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5. Februar 2015 Comments (2) Erfahrungsberichte, Outdoor-Trends, Testberichte, Trends

Outdoorhosen in Kurzgrößen und Langgrößen

Die Outdoor-Hose lebt im Schatten, der Glanz fällt eher auf die Jacke. Dabei könnte man meinen, dass es eher einen Trend zur Zweit und Dritthose gibt als zur Zweitjacke. Die Funktionshose spielt aber nur bei wenigen Firmen die erste Geige, zum Beispiel Maier Sports: „Unser kompetentes Hosenangebot hat ganz entscheidend zu unserem enormen Wachstum im Segment Outdoor beigetragen, das nun bereits 50 % an unserem Gesamtgeschäft ausmacht“, berichtet Lothar Baisch, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing.

Auch Fjällräven ist Hosenspezialist. „Outdoor-Hosen gehören zu unserer Kernkompetenz, und im Verkauf sind sie ein dauerhaft starker Umsatzbringer“, lässt Countrymanager Thomas Gröger verlauten. Er sieht dabei die Möglichkeiten noch nicht ausgereizt: „In den nächsten Jahren werden wir die Sparte weiter ausbauen und mit neuen innovativen Produkten noch mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden eingehen“, verkündet er.

Berghaus sieht Outdoor-Hosen „generell noch hinter dem Geschäft mit wasserdichten Jacken“, doch der Umsatzanteil der Hose sei seit Jahren am Wachsen. Wichtig ist bei der Hose ein konstant gutes Lager: „Outdoor und Bergsporthosen tragen mit einem sehr hohen Anteil zum Gesamtergebnis in der Vor bzw. Nachorder bei“, berichtet Markus Grahammer, Produktmanager von Salwea. Insbesondere in der Nachorder sei es wichtig, „den Markt nachhaltig zu bedienen“. Übrigens eine Erkenntnis, die alle „Hosen Marken“ mit Never-out-of-Stock (NoS) Konzepten beherzigen.

Trekkinghosen in Sondergrößen  – Langgrößen und kurze Größen

Der Testsieger - die Lulaka Outdoorhose von Maier Sports in Kurzgrößen und Langgrößen

Der Testsieger – die Lulaka Outdoorhose von Maier Sports in Kurzgrößen und Langgrößen

Die Möglichkeiten von Outdoor-Hosen sind enorm, weil die unterschiedlichen Anwendungsbereiche nach unterschiedlichen Materialien und Details verlangen. Outdoor-Hosen sind sehr vielseitig und decken die Bedürfnisse eines breiten Publikums ab. Die Einsatzbereiche reichen vom Stadtspaziergang über Bergwandern bis zum sportlichen Nordic Walking. So dominieren vier unterschiedliche Materialkonstellationen den Markt: Robuste Mischgewebe für klassisches Trekking, Softshell-Stoffe am Berg, leichte Mikrofasern im Reisemarkt und reine Baumwolle für urbanes Outdoor oder Klettern.

Trekkinghosen sollten praktisch und chic sein, wollen die Kunden die Hosen auf den Bergen und in der Stadt nutzen. Fjällräven hat dies seit Jahrzehnten perfekt umgesetzt: „Mit den Hosen aus unserem eigenen Mischgewebe, G1000 aus 65 % Polyester und 35% Baumwolle haben wir… ein zeitloses Material, für das wir bei unseren Kunden seit vierzig Jahren bekannt sind“, weiß Gröger.

Ein größeres Problem stellt für viele Kunden und einige Hersteller das notwendige Größenspektrum „Die meisten Firmen und Shops wollen keine Sondergrößen anbieten, weil es nicht zum Bild vom athletischen Naturliebhaber passt“, umreißt Benedikt Tröster (Vaude) die Problematik. Er vergleicht die Vorbehalte mit einem Bikini in Größe 44. „Das will keiner anbieten, weil das nicht modisch ist, aber es wird immer mehr gebraucht.“ Gleichwohl weiß er: „Die wenigen Anbieter machen damit gute Geschäfte.“ Allerdings: „Übergrößen kaufen wir nur in einer Sortierung ein“, erzählt eine Verkäuferin eines Outdoor-Ladens, die lieber anonym bleiben will. „Die sind dann schnell weg, werden aber nicht nachgeordert. Am Saisonende heißt es dann: Übergrößen verkaufen sich nicht.“

