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4. Juli 2025 / Kommentare (5)

Gehzeit + Höhenmeter: So berechnest Du Deine Wandertour realistisch

Warum eine realistische Planung von Gehzeit und Höhenmetern so wichtig ist

Viele Wanderer – vor allem AnfĂ€nger – unterschĂ€tzen die Kombination aus Strecke, Höhenmeter und Zeit. Was auf der Karte harmlos aussieht („nur 8 km“), kann sich in der RealitĂ€t als kraftzehrende Tagestour mit ĂŒber 1.000 Höhenmetern entpuppen. Genau deshalb ist es so wichtig, Deine Wandertour realistisch zu berechnen.

Ich bin Gerhard Renner, GrĂŒnder von Outdoor Renner und leidenschaftlicher Wanderer. In meiner Anfangszeit habe ich selbst Fehler gemacht – z.B. eine Tour mit 900 Hm und 11 km „mal eben“ nach der Arbeit angegangen. Ergebnis: total erschöpft, kein Handyempfang, Sonnenuntergang – und eine wichtige Lektion gelernt.

wanderer blicken auf karte, um gehzeit und höhenmeter zu planen

Typische Fehler bei der Tourenplanung

  • Nur auf die Kilometer schauen, aber Höhenmeter ignorieren
  • Keine Zeitreserven fĂŒr Pausen, Wetterumschwung oder Umwege einplanen
  • Zu ambitioniert starten – vor allem untrainiert oder mit Kindern

Solche Fehler fĂŒhren nicht nur zu Frust – sondern können auch gefĂ€hrlich werden: Erschöpfung, Kreislaufprobleme, Orientierungsverlust oder Überforderung gehören zu den hĂ€ufigsten Ursachen fĂŒr alpine NotfĂ€lle.

FĂŒr wen ist dieser Artikel gedacht?

Wenn Du Dir schon mal Fragen gestellt hast wie:

  • „Wie viele Höhenmeter kann ich als AnfĂ€nger schaffen?“
  • „Wie lange brauche ich fĂŒr 10 km mit Aufstieg?“
  • „Gibt es eine Formel fĂŒr Gehzeit und Höhenmeter?“


 dann bist Du hier genau richtig.

Mein Tipp fĂŒr Einsteiger:

Starte immer mit einer Tour, bei der Du denkst: „Könnte fast zu leicht sein.“ Wenn Du danach noch Energie hast – perfekt. Wenn nicht, bist Du froh, nicht ĂŒbertrieben zu haben. Und: Plane immer einen Zeitpuffer von mindestens 20-30 % zusĂ€tzlich zur geschĂ€tzten Gehzeit ein. Gerade im Sommer kann ein Gewitter schneller kommen, als Dir lieb ist.

In den nĂ€chsten Abschnitten zeige ich Dir ganz konkret, wie Du mit ein paar einfachen Rechenwegen Deine Tour verlĂ€sslich planst – ganz ohne komplizierte Apps oder GPS-Vorkenntnisse.

https://www.outdoor-renner.de/blog/gehzeit-wandern-trekking-berrechnen.html

Wie viele Höhenmeter sind fĂŒr AnfĂ€nger oder Untrainierte machbar?

Die kurze Antwort: Es kommt drauf an. Die etwas lĂ€ngere: Höhenmeter kosten deutlich mehr Energie als flache Kilometer – vor allem fĂŒr Menschen mit wenig Ausdauertraining oder Wandererfahrung. Deshalb ist es wichtig, realistische Grenzen zu kennen und Deine Tour entsprechend zu planen.

Die richtige Outdoorbekleidung macht den Unterschied

Wenn Du lĂ€ngere Touren mit vielen Höhenmetern planst, ist nicht nur die Vorbereitung entscheidend – sondern auch, was Du trĂ€gst. Bequeme, funktionale Outdoorbekleidung in großen GrĂ¶ĂŸen hilft Dir dabei, Dich frei zu bewegen, nicht zu ĂŒberhitzen und Dich bei WetterumschwĂŒngen gut geschĂŒtzt zu fĂŒhlen.

