Die neuen Colman Zelte

Outdoor Blusen und Hemden für Damen und Herren

8. Januar 2015 Comments (0) Erfahrungsberichte, Testberichte, Trends

Die neuen Funktionsmaterialien der Zukunft

Die jüngsten Performance Days machten deutlich: Weich, leicht, natürlich und mit lebendigen Strukturen – so sehen die neuen Hightech-Stoffe für die kommenden Wintersaisons aus. Neben der Jagd auf noch funktionellere Fasern und Membranen und noch leichtere Konstruktionen spielt der Komfortgedanke eine immer wichtigere Rolle. Funktion muss bei den neuen Stoffen nicht mehr sichtbar sein, im Gegenteil: Ganz natürlich in Aussehen und Griff kommen die Materialien daher.

Die Münchner Stoffmesse Performance Days stellt in ihrem Performance-Forum zu jeder Saison die wichtigsten Innovationen aus der Welt der funktionellen Stoffe vor. Im November drehte sich alles um den ersten Ausblick auf Winter 2016/17. Was in der Zukunft up to date ist und welche Entwicklungen sich bereits im Winter 2015/16 ankündigen, hat Renner für dich zusammengetragen und Interessantes aus zehn Trendtischen raus gefiltert.

Die neue Natürlichkeit

Alle neuen Outdoor Trends gab es bei den Performance Days

Alle neuen Outdoor Trends gab es bei den Performance Days

Das Thema Natur bestimmt auch Sportbekleidung immer häufiger und wird sich in den nächsten Saisons auf vielfältige Weise präsentieren. Zum einen werden die Farben natürlicher und dezenter als in den vergangenen Jahren: Natürliche Braun-, Beige- und Grautöne sind im Kommen, meist als Melangen oder ganz neu als sogenannte Marls, also schlierige, unregelmäßige Querstreifen. Diese setzen sich zum Winter 2016/17 durch, bis dahin überwiegen die Melangen mit Salz-und-Pfeffer-Optik, Flanell- Look oder Fischgrat.

Die neue Natürlichkeit spiegelt sich aber auch in den Materialien wider: Immer öfter ist Wolle in allen drei Lagen des funktionellen Schichtensystems zu finden. In der Bodywear hat sie sich schon längst einen festen Platz erkämpft, hier wird zur Perfektionierung des natürlichen Gedankens derzeit mit neuen Mischungen und Faserstärken experimentiert. Einer der feinsten Merinofäden mit nur 15,5 Mikron wird beispielsweise von Südwolle zu einem sehr leichten und weichen Mesh verarbeitet, das sich ideal für federleichte Singlets eignet. Aber auch bei den Midlayern und Softshells ist Merinowolle immer öfter zu finden, gerne als funktioneller Mix mit Chemiefasern. In zweiflächigen Konstruktionen liegt beispielsweise eine synthetische, hydrophobe Faser an der Innenseite, welche die Feuchtigkeit rasch nach außen zur Wollseite transportiert. Dort überzeugt funktionelle Bekleidung dann mit natürlichem Look und schöner Haptik.

Ganz neu setzt sich Merinowolle aber nun auch bei den hoch funktionellen, dreilagigen Laminaten durch – als angenehmer Futterstoff auf der Innenseite der Konstruktion. Doch auch die Außenseiten dieser Laminate zeigen auf vielfältige Weise neue, natürliche Züge. Oberstoffe aus Baumwollmischungen etwa verbinden Causal-Look mit top Funktion (wie z.B. bei Sympatex). Dennoch büßen Hightech-Laminate dank der Membran nicht an Funktion ein und sind dennoch wasserdicht und atmungsaktiv.

Lebendige Stoffstrukturen

Neu sind auch vielfältige Oberflächenstrukturen, welche die neuen Sportstoffe lebendig machen und sich durch alle drei Schichten des funktionellen Bekleidungssystems ziehen. Jacquard- Varianten, Hoch/Tief- und Rippstrick bringen Volumen in leichte Stoffe und erhöhen so die Wärmeleistung bei Base- und Midlayern. Besonders doppelflächige Wirkware besticht mit neuen Optiken wie Honeycomb oder Needlepunch. Diese Strukturen auf den Innenseiten der Base- oder Midlayer bilden isolierende Luftpolster und halten den Sportler warm. Für Zirkulation und Feuchtigkeitstransport ist dennoch gesorgt. Doch auch die wetterfesten Stoffe der äußeren Schicht sind nicht mehr clean und glatt, sondern spielen mit neuartigen Strukturen – wie etwa feinsten Diamantmustern oder ganz neu umgesetzten Ripstop-Varianten, die durch die Webart und nicht wie gewohnt durch die Fadenstärke entstehen.

Struktur in Form von Bondings oder Heat Embossing (Prägungen durch Einwirkung von Hitze) gibt es bei den Softshells zu sehen. Das ist ein ganz neuer Ansatz, Struktur mit Volumen und Wärmerückhalt zu verbinden. Die neuen Stoffe greifen den in der Mode stark verbreiteten Trend zu neoprenähnlichen Materialien auf, anstatt mit hochflorigen Abseiten zu wärmen. Dieser Neopren-Look kommt durch zweiflächige Gewirke zustande, die mit Spacerfäden verbunden werden. Zusätzliche Prägung oder ein partielles Bonding erschafft dann ungewöhnliche 3D-Effekte (z.B. eine neue Baumrinden-Optik bei Schoeller).

Leichtgewicht mit gutem Griff

In der Kategorie „Lightweight“ geht es in den kommenden Saisons nicht mehr vorrangig darum, die Stoffe noch dünner zu machen, sondern deren Einsatzbereich zu erhöhen. Und das funktioniert nur, wenn auch die extraleichten Materialien reißfester

 

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