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29. November 2017 Comments (5) Allgemein

Winter Running-Laufschuhe – Ratgeber

Laufen im Winter ist nicht jedermanns Sache. Wer aber kein Weichei ist und sich trotzdem die Schuhe bei Wind und Wetter, Eis und Schnee schnürt, für den haben wir einige wichtige Tipps und Tricks.

Was macht einen guten Laufschuh im Winter aus?

Der Schaft – Materialien und Funktionen

Das Obermaterial von Runngingschuhen sollte auch im Winter leicht und atmungsaktiv sein. Ein niedriges Gewicht kommt einem schnellen Lauf entgegen, aufgrund der Atmungsaktivität kann der Schweiß in Form von Wasserdampf nach außen entweichen.

Von daher stehen Obermaterialien aus textilem Mesh oder gestricktem Gewebe, das je nach Bedarf an Halt und Stabilität unterschiedlich dick und fest ist, auch bei Winter-Laufschuhen hoch im Kurs. Flexible, synthetische und damit wasserabweisende (hydrophobe) Stoffe aus TPU (Thermopolyurethan) oder Polyester (PE) – auch in Kombination – werden möglichst nahtlos verarbeitet, damit auch der Komfort stimmt.

Um im Herbst und Winter die hydrophobe Funktion des Obermaterials zu unterstützen, wird dieses von manchen Herstellern auch mit einer dauerhaft wasserabweisenden DWR-Ausrüstung (Durable Water Repellent) beschichtet. Für mehr Sicherheit bei Dämmerung und Dunkelheit sorgen auf dem Obermaterial aufgesetzte, reflektierende Elemente.
Reflektierende Schriftzüge – hier an der Ferse –, kleine reflektierende Details – hier auf der Zehenbox – und Logos dienen der Sicherheit der Läufers

 

 

Um den Schuh wasserdicht zu bekommen, braucht es eine Membran. Die bekanntesten kommen von eVent, Gore, OutDry oder Sympatex. Um den Schuh möglichst atmungsaktiv zu halten, ist auch die Membran bedingt atmungsaktiv. Unterstützend wirkt die bereits genannte DWR-Ausrüstung und das wasserabweisende Obermaterial: Beide verhindern, dass sich der Schuh mit Nässe vollsaugt und damit die Feuchtigkeitsabgabe von innen nach außen vereitelt.

Wasserabweisendes Obermaterial in Kombination mit einer Membran lässt Wassertropfen abperlen. Der Schuh ist wasserdicht. Neben der Wasserdichte macht die Membran den Schuh auch winddicht und wirkt damit dem Windchill-Effekt entgegen. Dieser beschreibt den Unterschied zwischen tatsächlicher Lufttemperatur und gefühlter Temperatur, die in Abhängigkeit zur Windgeschwindigkeit steht. Ein Beispiel, das das Phänomen erklärt: 5° C fühlen sich bei 10 km/h Windgeschwindigkeit wie 2,7° C an.

Unter dem Obermaterial liegt das Futter, das manchmal gepolstert ist, um den Tragekomfort zu erhöhen.

Das Schnürsystem von Laufschuhen 

Das Schnürsystem ist oft klassisch. Manche Schnürsenkel sind geriffelt, damit sie sich beim Laufen nicht von selbst lösen. Demgegenüber werden beim Boa-Schnürsystem die Schuhbänder durch dünne, reißfeste und rostfreie Edelstahldrähte ersetzt, die zu einem Kabel verdreht und mit einem reibungsarmen Kunststoff oder Nylon ummantelt werden. Über ein Rädchen wird dieses mit einem Handgriff individuell justiert.

Das Boa-Schnürsystem hat bei Schnee, Regen und Matsch in Kombination mit eisigen Temperaturen den Vorteil, dass es anders als Schnürsenkel nicht einfrieren kann.

Oft verlaufen von den Ösen der Schnürung teils versteckte, teils sichtbare Bänder bis zur Sohle. Diese verbessern die Kraftübertragung und erhöhen gleichzeitig den Komfort, da sie das Rutschen im Schuh verhindern und damit Blasen vorbeugen.

Bei integrierten Gamaschen kommen neben Schnürsystemen auch Reißverschlüsse zum Einsetz, die vor dem Eindringen des Schnees in den Schuh schützen und auch mit Handschuhen auf- und zugezogen werden können.

Die Zunge – ebenfalls aus wasserabweisendem Material – sollte gerade im Herbst und Winter sockenähnlich mit dem Obermaterial verbunden sein. Diese Konstruktion verhindert das Eindringen von Wasser oder Schnee in den Schuh. Außerdem dient sie dem Tragekomfort, weil die Zunge so nicht verrutschen kann. Eine leichte, weiche Polsterung, die sich auch am Rand des Schafts fortsetzt, verstärkt diesen Aspekt noch.

