Leichtrucksäcke

Leichtrucksäcke bzw. ein Ultraleicht-Rucksack unterscheidet sich natürlich in erster Linie von anderen Rucksäcken beim Gewicht. Aber auch ansonsten zeichnen sich Leichtrucksäcke vor allem mit einer möglichst minimalistischen Ausstattung aus, ohne dabei zu viele Einbußen beim Tragekomfort machen zu müssen. So wird dabei auf viel Schnickschnack eines gängigen Trekkingrucksackes verzichtet und wirklich nur die nötigsten Accessoires verarbeitet.

Ein Ultraleicht-Rucksack ist ein sehr guter Begleiter auf längeren Touren, da er den Rücken nicht mit überflüssigem Gewicht belastet

Leichtrucksack zum Wandern und Trekking

Warum ist ein Leichtrucksack oft besser als ein normaler Trekkingrucksack?

Ein Hauptfach, Deckelfach, Seitentaschen, Frontreißverschluss, Innenfächer, separaten Schlafsackteil und ein Geheimfach im Hüftgurt. All diese Dinge sollte ihr Trekkinrucksack alles besitzen. Eigentlich braucht man dafür schon fast eine Bedienungsanleitung und sie wiegen durchschnittlich 2 – 4 Kilogramm. Aber braucht man all diese Features an einem Rucksack wirklich und kann auf das Meiste nicht verzichtet werden?

Leichtrucksäcke verzichten auf die meisten Extras wie Tragegestelle und Ventilationssysteme. Bei den meisten Touren wird man diese auch nicht wirklich brauchen. Sie hören sich natürlich immer gut an, wenn sie in der Liste der Vorteile genannt werden. Aber bei guter, atmungsaktiver Outdoorbekleidung braucht man in normalem Klima zum Beispiel kein Ventilationssystem und wenn der Rucksack richtig gepackt ist, dann benötigt er auch kein Tragegestell.

Das Material bei vielen Trekkingrucksäcken ist auch so dick, daß es schon fast den Eindruck einer schusssicheren Weste vermittelt. Das muß aber nicht unbedingt sein, denn auch ein Ultraleichtrucksack reisst bei Kontakt mit Steinen oder Geröll nicht so einfach und man wird den Rucksack ja kaum mit dem Auot hinterher schleifen.

Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, kommt man bei den meisten Wander- und Trekkingtouren mit einem ordentlichen Rucksack mit gutem Stauraum im Hauptfach problemlos aus und verzichtet dank einem Leichtrucksack lieber auf Rückenschmerzen. Und wer hat wirklich schon mal all die "Geheimfächer" und Extrataschen an einem bombastischen Trekkingrucksack verwendet?

Worauf sollte ich bei einem Ultraleicht Rucksack achten?

Das Angebot bei Leichtrucksäcken ist genauso groß wie bei regulären Trekkingrucksäcken, daher gibt es eine einfache Methode um deren Effizienz auszurechnen.

Der beste Ultraleicht Rucksack ist derjenige, mit dem größten Fassungsvermögen beim geringsten Gewicht. Um die verschiedenen Modelle untereinander vergleichen zu können, muss man nur eine Rechnung anstellen. Bilden Sie dazu das Verhältnis von Gewicht zu Volumen. So erhalten Sie eine Zahl, die Ihnen sagt, wie viel Gramm Rucksack Sie für jeden Liter Stauraum darin tragen müssen. Je kleiner der Wert, umso leichter der Rucksack.

Weitere Kriterien sind natürlich wie immer die Verarbeitung und die Materialien, die zur Herstellung verwendet werden. Gerade die Nähte sollten natürlich hochwertig und robust sein. Wenn der Rucksack nicht wasserdicht ist, braucht man noch eine geeignete Regenhülle oder Rucksackschutz, damit die Ausrüstung innen nicht nass wird, wenn das Wetter doch mal umschlagen sollte.

Wie packe ich den Leichtrucksack?

Bei einem Leichtrucksack solltest Du Dich dem richtigen Packen besonders widmen, damit er angenehm zu tragen ist, schließlich verfügt er über nicht so viele Extrafächer.

Zunächst ist eine Checkliste wichtig. Gecheckt! Man sollte bevor man aufbricht immer seine Checkliste durchgehen und auch probieren seine Ausrüstung wieder so zu verstauen, wie man sie herausgenommen hat.

Beim Packen selbst darauf achten, dass nichts in den Rückenbereich drückt, um Wirbelbeschwerden zu vermindern bzw. verhindern. Um den Körperschwerpunkt so nah wie möglich am Körper selbst zu halten, sollte man die schweren Dinge wie Proviant, Kocher und Wasser immer sehr nah in Rückennähe aufbewahren.

Ultraleicht Rucksack

Den Schlafsack sollte man ganz unten in Lendenhöhe platzieren, um dort ein Polster zu haben. Die Kleidung bildet den Gegendruckpunkt für die Schweren Gegenstände, um diese immer in Rückennähe zu behalten. Das Zelt sollte weit oben sein, um es sofort griffbereit zu haben, falls es einen unerwarteten Witterungsumschlag gibt. Ganz oben bewahrst Du am besten deinen Tagesproviant sowie auch deine Wechselkleidung auf, wenn eine Niederschlagsgefahr droht.

Für den Kleinkram wie meine wichtigen Dokumente verwendest Du sicherheitshalber eine Plastiktüte und diese kommt dann mit dem Inhalt in die Außentasche(n), um es auch immer Griffbereit zu haben. Ganz egal was Du alles mitnehmen möchtest bzw. worauf Du verzichten kannst, achte auf folgendes:

Die schwersten Sachen immer in Rückennähe, den Schlafsack ganz unten und das Zelt immer ganz oben aufbewahren, Wechselkleidung und Proviant immer ganz oben aufbewahren.

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