Wasserdicht, wasserabweisend, wasserfest – was ist der Unterschied?

Zuletzt aktualisiert am: 17.02.2026

Wasserdicht, wasserabweisend oder wasserfest – was ist der Unterschied und welches Material brauchst du wirklich? Hier bekommst du die klare Antwort.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wasserdicht = dauerhafter Schutz auch bei starkem Regen, Wassersäule ĂĽber 10.000 mm
  • Wasserabweisend = Wasser perlt ab, bei anhaltendem Regen durchlässig, atmungsaktiver
  • Wasserfest = umgangssprachlich oft gleich wie wasserdicht verwendet, kein einheitlicher Standard
  • Hydrostatische Wassersäule bestimmt den Grad der Wasserdichtigkeit
  • Imprägnierung (DWR) regelmäßig auffrischen um Funktion zu erhalten

Unterschied wasserdicht, wasserabweisend und wasserfest

Unterschied wasserdicht und wasserabweisend – Illustration der Materialwirkung

Der wichtigste Unterschied: Wasserdichte Materialien verhindern dauerhaft das Eindringen von Wasser – selbst bei starkem Regen und Druck. Wasserabweisende Stoffe lassen Wasser an der Oberfläche abperlen, werden aber bei längerem oder starkem Regen durchlässig.

Wasserdicht

Wasserdichte Materialien haben eine Membran oder dichte Beschichtung, die Wasser vollständig draußen hält. Wassereindringdruck: über 10.000 mm Wassersäule. Nähte sind bei echter Wasserdichtigkeit getapt (verklebt). Typisch: Gore-Tex Regenjacken, Hardshells.

Wasserabweisend

Wasserabweisende Stoffe haben eine DWR-Beschichtung (Durable Water Repellent), die Wasser abperlen lässt. Kein vollständiger Schutz bei anhaltendem Regen. Dafür leichter und deutlich atmungsaktiver als vollständig wasserdichte Materialien. Wassereindringdruck: unter 8.000 mm Wassersäule.

Wasserfest

Wasserfest ist kein einheitlich normierter Begriff. Im Alltag wird er oft gleichbedeutend mit wasserdicht verwendet – er sagt aber nichts über die genaue Wassersäule aus. Im Zweifel immer nach der Wassersäule fragen, nicht nach dem Etikett.

Waterproof – was bedeutet das?

„Waterproof“ ist die englische Entsprechung von wasserdicht. Es bedeutet dasselbe: das Material hält Wasser dauerhaft drauĂźen, auch bei Druck. In der Praxis sollte bei waterproof-Produkten immer ein Wassersäulenwert angegeben sein.

💡 Gerhards Tipp: Für Regenjacken die am häufigsten genutzt werden, reichen 10.000 mm völlig aus. Wer in der Bergen unterwegs ist, im Dauerregen wandert oder Skifahren geht: mindestens 20.000 mm einplanen. Für den Stadtgebrauch reicht oft auch eine gute DWR-Beschichtung.

Was bedeutet die hydrostatische Wassersäule?

Die hydrostatische Wassersäule misst, wie viel Druck ein Textil aushält bevor Wasser eindringt. Gemessen in Millimetern (mm): Ein Wert von 10.000 mm bedeutet, das Material hält eine 10 Meter hohe Wassersäule aus ohne durchlässig zu werden.

Orientierungswerte:

  • Unter 1.500 mm: wasserabweisend, nicht wasserdicht
  • 1.500–5.000 mm: leicht wasserdicht, fĂĽr leichten Regen
  • 5.000–10.000 mm: wasserdicht, fĂĽr normalen Regen
  • 10.000–20.000 mm: sehr wasserdicht, fĂĽr starken Regen und Sport
  • Ăśber 20.000 mm: extrem wasserdicht, fĂĽr Alpine und Extrembedingungen

Wie viel Wasserdichtigkeit brauche ich wirklich?

