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15. Januar 2019 / Kommentare (0)

Gefütterte warme und funktionelle Laufhosen für den Winter – Ratgeber

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Worauf soll man bei Laufhosen im Winter achten? hier haben wir für dich die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

Eng anliegende Laufhosen für den Winter gibt es in verschiedenen Längen, wobei bei Wind, Regen und Schnee lange Hosen, auch Tights genannt, am geeignetsten sind, da sie dafür sorgen, dass die Muskulatur nicht auskühlt. Die meisten Läufer tragen sie direkt auf der Haut, andere ziehen sie – zumindest bei Eiseskälte – auch über Funktionswäsche. Reicht die wärmende Funktion der Bekleidung trotzdem nicht aus, empfiehlt sich der Griff zur Thermo-Lauftight. Kompressionslaufhosen sind konstruktionsbedingt noch enger anliegend als herkömmliche Lauf-Tights.
Neben den eng anliegenden Tights gibt es auch Runninghosen, die etwas weiter geschnitten sind. Über einen schmalen Slim-Fit-Schnitt gehen aber auch diese nicht hinaus.
Trotz des oben weiteren Schnitts liegen die Bündchen unten an den Knöcheln wieder eng an, damit die Wärme nicht entweichen kann und die Hosenbeine beim Laufen nicht flattern.

Funktionsmaterialien und Vorteile von Winter-Laufhosen

Winter Laufhosen sollen eng anliegen um maximale Kommpression zu erreichen

Winter Laufhosen sollen eng anliegen um maximale Kommpression zu erreichen

Da Stoffe aus synthetischen Fasern elastischer sind, werden Hosen für das bewegungsintensive Running in aller Regel aus Polyester (PE), Polyurethan (PU) oder auch Polyamid (PA) gefertigt. Um der Bewegungsfreiheit weiterhin entgegen zukommen, werden die synthetischen PE-, PU- oder PA-Mikrofasern meist zu gestrickten bzw. gewirkten Stoffen, also Maschenware, verarbeitet, da diese dehnbarer als gewebte ist.

Lassen sich die Stoffe in unterschiedliche Richtungen dehnen, spricht man von Funktionsmaterialien mit Zwei-, Drei- oder sogar Vier-Wege-Stretch, die dann auch für mehr Bewegungsfreiheit sorgen. Den synthetischen Fasern wird darüber hinaus Elastan (Spandex) beigemischt, um diese Funktion noch zu optimieren. Gleichzeitig sorgt Elastan dafür, dass die Tight auch nach mehrmaligem Tragen ihre Form nicht verliert.

Synthetische Stoffe haben aber noch weitere Vorteile: Sie sind leicht und nehmen beim Laufen die durch Schwitzen entstehende Feuchtigkeit nicht nur von der Haut auf, sondern geben diese auch schnell nach außen ab, wo sie verdunstet. Man sagt, synthetische Stoffe sind wasserdampfdurchlässig, also atmungsaktiv. Gleichzeitig trocknen synthetische Chemiefasern schneller als Naturfasern.

Die Vorteile der beiden letztgenannten Funktionen: Läufer kühlen bei Pausen, die sie einlegen, nicht so schnell aus. Ein etwaiger Hitzestau zwischen Körper und Kleidung wird vermieden und ein trockener Stoff reibt auf der Haut weit weniger als ein feuchter oder gar nasser.

Runninghosen und Laufbekleidung mit Kompression

Ist der synthetische Elastananteil bei eng anliegenden Running-Tights besonders hoch (ca. 20 bis 40 Prozent), spricht man auch von Kompressionshosen. Eine graduierte, also abgestufte Kompression soll sich bei längeren Laufstrecken und in Ruhephasen positiv auf die Muskulatur auswirken, indem die Sauerstoffversorgung der Muskeln erhöht wird. Dadurch ermüden die Muskeln langsamer und die Durchblutung wird angeregt. Kompression soll außerdem die Vibrationen der Muskeln beim Laufen einschränken und verhindern, dass sich in ihnen feine Risse bilden. Zu guter Letzt soll sie den Aufbau von Milchsäure reduzieren, wodurch die Läufer ihre Leistung steigern sollen und Muskelkater verhindert werden soll.

