenter gehalten als Zip-Off Hosen und bringen weniger zusätzliches Gewicht mit sich als die Modelle mit Reißverschluss. Dabei ist in der Regel seitlich je ein Knopf angebracht. Wenn das Hosenbein nach oben gekrempelt wird, zeigt sich eine Schlaufe, die an dem Knopf befestigt wird und das Hosenbein oben hält. Auch hier gibt es verschiedene Lösungen, die die Befestigung mal höher, mal niedriger ansetzen.

Der Nachteil besteht darin, dass die gekrempelten Hosenbeine und damit auch ihr Gewicht permanent an den Beinen bleibt und sich in der Krempelfalte Schmutz sammeln kann. Auch wenn die Hersteller den Beinabschluss weiter fassen, stören sich manche Leute an dem voluminösen Material, dass sich durch das Aufkrempeln vergrößert.

All diese verschiedenen Formen sind je nach Modell aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Damit du dich auch in Bezug auf Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich immer wohl fühlst, gibt es auch hier ein paar Dinge zu beachten.

 

Natürlich oder synthetisch – welches Material ist besser?


Naturfasern und Kunstfasern bringen bestimmte Eigenschaften mit, die je nach Einsatzzweck von Vorteil sind. Naturfasern wie Baumwolle sind beispielsweise sehr robust, weich auf der Haut und nicht so empfindlich gegenüber Funkenflug oder vorbeistreifende Äste und Dornen. Ihr Nachteil ist jedoch die lange Trocknungszeit. Jeder, der schon einmal in Jeans gewandert ist, kennt das Problem. Ist ein Baumwollstoff erst durchnässt, wird er schwer, kühlt stark aus und trocknet nur sehr langsam.

Aus diesem Grund wird Baumwolle in den meisten Fällen nur in Verbindung mit synthetischen Fasern verarbeitet, um diesen Nachteilen entgegenzuwirken. Typische Beispiele für dieses Mischgewebe ist das G-1000 Material von Fjäll Räven oder die Pinewood Hosen.

Bei den synthetischen Fasern gibt es inzwischen auch eine große Vielfalt. Polyester und Polyamid sind die meistverwendeten Fasern. Beide zeichnen sich durch ein geringes Eigengewicht und ihre schnell trocknenden Eigenschaften aus.

Polyamid ist dabei noch etwas robuster und langlebiger, während Polyester häufig etwas weicher im Tragekomfort ist.

Die Softshellhosen sind ebenfalls aus synthetischen Fasern und für den Einsatz im ganzen Jahr geeignet. Sie sind dehnbar, windabweisen, wasserabweisend und ebenfalls schnell trocknend. Dabei sind sie jedoch in der Regel etwas dicker als die leichten Modelle aus Polyester oder Polyamid.

In jedem Fall sind die Outdoor Hosen im Vergleich zur Alltagsmode robuster, schneller trocknend, atmungsaktiver, leichter und bei vielen Modellen sogar geräuschärmer.
Wenn du mehrere Kilometer jeden Tag bewältigst, kann ein scheuerndes oder flatterndes Geräusch tatsächlich zur Zerreißprobe für die Nerven werden. Aber welches Material ist nun das richtige für deinen Einsatzzweck? Das hängt zu einem großen Teil auch vom Klima ab, in dem du unterwegs bist.

 

Sengende Sonne, nasskalter Nebel oder Schneegestöber: Die richtige Hose für jedes Klima

So unterschiedlich wie die Reiseziele sind auch die Wanderhosen. Abhängig davon, wohin die Reise geht oder in welcher Jahreszeit du unterwegs bist, sind unterschiedliche Hosen geeignet.

Trockenes, heißes Klima mit viel Sonnenschein


Für die heißen Tage des Jahres oder für Safari, Tropen oder Wüstenreisen sind leichte, helle Hosen mit hohem UV-Schutz die beste Wahl. Die hellen Farben reflektieren das Sonnenlicht und heizen sich selbst nicht so schnell auf. Der hohe UV-Schutz wird entweder durch eine dichte Webart, durch spezielle Behandlungen oder durch eingewebte reflektierende Fasern erreicht. Der UV-Schutzfaktor gibt dabei an, wieviel Prozent der schädlichen Strahlen vom Material abgefangen werden. Auch wenn kein besonderer Vermerk zum Sonnenschutz vorhanden ist, besitzt jede Kleidung von Natur aus einen gewissen Schutz vor der Sonneneinstrahlung.

