Schneeschuhwandern

Die schon seit Jahrtausenden bekannte Tradition des Schneeschuhwanderns erlebt einen neuen Aufschwung und begeistert immer mehr Menschen. Die einzigartige Schönheit verschneiter Landschaften kann schließlich nicht nur auf Skiern oder innerhalb der Grenzen gut ausgebauter Wanderwege genossen werden. Was das Schneeschuhwandern so besonders macht und worauf es bei der richtigen AusrĂŒstung ankommt, haben wir hier fĂŒr dich auf den Punkt gebracht.

Was macht den besonderen Reiz von Schneeschuhwanderungen aus?

Schneeschuhwandern erfÀhrt seinen besonderen Reiz insbesondere durch seine Einfachheit

Schneeschuhwandern ist bei Weitem nicht nur erfahrenen Wintersportlern vorbehalten. Im Gegenteil, grundsĂ€tzlich kann jeder, der gehen kann, auch Schneeschuhwandern und braucht im Unterschied zu anderen Wintersportarten nicht einmal besonders viel Übung.

So können sich zum Beispiel Wanderer, die auf rasante Abfahrten lieber verzichten, trotzdem bisher unerreichbare Landschaften erschließen und sind nicht nur auf die gut ausgebauten Wege angewiesen. Und auch erfahrene Wintersportler können ihr „Revier“ einmal völlig neu kennenlernen und sich neuen Herausforderungen in bisher unzugĂ€nglichem GelĂ€nde stellen.

Schneeschuhwandern in den Bergen

Schneeschuwandern kennt keine Alters- und Fitnessgrenzen

Schneewandern ist dadurch ebenso wie „normales“ Wandern fĂŒr jede Altersklasse und jedes Fitnesslevel geeignet. Alles, was du dafĂŒr brauchst, sind stabile und bequeme Winterstiefel, warme Winterbekleidung, bei Bedarf ein paar Stöcke und natĂŒrlich die Schneeschuhe selbst. Teure AusrĂŒstung wie Helme, Skier und Brillen oder Zusatzkosten fĂŒr SkipĂ€sse fallen nicht an.

Zu guter Letzt ist das wandern im Schnee auch noch ein gutes Ausdauertraining, dass du im Unterschied zum Skifahren, Langlauf oder anderen Wintersportarten auch bei wenig Schnee ausĂŒben kannst, ohne dir Gedanken um Hindernisse wie Steine oder BĂ€ume machen zu mĂŒssen, die bei schnellen Abfahrten gefĂ€hrlich werden könnten. Bei deinen ersten Gehversuchen wirst du feststellen, dass es im Unterschied zum klassischen Wandern ein paar Dinge zu beachten gilt, um sich sicher und zĂŒgig durch den Schnee zu bewegen.

Mit entsprechenden Schneetellern kannst du deine Trekkingstöcke ganz einfach und preiswert fit fĂŒr den Wintereinsatz machen, sodass das winterliche Abenteuer auch eine Sportart fĂŒr den kleinen Geldbeutel ist.

Wie geht Schneeschuhwandern? – vom ersten Schritt bis zu den großen SprĂŒngen

Ganz einfach ausgedrĂŒckt ist Schneeschuhwandern nichts anderes als eine Wanderung mit grĂ¶ĂŸeren Sohlen. Diese braucht es schließlich, um nicht in den Schnee einzusinken. Die spezielle Konstruktion erfordert eine leicht verĂ€nderte Wander-Technik, die jedoch intuitiv und schnell erlernt werden kann.

Ebener Untergrund

Nach den ersten Schritten in ebenem GelÀnde wirst du schnell die kleinen Besonderheiten merken, die es beim Schneeschuhwandern zu beachten gilt. Auf flachem Untergrund ist das Gehen mit Schneeschuhen intuitiv und einfach zu bewÀltigen. Der Stand und auch die Schritte sind jedoch etwas weiter auseinander, damit du nicht versehentlich auf den Rand der Schneeschuhe trittst.

Dieser weitere Gang kann daher möglicherweise nach den ersten Touren ein wenig Muskelkater verursachen. Die meisten Schneeschuhe haben einfache Befestigungen mit BÀndern, wobei du darauf achten solltest, dass sie fest am Schuh sitzen und die Bewegung ohne zu wackeln mitmachen.