Im Fersenbereich bieten außen oder innen liegende, feste Kappen aus TPU mehr Halt und optimieren die Passform. Im Vorfuß schützt eine verstärkte Zehenbox vor Verletzungen.

Viele Läufer greifen im Herbst und Winter auch zu Trailrunningschuhen. Manche ihrer Modelle bestechen nämlich durch einen höheren Schnitt oder integrierte, elastische Gamaschen, auch Gaiters genannt. Die integrierten Gamaschen verhindern, dass Feuchtigkeit oder Schnee von oben in den Schuh eindringen.

Wer sich aufgrund integrierter Gamaschen in der Bewegung eingeschränkt fühlt, kann auch zu solchen greifen, die nur bei Bedarf am Schuh platziert werden. Egal welche Variante – Gamaschen schließen zum oberen Rand hin enger oder mit einem Bündchen ab. Das Material ist mindestens wasserabweisend, oft auch wasserdicht.

Bei nicht integrierten Gamaschen muss man darauf achten, dass sie zum Schuh passen. Nicht alle sind Allrounder wie diese, die über die Stripes mit jedem Schuh kompatibel sind.

 

Die Sohle  – Sie muss Schnee und Eis trotzen

Eine herausnehmbare, antibakterielle Innensohle hat nicht nur hygienische Vorteile. Sie können auch gegen orthopädische oder stärker dämpfende Einlagen getauscht werden.

Bei der Zwischensohle entscheidet es sich, ob der Runningschuh ein Schuh mit hoher Dämpfung und/oder Stabilität oder ein Neutralschuh ohne unterstützende Funktion ist. Etwas gedämpft sind allerdings alle Laufschuhe, vor allem in der Ferse und im Vorfuß. Traditionell besteht die Zwischensohle aus EVA (Ethylenvinylacetat), das im Spritzgussverfahren zur Zwischensohle führt. Je nach Bedarf sind auch stabilisierende Elemente meist aus TPU integriert. In den letzten Jahren kamen aber auch neue Materialien auf den Markt. „Boost“ z.B. ist der Markenname für ein Zwischensohlenmaterial, das Adidas in Kooperation mit BASF entwickelte. Dabei wird ein festes TPU-Granulat zunächst aufgeschäumt und in Kapseln zerlegt. Anschließend werden diese in einem thermoplastischen Verfahren mit Wasserdampf zu einer geschlossenzelligen Zwischensohle verdichtet, die eine Zellstruktur aufweist. Dabei verschmelzen die Kügelchen an ihren Außenwänden, versintern genannt, ohne dass die innere Struktur verändert wird.

Ein kleiner Ausblick in die Entwicklung der Schuhherstellung: Zwischensohlen, aber auch die Schuh selbst können heute bereits mit einem 3-D-Drucker hergestellt werden.

Mit dem 3-D-Druck-Verfahren will man individuellen Bedürfnisse bezüglich Dämpfung und Stützung durch eine maßangefertigte Zwischensohle gerecht werden. Ein Fußabdruck des Läufers mit Konturen und Druckpunkte dient dabei als Vorlage.

 

Die Außensohle

Die Außensohle muss bei Matsch, Eis und Schnee den nötigen Grip und eine gute Traktion, also ein optimales Zusammenspiel von Schuh und Untergrund, bieten, damit die Kraftübertragung bestmöglich gelingt. Außerdem sorgt die Außensohle für guten Halt und Vortrieb, ohne die Rotationsfreiheit bei jedem Schritt einzuschränken. Flexkerben im Profil unterstützen das natürliche Abrollverhalten.

Die gebogene Außensohle soll einen fließenden Übergang vom Fersenauftritt zum Zehenabstoß und damit für ein gutes Abrollverhalten garantieren.

Laufschuhe

Wasserdichte Materialien und eine feste Sohle sind im Winter wichtig

Wie bereits erwähnt greifen viele Läufer im Winter aus unterschiedlichen Gründen auch auf Trailrunningschuhe zurück. Ein Grund hierfür ist ihr Profil, das vor allem bei Läufen auf nichtasphaltierten, nassen und rutschigen Untergründen für einen besseren Grip sorgt. Für die Straße eignen sich eher spezielle Winter-Runningschuhe, die eine stärkere Sohlenprofilierung aufweisen, da bei ihnen der Sohlenabrieb meist geringer ist.

Für winterliche Wetterverhältnisse eignen sich auch Trailrunning-Schuhe, die neben integrierten Gamaschen Außensohlen mit speziellem Profil aufweisen.

Die Wahl des Außensohlenmaterials – es handelt sich meist um eine spezielle Gummimischung – ist entscheidend, weil es zum Teil sehr niedrigen Temperaturen standhalten und gleichzeitig auch auf unterschiedlichen Untergründen perfekten Grip bieten muss. Ein weiterer wichtiger Aspekt bezüglich Grip ist die Profiltiefe. Über acht Millimeter sind z.B. bei matschigem Untergrund keine Seltenheit. Eine selbstreinigende Funktion der Sohlen ist vor allem bei Schnee, Schlamm und Matsch wichtig. Die Form, die Tiefe und die Anordnung der Stollen sorgen dafür, dass sich auf der Schuhsohle keine Klumpen bilden, die im Extremfall den Grip vollends aushebeln können.