In unserer Kategorie Outdoorbekleidung in großen GrĂ¶ĂŸen findest Du alles, was Du fĂŒr Deine Tour brauchst – von atmungsaktiven Shirts bis zu wetterfesten Jacken.

Richtwerte fĂŒr AnfĂ€nger

Als Faustregel gilt:

  • Untrainierte sollten sich an maximal 300-500 Hm pro Tag orientieren
  • Etwas GeĂŒbte schaffen auch 600-800 Hm, wenn die Strecke nicht zu steil ist
  • 1000 Höhenmeter und mehr sind fĂŒr Einsteiger meist zu ambitioniert – vor allem bergauf!

Wichtig: Diese Werte gelten fĂŒr den Aufstieg. Bergab ist zwar oft schneller, aber belastet die Gelenke und kann bei Erschöpfung sogar gefĂ€hrlicher sein.

Wie erkenne ich, ob die Tour zu schwer ist?

  • Mehr als 100 Hm pro Kilometer = sehr steil
  • Weniger als 50 Hm pro Kilometer = eher flach bzw. moderat
  • Gesamtzeit ĂŒber 5 Stunden = nur mit guter Grundkondition machbar

Gerhards Erfahrungstipp:

Wenn Du Dir unsicher bist, ob Du eine Tour schaffst: Plane sie mit Umkehrpunkt. So kannst Du unterwegs entscheiden, ob Du weitergehst oder sicher zurĂŒckkehrst. Viele Einsteiger ĂŒberschĂ€tzen sich – und kĂ€mpfen dann im Abstieg mit wackligen Knien und Konzentrationsproblemen.

Passende Hosen fĂŒr jedes GelĂ€nde – auch in KurzgrĂ¶ĂŸen

Steile Abstiege, matschige Wege oder felsige Pfade: Wer sich sicher bewegen will, braucht eine Hose, die perfekt sitzt. FĂŒr kleinere Menschen oder krĂ€ftige Beine sind StandardgrĂ¶ĂŸen oft zu lang oder unbequem.

Darum haben wir Outdoorhosen in KurzgrĂ¶ĂŸen entwickelt, die ideal sitzen – ohne Kompromisse bei Funktion, Komfort oder Bewegungsfreiheit.

1000 Höhenmeter wandern – geht das?

steiler wanderweg mit 600 höhenmetern fĂŒr anfĂ€nger

Ja, aber nicht am ersten Tag. Wer regelmĂ€ĂŸig aktiv ist (z.B. Radfahren, Joggen, Treppensteigen), kann sich langsam herantasten. Wenn Du z.B. 600 Hm gut geschafft hast, kannst Du beim nĂ€chsten Mal 800 Hm versuchen. Aber: Lieber zu wenig als zu viel – die Berge laufen nicht weg.

Zusammenfassung: Geh’s locker an. Auch eine Tour mit 300 Hm kann wunderschön sein – und bringt Dir mehr Freude als ein Frust-Trip mit KrĂ€mpfen und Abbruch.

Gehzeit berechnen: So funktioniert die Faustformel mit Höhenmetern

Eine der hĂ€ufigsten Fragen bei der Tourenplanung lautet: Wie lange brauche ich fĂŒr diese Strecke? Die Antwort hĂ€ngt nicht nur von der Distanz ab, sondern vor allem vom Höhenprofil. Zum GlĂŒck gibt es dafĂŒr eine einfache Faustformel.

Die klassische DAV-Formel zur Gehzeitberechnung

Der Deutsche Alpenverein (DAV) rechnet nach folgender Regel:

  • 1 km Strecke = ca. 15 Minuten Gehzeit
  • 100 Höhenmeter Aufstieg = ca. 15 Minuten
  • 100 Höhenmeter Abstieg = ca. 10 Minuten (je nach GelĂ€nde)

Diese Formel geht von normalem Wandertempo aus – ohne grĂ¶ĂŸere Pausen und bei durchschnittlicher Kondition.

