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| Edelrid Kletterhelm | Kletterhelm "Targa" | Karabiner | Klettergurte |
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Bei Helmen ist derzeit ein Boom zu verzeichnen, der sich durch alle relevanten Sportarten wie Skifahren, Snowboarden, Biken usw. zieht. Oft sind es tragische Unfälle, die die Kunden zur Schutzausrüstung greifen lassen. Dieser Trend gilt auch für den Bergsport. Zwar ist der Kletterhelm beim Alpin- Bergsteigen wegen der Gefahr des Stein- und Eisschlags schon länger Standard, aber die Sportkletterer in den Hallen und Klettergärten taten sich bisher mit der "Schüssel" schwer. Dies ändert sich nun: Immer mehr greifen zum Kopfschutz, denn Stürze und herabfallendes Sicherheitsmaterial können nicht ausgeschlossen werden. |
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Bis
in die 1950er-Jahre kletterten Bergfexe ohne jeglichen Kopfschutz. Nach
wiederholten unliebsamen Begegnungen mit Stein- und Eisschlag dachten
dann aber einige Alpinisten darüber nach, wie sie sich davor schützen
könnten. Zuerst behalf man sich
mit dem, was vorhanden war: So waren die ersten Kletterhelme mit Socken oder Zeitungspapier ausgestopfte Hüte oder Mützen.
Der erste "richtige" Kletterhelm übernahm
im Jahre 1960 seine Schutzfunktion. Er war
ein Kunststoffhelm, der aber noch keiner
Sicherheitsnorm unterlag. Der Deutsche
Alpenverein (DAV) versuchte daraufhin
Standards zu etablieren, die nachprüfbar
sind. Etwa zehn Jahre nach der ersten Helmpräsentation stellte der Verein eine Fallprüfmaschine vor, mit der man die Widerstandskraft des Helm-Materials prüfen könnte.
Dieses sogenannte vertikale Energieaufnahmevermögen ist auch heute noch das
entscheidende Sicherheitskriterium bei
Kletterhelmen. Um das vertikale Energieaufnahmevermögen feststellen zu können,
lässt man ein Fallgewicht in Form einer Halbkugel vertikal auf einen Helm fallen.
Dieser Helm hat eine Spritzguss gefertigte
Helmschale aus Polycarbonat, die aufgrund des Materials und der
Verarbeitung sehr strapazierfähig ist. Das Aufhängesystem besteht aus
Gurtband.
Bei einer Testreihe zu Beginn der 1990er-
Jahre wurden gleichzeitig auch Radhelme
unter die Lupe genommen. Dabei stellte
man fest, dass diese ein besseres Energieaufnahmevermögen aufweisen und leichter als Kletterhelme sind.
Dies bewirkte einen Entwicklungssprung:
Radhelme wurden infolgedessen auf die Bedürfnisse der Alpinisten abgestimmt, d.h. deren Belüftung wurde verbessert und die
Belüftungsöffnungen wurden an andere Stellen platziert. In den
folgenden Jahren wurden den stark verbesserten Hartschalenhelmen
die ersten Leichthelme an die Seite gestellt.
Für alle Modelle gilt, dass sie nur einen
Kompromiss aus Sicherheit und Tragekomfort darstellen. War früher der Kletterhelm vor
allem ein Schutz vor Stein- und Eisschlag,
muss er heute auch den Kopf vor Aufprallverletzungen schützen.