Daunenschlafsack kaufen – Loft, Fillpower und Kammerkonstruktion erklĂ€rt

Zuletzt ĂŒberarbeitet am 24. Juni 2026 von der RennerXXL-Redaktion.

Wer einen neuen Schlafsack kauft, steht schnell vor der ersten Grundsatzfrage: Daune oder Kunstfaser? Beide Materialien isolieren zuverlĂ€ssig, aber auf unterschiedliche Weise und fĂŒr unterschiedliche Bedingungen. Die richtige Wahl hĂ€ngt davon ab, wo und wie Du schlĂ€fst. Und wenn Du groß oder krĂ€ftig gebaut bist, kommt ein zweiter Faktor dazu, der ĂŒber warm oder kalt entscheidet: die richtige GrĂ¶ĂŸe.

Kurzentscheidung
  • Daune, wenn Gewicht und Packmaß zĂ€hlen und es ĂŒberwiegend trocken bleibt.
  • Kunstfaser, wenn es feucht werden kann oder das Budget knapp ist.
  • XXL / ÜbergrĂ¶ĂŸe, wenn Du groß oder krĂ€ftig bist – dann entscheidet die Weite ĂŒber die WĂ€rme, nicht die FĂŒllmenge.
KrÀftigere Frau entspannt in einem gerÀumigen Daunenschlafsack am Zelt mit Blick auf die Berge Hub-Seite
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Daune oder Kunstfaser – was ist der Unterschied?

Daune und Kunstfaser isolieren beide, gehen aber unterschiedlich mit Feuchtigkeit, Gewicht und Packmaß um. Welche FĂŒllung passt, entscheidet vor allem das Klima und die Art Deiner Touren. Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

Kriterium Daune Kunstfaser (Hohlfaser)
WĂ€rme/Gewichtsehr gut, leichtschwerer bei gleicher WĂ€rme
PackmaßkleingrĂ¶ĂŸer
Bei NĂ€sseempfindlich, verklumptisoliert auch feucht
Trocknunglangsamschnell
Pflegeanspruchsvollerpflegeleicht
PreishöhergĂŒnstiger
💡 Gerhards Tipp: FĂŒr den gelegentlichen Campingurlaub mit Auto oder Wohnwagen ist ein gĂŒnstiger Kunstfaserschlafsack oft die klĂŒgere Investition. Wer zu Fuß unterwegs ist und jeden Gramm im Rucksack spĂŒrt, fĂŒr den ist Daune meist klar im Vorteil.

Wann ist ein Daunenschlafsack die richtige Wahl?

Sind sehr gute Isolationswerte bei niedrigem Gewicht und kleinem Packmaß gefragt, ist der Daunenschlafsack die beste Wahl. Keine synthetische Faser erreicht eine solche BauschfĂ€higkeit wie dieses Naturprodukt und kann damit die warme Luft so gut speichern. Bei pfleglicher Behandlung ist Daune zudem langlebiger als Kunstfaser. Ein Vorteil im Alltag: Daune nimmt die normale Körperfeuchtigkeit ĂŒber Nacht auf und gibt sie wieder ab – das sorgt fĂŒr ein angenehmes Schlafklima. Bei echter NĂ€sse von außen ist damit aber nicht gemeint, denn da wird Daune zum Problem (dazu gleich mehr).

Typische Einsatzgebiete: Bergsteigen, Klettern, Trekking in Gebieten mit wenig bis normaler Luftfeuchtigkeit, Biketouren mit wenig GepÀck. Noch unentschieden zwischen Mumien- und Deckenschlafsack? Unser Ratgeber Mumienschlafsack vs. Deckenschlafsack hilft bei der Entscheidung.

Nachteile von Daune – wann lieber Kunstfaser?

Der Feuchtigkeitsaufnahme sind Grenzen gesetzt. Bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit, bei Dauerregen oder in GewĂ€ssernĂ€he können Daunen verklumpen und ihre Isolationswirkung einbĂŒĂŸen. Besonders auf sehr kalten, mehrtĂ€gigen Wintertouren wird das zum Problem: Ist die Daune erst feucht, dauert es lange, sie wieder zu trocknen. Die Körperfeuchtigkeit kondensiert dann in die FĂŒllung, gefriert dort und kann nicht mehr abtrocknen.