So rechnest Du Deine Gehzeit Schritt fĂŒr Schritt

Ein Beispiel:

  • Strecke: 8 km → 8 x 15 = 120 Minuten
  • Aufstieg: 600 Hm → 6 x 15 = 90 Minuten
  • Abstieg: 600 Hm → 6 x 10 = 60 Minuten

Gesamte Gehzeit: 120 + 90 + 60 = 270 Minuten → also 4,5 Stunden reine Gehzeit.

ZusĂ€tzlich solltest Du Pausen und Reserven einplanen – je nach Fitness, Wetter und GruppengrĂ¶ĂŸe etwa 20-30 % mehr Zeit.

Gerhards Formel-Tipps aus der Praxis:

  • FĂŒr flache Rundwanderungen: 4 km pro Stunde sind ein guter Schnitt
  • FĂŒr mittelsteile Touren: rechne mit 300-400 Hm pro Stunde im Aufstieg
  • Bei Geröll, NĂ€sse oder Schnee: mindestens 20 % extra einplanen

Ich selbst nutze diese Faustformel seit Jahren – sie ist nicht perfekt, aber fĂŒr 95 % aller Touren erstaunlich zuverlĂ€ssig. Und: lieber zu viel Zeit einkalkulieren als zu wenig!

Bonus: Wenn Du es noch einfacher willst 


Viele GPS-Uhren und Apps (z.B. Komoot, Outdooractive) zeigen die erwartete Gehzeit automatisch an – allerdings oft zu optimistisch. Besser: Erst rechnen, dann kontrollieren.

Bergauf, bergab, flach – wie GelĂ€nde die Gehzeit verĂ€ndert

Viele unterschĂ€tzen, wie stark das GelĂ€nde die tatsĂ€chliche Gehzeit beeinflusst. Ein Kilometer ist eben nicht gleich ein Kilometer – ob Du ihn auf einer Forststraße gehst oder ĂŒber einen schmalen, steilen Wurzelpfad macht einen gewaltigen Unterschied.

Wie GelÀnde die Geschwindigkeit beeinflusst

höhenprofil von drei typischen wanderungen im vergleich

Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:

  • Forststraße (flach oder leicht ansteigend): 4-5 km/h
  • Almwiesen & einfache Wanderwege: 3-4 km/h
  • Steiniger Steig, Wurzeln, Stufen: 2-3 km/h
  • Geröll, Schneefelder, matschige Wege: 1-2 km/h

Besonders bergab ist Vorsicht geboten: Viele glauben, hier ginge es automatisch schneller. Doch gerade bei rutschigem oder technisch schwierigen Untergrund dauert der Abstieg oft lĂ€nger als gedacht – und ist körperlich belastender.

Besondere Verzögerungsfaktoren

  • Nasses Laub oder Matsch: rutschig = langsameres Tempo
  • Hitze: erhöht Puls & MĂŒdigkeit → mehr Pausen nötig
  • Schnee oder Altschneefelder: extrem verlangsamend, auch bergab
  • Technische Passagen: Kletterstellen, Drahtseile, ausgesetzte Pfade

Gerhards Erfahrungswert: „Wenn der Untergrund schwierig oder instabil ist, kannst Du locker die doppelte Zeit brauchen. Ich rechne bei alpinen Steigen im Abstieg grundsĂ€tzlich mit 10-15 Minuten pro 100 Hm – je nach Beschaffenheit.“

Wie Du das GelÀnde in Deine Planung einbeziehst

So schÀtzt Du realistisch:

  • Topografische Karten zeigen Wegbeschaffenheit (z.B. gestrichelt = Steig)
  • Tourenportale wie Komoot & Outdooractive enthalten Erfahrungsberichte
  • Höhenprofil analysieren: Sind die Höhenmeter gleichmĂ€ĂŸig oder in einem kurzen Abschnitt konzentriert?

Mein Tipp:

Plane nicht nur nach Daten – sondern nach GefĂŒhl und Erfahrung. Wenn ein Abschnitt „nur“ 2 km lang ist, aber 400 Höhenmeter auf einem schmalen Steig hat, dann kann das 1,5 Stunden kosten. Lieber einen Haken mehr machen als sich auf die Zahlen zu verlassen.

