Der Siegeszug von Padel (manchmal auch Pádel oder Paddle genannt) begann im noblen Marbella in Südspanien. Alfonso zu Hohenlohe entdeckte den Sport auf einer Mexiko-Reise und brachte ihn nach Europa, wo er Spielfeld und Regeln weiterentwickelte.
Heute zählt Padel weltweit zu den am schnellsten wachsenden Rückschlagsportarten. Von rund zwölf Millionen Spielern weltweit gibt es allein in Spanien über drei Millionen aktive Spieler. Dort rangiert Padel bereits auf Platz zwei der beliebtesten Ballspiele.
Auch in Deutschland wächst das Interesse rasant. Immer mehr Tennisvereine bauen Padel-Courts, da der Einstieg leichter fällt als beim klassischen Tennis und schnelle Erfolgserlebnisse möglich sind.
Padel Tennis einfach erklärt – Regeln und Unterschiede zum Tennis
Padel wird fast immer im Doppel gespielt und kombiniert Elemente aus Tennis und Squash. Gespielt wird auf einem kleineren Feld (10 x 20 Meter), das von Glas- und Gitterwänden umgeben ist. Diese Wände dürfen aktiv ins Spiel einbezogen werden.
Die Zählweise entspricht dem Tennis, doch das Spieltempo ist höher und Ballwechsel dauern oft länger, da Bälle über die Glaswände zurück ins Feld gespielt werden können. Dadurch entstehen spektakuläre und dynamische Rallyes.
Der Einstieg fällt vielen leichter als beim Tennis, da der Schläger kompakter ist und weniger Technikaufwand nötig ist, um kontrollierte Schläge zu spielen. Ein weiterer Unterschied: Der Aufschlag erfolgt immer von unten, unterhalb der Hüfthöhe.
Padel in Deutschland: Aktuelle Zahlen 2025

Padel Tennis boomt – der Sport ist schnell zu erlernen und macht sofort Spaß.
Die Entwicklung von Padel in Deutschland ist beeindruckend. Während es 2020 gerade einmal 70 Plätze gab, sind es Anfang 2025 bereits über 875 Courts an mehr als 300 Standorten. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von rund 50 Prozent.
Noch deutlicher zeigen sich die Zahlen bei den Spielern: Rund 350.000 Menschen spielen inzwischen regelmäßig Padel in Deutschland. Davon sind etwa 6.000 offiziell beim Deutschen Padel Verband (DPV) lizenziert. Der Verband zählt mittlerweile über 230 Mitgliedsvereine – vor drei Jahren waren es noch 65.
Im europäischen Vergleich steht Deutschland allerdings noch am Anfang. In Italien gibt es bereits über 10.000 Courts, in den Niederlanden und Frankreich jeweils mehr als 3.000. Das zeigt gleichzeitig das enorme Wachstumspotenzial: Experten rechnen langfristig mit 10.000 bis 20.000 Padel-Plätzen in Deutschland.
Warum wächst Padel so schnell?
Der Erfolg hat mehrere Gründe. Padel ist deutlich leichter zu erlernen als Tennis und sorgt schon bei Anfängern für schnelle Erfolgserlebnisse. Durch das Doppelspiel entsteht eine soziale Komponente, die viele Spieler schätzen. Außerdem ist der Sport bis zu einem gewissen Level weniger kraft- und fitnessintensiv als andere Rückschlagsportarten.
Ligabetrieb und Turniere in Deutschland
Der organisierte Padel-Sport hat sich in Deutschland professionalisiert. Es gibt einen strukturierten Ligabetrieb mit erster und zweiter Bundesliga sowie Regionalligen. Die Ligen sind in verschiedene Alterskategorien unterteilt: Offene Kategorie, 35+, 40+, 45+ und 55+. Über 300 Mannschaften nehmen aktuell am Spielbetrieb teil.
German Padel Series (GPS)
Für Einzelspieler ist die CUPRA German Padel Series die wichtigste Turnierserie. 2025 werden voraussichtlich über 1.500 Turniere ausgetragen. Die Serie ist nach Spielstärke gestaffelt:
- GPS 50/100: Ideal für Einsteiger, um erste Turniererfahrungen zu sammeln
- GPS 250/350: Für fortgeschrittene Spieler
- GPS 500/750: Hochklassige Turniere mit Nationalkader-Spielern
- GPS 1000/1500: Die Spitzenklasse mit internationalem Teilnehmerfeld
Wer Padel wettkampfmäßig spielen möchte, findet über Plattformen wie RankedIn passende Turniere in seiner Region.
Wo kann man in Deutschland Padel spielen?
Padel-Courts entstehen vor allem bei Tennisvereinen und in größeren Städten. Viele Anlagen sind auch für Nicht-Mitglieder zugänglich, sodass Einsteiger problemlos erste Erfahrungen sammeln können.
Die einfachste Möglichkeit: Online nach „Padel in meiner Nähe“ suchen oder Plattformen wie Padelfinder oder Playtomic nutzen. Dort lassen sich freie Plätze direkt buchen. Auch lokale Tennisvereine sind gute Anlaufstellen, da viele inzwischen Padel-Courts betreiben.
Ausrüstung: Schläger, Bälle und Schuhe
Große Marken wie Adidas, Head, Wilson, Babolat und Dunlop investieren stark in den Padel-Markt. Daneben haben sich spezialisierte Marken wie Nox und Bullpadel etabliert.
Ein wesentlicher Unterschied zum Tennis: Padel-Schläger besitzen keine Besaitung, sondern eine feste Schlagfläche mit Löchern. Da das Material im Laufe der Zeit an Elastizität verliert, werden Schläger bei regelmäßiger Nutzung meist jährlich ersetzt.
