Wandern in Sardinien

Kamik Outdoor Sandalen Tugboat

22. September 2010 Comments (0) Allgemein, Camping & Urlaub, Ratgeber

Sonnenschutz

Wer viel draußen ist, kann sich der Sonne nicht entziehen. Und fragt sich von Zeit zu Zeit: Bin ich auch ausreichend gegen UV-Strahlen geschützt? Die Antwort: Ja, wenn Sie diese Ratschläge beherzigen.

 

Welch ein Wetter! Am Himmel tummeln sich Schönwetterwolken, die Sonne lacht, und wir wollen nur das eine: raus in die Natur. Wandern, klettern, Rad fahren – Hauptsache an die frische Luft. Was wir dabei gerne vergessen: Sonnencreme. Und was wir oft nicht wissen: woran wir den richtigen UV-Schutz für die Tour erkennen. Dazu gehört vor allem, den eigenen Hauttyp zu kennen (siehe Link). Je heller die Haut, desto kürzer ist die sogenannte Eigenschutzzeit. Also die Zeit, die man ungeschützt in der Sonne verbringen kann. Sie liegt zwischen 5 (keltischer Typ) und 45 Minuten (mediterraner Typ). Der Lichtschutzfaktor (LSF) einer Sonnencreme verlängert diese Frist. Wer eine EIgenschutzzeit von 12 Minuten hat, darf mit LSF 15 eingecremt bis zu 180 Minuten in der Sonne bleiben (12 x 15 = 180). »Allerdings sollte diese Zeit nicht voll ausgereizt werden, um Hautschäden zu vermeiden«, rät der Dermatologe und Sportmediziner Dr. Michael Tank. Zudem verkürzen Faktoren wie Sonnenstand, Sand-, Fels- oder Wasserreflexionen sowie die Höhenlage die Eigenschutzzeit. Wichtig für Alpinisten: Im Gebirge nimmt die Intensität der UV-Strahlen pro 1000 Höhenmeter um 15 bis 20 Prozent zu! Dazu kommt dann noch die Reflexion durch Schnee und Felsen. Einmal pro Tag dick auftragen lautet deshalb die Devise (siehe Kasten).» achcremen ist dagegen überflüssig. Die Schutzzeit kann nicht verlängert werden«, warnt Dr. Tank.

Bei aufgebrauchter Sonnenzeit heißt es: ab in den Schatten, der Haut Ruhe gönnen. Wird die EInwirkzeit von mindestens 30 Minuten beachtet, können weder Schweiß, noch Mückenschutzmittel, Parfums oder Sprünge ins kühle Nass den (wasserfesten) Mitteln etwas anhaben. »Ob man zu Sonnenmilch, Creme oder Gel greift, ist Geschmacksache«, sagt der Experte. »Für Kinder sowie für Männer mit starker Körperbehaarung eignen sich Pumpsprays am besten. Weil sie dünnflüssig sind, lassen sich die Mittel leicht verteilen und ziehen rasch ein.« Prinzipiell wird zwischen Lichtschutzmitteln mit chemischem oder physikalischem Filter unterschieden.

Erstere dringen in die Haut ein und wandeln schädigende UV-A- und UV-B-Strahlen in harmlose Wärmestrahlung um. Physikalische Filter enthalten mine- ralische Pigmente (z. B. Titandioxid), die wie ein Tuch die Haut bedecken. Wer auf chemische Prod ukte allergisch reagiert, verträgt diese Mittel eventuell besser. »Allergiker sollten Lichtschutzmittel vorab an der Innenseite des Unterarms testen. Verträgt man bestimmte Bestandteile nicht, tritt innerhalb von 48 bis 96 Stunden eine allergische Reaktion auf«, erklärt Dr. Tank. Sein Tipp: Je weniger Inhaltsstoffe. desto besser. Um die Qualität der Sonnenschutzprodukte brauchen Sie sich laut Dr. Tank übrigens keine Sorgen machen: »Alle Hersteller müssen strenge gesetzliche Richtlinien einhalten.« Bei abgelaufenen Cremes sollten Sie die Konsistenz checken: verändert sie sich, oder riecht die Creme ranzig, gehört sie in den Müll.

SO SCHÜTZEN SIE IHRE HAUT

Die 5 goldenen Regeln

Zu wenig Sonne macht krank, zu viel aber auch. Doch mit gesundem Menschenverstand, einem guten Lichtschutzmittel und diesen fünf goldenen Regeln können Sie Ihre Touren unbeschwert genießen:

I. Optimal anziehen:

Keine Sonnen creme schützt so gut wie Kleidung! Lange, dunkle Hemden und Hosen aus festem Stoff blockieren einen Großteil der schädigenden UV-Strahlen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft Kleidung mit eingebautem Sonnenschutzfaktor – erkennbar am UPF-Etikett (Ultraviolett Protection Factor). Kopf- und Nackenbedeckung, geschlossene Schuhe und eine gute Sonnenbrille komplettieren den Schutz vor UV-Strahlung.

2 . Pralle Sonne meiden:

Wenn möglich, sollten Sie sich zwischen 11 und 15 Uhr überwiegend im Schatten aufhalten. In diesem Zeitraum scheint die Sonne am stärksten.

3. Richtige Wahl treffen

Einer tür alle? Das gilt nicht beim Sonnenschutz. Der sollte individuell angepasst werden. Generell gilt Je heller die Haut und je sonnenintensiver das Reiseziel, desto höher muss der Uchtschutzfaktor (LSF) sein.

4. Großzügig sein:

Die meisten Leute tragen die Mittel zu dünn und lückenhaft auf. Eine 150 ml Flasche sollte spätestens nach fünf Anwendungen leer sein.

5. Wartezeit beachten:

Viele Sonnenschutzmittel benötigen mindestens 30 Minuten, bis sie in die Haut eingedrungen sind und dort ihren Schutz- mechanismus aufbauen. Nur Cremes mit physikalischem Filter wirken in der Regel sofort.

 

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