Bergauf Schneeschuhwandern

Wenn du bergauf gehst, kommt es auf den Untergrund an, welche Technik die beste ist. In lockeren, weichen Puderschnee solltest du dir mit den Zehen voran eine Stufe in den Schnee treten. Durch diese Technik bleibt der Fuß beim Aufstieg relativ gerade und lĂ€uft nicht Gefahr, nach hinten wegzurutschen, was auf Dauer einiges an Kraft spart.

Bergauf Schneeschuhwandern

Die Eiszacken oder Stollen unter dem Fußballen graben sich fest in den Schnee, wĂ€hrend der Fersenbereich weitestgehend unbelastet bleibt. Falls der Schnee so weich ist, dass du statt einer Trittstufe nur ein tiefes Loch produzierst, schau dich besser nach einer anderen Route um.

Auf hartem GelÀnde mit Schnee, Eis und Steinen kann das Treten höchstens zum Frustabbau, jedoch nicht zum Fortkommen beitragen. Hier solltest du dich auf die Steigeisen der Schneeschuhe und deine Stöcke verlassen. Bei zu steilen Aufstiegen solltest du jedoch nach einer moderateren Strecke Ausschau halten.

Auf das Schneeschuhmodell achten

Viele Schneeschuhmodelle haben neben den Eiszacken auch eine ausklappbare Fersenerhöhung, auch Steighilfe genannt. Mit diesem ausklappbaren BĂŒgel wird die Ferse höher gesetzt. Damit bleibt der Fuß bei moderaten bis steilen Anstiegen gerade, auch wenn der Schneeschuh sich der Neigung des Aufstiegs anpasst. Dadurch kannst du vor allem bei lĂ€ngeren Strecken bergauf Kraft sparen, da der Fuß nicht zu stark durchgestreckt wird und die Kraft besser ĂŒbertragen kann.

Bergab wandern

LÀngere Strecken bergab belasten vor allem die Knie. Daher ist es wichtig, deine Stöcke zur Stabilisierung vor dich zu setzen und die Knie beim Abstieg leicht gebeugt und entspannt zu halten. Auch das Tempo sollte gemÀchlich und entspannt bleiben. Die Ferse wird hierbei immer zuerst aufgesetzt.

Je nach Schneeschuhmodell solltest du darauf achten, wo sich dein Körperschwerpunkt befindet. Instinktiv lehnen wir uns bergab immer ein wenig mit dem Körper zurĂŒck, was bei Modellen mit Steigeisen bzw. Eiszacken im Fersenbereich auch gut funktioniert. Ohne diese Eiszacken sollte dein Gewicht ĂŒber dem gesamten Fuß bleiben, damit der Schneeschuh sich flĂ€chig in den Schnee eingraben kann. UnabhĂ€ngig vom Modell sind Stöcke beim Abstieg immer sinnvoll, da sie die Knie entlasten und dir zusĂ€tzlichen Halt und Sicherheit geben.

In der Ruhe liegt die Kraft beim Bergab Schneeschuwandern

Schwinge deine Beine nicht zu sehr nach vorne, da du auf dieser Art und Weise schneller ins Rutschen gerÀtst. Aber sollte das passieren, hilft ein ganz einfacher Rat: setz dich hin und fang langsam nochmal von vorne an.

Tipp fĂŒr Steile GefĂ€lle beim Schneeschuhwandern: Seitlich auf- und absteigen

Bei besonders steilen Auf- und Abstiegen ist es beim Schneeschuhwandern wie auch beim normalen Wandern empfehlenswert, sich seitlich heranzutasten. Statt sich direkt dem steilen Abhang zu stellen, solltest du dich seitlich im Zickzackkurs nach oben oder unten arbeiten. Zwar wird die Strecke dadurch etwas lÀnger, aber bedeutend weniger anstrengend und gefÀhrlich.

Dazu musst du die Seite des Schneeschuhs, die direkt am Anhang liegt, in den Schnee graben und dir so wieder kleine Stufen bauen. Nutze am besten die Spuren deines VorgĂ€ngers, sofern es möglich ist. Der bergab liegende Stock sollte dabei lĂ€nger und der bergauf liegende entsprechend kĂŒrzer sein, damit beide auf einer Ebene liegen.