Je länger du unterwegs der Sonne ausgesetzt bist, desto wichtiger ist es jedoch, auf einen hohen Schutzfaktor wie 40+ oder 50+ zu achten.

Wenn kein schattenspendender Baum in der Nähe ist, solltest du gut überlegen, ob du der Versuchung der kurzen Shorts nachgibst. Zwar sind diese deutlich luftiger, jedoch ist deine Haut dann der Sonnenstrahlung auch mit Sonnencreme stärker ausgesetzt und auch die Kombination aus Wind und Sand kann auf Dauer schmerzhafte Folgen haben. In diesem Fall sind lange Hosen manchmal die sinnvollere Wahl. Schnell trocknende und atmungsaktive Kunstfaserhosen eignen sich hierfür sehr gut, da sie den Schweiß schnell aufnehmen und nach außen tragen.

Regnerisches und windiges Klima


Regen ist nicht immer gleich Regen. Ein kräftiger Schauer im stürmischen Herbst hat eine völlig andere Wirkung wie der erlösende Wolkenbruch an einem schwülen Sommertag. Wenn du langanhaltenden Regen in den kühlen Jahreszeiten und Regionen erwartest, sind wasserdichte Überziehhosen eine gute Wahl. So bleibst du dauerhaft trocken und kannst die nasse Überhose nach dem Schauer einfach ausziehen.

Bei schwülem Wetter würde eine wasserdichte Hose dich eher noch mehr zum Schwitzen bringen. Hier sind wiederum Softshellhosen gut geeignet, die schnell wieder trocknen, wasserabweisend sind und eine deutlich höhere Atmungsaktivität aufweisen als Regenhosen. Viele andere Wanderhosen sind mit einer DWR (Durable Water Repellent) Imprägnierung oder Gore-Tex Membrane versehen. Diese wird sich allerdings durch Reibung und nach jeder Wäsche abnutzen, sodass du sie nach einer gewissen Zeit auffrischen musst.

Schnee und Eis


Bei Winterwanderungen oder beim Langlauf sind gefütterte, winddichte Wanderhosen die beste Wahl. Je kälter es ist und je weniger du dich bewegst, desto dicker sollten die Fütterung und das Isolationsvermögen der Hose sein. Umgekehrt reicht oft eine leichte Wattierung, wenn du dich permanent in Bewegung hältst.

Wenn es so kalt ist, dass du kaum noch mit Regen, sondern eher mit Schnee zu rechnen hast, reichen wasserabweisende Modelle. Falls du dich jedoch länger im Schnee aufhältst oder das Wetter die Umgebung in Schneematsch hüllt, wirst du um ein wasserdichtes Modell nicht herumkommen. Winddicht sollte die Hose jedoch immer sein, damit die im Inneren entwickelte Wärme nicht vom Gegenwind bei der Abfahrt oder durch den Wintersturm weggeweht wird.

Wechselhaftes Klima mit kalter, heißer und nasser Witterung


Bei langen Fernwanderungen oder bei Bergtouren können gleich mehrere Klimazonen auf sich warten. Damit du nicht unzählige verschiedene Hosen mitbringen musst, sind die flexiblen Modelle am besten geeignet. Wenn der Klimawechsel nur zwischen kühler Morgen- und Abendstimmung und heißen Nachmittagen stattfindet, sind Zip-Off Hosen ideal. Lang, wenn es kühl ist, kurz und luftig, wenn die Sonne herauskommt.

Hosentasche Wanderhose

Viele Taschen für Wanderkarten, Handy oder Bargeld sind ideal für Fernreisen oder Tageswanderungen

Sind die Temperaturschwankungen stärker, sind Softshell Modelle eine gute Lösung.

