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20. Dezember 2018 / Kommentare (0)

Kaufberatung – Skitouren-Schuhe

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Alpin-Tourenschuhe sind anders als Alpin-Skischuhe. Skitouren-Schuhe sind sowohl für den Abfahrtslauf als auch für den Aufstieg (mit Kletterfellen) konzipiert, während Alpinschuhe vor allem für den Abfahrtslauf geeignet sind. Touren-Ski-Schuhe haben einen fixen Sitz für die Abfahrt, sowie einen flexiblen, beweglichen Geh-Modus, in dem sich Knöchel und Unterschenkel vorwärts und rückwärts bewegen können. Skitouren-Stiefel haben in der Regel eine gewölbte (geschwungene) Gummisohle – ähnlich wie ein Wanderschuh – der auf rutschigem Untergrund besseren Halt bietet und dich natürlicher laufen lässt. Um Gewicht zu sparen, werden sie zunehmend aus leichten Materialien wie Pebax, Grilamid und Kohlefaser hergestellt… ohne die Leistung dabei zu beeinträchtigen.

Der Tourenski- und Backcountry-Markt wächst rasant, und damit auch das Sortiment an Skitouren-Ausrüstung.

Dinge, die man beim Kauf von Tourenski-Schuhen beachten sollte:

Für welchen Einsatz brauchst du die Schuhe? Für reine Skitouren oder auch für mehrtägiges Skifahren in den Alpen?

  • Welche Passform brauchst du? Breite oder schmale Füße, hast du einen Plattfuß oder sonstige Fehlstellungen?
  • Welche Fußform hast du und welche Marken/Modelle passen am besten zu deinem Fuß?
  • Welche Skibindung wirst du mit diesem Schuh verwenden?
  • Wie viel Geld willst du ausgeben?
  • Wie viel Erfahrung hast du bereits beim Tourengehen?

 

Für Allrounder ist der Aufstieg ebenso wichtig wie die Abfahrt. Tourenskischuhe Allrounder sind ein Kompromiss aus geringem Gewicht, gutem Komfort und komfortabler Wärmeleistung. Sie verfügen über drei oder vier Schnallen, wobei die Modelle mit drei Schnallen leichter sind und beim Aufstieg eine größere Beweglichkeit erlauben.

Allrounder-Tourenskischuhe bieten eine hohe Beweglichkeit, sind aber gleichzeitig steif genug, um eine gute Abfahrtsperformance zu liefern.

Für aufstiegsorientierte Tourengeher zählt jedes Gramm Gewicht. Schließlich muss alles nach oben geschleppt werden. Gewicht gespart wird auch hier bei den Schnallen: Zwei oder drei Schnallen sind hier genug. Damit steigt im Vergleich zu den Allroundern auch die Beweglichkeit, die allerdings zulasten der individuellen Feinjustierung geht. Gewicht wird auch bei der Isolierung gespart. Allerdings führt dies dazu, dass bei der Performance der Abfahrt Kompromisse gemacht werden müssen.

Dieser Freeride-Tourenskischuh ist mit Rahmen- und Tec-Bindungen kompatibel. Foto: Dynafit

Dieser Freeride-Tourenskischuh ist mit Rahmen- und Tec-Bindungen kompatibel. Foto: Dynafit

Bei diesem Modell wurde die Zehenbox schmäler und spitzer konstruiert, wodurch der Schuh noch leichter wurde. Außerdem wurde der Drehpunkt bei der Verbindung zur Bindung weiter nach hinten versetzt, sodass das Gehen kraftsparender ist.

Freeriderlassen sich oft mit dem Lift nach oben bringen und gehen von der Liftstation nur noch kurze Strecken, um dann abseits der Pisten ihre Abfahrten zu genießen.

Da Freerider ihren Fokus auf die Abfahrt legen, favorisieren sie stabilere und steifere Schuhe mit meist drei oder vier Schnallen, die zudem auch schwerer sind. Dafür bieten sie eine gute Kraftübertragung auf den Ski. Außerdem verfügen sie über eine gute Wärmeleistung und einen guten Komfort.

Dieser ultraleichte Rennschuh aus Carbon bringt gerade einmal 600 g auf die Waage

Dieser ultraleichte Rennschuh von Dynafit aus Carbon bringt gerade einmal 600 g auf die Waage

Skitouren-Racer arbeiten nicht nur bei offiziellen Skitourenrennen gegen die Zeit. Damit sie möglichst schnell den Berg erklimmen können, muss die Ausrüstung ultraleicht sein.