Welchen Schneeschuh brauche ich?

NatĂŒrlich stellt sich dann bei der großen Auswahl die Frage, welchen Schneeschuh ich brauche. Dabei gibt es mehrere Faktoren zu beachten.

  • Sowohl beim Material als auch in der Bauart gibt es Unterschiede bei den Schneeschuhen. Die traditionellen Varianten aus Holz und Leder, die von der Form her an TennisschlĂ€ger erinnern, sind dabei eher selten und werden meist nur noch als Dekoration verwendet. Die modernen Varianten gibt es fĂŒr Einsteiger wie Profis und sind je nach GelĂ€nde unterschiedlich aufgebaut.

  • Meist werden Schneeschuhe aus Aluminium, Carbon oder kĂ€ltebestĂ€ndigem Kunststoff gefertigt. Die einfachste Variante, manchmal auch klassischer Schneeschuh oder Classics genannt, Ă€hnelt dem traditionellen Original und besteht im Grund nur aus einem Rahmen, der mit einer Kunststoffplane bespannt ist. Diese Bauart ist fĂŒr einfaches und gerades GelĂ€nde mit tiefem Schnee geeignet, da die FĂŒĂŸe kaum einsinken und das Gewicht großflĂ€chig verteilt wird. FĂŒr steile HĂ€nge taugen sie jedoch weniger, da der glatte Untergrund schneller ins Gleiten und Rutschen gerĂ€t.

  • Die moderneren Varianten sind hingegen mit einer kleineren AuflageflĂ€che ausgestattet und besitzen in der Regel krĂ€ftige Harscheisen, Steigeisen, Eiszacken oder Spikes. Auch die Steighilfe, also die ausklappbare Fersenerhöhung, ist hierbei hĂ€ufig eingebaut. Dadurch sind diese Schneeschuhe vor allem fĂŒr die Bewegung auf hartem Untergrund und steilem GelĂ€nde ausgelegt.

  • Die Abgrenzungen sind hier nicht immer zu 100% fest, sodass die klassischen und modernen Schneeschuhe jeweils in verschiedenen AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich sind. In jedem Fall solltest du darauf achten, dass dein gewĂŒnschtes Modell fĂŒr dein jeweiliges Körpergewicht ausgelegt ist.

Sicherheitsgrundlagen zum Schneeschuhwandern

Obwohl Schneeschuhwandern grundsĂ€tzlich kein gefĂ€hrlicher Wintersport ist solltest Du bei deiner AusrĂŒstung und bei der Wahl deiner Strecke ein paar einfache Grundlagen beachten damit kein unnötiges Verletzungsrisiko mit von der Partie ist.

Sicherheitsvorkehrungen Schneeschuhwandern

Die richtige Strecke

GrundsĂ€tzlich kannst du dir natĂŒrlich ĂŒberall dort deine Schneeschuhe unter die FĂŒĂŸe schnallen, wo ausreichend Schnee liegt. In Wintersportgebieten ist jedoch Vorsicht geboten! Achte unbedingt darauf, dass du keine Skipisten oder Rodelstrecken kreuzt, denn hier kann es zu gefĂ€hrlichen UnfĂ€llen kommen. FĂŒr Schneeschuhwanderer ist es schließlich bedeutend einfacher, unterwegs anzuhalten oder auszuweichen.

FĂŒr einen freundlichen und höflichen Umgang miteinander solltest du entsprechend RĂŒcksicht nehmen und die Strecken von Skifahrern, Snowboardern oder Rodlern meiden. Halte dich also entweder an ausgewiesene Schneeschuh-Wanderwege oder nimm dir deine Lieblingsstrecken vor, die du auch im Sommer gerne erwanderst. Auch beim Schneeschuhwandern ist es wichtig, keine abgelegenen Wege zu begehen, die eine Lawinengefahr mit sich bringen.

Vorbereitung und SelbsteinschÀtzung bei der Streckenwahl

Wenn du dich dennoch in abgelegenen Regionen bewegst, gehe entweder nicht alleine oder stelle sicher, dass Bekannte oder Freunde informiert sind und entsprechend Hilfe holen, falls der schlimmste Fall eintritt und etwas schiefgeht. FĂŒr AnfĂ€nger ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich entlang der ausgewiesenen Strecken zu bewegen, wo andere Leute und schnelle Hilfe nicht zu weit weg sind.