Auch ein Biwaksack löst das Problem nicht vollstĂ€ndig: Ein Teil der Feuchtigkeit gefriert im Schlafsack, und ein wasserdichtes Schlafsackinlett schĂŒtzt zwar die Daune, aber der daunentypische Schlafkomfort leidet deutlich. In solchen FĂ€llen ist Kunstfaser die robustere Wahl.

Daunenschlafsack in XXL & fĂŒr große Menschen

Hier liegt unser eigentliches Thema. Wenn Bauch oder Schultern die FĂŒllung plattdrĂŒcken, frierst Du trotz teurem Schlafsack. Das ist der hĂ€ufigste Grund, warum ein Daunenschlafsack bei krĂ€ftigen Menschen kalt bleibt: nicht zu wenig Daune, sondern zu wenig Platz.

StandardschlafsĂ€cke sind fĂŒr große oder krĂ€ftige Menschen oft zu eng oder zu kurz. Wird die HĂŒlle unter Spannung gezogen, kann sich die Daune nicht aufbauschen – und genau dieser Loft ist die WĂ€rme. Ein Schlafsack in großen GrĂ¶ĂŸen löst das: mehr Umfang an Schulter, Bauch und HĂŒfte, lĂ€ngere BaulĂ€nge, echte Bewegungsfreiheit. FĂŒr krĂ€ftige Menschen ist die richtige GrĂ¶ĂŸe deshalb kein Komfortthema, sondern WĂ€rmetechnik.

Großer Mensch ist nicht gleich krĂ€ftiger Mensch: Wer schlank, aber ĂŒber 1,90 m groß ist, braucht vor allem BaulĂ€nge (oft bis 220 cm). Wer krĂ€ftig gebaut ist, braucht zusĂ€tzlich Umfang an Schulter, Bauch und HĂŒfte. Beides muss zusammenpassen – ein langer, aber schmaler Schlafsack hilft einem breiten Oberkörper nicht.

Die 3 hÀufigsten Passformfehler bei XXL-SchlafsÀcken

Aus der Beratung sehen wir bei krĂ€ftigen Kunden immer wieder dieselben drei Fehler – und selten ist die LĂ€nge das Hauptproblem, sondern die Weite:

  1. Schulter zu eng: Der Klassiker. Über der Brust wird die Daune zusammengepresst, dort entsteht zuerst eine KĂ€ltebrĂŒcke.
  2. Bauch und HĂŒfte zu eng: Bei starkem Bauch spannt die HĂŒlle an der breitesten Stelle – die FĂŒllung liegt flach und isoliert nicht mehr.
  3. Zu lang oder zu weit gekauft: Aus Vorsicht eine Nummer zu groß – dann muss der Körper zu viel Luftvolumen aufheizen und der Schlafsack bleibt kĂŒhl.

So misst Du Dich richtig aus – jeweils Maß plus etwas Bewegungsreserve:

  • KörpergrĂ¶ĂŸe: bestimmt die BaulĂ€nge – plus Reserve, damit die FĂŒĂŸe nicht am kalten Boden anstehen.
  • Schulterumfang: die kritischste Stelle. Zu knapp gemessen, drĂŒckt die HĂŒlle die Daune ĂŒber der Brust zusammen.
  • Bauch- und HĂŒftumfang: an der breitesten Stelle messen, nicht an der Taille.
  • Schlafposition: SeitenschlĂ€fer und Leute, die sich viel drehen, brauchen spĂŒrbar mehr Weite als ruhige RĂŒckenschlĂ€fer.
💡 Ramonas Tipp: Ramona Wallenberger macht bei uns die GrĂ¶ĂŸen- und Passformberatung. Was bei Jacken und Hosen gilt, gilt beim Schlafsack genauso: Nicht die KörpergrĂ¶ĂŸe allein zĂ€hlt, sondern der Umfang. Gib im Zweifel Deine Maße durch – wir sagen Dir ehrlich, ob ein Modell an Schulter, Bauch und HĂŒfte wirklich passt, statt Dich raten zu lassen.

Bei der Bauform gilt fĂŒr große GrĂ¶ĂŸen ein AbwĂ€gen: Ein Mumienschlafsack in XXL hĂ€lt wĂ€rmer, weil weniger Luft aufgeheizt werden muss – kann aber krĂ€ftigen Menschen zu eng werden. Ein Deckenschlafsack in XXL bietet mehr Platz und Bewegungsfreiheit, ist dafĂŒr kĂŒhler. Wer Enge nicht mag, fĂ€hrt mit einer großzĂŒgig geschnittenen Mumie oder einem gerĂ€umigen Deckenmodell meist am besten.