Rechenbeispiele fĂŒr beliebte Wanderstrecken

Du hast jetzt die Faustformeln und Einflussfaktoren kennengelernt – aber wie sieht das konkret aus? Hier kommen ein paar typische Wanderstrecken mit realistischen Zeitangaben. So kannst Du besser abschĂ€tzen, was Dich bei Ă€hnlichen Touren erwartet.

Beispiel 1: Flache Rundwanderung im Tal

infografik zur berechnung von gehzeit mit höhenmetern laut dav-formel
  • Strecke: 10 km
  • Höhenmeter: ca. 100 Hm
  • Weg: breite Forststraße, gut begehbar

Gehzeit: 10 x 15 Minuten = 150 Minuten → ca. 2,5 Stunden

Ideal fĂŒr Einsteiger, Familien oder nachmittags nach der Arbeit.

Beispiel 2: Mittelschwere Bergtour

  • Strecke: 8 km
  • Höhenmeter: 600 Hm Auf- und Abstieg
  • Weg: Wanderpfad, teilweise steil, aber gut markiert

Gehzeit:

  • 8 km = 8 x 15 = 120 Minuten
  • 600 Hm Aufstieg = 6 x 15 = 90 Minuten
  • 600 Hm Abstieg = 6 x 10 = 60 Minuten

Gesamt: 270 Minuten = 4,5 Stunden + Pausen = 5-6 Stunden realistisch

Beispiel 3: Anspruchsvolle Ganztagestour

  • Strecke: 12 km
  • Höhenmeter: 1200 Hm Auf- und Abstieg
  • Weg: alpiner Steig, teils geröllig, Trittsicherheit erforderlich

Gehzeit:

  • 12 km = 180 Minuten
  • 1200 Hm Aufstieg = 180 Minuten
  • 1200 Hm Abstieg = 120 Minuten

Gesamt: 480 Minuten = 8 Stunden reine Gehzeit → mind. 9-10 Stunden Tourzeit mit Pausen

Gerhards Warnung:

„Bei solchen Touren entscheiden nicht die Kilometer – sondern die Höhenmeter und das GelĂ€nde. Ich habe schon Touren gemacht mit 8 km und 5 Stunden Dauer – und andere mit 15 km in 3 Stunden. Rechne also nie nur mit Distanz.“

ZusÀtzliche Rechenhilfe:

Wenn Du willst, kannst Du Dir eine eigene Excel-Tabelle anlegen mit den Werten: km, Hm bergauf, Hm bergab. Oder: Nutze unseren Online-Gehzeitrechner (folgt bald im Blog).

Wanderhosen, die wirklich passen – speziell fĂŒr Damen

Gerade bei anspruchsvollen Touren zeigt sich, wie wichtig gute Kleidung ist. Unsere Wanderhosen fĂŒr Damen in großen GrĂ¶ĂŸen sind so geschnitten, dass sie nirgends zwicken – auch nicht bei vielen Höhenmetern oder langen Abstiegen.

Robust, bequem und funktional: Mit der richtigen Hose macht Wandern einfach mehr Spaß.

Untrainiert 20 km wandern – geht das?

untrainierter wanderer bei 20-km-tour macht pause am wegesrand

Diese Frage höre ich oft – und die ehrliche Antwort lautet: Jein. Ja, es ist möglich, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Und nein, es ist nicht immer ratsam. 20 Kilometer zu Fuß sind kein Spaziergang – vor allem nicht, wenn Höhenmeter dazukommen oder das GelĂ€nde anspruchsvoll ist.

Was bedeutet „untrainiert“ ĂŒberhaupt?

Untrainiert heißt: keine regelmĂ€ĂŸige Bewegung, keine lĂ€ngeren SpaziergĂ€nge, keine Erfahrung mit Steigungen oder langen Gehzeiten. Wer in diese Kategorie fĂ€llt, sollte mit 10-12 km auf flachem GelĂ€nde beginnen – und schauen, wie sich der Körper am nĂ€chsten Tag anfĂŒhlt.