Zusammen mit Thermounterwäsche können die winddichten und wasserabweisenden Modelle sogar winterliches Klima aushalten und sind dennoch atmungsaktiv und luftig genug, um dich bei wärmeren Temperaturen nicht ins Schwitzen zu bringen. Softshell Hosen mit Zip-Off Funktion bilden dabei die Königsklasse der Flexibilität, da hier beinahe jede Wetterlage abgedeckt ist.

Einige Tipps zum Schluss

  • Bei all diesen Faktoren kommt oft die Frage auf, ob du nun für jede deiner Touren eine neue Wanderhose brauchst, die genau auf diesen Zweck zugeschnitten ist. Überlege dir also vorab, welche Art der Wanderung und welchen sonstigen Einsatzzweck du mit der Hose abdecken willst. Grundsätzlich gilt: Je mehr Funktionen die Hose dir bietet, desto weniger Modelle musst du auf deine Touren mitnehmen.
  • Für lange Fernwanderungen ist zum Beispiel eine Zip-Off Hose aus schnell trocknendem und leichtem Softshellmaterial am besten geeignet, da du so für die unterschiedlichsten Wetterlagen gewappnet bist.
  • Bist du eher im Wald unterwegs und möchtest die Hose auch zum Angeln, Jagen oder Camping einsetzen, eignen sich robuste Cargohosen aus Baumwollmischgewebe. Diese halten auch kratziges Dornengebüsch oder Funkenflug am Lagerfeuer länger aus als dünne Synthetikhosen.
  • Wenn du ein großer Fan von Spaziergängen und Tageswanderungen bist oder bei deinen Touren gerne den Tag im Restaurant, im Hotel oder der Herberge ausklingen lässt, sind die geraden durchgehenden Hosen die richtige Wahl. Sie bieten dir unterwegs Schutz vor Sonne und Wind, trocknen schnell, wenn du ins Schwitzen gerätst und machen auch in der Stadt eine alltagstaugliche Figur.
  • Das wichtigste Kriterium ist und bleibt aber eines: Du musst dich in deiner Wanderhose wohlfühlen! Alles andere ist zweitrangig.
  • Wanderhosen gehören regelmäßig imprägniert. So geht’s

Ratgeber Wanderhosen – Welche Hose brauche ich? Zuletzt aktualisiert: 09.04.2018 von Martin
Martin

Martin ist seit langem im RenenrXXL Team dabei und geht in seiner Freizeit am liebsten in die Berge oder fährt mit dem Rad.

Last modified: 9. April 2018

7 Kommentare zu :
Ratgeber Wanderhosen – Welche Hose brauche ich?

  1. Gast sagt:

    Ich kann jedem nur raten elastische Trekkinghosen zu kaufen, alle Billighosen ohne Stretchmaterialien sind Mist!

  2. Gast sagt:

    ich hab mir eine Wanderhose zum hochkrempeln gekauft und war überrascht wie gut das funktioniert. Bin inzwischen kein Fan mehr von Zipp-Off-Hosen…

  3. erwinH sagt:

    zum Wandern nehm ich immer meine normale Wanderhose und hab aber im Rucksack eine dünne Regenhose für alle Fälle

  4. Gast sagt:

    Welche Hose zum Wandern? Das frage ich mich auch immer in der früh und nimm dann doch meinstens immer eine lange mit. Mittags ärgerts mich dann weil ich wie ein Hund schwitz

  5. Marti sagt:

    In den Tests haben tatsächlich die Maier Hosen alles gewonnen. Nicht gerade billig die Dinger aber ihr Geld wert

  6. 7777 sagt:

    eine gute Wanderhose erkennt man daran, ob sie 1. elastisch ist. 2. ZIP-off Funktion hat und 3. dass sie perfekt passt und sitzt. Gute Passformen können leider nicht alle, darum muss man halt ein bisschen mehr Geld ausgeben und Profis wie Schöffel oder Maier ranlassen

  7. eva sagt:

    hab mir die lulaka von maier nun schon zum zweiten mal gekauft, passform gibt es nichts vergleichbares zur zeit. Und die maier sachen halten ewig

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