Winterschlafsack in XXL – was muss er können?

Ein Winterschlafsack in großen GrĂ¶ĂŸen braucht neben der richtigen GrĂ¶ĂŸe auch genug FĂŒllgewicht. Pauschale Gramm-Angaben sind aber mit Vorsicht zu genießen: Wie warm ein Schlafsack wirklich ist, hĂ€ngt von Schnitt, Körperbau, Isomatte, DaunenqualitĂ€t und dem genormten Komfortwert ab – nicht allein vom FĂŒllgewicht. Als grobe Orientierung sind fĂŒr Winterbedingungen unter −10 °C oft 600–800 g Daune ab 650 cuin sinnvoll. Wer als großer Mensch auch beim Zelt auf die Passform achtet, findet in unserem Ratgeber fĂŒr Zelte fĂŒr große Menschen hilfreiche Tipps.

Die Schlafsack-FĂŒllung – was bedeutet Loft?

Generell kommen nur Daunen von GĂ€nsen oder Enten zum Einsatz. Vor allem im Brust- und Bauchbereich wachsen die kugelförmigen, bauschigen Daunen unter dem Ă€ußeren Schutzgefieder. Sie haben einen kaum sichtbaren Daunenkern mit strahlenförmig nach außen wachsenden, flauschigen VerĂ€stelungen. Ein Gramm hochwertige Daune hat leicht 40.000 dieser mit Widerhaken versehenen VerĂ€stelungen. Ineinander verzahnt bilden sich unzĂ€hlige Luftkammern, in denen die warme Luft gespeichert wird. Ob weiße oder graue Daune spielt dabei keine Rolle – Funktion, QualitĂ€t und Sauberkeit sind gleich.

DaunenqualitĂ€t – worauf kommt es an?

Je grĂ¶ĂŸer die Daune, umso besser ihre Bauschkraft und damit ihre IsolierfĂ€higkeit. Daunen von ausgewachsenen Tieren sind grĂ¶ĂŸer als die von jungen, von GĂ€nsen grĂ¶ĂŸer als die von Enten. Vögel aus rauem Klima haben mehr und grĂ¶ĂŸere Daunen. Demzufolge ist die Daune einer in nördlich kĂŒhlen Regionen lebenden Gans stabiler und voluminöser als die einer aus sĂŒdlichen Breitengraden – deshalb spricht man bei hochwertigen Produkten oft von nordischer GĂ€nsedaune.

Wichtig beim Kauf: Achte darauf, dass der Hersteller die Herkunft transparent kommuniziert und auf Lebendrupf verzichtet. Zwei Standards helfen hier: der Responsible Down Standard (RDS) und das Downpass-Siegel. Beide sollen unter anderem sicherstellen, dass die Daune ohne Lebendrupf gewonnen wurde, und prĂŒfen die Lieferkette. Seriöse Hersteller lassen ihre Rohware zusĂ€tzlich durch unabhĂ€ngige Institute testen.

MischverhÀltnis Daune und Federn

Eine kleine Federbeimischung verbessert StabilitĂ€t und Verarbeitung der FĂŒllung – reine Daune ist in der Praxis eher selten und teuer. DaunenfĂŒllungen sind deshalb meist eine Mischung aus Daunen und stĂŒtzenden Federn. Das MischungsverhĂ€ltnis wird in Gewichtsprozenten angegeben. Bei der oft als „Idealmischung“ bezeichneten 90/10-QualitĂ€t setzt sich die FĂŒllung aus 90 % Daunen und 10 % Kleinfedern zusammen. Mit steigendem Federanteil (z. B. 70/30 oder 50/50) erhöht sich das Gewicht, verringert sich die BauschfĂ€higkeit und damit das isolierende Luftpolster.

Fillpower (cuin) – wie wird gemessen?