Faktoren, die ĂŒber Erfolg oder Scheitern entscheiden:

  • Kondition: Wie lange kannst Du konstant gehen, ohne mĂŒde zu werden?
  • Muskulatur & Gelenke: Bist Du Treppen oder GefĂ€lle gewohnt?
  • Schuhe & Kleidung: Sind Deine FĂŒĂŸe blasenfrei unterwegs?
  • Verpflegung: Genug Wasser, Snacks, Elektrolyte dabei?
  • Mentale StĂ€rke: Durchhaltevermögen ist wichtiger als viele denken!

Gerhards EinschÀtzung:

„Ich habe schon Leute gesehen, die 20 km locker gegangen sind – obwohl sie untrainiert waren. Aber sie hatten gute Schuhe, viel Wasser, ein realistisches Tempo und vor allem: keine falsche Eile. Wer glaubt, er muss durchmarschieren, wird scheitern.“

Faustregel fĂŒr Untrainierte:

  • Flaches GelĂ€nde: max. 12-15 km (ca. 4 Stunden inkl. Pausen)
  • Mit Höhenmetern: lieber bei 8-10 km bleiben
  • Erster Test: Stadtwanderung mit 10 km & kleinen Anstiegen

Wichtig: Geh nicht allein, nimm genug Wasser mit und plane Umkehrpunkte ein. Und wenn Du nach 5 km keine Lust mehr hast – dann ist das kein Scheitern, sondern ein Zeichen, dass Du richtig zuhörst.

Mein Tipp:

Mach beim ersten Mal lieber zu wenig. Danach bist Du motiviert – nicht frustriert. Wer ĂŒberzieht, bekommt oft Muskelkater, Schmerzen oder verliert den Spaß am Wandern. Und das wĂ€re schade.

Fazit: Ja, 20 km sind möglich. Aber sie sollten das Ergebnis von Freude und guter Vorbereitung sein – nicht ein ego-getriebenes Ziel.

Hilfsmittel: Gehzeit-Rechner, GPS-Uhr & Apps

gps-uhr und outdoor-app zur berechnung von gehzeit und höhenmetern

Wer heute eine Wanderung plant, hat mehr Möglichkeiten denn je: digitale Tools, Online-Rechner, GPS-Uhren oder Apps wie Komoot, Outdooractive & Co. Doch was davon hilft wirklich – und wo solltest Du vorsichtig sein?

Gehzeit-Rechner – nĂŒtzlich fĂŒr den schnellen Überblick

Es gibt zahlreiche Online-Rechner, bei denen Du Strecke, Höhenmeter und GelĂ€nde eingibst – und sofort eine geschĂ€tzte Gehzeit bekommst. Die Faustformel ist dabei meist eingerechnet (z.B. 15 Min pro km + 15 Min pro 100 Hm).

Vorteile:

  • Schnell, einfach, ohne App
  • Gut geeignet fĂŒr die grobe Planung

Nachteile:

  • BerĂŒcksichtigen oft keine Pausen, kein Wetter, keine Kondition
  • GefĂ€lle wird meist zu optimistisch bewertet

Apps wie Komoot oder Outdooractive

Diese Tools bieten mehr: Karten, GPS-Tracks, Höhenprofile und automatische Zeitberechnung – abhĂ€ngig vom Tourentyp (Wandern, Bergsteigen, Rad etc.).

Meine EinschĂ€tzung: FĂŒr Fortgeschrittene und Vielwanderer sehr hilfreich. FĂŒr AnfĂ€nger: gut als ErgĂ€nzung, aber bitte nicht blind vertrauen.

GPS-Uhren – ideal fĂŒr Selbstkontrolle

Moderne Uhren (z.B. Garmin, Coros, Polar) erfassen:

  • Strecke, Zeit, Höhenmeter live wĂ€hrend der Tour
  • Schrittfrequenz, Puls, Kalorien – perfekt fĂŒr Analyse & Training

Aber: Die Uhren sagen Dir nicht, ob Du ĂŒberfordert bist. Sie messen – aber nicht Deine Tagesform.

