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Top Seller aus Wohnmobil und Camping:
"Ein neues Wohnmobil zu kaufen, ist völlig unnötiger Luxus!" Das
stimmt, wenn man sich den Werteverlust eines Wohnmobils genauer
ansieht:
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Im ersten Jahr verliert das Wohnmobil pro Monat ein Prozent vom
Neupreis, dazu kommt pro 2.000 gefahrene Kilometer ein weiteres
Prozent. Die nächsten Jahre sind nicht viel besser, zehn Prozent vom
Neuwert schwinden jährlich dahin - zur Freude der Kaufwilligen und zum
Ärger derer, die sich beispielsweise "verkauft" haben. |

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Hier ein paar Tricks zum Kauf eines gebrauchten Wohnmobils:
- Kaufe im Herbst! Viele Vermieter wollen jetzt schon ihre
Gebrauchten abstoßen, die meisten Käufer zieren sich aber noch bis zur
erwachenden Reiselust im Frühjahr.
- Wohnmobile kleinerer Herstellerfirmen, oft Einzelstücke sind nicht
schlechter, müssen aber wegen geringerem Bekanntheitsgrad (auch Image
genannt) noch günstiger abgegeben werden - profitiere davon.
- Achtung jedoch bei "Exoten", zum Beispiel wuchtigen
amerikanischen Motorhomes. Treibstoffverbrauch, Ersatzteilpreise und der daraus resultierende
Wiederverkaufsalptraum sind nur etwas für starke Nerven (oder dicke
Geldbeutel).
- Selbstausbauten sind meist sehr günstig zu haben. Greif' zu,
wenn du den Eindruck hast, dass hier mit Liebe UND Sachverstand ein
Unikat angeboten wird, das dir vielleicht mehr ans Herz wachsen wird
als ein Wohnmobil von der Stange.
- Ein gelungener Kompromiss ist auch eine neue Pickup-Wohnkabine für einen gebrauchten Pritschewagen.
Einige Regeln für dein Kaufverhalten, die dir helfen sollen, viel Geld und Kummer zu sparen:
Bevor du deine Kaufbemühungen startest, muss sich die ganze Familie auf einen bestimmten "Wohnmobiltyp" einigen.
Gebrauchte Wohnmobile werden von Privatleuten, von Wohnmobilvermietern,
von Vertragshändlern und Herstellerfirmen selbst angeboten. Beachte die Inserate in deiner Lokalzeitung und in Campingzeitschriften.
Seit einigen Jahren werden nach dem Vorbild der Automärkte auch schon Wohnmobilmärkte organisiert, die Termine findest du in den Campingzeitschriften und in deiner Tageszeitung.
- Motorhaube öffnen: Aussehen des Motors. Fahrzeugunterseite: Prüfung
des Unterbodens auf Rostschäden (oder auffällige Terosonpinseleien, die
diese verbergen sollen), Undichte von Kühler, Bremsanlage,
Motorblock, Stoßdämpfern
- Funktionsprüfung: Elektrik, Scheibenwaschanlage
- Probefahrt: Startverhalten, Bremsverhalten (Lenkung loslassen),
Handbremse, Kupplungsspiel, Lenkungsspiel, Getriebegeräusche. Jetzt
erst lohnt es sich, dem Aufbau mehr als einen Blick zu widmen:
- Außenhaut: Kratzer und leichte Dellen sind kein Grund zur
Beanstandung (die werden sich nach dem ersten Urlaub schon kräftig
vermehren). Achte auf Alufraß und echte Unfallschäden. War die
Außenhaut beschädigt, ist oft Wasser eingedrungen. Dies beeinträchtigt
auf Dauer die Isolationsfähigkeit der Wand. Kratzer in den
empfindlichen Plastikfenstern lassen sich nicht vermeiden, sind jedoch
für den Käufer ein Preis-Minderungsgrund.
- Wohnbereich: Klemmt die Tür, dann kann der ganze Aufbau verzogen
sein, empfängt dich ein muffiger Geruch, dann hat der Schimmel schon
seinen Einzug gehalten - und Schimmelpilze sind Dauermieter!
Prüfe alles, was sich prüfen lässt - Wasserversorgung Gas-,
Elektro-, Umluftanlage. Schau' in alle Kästen, öffne jede
Klappe. Wie sieht es mit der Zweitbatterie aus? Du wirst von
zunehmender Euphorie befallen? Lass' dir nichts anmerken, Gefühle
sind schlechte Verhandlungsgehilfen.
Drei Dinge sind noch zu klären beim Kauf des Wohnmobils:
- Sind TÜV und Gasprüfbescheinigung (erforderlich alle zwei Jahre) neu?
- Welche Urlaubsreisen hat der Besitzer schon gemacht? Schlechte
Wegstrecken mit vollbeladenem Wagen schaffen auf Dauer den besten
Rahmen!
- Schauen Sie in die Fahrzeugpapiere und ziehen Sie fürs erste Jahr
20%, für die weiteren je 10% vom (schriftlichen belegten) Neupreis ab.
Lass' dich nicht mit neuen Preislisten täuschen, Wohnmobile
sind zum Teil erheblich teuer geworden. Manche Hersteller haben in
ihrer "Startphase" erhebliche Nachlässe gewährt. Berechtige Gründe für
höhere Preise sind notwendiges und gut erhaltendes Zubehör:
Markise, Fahrrad-Träger, Dachgalerie, Solaranlage, Antennenschüssel,
Radio. Auch hier legt ein ehrlicher Verkäufer seine Kaufpreise offen.
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Quelle:
Allgemeines Wohnmobil Handbuch: Die Anleitung für das wohnmobile Leben. Der Ratgeber rings um das Wohnmobil
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