  • Regenjacke: mindestens 10.000 mm
  • Regenhose: mindestens 15.000 mm (sitzt beim Knien unter höherem Druck)
  • Skijaoke / Hardshelljacke: 10.000–20.000 mm
  • Zeltboden: mindestens 5.000 mm
  • ZeltauĂźenwand: mindestens 3.000 mm

Wann ist eine Jacke wasserdicht?

Eine Jacke gilt als wasserdicht, wenn sie eine Wassersäule von mindestens 10.000 mm aufweist und getapte Nähte hat. Ohne getapte Nähte dringt Wasser auch durch eine hochwertige Membran ein – an den Nahtstellen. Vollständig getapte Nähte + wasserdichte Reißverschlüsse = echter Regenschutz.

Wasserdichte Bekleidung: Schutz bei extremen Bedingungen

Wasserdichte Outdoor-Bekleidung mit getapten Nähten und Membran

Merkmale echter wasserdichter Bekleidung:

  • Membran (z.B. Gore-Tex, eVent, Dermizax) als Wasserbarriere
  • Getapte oder verschweiĂźte Nähte
  • Wasserdichte oder ĂĽberdeckte ReiĂźverschlĂĽsse
  • Wassersäule ĂĽber 10.000 mm

Membranbasierte Produkte wie Gore-Tex sind so konzipiert, dass sie Wasser abhalten, aber gleichzeitig atmungsaktiv bleiben – Feuchtigkeit von innen kann nach außen entweichen. Mehr dazu im Ratgeber zu Funktionsmembranen.

Wasserabweisende Stoffe: Flexibler Schutz im Alltag

Wasserabweisender Stoff – Wasser perlt an der Oberfläche ab

Wasserabweisende Stoffe sind leichter, atmungsaktiver und angenehmer im Tragekomfort als vollständig wasserdichte Materialien. Sie eignen sich für leichten Regen, wechselhaftes Wetter und Alltagsnutzung. Für Starkregen oder längere Touren bei Dauerregen reichen sie nicht aus.

Typische wasserabweisende Materialien: Softshell, leichte Fleecejacken mit DWR-AusrĂĽstung. Mehr zur Pflege von Softshell im Softshell-Pflegeguide.

Welche Materialien sind wasserdicht?

Ăśbersicht der wichtigsten wasserdichten Materialien:

  • Gore-Tex: Mikroporöse PTFE/ePE-Membran – wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv. Varianten: Gore-Tex Active (leicht, fĂĽr Sport), Gore-Tex Pro (robust, alpin), Gore-Tex Windstopper (winddicht, wasserabweisend)
  • eVent: Direktatmungsaktive Membran, besonders gut bei hoher Belastung
  • Dermizax: Japanische Membran, sehr atmungsaktiv, fĂĽr Skibekleidung beliebt
  • Hardshell-Gewebe: Gewebte Oberstoffe mit Membran und DWR, robust und langlebig
  • Softshell: Wasserabweisend (nicht wasserdicht), hoch atmungsaktiv, flexibel

Textilien wasserdicht machen – Imprägnierung

DWR (Durable Water Repellent) ist die Standardbeschichtung für wasserabweisende Funktion. Sie lässt Wasser abperlen, kann aber durch Waschen, Nutzung und UV-Licht nachlassen – und muss dann aufgefrischt werden.

So erkennst du nachlassende Imprägnierung: Wasser perlt nicht mehr ab, sondern zieht in den Stoff – der Stoff wird „nass“ (auch wenn noch kein Wasser durchdringt).

Imprägnierung auffrischen:

  • Einwaschimprägnierung: im Waschgang, gleichmäßige Verteilung
  • Imprägnierungsspray: schnell, gezielt auf bestimmte Stellen
  • Nach dem Waschen: Jacke bei 40–60°C trocknen oder kurz in den Trockner – aktiviert die DWR-Beschichtung

Detaillierte Anleitung im Ratgeber Outdoorjacken waschen und imprägnieren.

