Warum wandern?

Warum Wandern?

Hey Sport Waschanleitung

Hey Sport Waschanleitung

11. Februar 2017 Comments (0) Allgemein

Neue Trends in der Outdoor Branche

Steht die Outdoor-Branche still?

Ist 15 Jahre nach dem Softshell keine wirklich bahnbrechende Innovation in Sicht?  Thorsten Walter (Verkaufsleiter bei Millet) gehört zu den Mahnern: „Momentan ja“, sagt er. „Es fehlen klare Trends und Innovationen, welche Markenhersteller zu Wachstum verhilft und dem Endkonsumenten die Überzeugung zurückbringt, verstärkt zu Qualitätsprodukten im mittleren und oberen Preissegment zu greifen.“ Auch Tones ist eher skeptisch in seiner Analyse: „Ein Großteil der Outdoor-Bekleidung war in den letzten Jahren sehr statisch mit nur unbedeutender Entwicklung.“ Tones findet, die Innovationskraft bei Funktionstextilien sei über einen langen Zeitraum in einem Paradigma gefangen gewesen und dieses breche langsam auf. „Nein. Outdoor tritt keineswegs auf der Stelle,“ findet dagegen Baisch.

Er sieht „keine andere Sparte der Sportbekleidung so dynamisch und so multifunktional auf alle Bedürfnisse eingehen.“ Auch Pressesprecher Daniel Streuber von Jack Wolfskin sieht Outdoorbekleidung „permanent in Bewegung“. Sein Rezept: „Es ist ganz einfach Kreativität bei der Konzeption neuer Kollektionen gefragt.“ Dass das aber mitnichten einfach ist, hat Jack Wolfskin in jüngster Vergangenheit gespürt. Kreativität haben die Designer und Entwickler bei der Tatze aber nun unter Beweis gestellt: „Der Neuerungsgrad der Kollektion beträgt 75%“, macht Streuber Appetit auf die neue Herbst/Winter-Kollektion. An „Renner“-Themen mangelt es der Branche nicht. Wolle bleibt für 2017/18 weiterhin ein großes Thema.

Vaude sieht sie im Kontext mit anderen Naturfasern wie Leinen, Hanf oder Canvas und setzen auf die Stärken sowohl bei der Haptik wie der Optik. Auch für Ortovox ist Wolle „das Thema schlechthin“, so Schweiger, und verweist darauf, dass Ortovox seit 1988 Wollprodukte mache. Wolle, vor allem Merinowolle, ist aber nicht nur bei den traditionellen Woll-Marken wie Icebreaker, Smartwool oder Woolpower wichtig.

Merino und Primaloft sind im Trend

Primaloft

Primaloft Technologie – atmungsaktiv und warm

An Wolle kommt eigentlich keine Firma bei ihrem Wintersortiment vorbei. Dazu kommt, dass kleine Spezialisten Loden- oder Walkwollprodukte zeigen, Sie beweisen, dass Wolle weit vielfältiger ist als Lambswool-Pullis oder Merino-Bekleidung. Gore sieht den großen Trend im Bereich Funktion weiterhin zum Thema Light&Fast gehen. „Aktivitäten in der Natur sind hier von kürzerer Dauer mit höherem Output. Gewünscht wird sehr leichte, extrem atmungsaktive Bekleidung, die aber auch verlässlichen Wetterschutz bietet“, ist Kirchdörfer überzeugt. Jochen Lagemann, Managing-Director bei Primaloft, attestiert der Outdoor- Bekleidungsbranche Kreativität und Konsequenz im Umgang mit „leicht und schnell“. Mit „Athleisure“ sieht er sogar einen neuen Bereich aufkommen. Primaloft ist sicher Profiteur der Hybridtechnologie. Kaum ein Material wird so vielseitig kombiniert – mit Stretch- und High-Loft- Fleece, mit Merino, Daune oder Softshell-Materialien als „active insulation für den ganzjährigen Gebrauch“.

Zeitgeist: Nachhaltigkeit und Sozialstandards

Ein Trend ist sicher auch das Thema Nachhaltigkeit. Schelkle sieht es sogar als „Zeitgeist“ Er ist überzeugt: „Bewusste Kunden sind bereit, dafür einen leichten Preisaufschlag zu bezahlen, wenn die Qualität stimmt.“ Auch Neumann glaubt, dass das „Interesse an Produktionsstandorten – als EU-Thema – und sozialen Standards“ zunimmt. Mit ihrer tschechischen Produktion sieht Neumann Di- rectalpine dabei gut im Rennen. Dem stimmt Walter bei: „Stärkung der eigenen Produktionsstätten und vor allem Investitionen in „Made in Europe“ -Produkte sieht er als „klaren“ Trend. Selbst Gore hat sich dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben: „Im Bereich Nachhaltigkeit investieren wir in den nächsten fünf Jahren über 15 Mio. USD in die Forschung und Entwicklung alternativer Materiallösungen“, berichtet Kirchdörfer. Nachhaltigkeit ist also sexy – und „Sex sells“ bekanntlich.

Kein Problem mit Urban Outdoor

Auch Urban Outdoor bleibt vor allem im Winter ein wichtiges Thema. „Es gibt jetzt viele Kunden, die möchten wie „Outdoorer“ aussehen, Daneben gibt’s einen steigenden Trend für Alltag, Design und Fashion, aber in Outdoor-Qualität und Komfort“, erkennt Neumann. Und Walter sieht gerade in der Multifunktionalität einen Vorteil und Potential für Outdoor: „Ist eine funktionelle Drei-Lagen-Jacke, die auch getrost in der Stadt auf eine Jeans getragen wird, bereits Fashion, nur weil sie farblich eher konsumier ist?“, fragt er. Klar ist aber auch, dass Funktion immer vorne stehen muss. „Voraussetzung ist dafür allerdings, dass die Funktion niemals hinter modischen Aspekten zurückfallen darf“, sieht Horelt eine klare Grenze, und auch Streuber erkennt: „Anwenderorientierte Outdoorbekleidung wird es ohne Funktion nicht geben.“

Quelle: SAZ

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.