Übergrößen-Model werden – Dein Weg zum Curvy und Plus-Size-Model

Du willst Curvy Model oder Übergrößen-Model werden und fragst Dich, ab welcher Größe das überhaupt geht? Kurz gesagt: Als „curvy“ gilt eine kurvige, weibliche Figur, meist ab Konfektionsgröße 40/42. Als Plus-Size-Model bist Du in der Branche schon ab Größe 38/40 gefragt – also genau dort, wo klassische Models aufhören.

Die Modebranche hat eine echte Trendwende vollzogen: Statt extremer Magermodels stehen heute reale Körperformen im Fokus. Kein Wunder – über 55 % aller Frauen in Deutschland tragen Größe 42 und darüber. In diesem Artikel erfährst Du, was „curvy“ genau bedeutet, welche Maße und Voraussetzungen Du brauchst, wie der Weg zur Agentur funktioniert und warum gerade der Outdoor-Bereich spannende Chancen bietet.

Was bedeutet curvy – und ab wann ist man curvy?

Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen, deshalb hier die klare Einordnung. „Curvy“ beschreibt eine weibliche, kurvige Figur – unabhängig von einer bestimmten Kleidergröße. Im Alltag bezeichnen sich viele Frauen ab Konfektionsgröße 40/42 als curvy.

„Plus Size“ ist der Branchenbegriff aus dem Modeln: Plus Size beginnt in der Regel ab Größe 38/40. Die gefragtesten Konfektionsgrößen bei Agenturen liegen im Bereich 44 bis 48. Größen ab 48 aufwärts werden seltener angefragt, sind bei Agenturen aber grundsätzlich willkommen.

Das Gewicht spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sind die Proportionen und die Konfektionsgröße – ähnlich wie bei den klassischen Modelmaßen zählt das Gesamtbild.

Curvy-Model-Maße auf einen Blick

Es gibt keine pauschalen Maße, die für alle Agenturen gelten – die Anforderungen variieren je nach Marke, Einsatzbereich und Agentur. Trotzdem lassen sich klare Orientierungswerte nennen:

Kriterium Orientierungswert
Konfektionsgröße (Kerngröße) 44 – 48 (Einstieg ab 38/40)
Mindestkörpergröße ca. 173 – 176 cm (Laufsteg)
Brustumfang 98 – 114 cm
Taille 82 – 102 cm
Hüfte 105 – 122 cm

Die klassische Sanduhr-Silhouette ist auch im Plus-Size-Bereich gefragt, und Models mit ähnlicher Ober- und Unterteilgröße lassen sich leichter an Kunden vermitteln. Wenn Du Deine eigenen Werte sauber bestimmen willst, hilft Dir unsere Anleitung, wie Du Deine Körpermaße richtig messen kannst – die gleiche Logik, mit der wir täglich Größen beraten.

Welche Voraussetzungen brauchst Du als Plus-Size-Model?

Konfektionsgröße: Ab Größe 40, 42 oder 44?

Die meisten Agenturen suchen Models ab Konfektionsgröße 42/44. Einige haben ein sogenanntes „Inbetween Board“ für die Größen 36 bis 42 – also den Übergangsbereich zwischen klassischem und Plus-Size-Modeln. Die Kerngrößen, für die Kunden am häufigsten buchen, liegen bei 44 bis 48.

Körpergröße und Mindestgröße

Die meisten Agenturen setzen eine Mindestgröße von 173 bis 176 cm voraus. Diese Angabe findet sich auf fast allen Online-Bewerbungsformularen und wird konsequent eingehalten. Ausnahmen gibt es, sie sind aber selten.

Für reine Foto-Aufträge oder Social-Media-Kampagnen wird die Körpergröße weniger streng gesehen als für den Laufsteg. Wer kleiner als 175 cm ist, hat also im Print- und Online-Bereich bessere Chancen.

Ausstrahlung und Persönlichkeit

Agenturen berichten übereinstimmend, dass neben den Maßen vor allem Ausstrahlung, Haut, Haare und Zähne stimmen müssen. Ein gepflegtes, natürliches Erscheinungsbild ist wichtiger als perfektes Make-up. Selbstbewusstsein und ein extrovertiertes Wesen sind oft entscheidender als Zentimeterangaben.

💡 Gerys Tipp: Wir arbeiten seit Jahren mit Plus-Size-Models für unsere Outdoor-Kollektionen. Was dabei auffällt: Die besten Ergebnisse liefern Models, die sich in der Kleidung wirklich wohlfühlen und natürlich bewegen. Das gilt im Studio genauso wie draußen auf dem Trail. Authentizität schlägt jede Pose.

