Mehr Umweltschutz bei Outdoor Herstellern

11. Februar 2017 Comments (0) Outdoor-Trends

Neue Trends bei Badebekleidung

Funktionelle Fasern spielen eine wichtige Rolle bei Swimwear. Die Trends für 2017 sind Shaping und Langlebigkeit dank verbesserter Chlorresistenz.

Badebekleidung muss eine ganze Menge leisten: Sie soll attraktiv aussehen, die Figur optimal zur Geltung bringen, sie wenn möglich sanft modellieren und vor allem beständiger sein als ein Urlaubsflirt. Doch durch Chlorwasser, Sonne, Schweiß und Cremes werden Badeanzug und Co. schnell angegriffen und zerstört.

Trend 1: Elastane legen zu

Bei den neuen Kollektionen schwimmt Funktion ganz weit oben. Leistungsstarke Materialien versprechen langlebige Passform, höchste Formstabilität und Chlorbeständigkeit. Invista, Marktführer bei Elastanen, hat mit Lycra Xtra Life ein Produkt entwickelt, das gleichzeitig formstabil ist und eine hohe Resistenz gegen über Chlor, UV-Strahlen und ungesättigten Fettsäuren hat, wie sie in Sonnenschutzmitteln, Körperölen und Schweiß Vorkommen. Die Entwicklung chlorbeständiger Technologien der Marke Lycra geht weiter: Lycra Black Xtra Life ist die erste schwarze Elastan-Faser, die lang anhaltende Farbechtheit bei dunkler Bademode ermöglicht.

Auch Creora Highclo ist chlorresistent, langlebig und schnell trocknend. Die Faser des zweitgrößten Elastan-Herstellers, Hyosungaus Korea, ist verfügbar in 20 und 30 Denier für leichte Stoffe und in 55 Denier für mehr Kompression. Neu ist Creora Color, ein einfärbbares Elastan, das sich vor allem für zartes Gewebe eignet. Damit gehört das unattraktive Durchscheinen der hellen Elastan-Faser bei farbiger und dunkler Badebekleidung endgültig der Vergangenheit an.

Trend 2: Shaping ist bei Badebekleidung im Kommen

Elastane sind essenziell für die Bademode. Die Höhe des Anteils bestimmt die Elastizität und Rücksprungkraft des Stoffs. Üblich ist eine Elastan-Beimischung von 20 Prozent. Wenn es sich um besonders figurformende Bademode handelt, liegt der Anteil zwischen 40 und 60 Prozent. Und die Shaping-Swimwear ist im Kommen. Stützfunktion wird geliefert, wo notwendig, Bewegungsfreiheit, wo gewünscht – ein echter Gewinn für die „Schlankmacher“- Kollektionen. Body-Shaping-Materialien mit sehr hohem Elastan-Anteil, wie etwa „Bodylift“ von Arena oder der Stoff „Sensitive Power“, der bei Triumph und Hugo Boss eingesetzt wird, formen die Silhouette und kaschieren kleine Problemzonen.
Es ist die Fasermischung, die die Bademode zum Lieblingsteil werden lässt. Vielfach werden Elastane mit Polyamid verarbeitet. Im Vergleich zu anderen Fasern weist es im trockenen wie im nassen Zustand Reißfestigkeit und Formstabilität bei guter Elastizität auf. Auch Polyester ist relativ reißfest, nimmt wenig Feuchtigkeit auf und hat eine hohe Chlorresistenz. Badebekleidung mit Polyester-Elastan- Mischung eignet sich hervorragend fürs Hallenschwimmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass verschiedene Stoffstrukturen nachgeahmt werden können, das gilt besonders für Bade-mode im Vintage-Style und Boardshorts. Neue Swimwear-Stoffe saugen sich nicht mehr voll, sie lassen Wasser einfach abperlen