Selbst bei den Schrauben wird an Gewicht gespart. Racer-Tourenskischuhe müssen beim Aufstieg so beweglich wie ein leichter Bergschuh sein. Die Gewichtsreduktion geht zulasten des Isolationsmaterials und damit auch der Wärmeleistung und des Komforts, aber auch zulasten der Performance bei der Abfahrt.

Dieser ultraleichte Rennschuh aus Carbon bringt gerade einmal 600 g auf die Waage.

Die besten Tourenski-Schuhe im Test

  1. Atomic Backland Carbon
  2. Arc’teryx Procline Lite – Im Test: „schmal geschnitten… extrem beweglich… sehr leicht…“
  3. Dynafit TLT 7 – Test-Ergebnis: „sehr gut – sehr leicht und beweglich – ideal für Damen“
  4. Fischer Traverse Carbon
  5. Lange XT 130 – Testurteil: „sehr gute Fahr-Eigenschaften – ideal für sportliche Skifahrer“
  6. La Sportiva Spectre 2.0
  7. Movement Alp Tracks
  8. Scarpa Vector – Im TEST bei alpin.de: „der günstigste Schuh in der Wertung
  9. Salomon MTN Lab
  10. Scarpa F1 TR – TEST-Fazit: „leichte und bequeme Stiefel für lange Touren“

Materialien der Schale und des Schafts

Die Schale und der Schaft der Tourenskischuhe bestehen zumeist aus Pebax® oder Grilamid®, wobei die Schale, die den Fuß umschließt, etwas robuster und dicker als der Schaft, der den Unterschenkel schützt und Halt gibt, konstruiert ist. Bei der Materialienwahl muss der Spagat zwischen Gewichtsersparnis und ausreichender Steifigkeit des Schuhs für eine optimale Abfahrtsperformance geschafft werden. Pebax® und Grilamid® sind leicht und können auch dünn verarbeitet werden.

Photo: Carbon beherrscht dieses Racer-Modell: Neben der Verschlussplatte vorne oben bestehen auch der Schaft und die Schale aus Carbon.

Carbon beherrscht dieses Racer-Modell: Neben der Verschlussplatte vorne oben bestehen auch der Schaft und die Schale aus Carbon.

Pebax® ist ein thermoplastisches Elastomer, das aus einem Mix aus steifemPolyamidund weichem Polyether besteht. Es ist sehr hart, flexibel sowie reiß-, stoß- und biegefest. Außerdem behält es auch bei niedrigen Temperaturen seine mechanischen Eigenschaften.

Der Kunststoff Grilamid® ist leichter als der Kunststoff Polyurethan(PU) oder das thermoplastische PU (TPU) und basiert auf Polyamid. Er weist eine hohe Festigkeit und Steifigkeit auf. Außerdem hält es sehr niedrigen Temperaturen stand.

PU gibt es nur im niedrigeren Preissegment. Es macht den Tourenskischuh aber auch schwerer.

Einsätze aus Carbon bringen noch weniger Gewicht als Grilamid® auf die Waage. Carbon ist aber auch temperaturresistent. Dementsprechend sind Spitzenmodelle aus der Kategorie Racer-Tourenskimodelle weitgehend aus Carbon gefertigt. Zu bedenken ist aber, dass Carbon nicht formbar und sehr teuer ist.

 Bis zu 80° Schaftrotation sind beim Fischer Travers Stiefel möglich

Bis zu 80° Schaftrotation sind beim Fischer Travers Stiefel möglich

Eine fest verbaute bzw. auf den Seiten des Schuhs vernietete Zungeaus Pebax®, Grilamid oder Carbon erhöht die Kraftübertragung während der Abfahrt. Gleichzeitig muss sie weich sein, damit sie beim Aufstieg nicht drückt.

Die Schaftrotation bezeichnet den Radius, zwischen dem sich der Schaft im Aufstiegsmodus nach vorne und nach hinten bewegen lässt. Je weiter der Winkel der Schaftrotation ist, desto komfortabler ist das Gehen, weil dann die Schrittlänge kaum eingeschränkt und Kraft gespart wird.