Zur Wahl der richtigen Strecke gehört auch, dass du dir am Anfang nicht zu viel zumutest. Starte lieber mit einfachen Wegen und steigere dich langsam, als deinen Körper oder auch deine AusrĂŒstung zu ĂŒberfordern. Die AusrĂŒstung sollte angemessen warm sein und auch ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln und Wasser ist wichtig, falls die Wetterlage oder die Strecke einmal eine Pause erzwingt oder die Heimkehr verzögert.

Informiere dich vorher ĂŒber die Strecke und die Umgebung, um auszuschließen, dass du dich ungewollt in Gefahr begibst. Dazu gehört es zum Beispiel, nicht leichtsinnig in Gebiete mit Lawinengefahr oder einem Risiko fĂŒr Steinschlag, Erdrutsche oder einbrechenden Eisdecken zu gehen. Ein gesunder Menschenverstand ist dabei der beste Ratgeber.

Die richtige AusrĂŒstung beim Schneeschuwandern

Je weiter du dich von anderen Menschen, SkihĂŒtten und Siedlungen entfernst, desto wichtiger wird eine entsprechende AusrĂŒstung. GPS-GerĂ€te, topografische Karten und Kompasse sind wichtige Hilfsmittel, um den Heimweg wiederzufinden, falls du dich verlaufen solltest. Der Winter ist mit seinen wechselnden Wetterlagen, der bedrohlichen KĂ€lte und der schlechteren Orientierungsmöglichkeit allerdings nicht der Ort, um zu lernen, mit diesen Hilfsmitteln umzugehen. Du und deine Begleiter sollten auf abgelegenen Strecken also entsprechend schon vorher in Navigation geschult worden sein und nicht unvorbereitet irgendwelche Risiken eingehen.

Warme, wasserdichte Bekleidung ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Sicherheit. Wenn der RĂŒckweg lĂ€nger dauert als gedacht oder die UmstĂ€nde dich zu einem lĂ€ngeren Aufenthalt zwingen, kann KĂ€lte eine ernsthafte Bedrohung fĂŒr deine Gesundheit darstellen. Sorge dafĂŒr, dass deine Winterbekleidung den Anforderungen gewachsen ist. Weiter unten haben wir die wichtigsten Grundlagen fĂŒr optimale Winterbekleidung fĂŒr dich zusammengefasst.

NotfallausrĂŒstung

Zur optimalen Vorbereitung gehört auch ein Vorrat an Trinkwasser. Mit isolierenden SchlĂ€uchen und HĂŒllen kannst du dein Trinksystem oder deine Trinkflaschen auch fĂŒr eisige Temperaturen fit machen. Ausreichend zu trinken ist unverzichtbar, um deine Körperfunktionen zu erhalten und UnterkĂŒhlung zu verhindern. Eine Thermoskanne mit warmen GetrĂ€nken ist dabei nicht nur im Notfall eine sinnvolle ErgĂ€nzung und wĂ€rmende StĂ€rkung.

Je nach Strecke ist auch eine SicherheitsausrĂŒstung unbedingt erforderlich. Schneeschaufeln, Signalleuchten oder Erste Hilfe Sets sind dank technologischer Fortschritte nicht einmal mehr schwer zu tragen und passen in die meisten WanderrucksĂ€cke. Du und deine Begleiter sollten in jedem Fall im Umgang mit Notsituationen in Schnee und Eis geschult sein und nie alleine zu abgelegenen Strecken losziehen.

Unter Einhaltung dieser Tipps kannst du dich unbesorgt auf den Weg machen und das Schneeschuhwandern in vollen ZĂŒgen genießen. Die passende AusrĂŒstung und Bekleidung ist dabei nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch des persönlichen Wohlbefindens und Komforts.