Gerhards Praxistipp:

„Ich nutze Apps und Uhr – aber rechne immer vorher im Kopf durch, was mich erwartet. Technik ist klasse, aber GefĂŒhl und Erfahrung sind wichtiger. Wenn mir eine App 3:30 Stunden Gehzeit anzeigt und ich weiß, dass ich langsam gehe – dann plane ich 4:30.“

Was wirklich zÀhlt:

Hilfsmittel sind eine tolle ErgĂ€nzung – aber die beste Sicherheit ist eine gute Vorbereitung, ehrliche SelbsteinschĂ€tzung und ein gesunder Respekt vor dem Berg. Technik ersetzt keine Umsicht.

zufriedene wanderer genießen den sonnenuntergang nach einer gut geplanten tour

So planst Du Deine Wandertour sicher & entspannt

Ob Du eine gemĂŒtliche Talwanderung machst oder eine knackige Bergtour mit 1000 Höhenmetern – das Entscheidende ist, dass Du realistisch planst und Deinen Körper nicht ĂŒberforderst.

Wenn Du Dir folgende Fragen ehrlich beantwortest, bist Du auf der sicheren Seite:

  • Wie viele Kilometer traue ich mir wirklich zu?
  • Wie viele Höhenmeter schaffe ich – ohne zu kĂ€mpfen?
  • Wie sieht das GelĂ€nde aus – Forststraße oder schmaler Steig?
  • Wie viel Erfahrung habe ich mit vergleichbaren Touren?
  • Wie plane ich Pausen, Wetter & Zeitpuffer ein?

Meine persönliche Empfehlung:

Starte immer mit dem Gedanken: „Ich will den Tag genießen – nicht durchbeißen.“ Wer mit dieser Haltung geht, hat nicht nur mehr Spaß – sondern bleibt auch sicher.

Wenn Du Dich an die einfache Faustformel hÀltst (15 Min pro km + 15 Min pro 100 Hm) und zusÀtzlich auf GelÀnde, Tagesform und Wetter achtest, wirst Du Deine Touren bald ganz intuitiv planen können.

Gerhards Schlusswort:

„Ich habe in 20 Jahren Wandern gelernt: Die schönsten Touren waren nicht die lĂ€ngsten oder hĂ€rtesten – sondern die, bei denen ich genug Zeit zum Schauen, SpĂŒren und Durchatmen hatte. Genau das wĂŒnsche ich auch Dir.“

Also: Rechne schlau, geh bewusst – und komm mit einem LĂ€cheln zurĂŒck.

Gehzeit + Höhenmeter: So berechnest Du Deine Wandertour realistisch Zuletzt aktualisiert: 15.02.2026 von
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Gerhard Renner GeschĂ€ftsfĂŒhrer
Seit 2004 bin ich in der Outdoor-Branche tĂ€tig und habe es mir zur Aufgabe gemacht, hochwertige und funktionelle Kleidung fĂŒr Menschen mit besonderen Passformanforderungen anzubieten. Als GeschĂ€ftsfĂŒhrer von RennerXXL und ausgewiesener Experte fĂŒr ÜbergrĂ¶ĂŸen lege ich besonderen Wert darauf, dass unsere Produkte optimal sitzen und unseren Kunden maximalen Komfort bieten – egal ob beim Wandern, Skifahren oder Radfahren. In meiner Freizeit bin ich selbst gerne in der Natur unterwegs und schĂ€tze vor allem die beeindruckende Landschaft SĂŒdtirols. Diese Leidenschaft inspiriert mich jeden Tag, unser Sortiment mit höchsten AnsprĂŒchen an FunktionalitĂ€t und QualitĂ€t weiterzuentwickeln. Gerhard auf XING | Gerhard auf LinkedIN

Last modified: 15. Februar 2026

5 Kommentare zu :
Gehzeit + Höhenmeter: So berechnest Du Deine Wandertour realistisch

  1. Mit welcher Faustregel plant Ihr Eure Gehzeit? Ich bin immer wieder ĂŒberrascht, wie weit die persönlichen EinschĂ€tzungen auseinandergehen.