 

Umrechnung – Größentabelle für Schuhgrößen – Tourenski-Schuhe

EU / DE Größe
36,0
37,0
37,5
38,0
39,0
39,5
40,0
41,0
41,5
42,0
42,5
43,0
44,0
44,5
45,0
46,0
46,5
47,0
47,5
48,0
49,0
49,5
UK Größe
3,5
4
4,5
5
5,5
6
6,5
7
7,5
8
8,5
9
9,5
10
11
11
12
12
13
13
14
14
Mondo Point
23
24
24
25
25
26
26
27
27
28
28
29
29
30
30
31
31
32
32

Hier noch einige Tipps und Tricks beim Kauf:

  • Bitte beachte: Skischuhe kauft man nicht zu groß
  • Bei ausgestreckten Zehen sollten vorne noch knapp 3 mm Platz sein
  • Die Innenschuhe weiten sich mit der Zeit
  • Wie finde ich meine richtige Größe? Am besten vor Ort probieren und beraten lassen! z. B. Sport Conrad hat eine gute Auswahl & Beratung
  • Welche Leistenbreite brauche ich?
  • Die Passform ist entscheidend! Testen, testen und nochmals probieren!
  • Welche Sohlenlänge habe ich? am besten ausmessen!

 

Schnalle oder Boa-System?

Bei diesem Dynafit Schuh kann über eine Schnalle der Schuh geöffnet und geschlossen und gleichzeitig über ein daran gekoppeltes Kabelzugsystem der Geh- in den Abfahrtsmodus umgestellt werden.

Bei diesem Dynafit Schuh kann über eine Schnalle der Schuh geöffnet und geschlossen und gleichzeitig über ein daran gekoppeltes Kabelzugsystem der Geh- in den Abfahrtsmodus umgestellt werden.

Die wenn möglich fein justierbaren Schnallen eines Tourenskischuhs können aus Metall oder aus einer Gummimischung gefertigt sein, die man im Idealfall auch austauschen kann. Je nach Kategorie hat ein Tourenskischuh zwei bis vier Schallen.

Oberhalb der Schnalle am Unterschenkel – manchmal auch in der Schnalle selbst integriert – sorgt ein möglichst austauschbarer Strap in Form eines Klettverschlusses oder einer Klemme bei den meisten Schuhmodellen dafür, dass Schaft, Innenschuh und Zunge fest am Unterschenkel fixiert werden und damit ein guter Sitz und Kraftschluss erreicht wird.

Alternativ zum Schnallensystem gibt es das sogenannte Boa-Schnürsystem mit Drehverschluss und gelagerter Seilführung . Damit kann man den Tourenskischuh stufenlos und individuell einstellen. Beim Schließen des Systems werden die Kräfte gleichmäßig über den Fuß verteilt.

Das Boa-Verschlusssystem ist etwas leichter als ein Schnallensystem.

Das Boa-Verschlusssystem ist etwas leichter als ein Schnallensystem.

Die Sohle ist bei Tourenskischuhen profiliert, damit man selbst in felsigem Gelände noch den Aufstieg bewältigen kann. Carbon, Aramid oder Gummimischungen sind im Sohlenbereich beliebte Materialien.

Anhand der Sohlenlänge wird die Tourenskibindung eingestellt. Manche Tourenskischuhe werden auch mit Wechselsohlen ausgeliefert, die dann je nach Bindungsart getauscht werden können. Auch einzelne Sohlenteile können bei Verschleiß manchmal ausgetauscht werden.

Geh- und Abfahrtsmechanismus

Bei diesem Modell wird vorne auf der Zunge unter der mittleren Schnalle der Gehmechanismus aktiviert. Eine Variante, die die Kraftübertragung bei der Abfahrt verbessern soll.

Bei diesem Modell wird vorne auf der Zunge unter der mittleren Schnalle der Gehmechanismus aktiviert. Eine Variante, die die Kraftübertragung bei der Abfahrt verbessern soll.

Für den Aufstieg wird am Tourenskischuh der Gehmechanismus in Kraft gesetzt, um der natürlichen Laufbewegung so nah wie möglich zu kommen und damit den Komfort zu erhöhen: Dafür wird bei den meisten Modellen hinten am Schuh eine Vorrichtung entsprechend umgestellt. Die Winkelstellung zwischen Schale und Schaft wird geöffnet, der für die Abfahrt typische Vorlagewinkel quasi freigegeben. Unterstützt wird die Laufbewegung über das Gelenk, das die Schale und den Schaft verbindet und im Idealfall mit der Bewegungsachse des oberen Sprunggelenks übereinstimmt. Der Gehmechanismus am Tourenskischuh geht aber immer zulasten der Stabilität des Schuhs.