In 6 Schritten zum Plus-Size-Model

Der Weg zum Curvy Model ist kein Sprint, sondern ein strukturierter Prozess. Diese sechs Schritte haben sich bewährt:

1. Fitness und Körperbau

Eine gute körperliche Verfassung ist Grundvoraussetzung. Nicht, weil Du einem bestimmten Ideal entsprechen musst, sondern weil Shootingtage lang und anstrengend sind. Wer 8–10 Stunden vor der Kamera steht, in verschiedene Outfits wechselt und Posen hält, braucht Ausdauer und Konzentration.

2. Die richtige Agentur finden

Suche gezielt nach Modelagenturen, die sich auf Plus Size spezialisiert haben. Der erste Kontakt läuft fast immer über ein Online-Bewerbungsformular, auf dem Körpergröße, Maße, Alter und Bilder abgefragt werden.

Seriöse Agenturen verlangen niemals im Voraus Geld – weder für die Aufnahme noch für Fotoshootings. Ein gutes Qualitätsmerkmal ist die Mitgliedschaft bei VELMA (Verband lizenzierter Modelagenturen), deren Mitglieder sich zu seriöser und qualifizierter Modelvermittlung verpflichten.

3. Portfolio und Sedcard erstellen

Eine Sedcard ist Deine Visitenkarte. Sie enthält verschiedene Bilder: Porträt, Ganzkörper und unterschiedliche Outfits. Für die erste Bewerbung bei einer Agentur reichen allerdings natürliche, unbearbeitete Fotos – professionelle Aufnahmen sind anfangs nicht nötig. Ein klares Porträt ohne Make-up und eine Ganzkörperaufnahme in figurnaher Kleidung genügen.

4. Online-Präsenz aufbauen

Plattformen wie Instagram und TikTok sind heute unverzichtbar. Nutze sie, um Deine Arbeit zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen. Viele Agenturen und Kunden scouten aktiv über Social Media. Ein gepflegter, konsistenter Auftritt mit guten Bildern erhöht Deine Sichtbarkeit enorm.

5. Erste Erfahrungen sammeln

TFP-Shootings (Time for Print) sind ein bewährter Einstieg: Fotograf und Model arbeiten ohne Honorar zusammen und nutzen die Bilder gegenseitig als Referenz. So baust Du Dir ein hochwertiges Portfolio auf, ohne in professionelle Fotoshootings investieren zu müssen.

6. Geduld und Durchhaltevermögen

Der Weg zum Erfolg braucht Zeit. Nicht jede Bewerbung führt zu einem Vertrag, nicht jedes Casting zu einem Job. Bleib motiviert, arbeite kontinuierlich an Deinem Portfolio und nutze jede Gelegenheit, vor die Kamera zu kommen.

💡 Gerys Tipp: Wenn Du Dich bei einer Agentur bewirbst und eine Absage bekommst, frag nach dem Grund. Manche Agenturen suchen zu dem Zeitpunkt einfach einen anderen Typ – das sagt nichts über Dein Potenzial. Bewirb Dich bei mehreren Agenturen, aber nur bei seriösen mit VELMA-Mitgliedschaft oder nachweisbaren Referenzen.

Curvy Model Agenturen in Deutschland

In Deutschland gibt es mehrere etablierte Agenturen, die Plus-Size-Models vertreten. Die Anforderungen unterscheiden sich im Detail, aber alle setzen auf professionelle Vermittlung und transparente Konditionen.

Bekannte Plus-Size-Agenturen

  • Most Wanted Models (München, Hamburg) – Mindestgröße 176 cm, Konfektionsgröße 44–50, VELMA-Mitglied, national und international tätig
  • Curve Model Management (Hamburg) – Mindestgröße 174 cm, spezialisiert auf Plus Size, Inbetween und Sport Models, keine Altersbeschränkung
  • Louisa Models (Hamburg, München) – Mindestgröße 175 cm, VELMA-Mitglied, bekannt für die Entdeckung neuer Talente
  • Place Models (Hamburg) – Mindestgröße 175 cm, Konfektionsgröße 40–46, VELMA-Mitglied

Auch international lohnt sich der Blick: Die Londoner Agentur Milk Model Management hat in den vergangenen Jahren mehrfach globale Plus-Size-Model-Suchen über Instagram gestartet.

Worauf Du bei der Agenturwahl achten solltest

Prüfe immer die Seriosität einer Agentur, bevor Du Bilder verschickst oder zu einem Casting gehst. Eine VELMA-Mitgliedschaft ist ein verlässliches Qualitätsmerkmal. Seriöse Agenturen verlangen kein Geld vorab und klären transparent über Vertragskonditionen auf. Wenn eine Agentur Dich auf der Straße anspricht, nimm Dir Zeit zur Recherche, bevor Du Dich auf etwas einlässt.