Damit die Bewegungsfreiheit erhalten bleibt und nichts reibt, sind die Nähte bei dieser Tight mit Kompression mit einem speziell angepassten Stretch-Tape versiegelt worden.

Laufhosen und Tights mit Wetterschutz

Der Schutz vor Wind, Kälte und Regen bzw. Schnee ist wohl die wichtigste Funktion, die Runninghosen für den Winter erfüllen müssen. Schützen sie nicht vor Feuchtigkeit und Wind, kühlt die Muskulatur aus, die Verletzungsgefahr steigt an.
Windschutz ist aber auch wichtig, um dem Windchill-Effekt zu begegnen:

Der Windchill-Effekt bedeutet, dass man als Läufer bei Wind die Außentemperatur als niedriger empfindet, als sie in Wirklichkeit ist. Ein Beispiel: Eine Lufttemperatur von 6° C wird als -5° C empfunden, wenn gleichzeitig ein Wind mit 30 km/h weht. Auch die Luftfeuchtigkeit spielt beim Windchill-Effekt eine Rolle. Je höher diese bei niedrigen Temperaturen ist, desto kühler empfindet man die Temperatur.
Mikrofasern erlauben es, dass der Stoff sehr dicht gefertigt werden kann, wodurch bereits ein erster Windschutz gelingt. Grundsätzlich bieten allerdings gewebte Stoffe einen besseren Schutz als gestrickte. Ein Kompromiss, der – wenn überhaupt – bei Runninghosen nur an ganz speziellen Stellen eingegangen wird, denn gewebte Stoffe liegen nicht mehr so eng wie gestrickte an.

Ein 2-lagiges laminiertes Gewebe, ein sogenanntes Softshell-Material, schützt noch mehr vor Wind und Wetter. Wird in das Gewebe auch noch eine Membran für Winddichte integriert, ist der Stoff 3-lagig und die maximale Stufe des Windschutzes erreicht.
Eine Windschutz-Membran im mehrlagigen Gewebe macht den Stoff der Runninghose winddicht. Wird der Oberstoff zusätzlich mit einer sogenannten dauerhaft wasserabweisenden DWR-(Durable Water Repellent-)Ausrüstung imprägniert, ist die Hose dann auch wasserabweisend, aber nicht wasserdicht.

Mehrlagige, dichte Stoffe mit und ohne Membran schützen dann zwar optimal vor Wind, sie büßen allerdings auch etwas an Atmungsaktivität ein, weshalb viele Hersteller, die schützenden Funktionsmaterialien nur auf der Vorderseite der Hose, wo der Wind am intensivsten angreifen kann, platzieren.
Durch das dichte Gewebe für besseren Windschutz auf den Oberschenkeln auf der Vorderseite der Tight verliert die Hose etwas an Bewegungsfreiheit. Hersteller versuchen dies dadurch zu kompensieren, dass sie den Kniebereich vorformen.

Warme Thermo-Laufhosen im Winter

Neben dem Schutz vor Wind, Regen und Schnee sollen Runninghosen im Winter auch wärmen. Wärmende Materialien setzen die Hersteller auch wieder verstärkt auf der Vorderseite der Hose, manchmal auch auf ihrer Rückseite auf Höhe der Waden, ein. Ziel ist es, die Muskeln warm zu halten, damit es zu keinen Verletzungen kommt. Verarbeitet werden dafür entweder sehr dichte, elastische Stoffe oder eine Fleeceschicht auf der Innenseite der Hose. Alternativ dazu kann die Innenseite eines (zweilagigen) Materials auch aufgeraut werden.

Oft spricht man dann auch von „gebürstetem“ Gewebe. Ist die Stoffinnenseite aufgeraut, wird zudem ihr Griff weicher, wobei gleichzeitig die Außenseite robust bleibt.
Ist das Wärmebedürfnis trotz Thermohose noch nicht ausreichend gestillt, können Läufer Funktionswäsche darunter oder eine kurze, weitergeschnittene und isolierende Runninghose darüber ziehen.
Das wasserabweisende und winddichte Pertex®-Außenmaterial, das zudem leicht, reißfest und atmungsaktiv ist, hält Wind und Feuchtigkeit ab, während die integrierte Primaloft®-Isolierung die Körperwärme speichert.