Der Innenschuh soll zum einen wärmen, zum anderen aber auch einen höheren Tragekomfort bieten. Je nach Intensität und Anforderungen an die Geschwindigkeit des Aufstiegs sind Innenschuhe für das Tourengehen unterschiedlich dick gepolstert.

Für Allrounder-Tourenskischuhe sind sie demnach stärker als für Race-Tourenskischuhe isoliert. Innenschuhe bestehen meist aus thermoplastischen Materialien, die an den individuellen Fuß angepasst werden können.

Bootfitting – Innenschuhe anpassen – Skitourenschuhe nach Mass

Bootfitting stellt hohe Ansprüche an die Kenntnisse bezüglich Anatomie, handwerkliches Geschick und Materialeigenschaften. Gerade der Materialmix bei Tourenskischuhen, um Gewicht zu sparen, erschwert das Bootfitting von Schale und Schaft. Mit Wärme ist z.B. bei Grilamid® kaum etwas zu machen. Was geht, ist fräsen, wobei äußerste Vorsicht geboten ist, da leichtes Material oft auch dünnes Material bedeutet. Und Carbon ist noch einmal ein Thema für sich. Werden unterschiedliche Materialien an einem Schuh verbaut, muss man außerdem immer bedenken, dass man mit dem Bootfitting bei Schaft und Schale in ihr Zusammenspiel eingreift. Kommen dann noch hohe Temperaturschwankungen beim Tourengehen selbst ins Spiel, sieht die Tourenskischuh-Welt noch einmal anders aus.

Die Passform ist ein zentrales Thema beim Skitourenschuh. Kommt dieser Aspekt zu kurz, sind Blasen und Druckstellen programmiert, die Tour wird zur Tortur. Eine individuelle Anpassung gelingt insbesondere über die Einlegesohle und den Innenschuh. Innenschuhe aus thermoplastischen Materialien, z.B. aus Ethylen-Vinylacetat- (EVA-)Schaumstoff, können über Wärme angepasst werden.

Nachdem der Innenschuh im Ofen 10 Minuten erwärmt wurde und neuralgische Stellen am Fuß mit Schutzpads abgeklebt wurden, werden Skisocken darüber und über den Zehenbereich eine Schutzkappe gezogen. Danach wird der erwärmte Innenschuh angezogen und darüber eine Lycra-Socke gezogen. Danach wird der Tourenskischuh angezogen. Nach weiteren 10 Minuten hat sich der Innenschuh an die individuellen Füße angepasst.

Skischuhe nach Maß - Beim sogenannten Bootfitting bekommt jeder seinen eigenen Skischuh angefertigt... mit Passgarantie

Skischuhe nach Maß – Beim sogenannten Bootfitting bekommt jeder seinen eigenen Skischuh angefertigt… mit Passformgarantie (Foto (c) Ispo.com)

Je dünner der Innenschuh ist, desto kleiner ist natürlich der Spielraum bei Bootfitting. Bei der thermoplastischen Anpassung ist zu beachten, dass die meisten Materialien dazu tendieren, im Laufe der Zeit wieder in ihre Ausgangsform zurückzukehren (Memory-Effekt). Das ist jedoch kein großes Problem, da das Bootfitting jederzeit wiederholt werden kann. Ein Vorteil, der auch dann gilt, wenn bei der Anpassung Fehler passieren. Sie können sofort korrigiert werden. Geschäumte Innenschuhe machen bei Tourenskischuhen dagegen nur wenig Sinn, da sie die Bewegungsfreiheit vor allem beim Aufstieg zu sehr einschränken würden.

