Leichte Multifunktionsjacken sind im Trend

Wasserdichte Packsäcke

30. Januar 2015 Comments (0) Outdoor-Trends, Trends

Die neuen Daunenjacken

Daune ist unvergleichlich. Bei vielen Materialien hat es die chemische Industrie geschafft, eine technische Alternative zu kreieren, die das Naturprodukt in den Schatten stellt. Nicht so bei Daune. Daune ist weiterhin das beste Material, wenn es um die Relation von Wärme und Gewicht geht. Daune ist leichter, wärmer und wird meistens sogar als kuscheliger und angenehmer empfunden. Und natürlich hat Daune Stil. Ärgerlich ist lediglich, dass man Daunenjacken, die Outdoor- Jacken zum Verwechseln ähnlich sehen, heute an jeder Ecke – und oft zu Discountpreisen – bekommt, deren Qualität aber meist sehr zu wünschen übrig lässt.

P.S.

Einen guten Ratgeber zum Thema Daunenjacken waschen und imprägnieren findest du hier…

Daunenjacken 2016: Funktion sorgt für die Abgrenzung zur Masse

Dessen sind sich die Outdoor-Konfektionäre durchaus bewusst: Rein optisch mag der Handel dies kopieren, das sagt aber noch lange nichts über die wirklichen Eigenschaften des Produkts aus – sei es bei der Qualität der verarbeiteten Materialien und der Daune oder eben bei der Herkunft letzterer.

Die Mode-Industrie wird nie die gleichen Ambitionen haben, die Leistungsstärke von Materialien zu verbessern und beim Design auch auf die Performance zu achten. Die ständige Weiterentwicklung von Technologien und die Kommunikation darüber ist ein ganz klares Unterscheidungsmerkmal zwischen Sport- und Mode-Industrie.

Fashion and Function mit neuer Optik – die Daunenjacke kann alles

Die Daunenjacke - Funktion trifft Mode

Die Daunenjacke – Funktion trifft Mode

Dank ihrer großen Vielseitigkeit bleiben leichte Daunenjacken in Kombination mit tragbaren Styles weiterhin ein starker Trend. Sie eignen sich perfekt für den Einsatz in den Übergangszeiten und können in der Stadt wie auch in den Bergen getragen werden.

Das trifft vor allem auf die neue Daunensilhouette, die flachen und engen „Mikro-Kammern“, zu. Was bei Outdoor als funktionelle zweite Lage anfing, hat unterdessen die Fußgängerzonen erobert. Während aber Modeläden meist nur die einfachen, gleichen Kammern anbieten, setzt Outdoor optisch und funktionell eins drauf: Asymmetrische Kammern oder aufwendig enge Karos sorgen nicht nur für mehr Wärme, sondern auch für außergewöhnliche Optiken.

Einige werden wieder dicker auftragen

Im kommenden Winter tauchen auch die dickeren Puffy-Down-Jackets wieder auf. Da kommen leichte und hydrophobe Jacken im ambitionierten Bereich ebenso wie Puffy-Jacken mit größeren Kammern und in gedeckteren Farben im Everyday-Outdoor-Bereich. Es gibt offenbar ein erneutes Interesse für Puffy-Jackets und ein zunehmendes Interesse an Stil und Passform, das über den klassischen Look einer Daunenjacke hinausgeht.

Hardcore-Konfektionäre setzen bei Puffy auf Bergsteigerfunktion, während ein Amerikaner jene bedient, die Urban- Outdoor-Mode für den Aufenthalt im Tal schätzen. Da tauchen dann schon mal Herrenjackets im klassischen Western-Workwear-Style oder für Frauen Bomberjacken mit femininer Steppung auf.

Die technischen Bergsteigerjacken der Spezialisten sind bald jahrzehntelange Durchläufer, die zwar gepflegt und im Detail verbessert werden, aber kaum in größeren Stückzahlen über die La-dentheken gehen. Deshalb forcieren einige Marken auch bei Puffys die Richtung Urban Outdoor mit hochwertigen Jacken, wie sie der Modemarkt vernachlässigt.

Hybride Alleskönner auch im Mix

Funktionell dominiert im kommenden Winter ganz klar der Trend zu Hybriden. Hier spielen technisch verbesserte Daunen und der intelligente Einsatz von Hybridkonstruktionen die Hauptrolle. Die meisten Sportschneider setzen dabei auf das Angebot von Primaloft. Deren Down Blend kommt jetzt in der zweiten Generation und wird als „Silver Insulation Down Blend“ bzw. „Gold Down Blend“ kommuniziert. Die Kombination von 60 % Daune und 40 % Kunstfaser soll die herausragende Isolation der Daune mit dem Feuchtigkeitstransport der Kunstfaser verbinden.

Andere setzen auf Konkurrenzprodukte. Ein Sportkonfektionär legt zwischen die bei den Daunenlagen eine wellenförmige Kunstfaserlage, deren versetzte Wellenpunkte an den Kammern gebondet werden.

Wolfskin baut auf eine eigene Technologie, die „Downfiber“ genannt wird. Das Füllmaterial besteht aus Kunstfaser und Daune in einem Mischungsverhältnis von 70 % Daune und 30 % der eigenen Kunstfaserfüllung „Fibercloud“. Downfiber vereint die Vorteile beider Materialien, also auf das „exzellente Wärme-Gewichst-Verhältnis von Daune mit der Feuchtigkeitsresistenz von Kunstfaser.

Die Franzosen haben noch ein viertes Hybridmaterial aus dem Hut gezaubert: mit einer Füllung aus 50% Daune 50 % Sorona-Kunstfaser von Dupont.

Thermore prästiert mit EVOdown eine Kunstfaserternative zu Daune. Dahinter verbirgt sich ein gerollter Verbund aus losen fasern zwischen zwei Lagen gebondeter Fasern,  Laut Thermore hat EVOdown eine besondere Rücksprungkraft sowie ein verbessertes Bauschverhalten. Der Daunenname sei dabei kein Etikettenschwindel sondern Ausdruck von Funktion und Weichheit.

Wie gut allerdings die Verbindung der Vorteile von Daune und Kunstfaser klappt, wird mitunter schon diskutiert. Manche glauben, dass die Kombination bei Leightweight nicht funktioniere. Die Kunstfaser und Daune neigen angeblich leichtem Verklumpen, sodass das Füllmaterial nicht bis an die Stegeckpunkte reiche und so Kältebrücken erzeuge. Das Hybridmaterial funktioniere nur, wenn man die Kammern überstopfe – und das sei nicht Sinn der Sache.

 

 

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