Können sich Läufer mit dem Schichtenmodell aus Funktionswäsche, langer und kurzer Runninghose nicht anfreunden, gibt es eine weitere Alternative: die Hybrid-Laufhose. Die leichte, schnell trocknende und wärmende Primaloft-Isolierung aus Kunstfasern, die wiederum mit einer Pertex-Außenschicht abgedeckt ist, wird lediglich auf den Oberschenkeln platziert, um die Muskeln darunter warm zu halten.

Schnitt, Verarbeitung und Accessoires

Wind- und Wärmeschutz sind selbst bei Runninghosen für den Winter nur an bestimmten Körperzonen notwendig. Je nach Bedarf werden deshalb meist unterschiedliche Stoffarten der Technologie des Bodymappings folgend miteinander kombiniert.
Elastische Stoffe brauchen dabei weniger Abnäher und Nähte als gewebte, um einen körpernahen Schnitt zu erzielen. Und dort, wo Nähte notwendig sind, sind diese in der Regel sehr flach (sogenannte Flatlocknähte), damit sie beim Laufen nicht scheuern und keine unangenehmen Hautirritationen entstehen können. Dies gilt insbesondere für die Nähte an der Innenseite der Oberschenkel. Von der Qualität der Ausführung der Nähte hängt auch die Lebensdauer der Hose ab.

Die wenigsten Läufer sind mit einem Hüftgurt oder kleinem Rucksack unterwegs. Müssen sie auch nicht, denn das, was beim Laufen dabei sein muss, also Hausschlüssel, Smartphone und Kreditkarte, passt auch in eine kleine Tasche, die bei den meisten Hosen eingearbeitet ist und mit einem Reißverschluss verschlossen werden kann. In der Regel bringen die Hersteller die Tasche(n) im Hosenbund und/oder an den Seiten unter.

Im Bund ist sehr oft auch ein Kordelzug integriert, sodass die Weite individuell eingestellt werden kann. Manchmal ist in einem breiten Bund auch ein breiterer Gummi eingenäht, der die Hose auf der Hüfte hält.
Ist der Bund auf dem Rücken höher geschnitten, wird die Kältebrücke, die beim Strecken und Dehnen zwischen Hose und Oberteil entstehen könnte, vermieden und der Nierenbereich besonders geschützt.

Die Hosenbeine sind unten an den Knöcheln immer eng anliegend, auch wenn die Hose selbst oben weiter geschnitten ist. Nur so können sie beim Laufen nicht umherflattern und den Bewegungsablauf stören. Manche Bündchen sind innen auch mit Silikoneinsätzen ausgestattet, die den Halt verstärken und verhindern, dass die Hosenbeine hochrutschen.
Reißverschlüsse an den Hosenbeinenden sind sehr praktisch, da man dann die Hose selbst mit Schuhen noch an- und ausziehen kann.

Da es im Herbst und Winter früher dunkel wird, sollten Runninghosen unbedingt mit reflektierenden Elementen ausgestattet sein. Optimal ist es, wenn diese eine 360°-Sichtbarkeit garantieren. Klar, dass auch Hosen in leuchtenden Farben den Schutz in der Dämmerung und im Straßenverkehr erhöhen.

Runninghosen für den Winter erlauben es Läufern auch bei widrigem Wetter weiterzulaufen. Lange eng anliegende Tights bieten die Bewegungsfreiheit, die jeder Läufer braucht. Synthetische Materialien sind atmungsaktiv und haben ein gutes Feuchtigkeitsmanagement. Außerdem trockne n sie schnell. Mit höherem Elastananteil erreicht man eine Kompression, die die Sauerstoffzufuhr ebenso wie die Durchblutung fördert und damit die Leistung steigert. Wind- und Wetterschutz sind im Winter besonders wichtig. Mehrlagiges Gewebe hält wärmer, eine Membran