Fillpower cuin Messung Daunenschlafsack

Fillpower (QuellfĂ€higkeit) beschreibt die QualitĂ€t der BauschfĂ€higkeit (= Loft) einer Daunenmischung. Im Test nach der europĂ€ischen Norm EN 12130 werden 20 g der Mischung in einen Messzylinder gefĂŒllt, durch Heißluft aufgelockert, fĂŒr 24 Stunden zusammengepresst und anschließend das Volumen gemessen, auf das sie sich wieder ausdehnt. Angegeben wird der Loft in Cubic Inches (cuin). Als grobe Einordnung gilt: ab 550 cuin solide, ab 650 gut, ab 750 hochwertig, ab 800 Premium. FĂŒr die meisten Touren ist eine Daune zwischen 650 und 750 cuin ein guter Kompromiss aus WĂ€rme, Gewicht und Preis.

Beim internationalen IDFB-Normtest werden 30 g der Mischung mit warmem Wasserdampf in einem kleineren Zylinder aufgelockert – das fĂŒhrt zu merklichen Abweichungen gegenĂŒber der europĂ€ischen Messung.

EuropÀische EN-Norm vs. amerikanische Messung

Insbesondere amerikanische Marken wenden die IDFB-Methode an. Eine Daune mit 730 cuin nach internationalem Standard entspricht dabei ca. 650 cuin nach europĂ€ischer EN-Norm – die amerikanischen Werte sind also bei gleicher QualitĂ€t höher. Letztendlich gilt: Je mehr Volumen die Daunen erzeugen, umso weniger braucht man davon fĂŒr die gleiche Isolierleistung. Der Schlafsack wird leichter – oder bei gleicher FĂŒllmenge wĂ€rmer.

Kammerkonstruktionen bei DaunenschlafsÀcken

WĂŒrde man die Daunen einfach in eine SchlafsackhĂŒlle ohne Unterteilungen fĂŒllen, wĂŒrden sie an einige wenige Stellen rutschen – mit großen KĂ€ltebrĂŒcken als Folge. Deshalb werden Daunen in Kammern gefĂŒllt, deren GrĂ¶ĂŸe und Höhe auf das Bauschvolumen abgestimmt sein muss.

Einfache Querkammern

Querkammern Daunenschlafsack Konstruktion

Bei der einfachen Querkammer-Konstruktion werden Außen- und InnenhĂŒlle direkt miteinander vernĂ€ht. Die Daune wird in diesen Querkammern gehalten, nimmt aber zu den NĂ€hten hin ab. Diese Bauweise eignet sich fĂŒr leichte SchlafsĂ€cke mit geringem FĂŒllgewicht.

Steg-Kammern und trapezförmige Konstruktionen

Steg-Kammern Daunenschlafsack Konstruktion

Bei der Steg-Konstruktion sind Außen- und InnenhĂŒlle durch Stege verbunden. Die Daune wird in diese rechteckigen Kammern gefĂŒllt und kann ihren Loft optimal entfalten – auch in NahtnĂ€he sind die Daunen gleichmĂ€ĂŸig verteilt. Gegengleich angeordnete, trapezförmige Querkammern und zusĂ€tzliche Seitenkammern sorgen dafĂŒr, dass die Daunen nicht verrutschen. Das ist die hochwertigere Bauweise fĂŒr anspruchsvolle Touren.

Daunenschlafsack kaufen – worauf achten?

Damit der Schlafsack im Einsatz wirklich warm hĂ€lt, zĂ€hlen vier Dinge: die passende Temperaturangabe, die Ausstattung, die Isomatte darunter – und bei großen GrĂ¶ĂŸen die richtige Weite. Der Reihe nach.

Temperaturangaben richtig lesen

Seriöse Hersteller lassen ihre SchlafsĂ€cke nach der Norm ISO 23537 (frĂŒher EN 13537) prĂŒfen und geben drei Werte an. So liest Du sie praxisnah:

  • Komforttemperatur: der Wert, der fĂŒr die meisten zĂ€hlt – hier schlĂ€ft ein durchschnittlicher SchlĂ€fer komfortabel.
  • Grenztemperatur (Limit): gilt fĂŒr einen warmen, eher sportlichen SchlĂ€fer, der sich zusammenrollt – nicht der Wert, auf den Du planen solltest.
  • Extremtemperatur: reiner Notfallwert gegen UnterkĂŒhlung, kein Komfortwert.