Plus-Size-Models im Outdoor- und Sportbereich

Plus Size Models in Outdoor-Regenjacken bei einem Shooting für RennerXXL

Nicht nur in der klassischen Fashion, sondern auch im Outdoor- und Sportbereich werden Models mit Format immer gefragter. Funktionelle Outdoorbekleidung für Damen in großen Größen muss authentisch präsentiert werden – und dafür braucht es Menschen, die diese Kleidung auch wirklich tragen.

Wir von RennerXXL haben uns seit Jahren auf dieses Segment spezialisiert. Unsere Produktbilder entstehen mit echten Models in Übergrößen, die die Jacken, Hosen und Westen nicht nur präsentieren, sondern auf Funktion und Passform testen. Ob Regenjacken für Damen in großen Größen oder robuste Outdoorhosen – das Ergebnis: Kunden sehen auf den ersten Blick, wie ein Produkt an einem realen Körper sitzt.

Gerade für Models, die keine klassische Laufsteg-Karriere anstreben, bietet der Outdoor-Bereich interessante Möglichkeiten. Sport- und Outdoor-Marken suchen zunehmend nach authentischen Gesichtern statt nach perfekt retuschierten Bildern.

Übergrößen Model bei RennerXXL präsentiert Outdoorbekleidung in großen Größen Authentisch: Unser RennerXXL Model präsentiert funktionelle Outdoorbekleidung in großen Größen.

💡 Gerys Tipp: Im Outdoor-Bereich zählt nicht die perfekte Pose, sondern die glaubwürdige Bewegung. Unsere besten Produktfotos entstehen, wenn das Model die Jacke wirklich anzieht, den Reißverschluss testet und sich darin bewegt. Wer Erfahrung im Outdoor-Sport hat – Wandern, Radfahren, Camping – bringt genau die natürliche Ausstrahlung mit, die Marken suchen. Einen Eindruck davon, wie Wanderhosen für Damen in großen Größen authentisch sitzen, findest Du in unserem Shop.

Plus-Size-Model als Mann – geht das?

Kurze Antwort: Ja, aber der Markt ist kleiner. Die Plus-Size-Bewegung ist nach wie vor stark weiblich geprägt, doch auch für Männer wächst die Nachfrage. Outdoor- und Workwear-Marken suchen zunehmend nach männlichen Models in großen Größen für authentische Kampagnen.

Die Anforderungen sind ähnlich: eine gepflegte Erscheinung, gute Proportionen und Selbstbewusstsein vor der Kamera. Die Konfektionsgrößen liegen in der Regel ab Größe 56/58 aufwärts (Herren). Spezialisierte Agenturen für männliche Plus-Size-Models gibt es bisher wenige – der Einstieg erfolgt oft über den Bereich „Commercial“ bei klassischen Agenturen.

Wie das in der Praxis aussieht, kennen wir aus erster Hand: Für unsere Herrenbekleidung in Übergrößen arbeiten wir mit Gery (185 cm, Brustumfang 141 cm), der unsere Jacken und Hosen als großer Träger testet und präsentiert. Genau diese realen Proportionen machen den Unterschied – Kunden sehen, wie ein Produkt an einem kräftigen Körper tatsächlich sitzt, statt an einer Standardfigur.

Bekannte Plus-Size-Models als Vorbilder

Einige Plus-Size-Models haben in den letzten Jahren internationale Karrieren aufgebaut und die Branche nachhaltig verändert. Ashley Graham (Konfektionsgröße 44/46) hat als eines der ersten Plus-Size-Models das Cover der Sports Illustrated erreicht. Tess Holliday setzt sich seit Jahren für Body Positivity ein. In Deutschland zählt Angelina Denk zu den bekannten Gesichtern der Branche.

Diese Models zeigen: Erfolg in der Modelbranche ist nicht an eine Konfektionsgröße – und auch nicht an ein Alter – gebunden. Gerade reifere Models über 50 sind für Best-Ager-Kampagnen zunehmend gefragt. Entscheidend sind Professionalität, Ausstrahlung und Durchhaltevermögen.

Häufige Fragen zum Thema Curvy- und Übergrößen-Model (FAQ)

Was bedeutet curvy?

„Curvy“ beschreibt eine weibliche, kurvige Figur mit ausgeprägten Rundungen – unabhängig von einer festen Kleidergröße. Im Alltag verwenden viele Frauen den Begriff ab Konfektionsgröße 40/42.

Ab wann ist man curvy?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Im allgemeinen Sprachgebrauch gilt man meist ab Größe 40/42 als curvy. In der Modelbranche beginnt der Plus-Size-Bereich ab Konfektionsgröße 38/40.