Pflege und Wartung wasserdichter Bekleidung

Falsche Pflege zerstört Membran und DWR-Beschichtung:

  • Spezielles Waschmittel fĂĽr Funktionsbekleidung verwenden – kein normales Waschmittel, kein WeichspĂĽler
  • Wasserdichte Kleidung bei niedrigen Temperaturen (30°C) waschen
  • Kein WeichspĂĽler – beschädigt die wasserundurchlässige Schicht
  • Nach dem Waschen bei niedriger Temperatur trocknen oder kurz in den Trockner – reaktiviert die DWR-Beschichtung
  • Wasserabweisende Stoffe: Waschen bis 40°C mit Feinwaschmittel

Häufige Missverständnisse

Wasserabweisend bedeutet nicht wasserdicht – bei anhaltendem Regen wird es durchlässig. Wasserfest ist kein einheitlicher Standard – immer Wassersäulenwert prüfen. Wasserdichte Socken fühlen sich nicht an wie Plastik – moderne Varianten sind atmungsaktiv. Wasserdichte Socken brauchen keine Spezialreinigung – maschinenwaschbar.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen wasserdicht und wasserabweisend?

Wasserdicht = dauerhafter Schutz auch bei starkem Regen, Membran oder dichte Beschichtung, Wassersäule über 10.000 mm. Wasserabweisend = Wasser perlt ab, bei längerem Regen wird es durchlässig, atmungsaktiver und leichter.

Was bedeutet wasserfest – ist das dasselbe wie wasserdicht?

Nicht zwingend. Wasserfest ist kein normierter Begriff. Im Alltag oft gleichbedeutend verwendet, aber ohne verbindlichen Wassersäulenwert. Immer konkret nach der Wassersäule fragen.

Was bedeutet wasserabweisend?

Das Material hat eine DWR-Beschichtung, die Wasser abperlen lässt. Es ist nicht wasserdicht – bei starkem oder anhaltendem Regen dringt Wasser durch.

Was bedeutet Wassersäule 10000?

Das Material hält einen Wasserdruck von 10.000 mm Wasserhöhe aus ohne durchlässig zu werden. Das ist der Mindestwert für eine zuverlässige Regenjacke.

Wie wird Wasserdichtigkeit gemessen?

Durch die hydrostatische Wassersäule. Ein Wasserdruck wird auf das Material ausgeübt und gemessen, wann die ersten Tropfen durchdringen. Höherer Wert = besserer Schutz.

Wie imprägniere ich meine Jacke?

Jacke waschen, dann Einwaschimprägnierung im Waschgang oder Imprägnierspray auftragen. Anschließend bei niedriger Temperatur trocknen oder kurz in den Trockner – das reaktiviert die DWR-Beschichtung.

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Gery Instagram Model
Ich bin Gery from LA – Model und authentisches Gesicht von RennerXXL. Mit meinen 185 cm Körpergröße, einem Brustumfang von 141 cm, einem Bauchumfang von 153 cm, einer Hüfte von 150 cm und einer Innenbeinlänge von 89 cm stehe ich genau für das, wofür RennerXXL steht: echte Passform, Natürlichkeit und Selbstbewusstsein. Seit vielen Jahren stehe ich für unsere Eigenmarken vor der Kamera. Dabei ist mir wichtig, mit meiner ehrlichen Art und Ausstrahlung zu zeigen, dass Outdoor-Bekleidung in Übergrößen nicht nur funktional ist, sondern auch mit Stolz getragen werden kann. Ob beim Wandern, Radfahren oder einfach draußen in der Natur – ich teste viele unserer Produkte selbst und bringe meine Erfahrungen direkt in die Weiterentwicklung ein. So bin ich nicht nur Model, sondern ein echter Teil der RennerXXL-Familie – bodenständig, glaubwürdig und immer mit einem Augenzwinkern.

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