Zubehör zum Schneeschuh

SelbstverstĂ€ndlich gibt es noch viele weitere Produkte, die man fĂŒr einen Ausflug in den Schnee brauchen kann. Sie bieten beispielsweise Wetterschutz oder Komfort. Ganz nebenbei bieten Sie eine hervorragende Gelegenheit fĂŒr ZusatzverkĂ€ufe. Hier ein paar Beispiele:

  • Stöcke: Sehr wichtig fĂŒrs Schneeschuhwandern. Am besten eignet sich hier ein (verstellbarer) Trekkingstock mit speziellem Schneeteller.
  • Handschuhe: idealerweise wasserabweisende/wasserdichte Fingerhandschuhe oder Kombihandschuhe bestehend aus Fingerhandschuh mit darĂŒber zu stĂŒlpendem FĂ€ustling
  • MĂŒtze, Schal, Sonnenbrille, Schaltuch (Buff o.Ă€.)
  • Thermoskanne: Heiße GetrĂ€nke sind nicht nur angenehm, sie wĂ€rmen auch auf
  • Regenhose: alternativ Gamaschen
  • Rucksack: Mittlerweile gibt es spezielle Modelle mit Schneeschuhhalterungen und ausreichend Platz fĂŒr Brotzeit, Extrakleidung und LawinenausrĂŒstung
  • LawinenausrĂŒstung: VerschĂŒttetensuchgerĂ€t, Sonde und Schneeschaufel zum auseinandernehmen. Ggf. auch eine Snowcard
  • Literatur: es gibt zahlreiche FĂŒhrer, die die schönsten Schneeschuhtouren in unterschiedlichen Regionen vorstellen

Wozu Trekkingstöcke?

Auf gerader, ebener FlĂ€che sind Stöcke nicht zwingend notwendig, entlasten aber auch hier die Kniegelenke und trainieren gleichzeitig die Arme. Sobald es steiler bergauf und bergab geht, sind die Stöcke ein wahrer Segen, da sie deine Balance bewahren und die FĂŒĂŸe und Beine in ihrer Arbeit entlasten.

Am besten sind hierfĂŒr Teleskopstöcke geeignet, die du auf das unterschiedliche GelĂ€nde anpassen kannst. Mit breiteren Tourentellern sinken sie zudem nicht den Schnee ein. Die LĂ€nge der Stöcke sollte dabei so eingestellt sein, dass dein Unterarm im rechten Winkel zum Oberarm steht. Bergauf solltest du sie kĂŒrzer, bergab lĂ€nger und bei seitlicher Bewegung wie oben beschrieben unterschiedlich lang einstellen. Die meisten Stöcke besitzen außerdem Handschlaufen, damit sie nicht bei versehentlichen Fehltritten aus der Hand fallen und schlimmstenfalls den ganzen Abhang nach unten rutschen.

Schneeschuhwandern Trekkingstöcke

Fortgeschrittene Schneeschuhwanderer, die im felsigen Bergterrain unterwegs sind, sollten zusĂ€tzlich immer mit EisĂ€xten ausgestattet sein, um sich am Hang zu sichern. Dazu erfordert es jedoch im Unterschied zu Trekkingstöcken ein wenig Übung, Technik und Erfahrung. Eine andere sportlichere Version des Schneeschuhwanderns ist das Laufen, wobei zwar keine Eisaxt, aber besondere Schneeschuhe erforderlich sind. Wie man Trekkingstöcke richtig am Rucksack verstaut seht ihr hier.

Die passende Winterbekleidung – dein wichtigster WĂ€rmespeicher!

Auch wenn es schon so hĂ€ufig gesagt wurde, hier noch einmal die Erinnerung: Schichtsysteme sind am besten geeignet! Durch verschiedene funktionelle Lagen wird der Feuchtigkeitstransport von innen nach außen optimiert und gleichzeitig am meisten WĂ€rme am Körper zurĂŒckgehalten. Die Basis bildet die funktionelle UnterwĂ€sche. DarĂŒber kommt eine oder mehrere wĂ€rmende Schichten und zu guter Letzt die wasser- und winddichte Außenschicht.

Auf die Art und Weise kannst du deine Bekleidung mit steigender Anstrengung oder steigenden Temperaturen anpassen und immer fĂŒr ein ausgeglichenes Klima sorgen. Bei den Materialien der einzelnen Schichten haben natĂŒrliche und synthetische Fasern jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile. Vermeiden solltest du aber Bekleidung oder Socken aus Baumwolle, da diese langsam trocknet, stark auskĂŒhlt und schwer wird.