Trend 3: Neopren für Trendsetter

Neu bei den Swimwear Brands sind Neopren- Materialien. Das ursprünglich aus dem Surfsport kommende Neopren gibt es vor allem bei den jungen Marken. Sie haben aus dem Polymer farbenfrohe Modelle Im angesagten Colorblocking und mit schwarzen Kontrastnähten oder Zippern gezaubert. Das feste Material sieht nicht nur cool aus, es bringt auch Po, Bauch und Busen perfekt in Form. Außerdem sind auch softe Qualitäten stark im Kommen. Beispielsweise werden Elastane mit ultraweichem Microsense verarbeitet oder als „Acqua Zero“-Stoff des italienischen Herstellers Sitip, der extrem wenig Feuchtigkeit aufnimmt. Ebenso wie „Aqua Light“, ein Stoff, der beim Swimwear-Spezialisten Aqua Sphere eingesetzt wird. Bei ihm verändert sich durch molekulare Modifikation die Oberflächenspannung der textilen Struktur, sodass Wassertropfen einfach abperlen. Sogar bei den Herrenkollektionen wird es softer. Bei den Boardshorts wird das robuste Taslan Immer mehr durch die weiche Peach-Touch-Micro- faser abgelöst.

Go Green an Beach und Pool

Immer häufiger surft die Bademode auf der „grünen Welle“. Der Stoff „Vita“ von Carvico etwa kombiniert Lycra mit recyceltem Polyamid. Das nachhaltige Material hat ein besonders dichtes, ultraflaches Maschenbild, einen supersoften Touch und Ist extrem belastbar – also Ideal für regelmäßige Trainingseinheiten. Außerdem soll Vita schneller trocknen, da es sechs Mal weniger Wasser aufnimmt als die bisher verwendeten Gewirke.
Einen Beitrag zum Umweltschutz leistet auch die Faser Repreve von Unifi. Die Polyesterfaser wird aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Für die kommende Saison hat der Bademodenhersteller Aqua Sphere gemeinsam mit Unifi einen Stoff für Bademoden entwickelt, der sich durch hohe Chlorresistenz auszeichnet.

Ausgetüftelte Cups und Rückenlösungen bei Badeanzügen

Beim Blick aufs Dekollete bleibt im Sommer 2017 auch bei den Swim-Styles kaum ein Wunsch offen. Unterschiedlichste Schnittformen stehen zur Wahl: von Triangel-, Bügel- und Bustier-Oberteilen bis hin zu modischen Bandeau-Tops. Gefütterte Soft-Cups sind die Dauerbrenner und gehen bis in die großen Größen (G-Cups). Neu ist der Spacer-Cup, der bei Adolf Riedel zum Einsatz kommt. Die Schale ist nicht mit Schaum, sondern mit Lamellen gefüllt. Das erhöht den Tragekomfort, reduziert die Wasseraufnahme und sorgt für eine schnellere Trocknung.
Funktionale Details wie Innenbra oder verstellbare Träger werden in den sportiven Kollektionen immer wichtiger. Im Wettkampfsegment setzen die Hersteller auf integrierte Bras – teilweise auch in C-Cups. Hochelastische Träger aus softem Material sitzen angenehm auf der Schulter und schneiden nicht ein. Speedo präsentiert für den kommenden Sommer ein neues Trägersystem: Die gepeachten Träger sind X-förmig angeordnet und passen sich jeder Rückenform an. Ganz oben auf dem Treppchen der Wettkampfkollektionen stehen Flatlock-Nähte. Sie müssen einer enormen Belastung standhalten, da die Anzüge sehr eng getragen werden, um den Wasserwiderstand zu minimieren. Neu sind auch gebondete Nähte und Clean-Cut-Verfahren.

Neue Elastane für lange Lebensdauer

Lycra Xtra Life
Das besondere Elastan von Invista trocknet schnell und ist resistent gegen schädliche Einflüsse wie Sonnencreme, Poolwasser, Schweiß und Hitze, die zu Passformverlust führen können. Zum Beweis wurde ein Live- Experiment im Pool durchgeführt, bei dem Schwimmanzüge mit Lycra Xtra Life mit solchen verglichen wurden, die aus einem chlorresistenten Wettbewerbs-Elastan hergestellt wurden. Das Ergebnis: Die Faser ist bis zu zehn Mal chlorresistenter als herkömmliches Elastan.

Creora Highclo
Das Elastan des koreanischen Herstellers Hyosung hat eine hohe Festigkeit und eine lang anhaltende Passform. Creora Highclo findet seinen Einsatz bei Badebekleidung mit Kompression und Shaping. Das Material trocknet schnell und ist chlorresistent. Die hervorragenden Stretch- und Rücksprungeigenschaften behalten ihre Festigkeit bis zu 30 Prozent länger als andere Elastane. Kein unschönes Ausleiern mehr, sondern dauerhafte Formbeständigkeit sorgt für Langlebigkeit

 

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