Wer dagegen Sondergrößen konsequent anbietet, macht gute Geschäfte: „Unsere wichtigsten Modelle führen wir auch in Lang und Kurzgrößen. Mittlerweile ist das essenziell, um allen Anforderungen der Kunden gerecht werden zu können“, weiß Grahammer und rechnet vor: „Kurzgrößen decken dabei mittlerweile schon fast den gleichen Anteil ab wie die regulären Größen.“ Und für Maier Sports ist das Thema ein Teil der Firmenidentität: „Für Maier Sports mit seinen bis zu 32 Herren und bis zu 25 Damengrößen ist dies seit Jahren ein ganz bedeutender USP. Kurzgrößen erreichen bei uns die gleichen Stückzahlen wie die Ausführungen in normalen Größen. Auch Langgrößen sind aus dem Sortiment nicht mehr wegzudenken.“ Angesichts der letzten repräsentativen Reihenmessung durch die Institute Hohenstein unter dem Namen SizeGermany wäre alles andere auch unverständlich, denn da werden die Durchschnittsgrößen bei Frauen mit 44 und bei Männern mit 54 angegeben.

Trends bei Outdoorhosen: Mut zu mehr Farbe auch bei Männern

Die Hose ist die Basis, der Rest wird kombiniert. Dieses Gesetz gilt nicht nur im Alltag, sondern auch bei Outdoor  zumindest meistens. „In Europa und im Vereinigten Königreich sind die Hosenfarben tendenziell bedeckt und ziemlich konservativ“, heißt es von Berghaus. „Die Menschen wollen Hosen, die zeitlos sind und zu vielen unterschiedlichen Jacken und Outfits kombiniert werden können.“ Farbneutralität ist angesagt.

Diese Beobachtung unterstreicht Maier Sports nicht. „Farbe ist extrem wichtig. Neben den klassischen Outdoor-Tönen Sand, Teak, Anthrazit und Schwarz gewinnen Hosen in durchaus kräftigen Farben ganz extrem an Bedeutung“, so Baisch. Dunkle Beerentöne stünden bei den Damen „sehr hoch im Kurs“, und bei Shorts, Bermudas und Capris dürfe es „auch mal ein Pink, Neon oder ein kräftiges Türkis sein“. Und: „Verstärkten Mut zur Farbe zeigen übrigens auch die Herren.“

Eine einzelne Einschätzung? Nein. Auch andere Marken sehen die Zukunft nicht mehr nur grau in grau: „In den letzten Jahren ist eine deutliche Entwicklung hin zu viel Farbe sichtbar und spürbar. Die Nachfrage nach farbigen Modellen steigt  sowohl im Winter als auch im Sommer  stetig an“, weiß Grahammer zu berichten.

„Der Trend geht jedoch zu mehr Farbe gerade im Sommer“ und „Farbe kommt immer mehr“ heißt es aus mehreren Häusern. Am konservativsten sind dann doch noch die Skandinavier: „Die Basisfarben sind immer noch die Nr. 1. Darüber hinaus ist es für uns noch eine Frage der Nachhaltigkeit“, argumentiert Marketingmanagerin Sarah Wänseth von Lundhags: „Man sollte nicht jede Saison eine neue Hose kaufen müssen nur wegen der Farbe.“ Wobei Fjällräven-Hosen auch als „Experimentierfeld“ stehen; „Klassiker in gedeckten Tönen sind Fjällräven-typisch und immer gefragt. Aktuell verkaufen sich aber auch andere Farben recht gut: Ochre, UN Blue oder Uncle Blue sind gefragt.“

 