Der Schuh ĂŒber dem Schuh

Das Schuhwerk, mit dem du dich auf die Schneeschuhe begibst, sollte vor allem wasserdicht, robust und warm genug sein. Dabei musst du nicht zwingend einen speziellen Winterschuh verwenden. Mit einer wĂ€rmenden Einlegesohle und entsprechend warmen Socken aus Wolle oder Kunstfaser kannst du auch deine normalen wasserdichten Wanderstiefel zum Wintermodell umbauen. Vollleder Stiefel, die keine wasserdichte Membran besitzen, mĂŒssen mit einem hochwertigen Schuhwachs behandelt und so gegen eindringende Feuchtigkeit geschĂŒtzt werden.

Damit im Tiefschnee keine Feuchtigkeit und KĂ€lte nach innen gelangen kann, solltest du deine Waden mit Gamaschen schĂŒtzen oder gleich eine wasserdichte Winterhose anziehen, die auch den Knöchelbereich abdeckt.

Die kleinen aber entscheidenden Dinge

Warmes Accessoires

Wenn wir frieren, bemerken wir das nicht an RĂŒcken, Bauch, Armen oder Beinen. Der Körper zieht bei KĂ€lte die WĂ€rme zuerst aus den ExtremitĂ€ten, weshalb wir zuallererst an HĂ€nden, FĂŒĂŸen, Ohren und Nase die kalten Temperaturen zu spĂŒren bekommen. Entsprechend wichtig sind hier warme Accessoires.


MĂŒtze und Schal

Über den Kopf verlieren wir einen beachtlichen Teil der WĂ€rme, weshalb du idealerweise eine ordentlich warme MĂŒtze in Verbindung mit einer winddichten Kapuze deiner Außenjacke tragen solltest. Um KĂ€ltebrĂŒcken zu vermeiden, sollte der Halsbereich durch einen warmen Schal geschĂŒtzt sein. Die multifunktionellen Schlauchschals sind hierbei von Vorteil, da die Enden nicht wie bei einem klassischen Schal herumflattern oder sich lösen können.


FĂŒr FĂŒĂŸe und HĂ€nde

Die HĂ€nde werden in FĂ€ustlingen am besten warmgehalten, jedoch erfĂŒllen auch Fingerhandschuhe mit einer dicken FĂŒtterung und einem winddichten Außenmaterial ihren Zweck. Die FĂŒĂŸe gehören in warme Socken, das leuchtet jedem sofort ein. Ein hoher Wollanteil verlangsamt zwar die Trocknungszeit der Socken, jedoch wird die Feuchtigkeit von der Haut weggezogen und der Fuß auch dann noch gewĂ€rmt, wenn die Socke feucht wird. Kunstfasersocken wĂ€rmen ebenfalls zuverlĂ€ssig und trocknen etwas schneller als Wollsocken, können jedoch nach einer gewissen Zeit GerĂŒche annehmen.


Sonnenbrille

Wenn dein Schneeschuhweg dich nicht gerade durch dichte WĂ€lder fĂŒhrt, ist eine Sonnenbrille sinnvoll. Wie auch beim Skifahren wird durch den Schnee schließlich ein Großteil der UV-Strahlen reflektiert, der dich ohne Brille blenden kann. Auch solltest du mit einer Sonnencreme deine Haut vor den UV-Strahlen schĂŒtzen.


Fazit zum Schneeschuhwandern:

Schneeschuhwandern ist einfach, gĂŒnstig und fĂŒr jeden erlernbar. Du benötigst abgesehen von den Stiefeln nicht mehr AusrĂŒstung, als du ohnehin schon fĂŒr jeden einfachen Winterspaziergang brauchst. Die Techniken lernst du intuitiv und wenn du die Sicherheitshinweise befolgst, kann dabei auch nichts schiefgehen.

Nach all diesen Informationen, Tipps und Hinweisen solltest du schließlich nicht vergessen, dass Schneeschuhwandern im Grunde nichts anderes bleibt, als normales Wandern im Schnee mit etwas grĂ¶ĂŸeren Sohlen. Nach den ersten Schritten wird dich sicherlich auch die Begeisterung fĂŒr diesen einfachen aber unglaublich spaßigen Wintersport packen! Und nebenbei kannst du deine Lieblings-Winterlandschaft einmal aus einer völlig neuen Perspektive abseits der Pisten und Wanderwege kennenlernen.

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