Die richtige Passform finden

Für den passenden Schuh wird die Sohlenlänge in Millimetern in sogenannte Mondopoint-Größen, also in ein genormtes Schuhgrößensystem, umgerechnet. Wie jedoch die einzelnen Hersteller die Mondogrößen auf ihre Tourenskischuh-Leisten übertragen, kann sehr unterschiedlich sein. Zwei anatomische Unterschiede bestimmen die Ausführung der Herren- und Damenschuhe: Zum einen sind Frauen bei gleicher Körpergröße meist leichter. Deshalb kann bei Damenschuhen auch eine etwas weichere und leichtere Schale verbaut werden. Da bei den Damen die Wadenmuskulatur etwas tiefer ansetzt, ist der Schaft meist auch etwas kürzer als beim vergleichbaren Herrenmodell.

Die Anprobe sollte mit den Skisocken erfolgen, die dann auch mit auf die Tour gehen. Außerdem lässt sich erst nach 20 bis 30 Minuten sagen, ob der Schuh wirklich passt. So viel Geduld muss sein! Während der Anprobe sollten auch so viele Körper- und Schrittpositionen wie möglich simuliert werden.

Zusammenspiel Schuh und Bindung

Im Skitourenbereich gibt es zwei Bindungstypen: Die Tec- bzw. Tech-Bindung und die Rahmenbindung. Bei der leichten Tec-Bindung ersetzen Pins die Vorderbacken der Bindung. Als Gegenstück zu den Pins müssen an den Schuhen sogenannte Tec-Inserts vorhanden sein. Auf der Höhe der Verbindung liegt dann auch der Drehpunkt beim Gehen. Touren-Racer und aufstiegsorientierte Tourengeher sind mit Tec-Bindungen besser bedient.

Zu Freeridern und Einsteigern passen Rahmenbindungen besser. Sie sind zwar schwerer, bieten aber mehr Stabilität und Steifigkeit. Auch die Abfahrtsperformance ist damit besser. Außerdem lassen diese Bindungen sowohl Tourenski- als auch Alpinschuhe zu. Für Allrounder eignen sich sowohl Rahmen- als auch Tec-Bindungen.

Fazit: Skitouren-Schuhe

Skitourengehen wird immer beliebter. Je nach Intensität unterscheidet man bei den Tourenskischuhen vier Kategorien. Es gibt Tourenskischuhe für Allrounder, für aufstiegsorientierte Tourengeher, für Freerider und für Racer. Tourenskischuhe unterscheiden sich von Alpinskischuhen vor allem darin, dass sie leichter sind. Gewicht kann bei der Materialwahl gespart werden. Auch eine geringere Anzahl der Schnallen reduziert das Gewicht. Je leichter die Schuhe sind, desto mehr Kompromisse müssen bei der Abfahrtsperformance gemacht werden. Die leichtesten Schuhe werden von den Touren-Racern getragen. Sie kämpfen beim Aufstieg gegen die Zeit. Aufstiegsorientierte Tourengeher achten ebenfalls auf leichte Schuhe. Allrounder tendieren zu Tourenskischuhen, die beides bieten: Einen komfortablen Aufstieg, aber auch eine sichere Abfahrt, die zulasten des Gewichts geht. Freerider, die nur kurze Aufstiege machen und mehr Wert auf die Abfahrt legen, tragen die schwersten Tourenskischuhe.

Entscheidend ist beim Aufstieg auch die Beweglichkeit im Schuh. Der Gehmechanismus, der für den Aufstieg gewählt wird, ermöglicht es, dass der Tourengeher sehr nah an der natürlichen Laufbewegung den Berg erklimmen kann. Dabei wird die Winkelstellung zwischen Schale und Schaft geöffnet. Unterstützt wird die Laufbewegung außerdem über ein Gelenk, das die Schale und den Schaft verbindet. Allerdings geht der Gehmechanismus immer zulasten der Stabilität des Tourenskischuhs.

Für den Außenschuh werden die Materialien Pebax®, Grilamid® und Carbon eingesetzt. Sie sind leicht und können auch dünn und damit gewichtsreduzierend verarbeitet werden. Außerdem halten sie auch sehr niedrigen Temperaturen stand.

Das Bootfitting erstreckt sich beim Tourenskischuh vor allem auf den Innenschuh und die Einlegesohle. So sind Innenschuhe aus thermoplastischen Materialien, z.B. aus Ethylen-Vinylacetat- (EVA-)Schaumstoff, der über Wärme angepasst werden kann

Quellen und Nachweise:

 

 

Kaufberatung – Skitouren-Schuhe Zuletzt aktualisiert: 20.12.2018 von

Last modified: 20. Dezember 2018

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