Welcher Padel-Schläger eignet sich für Anfänger?
Die Schlägerform beeinflusst das Spielverhalten erheblich:
- Runde Schläger: Großer Sweetspot, viel Kontrolle, ideal für Einsteiger
- Tropfenförmige Schläger: Guter Kompromiss aus Kontrolle und Power
- Diamantförmige Schläger: Mehr Wucht, aber weniger Fehlerverzeihung – für Fortgeschrittene
Für den Einstieg empfehlen sich Schläger zwischen 100 und 150 Euro. Wichtiger als der Preis ist ein angenehmes Handling und gute Kontrolle.
Padel-Bälle und Schuhe
Padel-Bälle sehen ähnlich aus wie Tennisbälle, haben jedoch einen geringeren Innendruck und springen dadurch niedriger ab. Normale Tennisbälle sind nicht geeignet.
Bei den Schuhen sind spezielle Padel- oder Tennisschuhe mit gutem Halt auf Kunstrasen empfehlenswert. Die Sohle sollte für schnelle Richtungswechsel ausgelegt sein.
Gerhards Praxistipps für Padel-Einsteiger
Tipp 1: Erste Stunde mit Trainer buchen
Auch wenn Padel leicht zu erlernen ist – eine Einführungsstunde spart viel Zeit. Besonders der Umgang mit den Glaswänden und die richtige Schlägerhaltung wollen gelernt sein. Die meisten Anlagen bieten günstige Schnupperkurse an.
Tipp 2: Schläger vor dem Kauf testen
Viele Padel-Anlagen verleihen Schläger oder bieten Testmodelle an. Das lohnt sich, denn Gewicht, Balance und Griffstärke sind individuell. Ein zu schwerer oder kopflastiger Schläger führt bei Einsteigern schnell zu Ermüdung.
Tipp 3: Position am Netz üben
Im Padel gewinnt meist das Team, das die Netzposition kontrolliert. Anfänger bleiben oft zu weit hinten. Wer früh lernt, nach vorne zu rücken und Volleys zu spielen, hat einen deutlichen Vorteil.
FAQ: Häufige Fragen zu Padel Tennis
Wie spielt man Padel Tennis?
Padel wird auf einem kleineren Spielfeld gespielt, das von Glaswänden umgeben ist. Die Zählweise entspricht dem Tennis, doch die Wände dürfen ins Spiel einbezogen werden. Der Aufschlag erfolgt immer von unten.
Ist Padel Tennis schwer zu erlernen?
Nein. Durch den kompakten Schläger und das kleinere Spielfeld entstehen schnell längere Ballwechsel. Die meisten Anfänger haben bereits nach wenigen Minuten Erfolgserlebnisse und können den Ball kontrolliert spielen.
Wird Padel mit normalen Tennisbällen gespielt?
Padel-Bälle sehen ähnlich aus wie Tennisbälle, besitzen jedoch geringeren Innendruck und springen dadurch niedriger ab. Für ein korrektes Spielgefühl sollten immer Padel-Bälle verwendet werden.
Kann man Padel auch zu zweit spielen?
Grundsätzlich lässt sich Padel auch zu zweit spielen, etwa im Training oder wenn kein weiteres Spielerpaar verfügbar ist. Für erste Ballwechsel oder Technikübungen reicht das völlig aus, um ein Gefühl für Schläger, Ball und die Nutzung der Glaswände zu bekommen.
Offiziell ist Padel jedoch als Doppelsport konzipiert. Erst mit vier Spielern entfaltet das Spiel seine typische Dynamik, da Positionierung, Teamarbeit und taktische Ballwechsel entscheidend werden. Wer Padel wirklich so erleben möchte, wie es gedacht ist, sollte möglichst im Doppel spielen.
Was kostet eine Stunde Padel?
Die Platzmiete liegt je nach Anlage und Uhrzeit zwischen 20 und 50 Euro pro Stunde für den gesamten Court. Bei vier Spielern sind das 5 bis 12 Euro pro Person – vergleichbar mit Tennis.
Welche Ausrüstung brauche ich als Anfänger?
Zum Start reichen Sportkleidung, Hallenschuhe oder Tennisschuhe und ein geliehener Schläger. Die meisten Anlagen stellen Schläger und Bälle für Anfänger bereit. Erst wenn Du regelmäßig spielst, lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Schlägers.
Ist Padel gelenkschonender als Tennis?
Tendenziell ja. Der Kunstrasenbelag federt Bewegungen ab, und die kürzeren Laufwege reduzieren die Belastung. Zudem sind die Schlagbewegungen durch den kompakteren Schläger oft weniger belastend für Schulter und Ellenbogen.
Warum wird Padel Tennis immer beliebter?
Padel kombiniert schnelle Erfolgserlebnisse, Bewegung, Teamspiel und Spaß. Die Einstiegshürde ist niedrig, während Fortgeschrittene taktisch anspruchsvolle Matches spielen können. Genau diese Mischung sorgt aktuell weltweit für stark steigende Spielerzahlen.
In Deutschland profitiert der Sport zusätzlich von der starken Tennis-Infrastruktur. Mit über 46.000 Tennisplätzen und 4,5 Millionen Tennisspielern gibt es eine große Basis an Menschen, die Rückschlagsportarten kennen und offen für Neues sind. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Padel auch hierzulande zum Breitensport wird – die Zeichen stehen gut.
Paddletennis ist echt lustig, konnte es selbst in den USA mal ausprobieren, leider kann man es nur im Doppel spielen
leider gibt es in deutschland praktisch keine padel tennis plätze zum spielen
Mexiko ist nicht Südamerika!! Wer schreibt denn eure Texte??? Mexiko gehört zu Nordamerika. Und dann direkt im Titel.. peinlich