Laufhosen mit Membran

Eine Membran bezeichnet eine dünne Trennschicht. Bei Funktionstextilien sorgt der Einsatz von wasserdichten und gleichzeitig atmungsaktiven Membranen einerseits für das zuverlässige Abhalten von Wind und Nässe. Andererseits wird der Abtransport von dampfförmigem Schweiß zugelassen, wodurch ein optimaler Tragekomfort gewährleistet ist.
bietet 100-prozentige Winddichte. Für einen besseren Wärmeschutz sorgen eine Fleeceschicht auf der Innenseite oder eine angeraute Innenseite des Stoffs. Wer dann immer noch friert, kann eine Funktionswäsche darunter ziehen oder eine kurze bis knielange Hose mit integrierter Isolierung darüber.

Der körpernahe Schnitt und eine professionelle Verarbeitung erhöhen den Tragekomfort. Reißverschlüsse an den Beinenden ermöglichen es, dass die Hose auch an- und ausgezogen werden kann, ohne dass der Läufer zuvor die Schuhe ausziehen muss. Läuft der Sportler in der Dämmerung oder Dunkelheit sollte die Jogginghose unbedingt mit Reflektoren ausgerüstet sein, die eine 360°-Sichtbarkeit garantieren.

Fragen und Antworten

  1. Welche Besonderheit weisen Runninghosen mit Kompression auf?
    Sie haben einen deutlich höheren Elastananteil (20 bis 40 %) als Runninghosen ohne Kompression.
  2. Wofür steht der Begriff Windchill-Effekt?
    Der Windchill-Effekt bedeutet, dass man als Läufer bei Wind die Außentemperatur als niedriger empfindet, als sie in Wirklichkeit ist.
  3. Aus welchen Materialien werden Runningtights für den Winter gefertigt?
    Die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff soll dadurch verbessert werden. Gleichzeitig werden die Muskelvibrationen reduziert.
  4. Welchen Vorteil haben Reißverschlüsse an den Hosenbeinenden?
    Hosen mit Reißverschluss an den Hosenbeinenden können an- und ausgezogen werden, ohne dass die Schuhe ausgezogen werden müssen.
  5. Welchen Vorteil bieten Thermo-Runninghosen?
    Sie halten die Muskeln warm, wodurch die Verletzungsgefahr minimiert wird.
  6. Was sind die beliebtesten Marken für Tights und Thermohosen zum Laufen?
    Die beliebtesten Marken sind adidas, Nike, Löffler, Gonso und Asics
  7. Was ist im Winter besser: kurze Laufthights (3/4) oder lange Hosen?
    Kann man nicht pauschal sagen. Für Männer die nicht leicht frieren sind kurze Tights die erste Wahl, Frauen wollen lieber lange Thermo-Hosen.
  8. Warum sind Laufhosen so eng?
    Wegen der Kompression. Kompressionslaufhosen verhindert Muskelkater.
  9. Was zieht man unter die Laufhose?
    Grundsätzlich sollte man nichts darunter anziehen, da sonst die Vorteile der Kompression verloren gehen. Wer stark friert kann Funktions-Unterhosen darunter anziehen.
  10. Was sind die besten Laufhosen im Test?
    Im Testbericht wurden die Kriterien Regeschutz, Kälteschutz, Qualität und Wärmeschutz bewertet

    In Test-Ergebnissen lagen folgende Hosen vorne: (Quelle: running-magazin)
  • Craft Defense Thermal Tights (Redaktions-Tipp)
  • 2XU Thermal Compression Tights (Redaktions-Tipp)
  • Skins A400 Women’s Long Tights (Testergebnis: Gut (2,1) bei Testberichte.de
  • Woolpower Long Johns 200 (sehr gut (1,0)

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Quellen und Nachweise

  1. https://www.runnersworld.com/gear/a20862608/best-compression-tights/
  2. https://www.active.com/running/articles/the-best-running-tights-for-women
  3. https://www.sportsella.com/training-singleview/training/mit-funktioneller-runninghose-durch-den-winter.html
  4. https://runnerclick.com/best-running-tights-reviewed/

Gefütterte warme und funktionelle Laufhosen für den Winter – Ratgeber Zuletzt aktualisiert: 15.01.2019 von

Last modified: 15. Januar 2019

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