Tourenplanung

Die Tourenplanung ist ein gern unterschätztes Element bei der Vorebereitung der nächsten Wander- oder Trekkingtour. Es ist natürlich, dass man natürlich voll freudiger Euphorie am liebsten so schnell wie möglich in die Natur und die Berge kommt um den Hauch von Freiheit zu spüren, der in der Bergluft liegt. Damit Du aber dabei keine bösen Überraschungen erleben musst, sondern deinen Ausflug zum Wandern in vollen Zügen genießen kannst, sollte man ein paar Dinge bei der Tourenplanung beachten. Schließlich geht es dabei um Deine Sicherheit und die Unfallgefahr, die ein Exkurs in luftige Höhen so mitbringen kann.

Bergtouren und Wandern richtig planen

Die richtige Tourenplanung

In Gebirgen über 2000 Meter müssen einige Besonderheiten beachtet werden. In den Bergen muss man zu jeder Jahreszeit mit einem plötzlichen Wetterumschwung rechnen! Das bedeutet, auch wenn es unten oder auf dem Weg zum Zielgebiet sommerlich warm ist, gehören ein Fleece-Pullover, ein leichter Anorak, Handschuhe, Mütze und Regenschutz in den Tagesrucksack. Sehr bewährt hat sich außerdem eine Taschenlampe. Vorbereitet sein sollten Sie auch auf eine nicht geplante Übernachtung im Freien ohne Zelt, sei es aufgrund eines Wettersturzes oder eines Unfalles, der den rechtzeitigen Abstieg verhindert. Deshalb sollten auch ein Biwaksack und eine Schutzplane eingepackt werden.

Für das Bergsteigen im Winter oder auf Gletscher-Hochtouren ist eine richtige Winterausrüstung mit Steigeisen, Pickel und spezieller Schutzkleidung unverzichtbar.

Die jeweillige Region und Übernachtungen

Das Internet bietet mittlerweile alle Möglichkeiten über die verschiedenen Touren zu informieren. Meist sind diese in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade klassifiziert. Diese gilt es wirklich zu beachten und sich nicht zu überschätzen. Lieber etwas tiefer stapeln, bevor Ihr am Ende überfordert seid.

Dort findet man auch Hinweise wo und wie übernachtet werden kann. Echte Profis schlafen natürlich draußen. Doch auch hier gelten Regeln, die es in der ausgewählten Region zu beachten gibt. Darüber hinaus muß man seine Übernachtungsausrüstung an die klimatischen Bedingungen anpassen. Das ist vor allem bei der Wahl des richtigen Zeltes und Schlafsackes ausschlaggebend. Dort auch immer das Gewicht beachten, sonst geht es auf Rücken und Gelenke.

Entscheidet man sich für eine Pension, sollte man sich auch erkundigen, ob diese entsprechendes Bettzeug zur Verfügung stellen oder ob Du einen leichten Hüttenschlafsack dabei haben solltest.

Anreise bei der Tourenplanung

Auch die Anreise will wohl überlegt sein. Mit dem Auto, der Bahn. Bei der Anreise mit dem Auto solltest Du daran denken, dass es gerade im Winter schwierig sein kann, damit auf den Berg zu kommen. Am Besten solltest Du einen Tag vor der Tour anreisen und Dich dann nach einem kräftigen, stärkenden Frühstück auf den Weg machen. Auch Stau und Urlaubszeiten sind zu beachten.

Gehzeit und zu absolvierende Höhe

Eine Bergtour kann man mit lockeren Spaziergängen in der Ebene überhaupt nicht vergleichen. Erfahrene Wanderer wissen natürlich schon, wie sie Strecken bei einer Bergtour mit den entsprechenden Höhenmetern einzuschätzen haben. Anfänger sollten sich nicht übernehmen und einen großzügigen Puffer für Pausen und Raststationen einplanen. Sollte man zu locker geplant haben, macht das gar nichts. Umso mehr Zeit habt Ihr in stillen Momenten die Aussicht und die Natur in vollen Zügen zu genießen.

Nicht vergessen werden, sollte, daß in der Höhre der Sauerstoffgehalt sinkt und man schneller aus der Puste kommt. Wer sich darauf vorbereiten möchte, der kann sich auch beim Ausdauertraining mit einer Trainingsmaske konditionell einstellen.

Die Ausrüstung bei der Tourenplanung

Die Ausrüstung ist natürlich wahnsinnig wichtig bei der Tourenplanung. Die Bekleidung sollte über einen sehr hohen Tragekomfort verfügen und die Schuhe gut eingelaufen sein. Bei der Kleidung zum Wandern und Trekking hilft das Zwiebelprinzip. Die erste Schicht schützt vor schlechtem Wetter und Regen. Die 2. Schicht in Form eines Fleecepullovers oder Softshelljacke wärmt den Körper und ist gleichzeitig sehr atmungsaktiv. Darunter kommt ein atmungsaktives Shirt oder Funktionsunterwäsche bei kalten Temperaturen.

Bei der technischen Ausrüstung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Manche nehmen sogar ein extra GPS-Gerät mit, während sich wiederum andere ganz oldschool auf Karte und Kompass verlassen. Aber lasst Euch nicht alles andrehen, denn früher brauchten die Leute auch nicht allerlei technischen Schnickschnack zum Wandern. Die Natur ist das, was zählt.


Tourenplanung im Gebirge in wenigen Stichworten zusammengefasst:

Verhältnisse allgemein

  • Wetter
  • Lawinenlage
  • alternative Wege
  • objektive Gefahren (Hindernisse wie Steinschlag/Eisbruch oder wetterbedingte Schwierigkeiten wie Kälte, Gewitter  und Dunkelheit)
  • Absicherung der Route

Konkrete Geländesituation

  • Entfernung und Gehzeiten
  • Kräfte sparende Route Standortorientierung
  • Schwierigkeit des Geländes
  • Sicht etc.

Subjektive/menschliche Faktoren

  • Teamauswahl
  • Motivation
  • Wissen und technisches Können
  • Erfolgsdruck/Ehrgeiz/Überforderung
  • Gruppendynamik etc.

Bergsteigen bei einer Tour

Damit du auf dem Berg nichts vergisst, hier unsere beliebten Checklisten