Faustregel: FĂŒr Sommertouren in den Alpen reicht Komfort 0 bis +5 °C. FĂŒr FrĂŒhling und Herbst bis −5 °C, fĂŒr echte Wintertouren bis −15 °C oder tiefer.

Ausstattung, die im Winter den Unterschied macht

Neben FĂŒllung und GrĂ¶ĂŸe entscheidet die Ausstattung ĂŒber die echte WĂ€rme. Ein WĂ€rmekragen (Schulterkragen) verhindert, dass warme Luft am Hals entweicht – im Winter eines der wichtigsten Details. Eine eng anliegende Kapuze mit Zugband hĂ€lt den Kopf warm, ĂŒber den viel WĂ€rme verloren geht. Eine vorgeformte Fußbox gibt den FĂŒĂŸen Platz, ohne dass die Daune dort flachgedrĂŒckt wird. Und eine Reißverschluss-Abdeckleiste innen verhindert die kalte Linie entlang des Zippers.

Die Isomatte nicht vergessen – der R-Wert

Ein hĂ€ufiger und teurer Denkfehler: Der beste Daunenschlafsack nĂŒtzt wenig, wenn die KĂ€lte von unten durchkommt. Unter dem Körper wird die Daune zusammengedrĂŒckt und isoliert kaum noch – diese Aufgabe ĂŒbernimmt die Isomatte. Ihr DĂ€mmwert wird als R-Wert angegeben: je höher, desto besser die Isolierung nach unten. Grob gilt – je nach Temperatur und KĂ€lteempfinden – ein niedriger R-Wert fĂŒr den Sommer, ein mittlerer fĂŒr Herbst und ein hoher fĂŒr echte WinternĂ€chte. Schlafsack und Matte gehören als Paket gedacht, nicht getrennt.

Welcher Schlafsack fĂŒr welchen Einsatz?

Die einfache Kaufregel lautet: zuerst die Komforttemperatur passend zur Jahreszeit, dann das FĂŒllgewicht, dann die DaunenqualitĂ€t.

  • Sommer (Komfort 0 bis +5 °C): leichter Daunenschlafsack mit ca. 300–400 g FĂŒllung.
  • FrĂŒhling/Herbst (Komfort −5 °C): 400–600 g FĂŒllung.
  • Winter (Komfort −15 °C und tiefer): 600–900 g FĂŒllgewicht mit Daune ab 650 cuin.

Wer schnell friert, wĂ€hlt eine Stufe wĂ€rmer. Und wer groß oder krĂ€ftig gebaut ist: erst die GrĂ¶ĂŸe klĂ€ren, dann das FĂŒllgewicht – ein zu enger Schlafsack ist auch mit viel Daune kalt. Eine Auswahl an DaunenschlafsĂ€cken gibt es ergĂ€nzend auch bei Amazon.

HĂ€ufige Fragen zum Daunenschlafsack

Was bedeutet 550 cuin bei einem Daunenschlafsack?

550 cuin markiert eine solide DaunenqualitĂ€t. Ein Loft von 550 cuin bedeutet, dass 1 Unze (ca. 28 g) der Daunenmischung ein Volumen von 550 Kubikzoll einnimmt. Die Einordnung: ab 550 cuin solide, ab 650 gut, ab 750 hochwertig, ab 800 Premium. SchlafsĂ€cke mit 550 cuin sind brauchbare Allrounder fĂŒr moderate Temperaturen – wer leichter packen will, greift zu 650 cuin oder höher.

Was ist der Unterschied zwischen 650 und 800 cuin?

Mit höherem cuin-Wert braucht man weniger FĂŒllmenge fĂŒr die gleiche WĂ€rmeleistung – der Schlafsack wird leichter und das Packmaß kleiner. Ein Schlafsack mit 800 cuin Daune ist bei gleicher WĂ€rmeleistung deutlich kompakter als ein vergleichbares Modell mit 650 cuin. Der Preisunterschied ist allerdings erheblich, da hochwertige 800-cuin-Daune wesentlich teurer in der Beschaffung ist.

Welcher Daunenschlafsack fĂŒr welche Temperatur?

FĂŒr Sommertouren (0 bis +5 °C Komfort) reicht ein leichter Daunenschlafsack mit 300–400 g FĂŒllung. FĂŒr FrĂŒhling/Herbst (−5 °C Komfort) sollte die FĂŒllung 400–600 g betragen. FĂŒr Wintertouren (−15 °C und tiefer) sind 600–900 g FĂŒllgewicht mit Daune ab 650 cuin sinnvoll. Diese Werte sind Richtwerte – Schnitt, Körperbau, Isomatte und DaunenqualitĂ€t wirken stark mit.