Welche Modelmaße braucht man als curvy Model?

Als Orientierung gelten: Brust 98–114 cm, Taille 82–102 cm, Hüfte 105–122 cm. Wichtiger als exakte Maße sind harmonische Proportionen und eine zum Agenturprofil passende Ausstrahlung.

Wie groß muss man als Model sein?

Die meisten Plus-Size-Agenturen setzen eine Mindestgröße von 173 bis 176 cm voraus. Für Foto-Aufträge und Social-Media-Kampagnen wird die Körpergröße weniger streng gehandhabt als für den Laufsteg.

Was ist ein Plus-Size-Model?

Ein Plus-Size-Model ist ein Model mit einer Konfektionsgröße oberhalb der klassischen Modelgrößen, also in der Regel ab Größe 38/40. Es präsentiert Mode und Produkte an einer realeren, kurvigeren Figur.

Kann man mit Größe 40 oder 42 Plus-Size-Model werden?

Ja. Einige Agenturen haben ein „Inbetween Board“ für die Größen 36 bis 42, also den Übergangsbereich. Es lohnt sich, bei mehreren Agenturen anzufragen, da die genauen Anforderungen variieren.

Kann man mit über 50 noch Plus-Size-Model werden?

Ja. Viele Plus-Size-Agenturen haben keine Altersobergrenze, und Best-Ager-Models über 50 werden für Werbung und Kataloge zunehmend gebucht. Gepflegtes Auftreten und Ausstrahlung zählen mehr als das Alter.

Was verdient ein Plus-Size-Model?

Die Tagessätze variieren stark je nach Erfahrung, Auftraggeber und Einsatzbereich. Einsteiger verdienen bei ersten Bookings in der Regel 500 bis 1.500 Euro pro Tag. Etablierte Models mit gutem Portfolio können deutlich mehr erzielen. TFP-Shootings am Anfang der Karriere sind unbezahlt, liefern aber wichtige Referenzbilder.

Braucht man eine Agentur, um als Plus-Size-Model zu arbeiten?

Eine Agentur ist nicht zwingend nötig, aber sehr empfehlenswert. Agenturen vermitteln Jobs, handeln Konditionen aus und kümmern sich um rechtliche Fragen. Gerade am Anfang bietet eine seriöse Agentur Orientierung und Schutz vor unseriösen Angeboten.


Wir bei RennerXXL schätzen die Vielfalt der Körperformen. Wenn Du Dich in Deiner Haut wohlfühlst und das nach außen strahlst, hast Du die besten Voraussetzungen, um als Curvy- oder Übergrößen-Model erfolgreich zu sein – ob auf dem Laufsteg, im Studio oder draußen auf dem Trail.

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Gery Instagram Model
Ich bin Gery from LA – Model und authentisches Gesicht von RennerXXL. Mit meinen 185 cm Körpergröße, einem Brustumfang von 141 cm, einem Bauchumfang von 153 cm, einer Hüfte von 150 cm und einer Innenbeinlänge von 89 cm stehe ich genau für das, wofür RennerXXL steht: echte Passform, Natürlichkeit und Selbstbewusstsein. Seit vielen Jahren stehe ich für unsere Eigenmarken vor der Kamera. Dabei ist mir wichtig, mit meiner ehrlichen Art und Ausstrahlung zu zeigen, dass Outdoor-Bekleidung in Übergrößen nicht nur funktional ist, sondern auch mit Stolz getragen werden kann. Ob beim Wandern, Radfahren oder einfach draußen in der Natur – ich teste viele unserer Produkte selbst und bringe meine Erfahrungen direkt in die Weiterentwicklung ein. So bin ich nicht nur Model, sondern ein echter Teil der RennerXXL-Familie – bodenständig, glaubwürdig und immer mit einem Augenzwinkern.

5 Kommentare zu „Übergrößen-Model werden – Dein Weg zum Curvy und Plus-Size-Model“

  1. Christina Bormpoki

    Ich möchte ein Model für große Größen werden.Was soll ich tun?Ich habe nie als Model gearbeitet. Ich komme aus Griechenland und ich spreche Englisch und ich lerne Deutsch.

  2. Hannelore Spindler

    Ich habe Grösse 42/44 und würde gerne als Modell,arbeiten. Wie komme ich zu einer professionellen Fotomappe und welche Agenturen gibt es überhaupt die seriös sind..

  3. Hallo, dass hört sich ja eigentlich ganz spannend an. Was gibt es denn für Modellagenturen die man dann zum Beispiel kontaktieren könnte? Danke Gruß Frieda

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