Dauerbrenner Zip-off wird weiterentwickelt

Die Kommentare halten ihr noch meist die Stange: „Zip-off-Hosen sind und bleiben beliebt“ (Fjällräven), „Zip-off-Hosen sind nach wie vor sehr gefragt“ (Salewa) oder „Zip-off-Hosen sind sehr populär, jedoch eher bei Männern als bei Frauen“ (Berghaus). „Zip-off-Hosen zeichnen für über 60 % der Hosenverkäufe bei Kindern und 40% bei Erwachsenen verantwortlich“, rechnet Simon (CMP) vor. Sein Argument: „Zip-off-Hosen sind sehr kommerziell, weil der durchschnittliche Kunde die Illusion hat, zwei Produkte zu kaufen, aber nur eines bezahlt.“

Maier Sports sieht eher, dass die Hose sich funktionell mit entwickeln muss: Die klassische Zip-off-Hose hat an Bedeutung verloren. Immer wichtiger werden dafür T-Zipp-Hosen. Sie verbinden In einzigartiger Welse hohen Tragekomfort, Multifunktion und  ganz entscheidend  einfaches Handling“, so Baisch. Die Hausaufgaben der Branche bestehen also darin, die Zip-off-Hose funktionell zu verbessern und den Tragekomfort zu erhöhen. Sonst könnte es ihr so gehen wie der Doppeljacke. Von der weiß auch jeder Händler, dass sie funktionell einer separaten Fleecejacke und einer separaten wasserdichten Jacke meilenweit unterlegen ist und nur noch verkauft wird, weil vor allem deutsche Kunden meinen, sich alle Optionen mit einem Produkt offenhalten zu können. Bei der Zip-off-Hose kommt leider erschwerend hinzu, dass sie mit dem Reißverschluss nicht mal gut aussieht.

Die Cargohose bekommt eine neue Tasche

Noch schlimmer steht es um die Cargotaschen. Die rustikal aufgesetzte Balgtasche, die es vor zehn Jahren sogar bis auf die Catwalks dieser Welt geschafft hat, hat fast abgedankt. Lediglich bei der Wanderhose hat sie noch eine Daseinsberechtigung: „Hosen aus Baumwoll-Mischgeweben und derben Oberstoff-Qualitäten sind Cargotaschen nach wie vor ein Muss“, findet Baisch (Maier Sports). Und Grahammer (Salewa) ergänzt: „Wir setzten Cargotaschen aktuell nur bei wenigen Modellen ein. Für manchen Bedarf, etwa zum Verstauen von Wanderkarten, sind sie jedoch nach wie vor sinnvoll und erfüllen Ihren Zweck. An dieser Stelle sind sie teilweise immer noch eine sehr gefragte Ausstattung,“ Der Trend bei der Outdoor-Hose geht eindeutig zur flachen, reduzierten Tasche  und das nicht nur traditionell bei Softshell-Hosen. „Im Hiking Bereich spielen Cargotaschen immer noch eine große Rolle, im Travel-Bereich Ist es eher reduzierter und versteckt“, beschreibt Daniel Streuber (PR-Sprecher bei Jack Wolfskin) die Entwicklung. Das charakterisiert den allgemeinen Trend bei Outdoor-Hosen. „Stretch, Stretch und nochmals Stretch stehen im Fokus“, meint Baisch, denn „dadurch genießt man einen perfekten Tragekomfort“. Und Grahammer dazu: „Zum anderen wird auf Hosen mit Stretch-Anteil und viel Bewegungskomfort Wert gelegt,“

 

2 Responses to Outdoorhosen in Kurzgrößen und Langgrößen

  1. M.K69 sagt:

    Wie kann ich denn bitte Kurzgrößen und Langgrößen umrechnen? Die Englischen Größen sind eine Katastrophe (Inch-Größen) und bei den Schweden (Pinewood oder Fjäll Räven) ist es komplett anders als in Europa

     
  2. admin sagt:

    Hallo K69,
    danke für deine Frage. In der Tat sind „ausländische“ Größen generell ein großes Problem… vor allem die Umrechnung von Zoll-Größen ist sehr kompliziert, aber generell bedeutet Zoll nichts anderes, als die Bundweite bei Jeans… also eine 36″ Zoll Hose entspricht einer 36/X Jeans Hose, wobei das X durch die Länge ergänzt werden muss.

    Liebe Grüße,
    Maria vom RennerXXL Team

     

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