  2. Elisabeth sagt:

    Hallo, bin zufĂ€llig auf deine Seite grstoßen und finde die Tipps sehr nĂŒtzlich. Ein Punkt der mir bei der Planung fehlt ist die Schwere des mitgefĂŒhrten GepĂ€cks. Ich bin auf dem Pilgerweg nach Rom unterwegs und kann ein Lied davon singen welchen Einfluß das auf das Wohlbefinden der Wanderung hat. Tolle Seite!

  3. Hallo Elisabeth,

    vielen Dank fĂŒr Deinen lieben Kommentar und den wichtigen Hinweis – da hast Du absolut recht. Das Rucksackgewicht wird bei der Planung oft unterschĂ€tzt, beeinflusst aber Kondition, Tempo und auch die Belastung fĂŒr Knie und RĂŒcken enorm.

    Als grobe Faustregel versuche ich, das GepÀck unter 10 % des Körpergewichts zu halten, bei Mehrtagestouren möglichst noch darunter. Gerade auf langen Pilgerwegen merkt man jeden zusÀtzlichen Kilo nach ein paar Stunden deutlich.

    Danke Dir fĂŒr die Anregung – ich werde das Thema GepĂ€ckgewicht im Artikel noch ergĂ€nzen, damit zukĂŒnftige Tourenplaner das gleich mit auf dem Schirm haben.

    Dir weiterhin eine wunderbare und sichere Pilgerreise Richtung Rom und viele schöne Begegnungen unterwegs!

    Viele GrĂŒĂŸe
    Gerhard

  4. Heidi sagt:

    Guten Morgen Gerhard, vielen Dank fĂŒr Deine tollen Tipps. Ich möchte nach 30 Jahren Wanderpause wieder einsteigen und konnte mich auf Deiner Seite sehr gut informieren. Ich bin bei DAV und bin mit Sonntagstouren eingestiegen. Im April geht es ins Ötztal auf 1600m um die Höhe zu trainieren. Ja, ich könnte Pech haben und das Wetter ist noch sehr kalt und vielleicht hat es auch Schnee. Das nehme ich in Kauf. Es wird schön. Das weiß ich.😎
    Nochmals vielen Dank fĂŒr Deine Tipps.
    Gruß Heidi

  5. Hallo Heidi,

    das liest sich richtig gut – und vor allem: genau der richtige Ansatz.

    Nach 30 Jahren wieder einzusteigen und es bewusst langsam anzugehen (DAV, Sonntagstouren) – besser geht’s nicht. Viele machen den Fehler und wollen sofort „wieder da anknĂŒpfen, wo sie aufgehört haben“. Du machst es klug.

    Ötztal auf 1600 m im April ist ĂŒbrigens perfekt gewĂ€hlt:
    nicht zu hoch, aber hoch genug, um den Körper wieder an Höhe zu gewöhnen. Und ja – es kann kalt sein, es kann Schnee liegen
 aber genau das macht’s oft besonders. Leere Wege, klare Luft, dieses „ich hab’s trotzdem gemacht“-GefĂŒhl.

    Mein ehrlicher Tipp fĂŒr Dich (der macht den Unterschied):

    Geh bewusst langsamer als Du denkst
    Lieber eine Stunde kĂŒrzer, dafĂŒr mit gutem GefĂŒhl zurĂŒck
    Achte auf warme, flexible Schichten (Zwiebelsystem)
    Und ganz wichtig: Pausen nicht zu lang – sonst kĂŒhlst Du aus

    Wenn Du das beachtest, baust Du Dir jetzt eine richtig stabile Basis auf. Und dann geht im Sommer plötzlich viel mehr, als Du erwartest.

    Und das Wichtigste:
    Du hast schon die richtige Einstellung – „Es wird schön. Das weiß ich.“
    Genau so funktioniert’s.

    Wenn Du magst, schreib gern, wie es im Ötztal war – sowas motiviert auch andere enorm.

    Viele GrĂŒĂŸe
    Gerhard

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