Ratgeber Zeltformen

Ratgeber Zeltformen


Kuppelzelt

Die einfachste Form ist die Kreuzkuppel. Zwei sich kreuzende Gestängebögen tragen das Innenzelt. Das Gestänge wird entweder durch Kanäle am Zelt eingeführt oder das Innenzelt wird mit Schlaufen oder Haken am Gestänge eingehängt und das Außer- zeit darübergespannt. Vorteil diese Zeitform ist. daß sie freisteht unt nicht mit Heringen fixiert werden muß. Aus Sicherheitsgründen sollten aber auch Kuppelzelte abgespannt werden, damit sie bei Wind- böen nicht wegfliegen.


Eine Weiterentwicklung des Kuppelzeltes ist das Geodätische Kuppelzelt. Hiei werden mindestens drei Gestängebögen benutzt, die sich mehrfach kreuzen. Dadurch unterteilt diese tragende Konstruktion die Zeltfläche in mehrere kleine Teilflächen. was die gesamte Stabi­lität des Zeltes erhöht. |e mehr Gestängebögen eingesetzt werden, desto stabiler steht das Zelt, allerdings erhöht sich dadurch natürlich das Gewicht.


Da es auch Modelle gibt, bei denen unterschiedlich lange Gestänge verwendet werden, ist der Aufbau manchmal nicht ganz einfach. In der Zwischenzeit werden bei unterschiedlich langen Gestängen sowohl die Gestänge als auch die dafür vorgesehenen Kanäle zur Aufbauhilfe entsprechend markiert.

Vaude Campo Compact

Tunnelzelt

Ein Tunnelzelt sieht aus wie eine Halbtonne und wird von Gestängebögen getragen (mindestens zwei und bis zu vier), die parallel verlaufen. Die Konstruktion muß allerdings auf beiden Seiten in der Längsrichtung abgespannt werden, sie ist nicht freistehend. Da ein Tunnelzelt in Bodennähe steile Wände hat, bietet es ein sehr gutes Raumverhältnis zum Gewicht. Durch die einfache Gestängeführung ist es leicht aufzustellen und steht mit der richtigen Abspannung sehr stabil

Tunnelzelte können sogar bei starkem Wind in der Längsrichtung wie eine Art Ziehharmonika aufgestellt werden, nachdem man sie auf einer Seite am Boden fixiert hat.

Easy Camp Spirit 300 Tunnelzelt

Zwitterformen

Hier handelt es sich um Zeitformen, die ähnlich wie Tunnelzelte gestaltet sind, die aber eine freistehende Gestängekonstruktion haben. So hat man verschiedene Vorteile der Tunnel- und der geodätischen Zelte wie z.B. freistehend, günstiges Raumangebot, windstabil, etc. kombiniert.


Einbogenzelt

Diese Zelte werden nur von einem Bogen getragen. Es sind einfache Konstruktionen mit wenig Gewicht.Allerdings sind solche Zelte sehr klein und auch nicht besonders windstabil. Sie müssen deshalb mit vielen Abspannleinen und vielen Heringen befestigt werden. Nachteilig ist auch der komplizirte Einstieg. Einbogenzelte werden häufig als Einmannzelte bei Solotrekkingtouren verwendet. wenn Gewichtseinsparung im Vordergrund steht. Gelert Solo 2012 - Ein Personen Zelt

Pyramidenzelt

Das Zelt wird von einer senkrechten Mittelstange und vier Stangen an den Ecken getragen. Sie bieten wenig Innenraum, müssen mit vielen Heringen festgemacht werden und sind instabil.

Früher wurden sie häufig bei Expeditionen als Küchenzelt oder ähnliches eingesetzt. Heute findet man sie kaum noch.


Giebel- oder Firstzelte

Diese einfache dachförmige Zeitform wird entweder von zwei senkrechten Stangen oder von einem A-förmigen Rahmen getragen. Die ganze Konstruktion muß mit vielen Heringen befestigt werden und ist bei Wind nicht allzu stabil. Durch die Dachschräge bieten Giebeloder Firstzelte im Innenraum wenig Kopffreiheit.

Im Trekkingbereich sind diese Zelte wegen ihrer ungünstigen Eigenschaften nicht mehr zu finden. Bei größeren Gruppenveranstaltungen, bei denen alles Material mit Fahrzeugen angefahren wird, wie z. B. bei Pfadfindertreffen oder lugendlager, kommen große robuste Giebelzelte nach wie vor zum Einsatz.