Diese Sohle von Vibram soll besonders guten Halt auf eisigem Untergrund und nassen Eisflächen bieten. Bei manchen Winter-Laufschuhen sitzen auf den Gummi-Außensohlen auch Spikes aus Hartmetall, um den Halt zu verbessern. Gerade bei Neuschnee ist nämlich besondere Vorsicht geboten, da unter dem Schnee Eisplatten liegen können.

Die Spikes sollen sowohl auf trockenem Asphalt als auch auf nassem Holz und Eis für den nötigen Grip sorgen.

Bei vereisten Passagen und kurzen Strecken auf hartem Schnee helfen auch transportable Spikes weiter, die schnell über den Schuh gezogen werden können. Die Zacken aus rostfreiem Stahl sind über Kettenglieder miteinander verbunden und an einem Gummi aus Elastomeren befestigt, sodass sie auch nur ein geringes Packmaß haben.

Pflege verlängert die Lebensdauer deiner Runningschuhe

Zieht man im Herbst oder Winter nach einem abendlichen Lauf die Schuhe aus, mag man sie oft gar nicht anfassen, so dreckig sind sie. Das Obermaterial reinigt man am besten mit lauwarmem und klarem Wasser, einem Schwamm oder einer weichen Bürste. Verwendet man Reinigungsmittel, muss man bei Schuhen mit Membran darauf achten, dass dieses die Membranfunktionen nicht beeinträchtigt.

Trocknen sollten die Winter-Runningschuhe bei Raumtemperatur. Wenn möglich nimmt man die Innensohle dafür heraus. Unterstützend wirkt etwas zusammengeknülltes Zeitungspapier oder Papier von der Küchenrolle, das man in den Schuh stopft, damit es die Nässe aus dem Schuh zieht.

Winter-Laufschuhe sollten nie in der Waschmaschine gewaschen und im Trockner getrocknet werden. Auch vom Trocknen auf der Heizung sollte abgeraten werden. Der Schuh würde sich verformen, verwendeter Kleber würde weich, das Material der Zwischensohle spröde und die Dämpfung ließe nach.

Experten Tipp:

Winter-Laufschuhe sollten nie in der Waschmaschine gewaschen und im Trockner getrocknet werden. Auch vom Trocknen auf der Heizung sollte abgeraten werden. Der Schuh würde sich verformen, verwendeter Kleber würde weich, das Material der Zwischensohle spröde und die Dämpfung ließe nach.

Im Herbst und Winter laufen immer mehr Sportler weiter. Das ist gut so, denn Running hält fit und stärkt das Immunsystem – gerade in den genannten Jahreszeiten ein großes Plus. Allerdings sollte man auf einige Dinge bei der Wahl des Winter-Runningschuhs achten. Läuft man bei jedem Wetter, also auch bei Regen, Schnee und Matsch, ist die Freude größer, wenn der Schuh wasserdicht ist. Reflektierende Obermaterialien schützen in der Dämmerung und Dunkelheit. Wie bei anderen Runningschuhen auch sorgt vor allem die Zwischensohle, die Fersen- und Zehenbox für Stabilität und Dämpfung. Eine Außensohle mit tieferem Profil bietet mehr Grip. Spikes optimieren ihn bei widrigen Verhältnissen wie hartem Schnee, Eis und nassem Holz. Externe Spikes und Gamaschen erhöhen die Möglichkeiten des Zusatzverkaufs. Und die richtige Pflege verbessert die Lebensdauer.

Martin

Martin ist seit langem im RenenrXXL Team dabei und geht in seiner Freizeit am liebsten in die Berge oder fährt mit dem Rad.

Winter Running-Laufschuhe – Ratgeber Zuletzt aktualisiert: 04.12.2017 von Martin
 

5 Responses to Winter Running-Laufschuhe – Ratgeber

  1. Gast sagt:

    Baumwolle im Winter geht gar nicht, wenn man zum schwitzen anfängt saugt sich alles voll und man kühlt schnell aus. und angenehm ist es auch nicht auf der Haut

     
  2. roBa sagt:

    gibt es einen unterschied zwischen laufschuhen und joggingschuhen

     
  3. roadrunner sagt:

    Hat jemand Erfahrung mit den Laufschuhen von Aldi?

     
  4. Gast sagt:

    ganz wichtig ist, durch die Nase zu atmen, damit wird die Luft vorgewärmt und gefiltert.

     
  5. renata sagt:

    ich laufe eh viel lieber im Winter als im Sommer, danach duschen und die Welt ist wieder in Ordnung

     

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