Welche GrĂ¶ĂŸe sollte ein Daunenschlafsack fĂŒr große oder krĂ€ftige Menschen haben?

Entscheidend sind nicht nur KörpergrĂ¶ĂŸe und BaulĂ€nge (oft bis 220 cm), sondern vor allem Schulter-, Bauch- und HĂŒftumfang. Ist der Schlafsack dort zu eng, wird die DaunenfĂŒllung zusammengepresst und verliert WĂ€rmeleistung. Große oder krĂ€ftigere Menschen sollten gezielt nach Modellen mit erweitertem Schulter- und HĂŒftumfang suchen – die richtige GrĂ¶ĂŸe ist hier kein Komfort-, sondern ein WĂ€rmethema. Wichtig: Zu groß ist ebenfalls ungĂŒnstig, weil zu viel Luftvolumen erst aufgeheizt werden muss.

Gibt es DaunenschlafsĂ€cke in ÜbergrĂ¶ĂŸen?

Ja, es gibt DaunenschlafsĂ€cke in XXL und fĂŒr große Menschen. Wichtig ist dabei nicht nur die BaulĂ€nge, sondern auch der Schulter-, Bauch- und HĂŒftumfang. Zu enge SchlafsĂ€cke komprimieren die DaunenfĂŒllung und reduzieren die WĂ€rmeleistung. Wer einen krĂ€ftigeren Körperbau hat, sollte gezielt nach Modellen mit erweitertem Umfang suchen.

Wie pflege ich einen Daunenschlafsack richtig?

Maßgeblich ist immer das Pflegeetikett bzw. die Herstellerangabe. In der Regel lassen sich DaunenschlafsĂ€cke bei niedriger Temperatur (oft 30 °C) mit speziellem Daunenwaschmittel und ohne WeichspĂŒler waschen. Entscheidend ist das Trocknen: bei niedriger Temperatur im Trockner mit zwei bis drei TennisbĂ€llen, damit die Daunen wieder aufbauschen. Nie zusammengedrĂŒckt im Kompressionssack lagern – fĂŒr die Daueraufbewahrung locker in einem großen Aufbewahrungssack aus Baumwolle. Alle Details findest Du in unserem Daunenpflege-Ratgeber.

Schlafsack Kunstfaser oder Daune – was ist besser?

Daune hat das bessere WĂ€rme-Gewichts-VerhĂ€ltnis – bei gleicher WĂ€rmeleistung ist ein Daunenschlafsack deutlich leichter und kleiner. Kunstfaser punktet bei NĂ€sse: Sie isoliert auch feucht und trocknet schneller. FĂŒr Touren mit verlĂ€sslich trockenen Bedingungen ist Daune die bessere Wahl. FĂŒr feuchte Klimazonen, Winterbiwaks oder Einsteiger ist Kunstfaser die pragmatischere Entscheidung.

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Gerhard Renner GeschĂ€ftsfĂŒhrer
Seit 2004 bin ich in der Outdoor-Branche tĂ€tig und habe es mir zur Aufgabe gemacht, hochwertige und funktionelle Kleidung fĂŒr Menschen mit besonderen Passformanforderungen anzubieten. Als GeschĂ€ftsfĂŒhrer von RennerXXL und ausgewiesener Experte fĂŒr ÜbergrĂ¶ĂŸen lege ich besonderen Wert darauf, dass unsere Produkte optimal sitzen und unseren Kunden maximalen Komfort bieten – egal ob beim Wandern, Skifahren oder Radfahren. In meiner Freizeit bin ich selbst gerne in der Natur unterwegs und schĂ€tze vor allem die beeindruckende Landschaft SĂŒdtirols. Diese Leidenschaft inspiriert mich jeden Tag, unser Sortiment mit höchsten AnsprĂŒchen an FunktionalitĂ€t und QualitĂ€t weiterzuentwickeln. Gerhard auf XING | Gerhard auf LinkedIN

1 Kommentar zu „Daunenschlafsack kaufen – Loft, Fillpower und Kammerkonstruktion erklĂ€rt“

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